Die dritte Jungfrau von Fred Vargas

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel Dans les bois éternels, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Aufbau.
Ort & Zeit der Handlung: Frankreich / Paris, 1990 - 2009.
Folge 7 der Kommissar-Adamsberg-Serie.

  • Paris: Viviane Hamy, 2006 unter dem Titel Dans les bois éternels. 480 Seiten.
  • Berlin: Aufbau, 2007. Übersetzt von Julia Schoch. ISBN: 978-3-351-03205-0. 480 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Der Audio Verlag, 2007. Gesprochen von Julia Schoch. Produziert vom WDR. ISBN: 3898136256. 2 CDs.

'Die dritte Jungfrau' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Adamsberg hat ein altes, kleines Haus mitten in Paris erworben. Doch in dem Haus spukt es, sagt der Nachbar. Der Schatten einer frauenmordenden Nonne aus dem 18. Jahrhundert schlurft des Nachts über den Dachboden. Gehört hat der Kommissar das schon, aber was macht ihm das aus, wo er es doch mit viel gegenwärtigeren, furchtbaren Schatten zu tun hat. Einem zum Beispiel, der in einer Pariser Vorstadt zwei kräftigen Männern mit einem Skalpell die Kehle durchgeschnitten hat. Was keiner außer sieht: Beide haben Erde unter den Fingernägeln. Wonach haben sie gegraben, das sie das Leben kostete?

Ihre Meinung zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau«

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Gert Samuel zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 23.09.2016
Ich hatte mich auf eine spannende Lektüre im Urlaub gefreut: viele gute Krimis von Fred Vargas gaben zu dieser Hoffnung Anlass.
Doch dieses Mal war ich echt enttäuscht: so viel Synthetik kannte ich von der Autorin bisher nicht. Abstruse Geschichtchen, ebenso Gestalten – irgendwann interessierte es mich nur noch, wie sie aus dem geschaffenen Schlamassel heraus kommen würde.
Der bisher schwächste Krimi einer ansonsten tollen Autorin. Schade!
Benw15 zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 24.07.2014
Dieses Buch war mein "1. Vargas" und es war auch nicht mein letzter Kriminalroman dieser ungewöhnlichen und dennoch positiv aus dem Krimi-Einheitsbrei herausragenden Schriftstellerin.
Die Handlung ist mystisch angehaucht, bestialische Morde geschehen. Die Charaktere sind sehr skurril und dennoch nicht klischeehaft. Man kann sich in sie sehr gut hineinfühlen. Die Sprache ist metaphorisch, leicht, symbolisch und locker, aber nur für diejenigen gut und nachvollziehbar, die solch einen Stil mögen.
Der Titel des Buches ist lange Zeit nicht nachzuvollziehen, die Autorin legt gekonnt mehrere falsche Fährten, um den Aha-Effekt bei den Lesern zum Ende hin so groß wir möglich ausfallen zu lassen. Die Story erscheint dennoch nicht an den Haaren herbeigezogen.
Und genau das mag ich an diesem Buch so sehr: Die Auflösung ist GENIAL. Ich liebe es bei einem Kriminalroman, die ganze Zeit, was die Frage nach der/dem Täter/in angeht, in die Irre geführt zu werden, sodass die Entlarvung dessen mich eben auch wirklich von den Socken haut. Und das war bei "Die dritte Jungfrau" definitiv der Fall. Danke, Frau Vargas.
Liz60 zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 08.09.2010
Und wieder war ich gefangen im Vargas-Universum. Die Protagonisten sind mir mit ihren Schwächen und Stärken mittlerweile ans Herz gewachsen.
Es ist wie immer eine ruhige, aber dennoch spannende Geschichte, die von den witzigen und intelligenten Diaologen lebt.

Wie immer agieren neben den bekannten Hauptcharakteren auch so einige skurile, eigenwillige und höchst interessante Nebencharaktere. Bei Vargas erfährt man Dinge, die fürs Leben eigentlich nicht wichtig sind, aber es dennoch irgendwie bereichern.
Samoa zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 18.08.2010
Und wiederum ist Vargas ein bezaubernd-surrealer Krimi gelungen, mit den altbekannt skurrilen Protagonisten und deren unnachahmlich angeschrägt-witzigen Dialogen.

