Süden und der Mann im langen schwarzen Mantel von Friedrich Ani

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 bei Knaur.
Folge 14 der Tabor-Süden-Serie.

  • München: Knaur, 2005. 186 Seiten.
  • München: Droemer Knaur, 2011. ISBN: 978-3-426-51034-6. 187 Seiten.
  • Daun: TechniSat Digital, Radioropa Hörbuch, 2005. Übersetzt von Wolfgang Buschner. 4 Seiten.

'Süden und der Mann im langen schwarzen Mantel' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Hauptkommissar Tabor Süden fährt in sein Heimatdorf, um das Grab seiner Mutter zu besuchen. Die Reise in die Vergangenheit nimmt eine unerwartete Wendung, als ihn der Hauptschullehrer des Ortes um Hilfe bittet, dessen Tochter seit einem Jahr vermisst wird. Obwohl Süden für den Fall nicht zuständig ist, kann er sich der neuen Herausforderung nicht entziehen …

Ihre Meinung zu »Friedrich Ani: Süden und der Mann im langen schwarzen Mantel«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

kritikaster zu »Friedrich Ani: Süden und der Mann im langen schwarzen Mantel« 19.02.2017
plot und sprachlicher stil - war aber nichts ungewöhnliches.. schreibt EZ. das ist wahrhaftig untertrieben! der plot ist blödsinnig. ein "guter" pfarrer bringt ein kind um, weil es ihn beim "nochnichteinmalrichtigbumsen" erwischt hat. herr du meine güte -gehts eigentlich noch, friedrich ani? und der sprachstil erinnert mich an meinen deutschlehrer, der mir bei schachtelsätzen stets mit dem satz daherkam: derjenige, der denjenigen, der das schild, das an der brücke, die nach worms führt, umgeworfen hat, erhält eine belohnung... grammatikalisch vollkommen richtig, aber sonst entsetzlich. der ani hat sätze, da biegt es einem die zehennägel auf.
und der schluss? irgendwie zusammengeschustert nach dem motto: deckel drauf, passd scho.
nenene... das war nix.
EZ zu »Friedrich Ani: Süden und der Mann im langen schwarzen Mantel« 22.07.2014
Durch ein Interview mit Friedrich Ani in der SZ v. 19.07.2014 neugierig geworden, besorgte ich mir einen seiner Romane - zufaellig diesen.
Interview und ein langes TV-Gespraech mit Ani liessen Ungewoehnliches erwarten - bezueglich Plot und sprachlichem Stil.
War aber nichts - ungewoehnlich naemlich. Der Plot ist ein Kriminalroman durchaus herkoemmlicher Art, wobei die Aufloesungspointe schon relativ bald in ihren Umrissen erkennbar wird.
Die Figur des Kriminalbeamten Sueden ermittelt eigentlich nicht, erfaehrt nur Zufaelle, die gluecklicherweise fuer ihn seinen Ruhm als erfolgreichster Finder von Vermissten mehren.Die Sprache ist ziemlich "normales" Zeitungsdeutsch mit ein paar - nu, sagen wir: poetischen Wendungen der eher billigen Art. Wesentlich weniger charakteristisch als etwa Hannes Haas' artifizielles "Brenner"-Deutsch.Die Tonart ist verhangen, depressiv und oft deprimierend, vor allem, weil keine einzige Figur laengere Zeit wachsen kann, sondern eben "so ist", als waere sie immer schon so gewesen und koennte sich niemals aendern. Die Figuren bleiben flach. Dass Alkoholkonsum eine Hauptrolle in dem Stueck spielt, langweilt bald aehnlich wie die brav ausgefuehrten (aeusserlichen) Personenbeschreibungen. Da findet sich keine Raffinesse in der Art, wie die Figuren beschrieben werden. Meistens zeichnen sie sich durch "schmale Augen" oder zittrig gezeichnete Muender aus, durch abgewetzte, miefige oder durch betont als "modisch" apostrophierte Kleidung...Das Innovative besteht in der Verschraenkung der Zeitebenen der einzelnen Kapitel der Erzaehlung. Spannung entsteht nicht durch eine komplizierte Handlung, Portraets der Entwicklung besonderer Seelenlandschaften der einzelnen Protagonisten, sondern dadurch, dass der Leser jeweils einige Zeit braucht, bis er das jeweilige Kapitel zeitlich in die Chronologie des Plots einordnen kann.Aus meiner Sicht sind die diversen literarischen Lobpreisungen nicht verstaendlich. Und ich werde kaum einen zweiten Roman von Friedrich Ani lesen.
Dirk Graeser zu »Friedrich Ani: Süden und der Mann im langen schwarzen Mantel« 17.09.2005
Es hat den Anschein, daß Friedrich Ani mit diesem Buch selbst dem Tabor Süden - Mythos überdrüssig wird. Die Haupt-/Kultfigur hadert nur noch mit sich selbst. Die Handlung selbst ist ein charismatisches Aufarbeiten der gesamten Süden-Reihe. So schwierig die Person, so schwierig auch das Lesen. Wer die Süden-Reihe nicht gelesen hat, dem fehlt die Basis für das Verstehen. Mein Gesamteindruck "sein letzter Akt".
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Jörn Rößler zu »Friedrich Ani: Süden und der Mann im langen schwarzen Mantel« 01.08.2005
Ein wirklich gutes Buch, das schnell lesen läßt, welches man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Süden wirkt wie in den anderen Romanen auch bisweilen arogant und selbstgerecht, dann wieder an sich und seinem Dasein verzweifelnt.
Die Sprache, die so oft kritisiert wurde, entspricht dem Schreibanliegen und passt in die Szenerie. Ungehobelt, aber nicht ordinär (gilt bisweilen als Kennzeichen guter Krimis (harte Sprache z.B. Chester Hime)).
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Ihr Kommentar zu Süden und der Mann im langen schwarzen Mantel

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: