George Baxt

George Baxt wurde am 11. Juni 1923 in New York, Stadtteil Brooklyn, geboren. Der Überlieferung nach war er ein Wunderkind, dessen erste Geschichte bereits 1932 in der »Brooklyn Times-Union« veröffentlicht wurde, für die Jung-George auch in den nächsten Jahren immer wieder Kurzgeschichten lieferte. Auch am Theater versuchte sich das Multi- Talent; sein erstes Stück wurde gespielt, als es gerade 18 war – und nach einem Tag abgesetzt.

Baxt erweiterte unverdrossen die Palette seiner Aktivitäten, schrieb für Bühne, Film und Fernsehen, arbeitete als Theateragent und für die Presse und lernte dabei viele der Künstlerinnen und Künstler kennen, die er später in seinen Thrillern auftreten ließ. In den 1950er Jahren zog Baxt nach England. Dort schrieb er eine Reihe von Drehbüchern für Horrorfilme wie »Circus of Horrors«, »Horror Hotel« oder »Burn, Witch, Burn«: solide, leicht trashige B-Movie-Ware, die noch heute gern im Nachtprogramm des Fernsehens gezeigt wird.

Seltsamerweise schrieb Baxt erst 1966 seinen ersten Roman (»A Queer Kind of Death«). Der Titel verrät es: Hier startete die für ihre Zeit immer noch ungewöhnliche Serie um den homosexuellen Privatdetektiv Pharoah Love (dem Baxt in »Mordfall für Tallulah Bankhead« einen Gastauftritt gewährt).

Weniger konträr, sondern für das breite Publikum verfasst wurde die »### Murder Case«- Serie, die Baxt 1984 begann; für das »###« ist jeweils der Name eines berühmten (weiblichen oder männlichen) Künstlers (meist Filmstars) einzutragen. (Band 4 bildet die einzige Ausnahme.) Nach dem (fiktiven) Detective, der als in allen diesen Romanen auftritt, wird die Serie auch nach »Jacob Singer« benannt.

Mit großem Erfolg führte George Baxt die Reihe über 13 Bände fort. Mit »The Clark Gable and Carole Lombard Murder Case« verabschiedete er sich 1997 von Jacob Singer und trat offenbar in den Ruhestand, denn seither hat er keinen Roman mehr veröffentlicht. Er starb am 28. Juni 2003 in New York City.

Krimis von George Baxt:

»Geist- und kenntnisreiche Unterhaltung, flott und turbulent wie Screwball-Comedys, witzig und charmant plauderhaft erzählt und bisweilen frivol, und immer zugleich liebevolle und ironisch-satirische Porträts der jeweiligen als Protagonisten missbrauchten Filmstars.« (Robert Schekulin, Buchhandlung Ufo)

Seiten-Funktionen: