Die dritte Jungfrau von Fred Vargas

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel Dans les bois éternels, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Aufbau.

  • Paris: Viviane Hamy, 2006 unter dem Titel Dans les bois éternels. 480 Seiten.
  • Berlin: Aufbau, 2007. Übersetzt von Julia Schoch. ISBN: 978-3-351-03205-0. 480 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Der Audio Verlag, 2007. Gesprochen von Julia Schoch. Produziert vom Westdeutschen Rundfunk. ISBN: 3898136256. 2 CDs.

'Die dritte Jungfrau' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Adamsberg hat ein altes, kleines Haus mitten in Paris erworben. Doch in dem Haus spukt es, sagt der Nachbar. Der Schatten einer frauenmordenden Nonne aus dem 18. Jahrhundert schlurft des Nachts über den Dachboden. Gehört hat der Kommissar das schon, aber was macht ihm das aus, wo er es doch mit viel gegenwärtigeren, furchtbaren Schatten zu tun hat. Einem zum Beispiel, der in einer Pariser Vorstadt zwei kräftigen Männern mit einem Skalpell die Kehle durchgeschnitten hat. Was keiner außer sieht: Beide haben Erde unter den Fingernägeln. Wonach haben sie gegraben, das sie das Leben kostete?

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mylo zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 21.06.2009
Nun wieder ein echter Vargas mit den bekannten Figuren wie Adamsberg, Danglard, Camille, aber auch "die Dicke" Retancourt. Man hat sie über die vielen Folgen hin lieb gewonnen, brauch hier aber auch das eine oder andere Buch als Background.
Die Geschichte fängt etwas verhalten an, nicht gleich der Spannungsbrüller, unterhaltsam, sprachlicher Witz und intelligent zusammengesponner Plot der alles zum Schluss, wenn auch überraschend zusammenfügt.

Nicht direkt als erstes Buch von Vargas zum Lesen zu empfehlen.
Aber für mich immer noch 80 Punkte wert.
Fisu zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 22.05.2009
ein richtig guter, angenehm zu lesender Krimi.
Ohne Hektik;
Man taucht in Adamsberg Welt ein, ein wenn man wieder aussteigt hat man schöne Stunden in Paris verbracht
Der Schluss ist wie immer bei Vargas überraschend, aber nichts desto troz logisch und konsequent.
Allerdings ohne Vorwissen schlecht verständlich
JaneM. zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 13.01.2009
Jetzt bin ich durch und muß mein Urteil revidieren: ein großartiges Buch! Alle Handlungstränge fließen gekonnt zusammen. Die Morde in Paris, die Geschichte in der Normandie, der Geist im eigenen Haus und der neue Kollege. Über allem steht die geheimnisvolle Rezeptur aus dem Mittelalter. Der Zusammenfluß bleibt verschroben/ charmant ohne "an den Haaren herbeigezogen" zu wirken. Insgesamt passt alles zur Stimmung des Buches.
"Die dritte Jungfrau" hat vielleicht Anlaufschwierigkeiten, aber es lohnt sich. Im letzten Drittel steigt auch der Spannungsbogen deutlich. Vielleicht kein Krimi, bei dem man sich vor Erregung die Nägel kurz kaut, aber geistreich, unterhaltsam, intelligent und keineswegs vorhersehbar.
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JaneM. zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 03.01.2009
Mein erster Krimi von Fred Vargas- ich bin ca. auf Seite 90 und überlege, ob ich das Buch weglegen soll. Nicht, weil es schlecht ist, bei weitem nicht. Positiv sind auf jeden Fall, die originelle Sprache und besonders die verschrobenen Charaktere. Auch dass Adamsberg von der üblichen Wallander/Rebus etc. -Schiene abweicht, ist erfrischend. Insgesamt ein sehr "europäisches" Buch. Anders als bei amerikanischen Werken kann man es nicht überfliegen und schlaftrunken im Bett gelesene Seiten müssen meist am nächsten Tag nochmal gelesen werden, weil doch Konzentration nötig ist.
Aber die Person Adamsberg bleibt für mich nicht greifbar- verschwommen- wie die Autorin meint. Anders sieht es mit den Nebencharakteren aus: z.B. der alte Nachbar, der vom Spuk im Haus berichtet.
Nett, die skurille Geschichte des "neuen Bullen", der seine Tage zunächst mit Überwachung im Wandschrank verbringen muss. Warum die (Ex-)Freundin von Adamsberg aber Personenschutz genießt, hat sich mir bisher nicht erschlossen!!! Falsche Reihenfolge der Krimis? Möglich ist es- es sollte vorgewarnt werden.
Insgesamt gibt es bisher viele-durchaus unterhaltsame und anspruchsvolle- Nebenschauplätze. Wie die Gesichte im Gasthaus in der Normandie. Man versinkt aber beim Lesen in diese Szenerie, um sich hinterher wieder zu fragen, worum es eigentlich geht:ach ja, die Morde in Paris.
Insgesamt: literarisch sicher anspruchsvoll, liebenswert schrullig.
Aber leider bisher alles andere als spannend.
Ein bißchen halte ich noch durch.
VOLKER zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 23.11.2008
Wieder einmal genial ! Man läuft Gefahr,
sich zu wiederholen immer wieder von den phantasievoll-witzigen Dialogen
und den verschrobenen,mittlerweile lieb-
gewonnenen Charakteren zu schwärmen.
Fred Vargas scheinen die originellen Ideen niemals auszugehen,im Gegenteil,
von Roman zu Roman staunt man immer mehr,was diese Frau sich alles ausdenkt.
(oder kommen ihr die Ideen wie Adams-
berg als füchtige Gedankenflocken zu-geflogen?)
Bei allem Witz und aller Originalität
kommt dabei- und das ist schon eine
Kunst- der eigentliche Plot und die
Spannung niemals zu kurz.
Einziger Kritikpunkt: Fred Vargas stra-
paziert die Bereitschaft des Lesres, ihr
auch einige nicht ganz glaubwürdige
Passagen abzukaufen von Buch zu Buch
ein wenig mehr, und hier scheint dir
Grenze beinahe erreicht.
Dies ist jedoch für mich kein Grund,vom
Prädikat "GROSSARTIG" abzurücken.Wann erscheint endlich der nächste
Roman?
krimileser26 zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 18.10.2008
Auch wenn hier so viele von dem Buch begeistert sind, ich fand es einfach nur langweilig und habe es somit auch nicht zu Ende gelesen. Aber, wenn mich eine Handlung nicht gleich packt oder wenigstens auf den ersten 50 Seiten ins Rollen kommt, dann bin ich nicht gewillt mich noch weiter durch das Buch zu quälen.
Ist schon interessant, dass hier so viele den Lesestoff so ganz anders einschätzen.
Ich hatte das Buch als Leseexemplar, noch bevor es in aller Munde und Frau Vargas in der Presse so hoch gelobt wurde. Um so verwunderter war ich über die vielen positiven Kritiken. Aber zum Glück bin ich ja hier nicht ganz allein mit meiner Meinung.
Jane_Doe zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 10.08.2008
Das Buch hat mich auch beim zweiten Mal lesen verzaubert. Es war das erste, das ich von Vargas gelesen habe, nun kam es noch einmal in der richtigen Reihenfolge dran.
Die mit viel Liebe ausgearbeiteten Charaktere und das spezielle Vargas-Gefühl, das beim Lesen aufkommt, sorgt dafür, dass man das Buch immer wieder lesen kann.
Die Geschichte ist so gut wie immer, mit vielen unvorhersehbaren Wendungen, aber das Drumherum wird von Buch zu Buch besser, da die Charaktere mitlerweile eingeführt sind und in ihrer vollen Pracht agieren können.
Da kommt es nun immer zu witzigen Dialogen (jetzt beginne ich, meinem Vordermann zu gleichen) und den interessanten Nebenhandlungen, die Vargas' Welt so ausmachen und den Leser in den Bann ziehen.
Rolf.P zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 17.07.2008
Fred Vargas verzaubert uns in ihrem Roman “Die dritte Jungfrau“ durch einen packenden Plot, viele schräge Dialoge, poetische Fantasien und ein Ermittlerteam, dass in seiner Perfektion und Schrulligkeit kaum etwas mit der Realität zu tun hat.
Witzige Dialoge, intelligente Anleihen an altfranzösische Dichtkunst und eine wahrhaft unwiderstehliche Mischung aus durchgeknallt Agierenden machen diesen Roman der "Königin des französischen Kriminalromans" zu einem Krimierlebnis ersten Ranges!
Nein, Fred Vargas kann man nicht mit den üblichen Maßstäben messen. Ihre Krimi-Welt ist ein Kosmos für sich, bevölkert mit fantastischen Charakteren wie Adamsberg, Danglard oder dem dichtenden Veyrenc mit dem Kindheitstrauma, das ihn und Adamsberg verbindet; ihr Kosmos ist eine schillerndes Universum zärtlicher bis absurder Gedanken, geistreicher Dialoge, düsterer Geschichten, skurriler Einfälle, und am Schluss fügt sich das alles wunderbar zusammen, fast wie von einer Zauberin.
Immer gelingt es der Autorin zudem, zwei, drei mögliche Lösungen auf den letzten Seiten zu präsentieren, man denkt, man weiß jetzt, woran man ist, nur um festzustellen, dass man doch wieder an der Nase herumgeführt wurde.
Fred Vargas schreibt einfach genial. Mit viel Witz und Intelligenz, sehr geistreichen Dialogen und außergewöhnlichen Protagonisten schafft sie es, die Leser Satz für Satz in die Geschichte zu ziehen.

Vargas ist ein Tipp für alle die, die gute Krimiliteratur zu schätzen wissen und sich nicht von schlecht geschriebenen reißerischen Thrillern (made in USA) benebeln lassen wollen.
Hannes zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 05.07.2008
An einer Stelle dieses Romans werden die Mitarbeiter der Polizeibrigade eingeteilt in "Positivisten" und in "Wolkenschaufler". Ich glaube, dass das Genre des Kriminalromans gerade von dieser Spannung lebt - zwischen Alltag und dem Ungewöhnlichen, zwischen Ratio und Rätsel. Ludwig Wittgenstein hat bekanntlich in seiner Freizeit ausschließlich Krimis gelesen - die Sehnsucht des Positivisten nach Poesie und Phantasie! Und die erfüllt Fred Vargas allemal.
Bernhard zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 26.04.2008
Nach meinen fast immer aufreibenden Arbeitstagen pflege ich seit vielen Jahren zur Entspannung oft für eine halbe Stunde in einem Café zu sitzen, begleitet von Cappuchino und vorzugsweise Krimi. Vor kurzem also ein Buch von Vargas. Ich hatte nach wenigen Seiten das Gefühl, beim Lesen eine hinreißende Praline auf der Zunge zergehen zu lassen. Selbst nur jeden Abend ein Kapitel zugestanden, um nur ja nicht zu schnell zu dem Ende zu kommen, versetzte mich dieser Genuss in einen Zustand permanenter stiller, zufriedener Heiterkeit, eine Art geistiges Dauergrinsen. Ich denke, man muss diese Art zu schreiben mehr fühlen als verstehen. Eine persönliche Anlage als Wolkenschaufler ist dazu natürlich außerordentlich hilfreich. Dann beginnt auch die oft zitierte "Magie" zu wirken. Wie ist es sonst zu erklären, dass ich als fünfzigjähriges, gestandenes Mannsbild den ersten Leserbrief meines Lebens schreibe ??

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