Nebel über der Lagune von Frédéric Lenormand

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2008 unter dem Titel Leonora agent du doge, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Thiele.
Ort & Zeit der Handlung: Italien / Venedig, 1701 - 1800.
Folge 1 der Leonora-Pucci-Serie.

  • Paris: Fayard, 2008 unter dem Titel Leonora agent du doge. Pseudonym: Loredan. 346 Seiten.
  • München; Wien: Thiele, 2009. Übersetzt von Xenia Osthelder. ISBN: 978-3851791006. 352 Seiten.
  • Berlin: Aufbau, 2011 Die venezianische Braut. Übersetzt von Xenia Osthelder. ISBN: 978-3-7466-2753-3. 352 Seiten.

'Nebel über der Lagune' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Venedig 1762. Als die junge Leonora Pucci eines Tages aus dem Kloster von Vincenza geholt wird, um in der Lagunenstadt verheiratet zu werden, weiß sie noch nicht, daß sie bald unfreiwillig, jedoch nicht ohne Grund im Mittelpunkt einer gefährlichen Verschwörung stehen wird.

Erstaunlich genug, daß Cesare Della Frascada, der mit der Überwachung der Kanäle eines der höchsten Ämter Venedigs bekleidet, sich plötzlich als ihr Vater vorstellt, wird dieser am Tag der Hochzeit auch noch festgenommen und in die Bleikammern des Dogenpalastes geworfen. Als kurze Zeit später Della Frascadas Mitarbeiter bei der Reinigung des Canal Grande auf drei zerstückelte Leichen stoßen, scheint das niemanden zu interessieren – außer Leonora, die nur knapp einem Mordanschlag entgeht.

Mit kriminalistischem Spürsinn versucht Leonora Licht in die dunklen Abgründe der Serenissima zu bringen. Schon bald ahnt sie, daß es einen Zusammenhang gibt zwischen den mysteriösen Vorfällen und dem Rätsel ihrer Herkunft.

Ihre Meinung zu »Frédéric Lenormand: Nebel über der Lagune«

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Sylvie Kaufhold zu »Frédéric Lenormand: Nebel über der Lagune« 17.01.2011
Frederic Lenormand ist als Autor genial, noch dazu als Mensch sehr witzig und zugänglich.
Sein italienischer Verlag hat ein Clip für "Nebel über der Lagune" inzeniert. Sehr schön (Suchbegriff: Loredan 1).
Die Serie Richter Ti ist genau so wie Nebel... ein perfektes Beispiel für Harmonie zwischen Krimi und Geschichte. Der Mann besitzt einfach ein sehr großes Wissen und kann es wunderbar durch seinen Geschichten vermitteln. Er macht einfach Spaß zu lesen.
Schade dass nicht mehr seiner Bücher ins Deutsch übersetzt werden. Ein Grund mehr, um Französisch zu lernen!:-)
tassieteufel zu »Frédéric Lenormand: Nebel über der Lagune« 21.02.2010
Völlig überraschend wird die junge Leonora aus dem Kloster in Vincenza, in dem sie wie sie glaubte als Waise aufwuchs, zu ihrer Familie nach Vendig geholt. Cesare Della Frascada ein einflußreicher Adliger, der zudem mit einem der höchsten Ämter in Venedig bekleidet ist, entpuppt sich als ihr Vater, der sie recht zügig verheiraten will. Doch am Tag der Hochzeit wird er
verhaftet und in die berüchtigten Bleikammern geworfen, man wirft ihm Unterschlagung und Veruntreuung vor, doch den Rest der Familie scheint das nicht zu stören. Leonoras Stiefmutter gibt sich ungezügelt ihren Vergnügungen hin und auch ihre Stiefbrüder krümmen keinen Finger für die Freilassung des Vaters. Leonora ist die Einzige, die seine Unschuld beweisen will, und stößt schon bald auf ein wahres Netz von Intrigen und Verschwörungen und auch die Wahrheit
über ihrer Herkunft tritt zu Tage.
Man merkt dem Buch an, daß der Autor sich im Venedig des 18. Jahrhunderts auskennt, neben dem recht spannenden Krimifall werden jede Menge interessante Details über das historische Venedig eingeflochten und ganz nebenbei erfährt man vieles sowohl aus dem gesellschaftlichen wie dem politischen Leben der Lagungenstadt, das hat mir sehr gut gefallen. Auch der Krimifall
ist recht geschickt inszeniert und bietet genug Wendungen um den Leser bei der Stange zu halten, am Ende ist die Auflösung allerdings recht abrupt. Leonora ist eine recht sympathische Heldin, der man gern durch ihre Abenteuer folgt. Nachdem sie allerdings aus ihrem recht be-
schaulichen Leben im Kloster von einem Abenteuer ins nächste stolpert, hätte ich mir bei ihr doch ein wenig mehr Emotionen und Gefühle gewünscht. Auch bei den anderen Charakteren hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht, bei vielen Figuren, wie Donna Soranza oder
Flaminio dell Oio blieben einfach die Beweggründe auf der Strecke.
Ein wenig enttäuscht hat mich der Schreibstil, der teilweise recht nüchtern und einfach war, kann auch an der Übersetzung liegen oder daran, das ich einfach von Nicolas Remins Venedig
Krimis so restlos begeistert war, denn für sich genommen ist Nebel über der Lagunge zwar nicht schlecht, kann aber mit Remins Schreibstil einfach nicht mithalten.

Fazit: gut recherchiert und informativ, die Charaktere sind aber noch ausbaufähig und der Schreibstil war teilweise ein wenig zu hölzern. Alles in allem gut zu lesen und nach oben hin noch ausbaufähig.
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