Man folgt erstaunt und ungläubig zahlreichen, völlig abwegig erscheinenden Handlungsfäden – und wird, wie so oft bei Vargas, zunächst kunstvoll in die Irre geführt.
Ein Doppelmord, zwei getötete Hirsche, ein Kindheitstrauma, der Geist einer Nonne (der ruhelos auf Adamsbergs Dachboden umherschleicht), eine mittelalterliche Rezeptur, Schuhcreme auf Schuhsohlen, ein Schatten, eine heroische kleine Katze namens "Die Kugel"… all dies wird meisterhaft verwoben und verflochten, auf intelligente und höchst amüsante Art und Weise zusammengefügt.

Vargas ist unnachahmlich – in ihrer Art, mit Sprache zu spielen, den Leser damit zu betören und ihn vorbehaltlos und willig eintauchen zu lassen in das luftige Gedankenuniversum des Wolkenschauflers Adamsberg.

Unwiderstehlich faszinierend. 95°
Maria-luise zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 15.08.2010
"Die dritte Jungfrau" ist das erste Buch, dass ich von Frau Vargas gelesen habe. Mein erster Eindruck war, dafür ist also Papier verschwendet worden. Ich habe es zu Ende gelesen. Empfinde ich als Leistung. Zum Glück ist das Buch nur aus der Bücherei geliehen worden. Sie hat sehr bizarre Typen geschaffen und vielleicht muss man ihre Bücher in der Reihenfolge lesen, um ihre Bücher zu würdigen . Frau Vargas fabuliert gut, sie hat viel Sprachwitz, aber das reicht nicht aus. Ich glaube ihre Bücher muss man in einem Rutsch lesen. Ich habe es über mehrere Tage verteilt gelesn und muss oft zurückblättern. Vielleicht lese ich noch einmal ein anderes.
Annemarie Siefert zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 30.07.2010
Über die "Die dritte Jungfrau": Dieser Roman ist der unglaublichste Schmarren, den ich im Leben gelesen habe. Doch ich las ihn zu Ende und vermute, dass mir Fred Vargas deshalb so sympathisch ist und mich fasziniert, weil sie so liebevoll über die Schwächen ihrer Mitmenschen spricht und auch die seltsamsten Skurrilitäten akzeptabel findet. Sie hat ein großes Herz!!Doch fällt mir noch auf, dass Frauen bei ihr nur schemenhaft vorkommen. Nie werden ihre Frauencharaktere wirklich lebendig und glaubhaft. Fast immer werden sie etwas karikiert; sie sind entweder extrem dick, essen unentwegt ohne zuzunehmen oder sind "weißlich-wabbelig wie Wale" und oft Mörderinnen mit abstrusesten Gedankengängen.
Zwei Fotos sah ich bisher von ihr. Sie ist eine Frau von wirklich großer und sehr lebendiger Schönheit, dazu sieht sie humorvoll und sehr intelligent aus - doch eine große Schriftstellerin ist sie wohl kaum. In der "Dritten Jungfrau" gibt sie einem leibhaftigen Schaf auf einer Wiese den Namen 'George Sand'. Ob ihr dieser Witz über die GROSSE Schriftstellerin und Geliebte Chopins wohl zukommt? Wohl eher nicht!Doch sind ihre Bücher für mich eine angenehme "Gegenwart" in meiner Leseecke, wenn ich sonst absolut nichts anderes im Haus habe.Annou
mylo zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 21.06.2009
Nun wieder ein echter Vargas mit den bekannten Figuren wie Adamsberg, Danglard, Camille, aber auch "die Dicke" Retancourt. Man hat sie über die vielen Folgen hin lieb gewonnen, brauch hier aber auch das eine oder andere Buch als Background.
Die Geschichte fängt etwas verhalten an, nicht gleich der Spannungsbrüller, unterhaltsam, sprachlicher Witz und intelligent zusammengesponner Plot der alles zum Schluss, wenn auch überraschend zusammenfügt.

Nicht direkt als erstes Buch von Vargas zum Lesen zu empfehlen.
Aber für mich immer noch 80 Punkte wert.
Fisu zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 22.05.2009
ein richtig guter, angenehm zu lesender Krimi.
Ohne Hektik;
Man taucht in Adamsberg Welt ein, ein wenn man wieder aussteigt hat man schöne Stunden in Paris verbracht
Der Schluss ist wie immer bei Vargas überraschend, aber nichts desto troz logisch und konsequent.
Allerdings ohne Vorwissen schlecht verständlich
JaneM. zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 13.01.2009
Jetzt bin ich durch und muß mein Urteil revidieren: ein großartiges Buch! Alle Handlungstränge fließen gekonnt zusammen. Die Morde in Paris, die Geschichte in der Normandie, der Geist im eigenen Haus und der neue Kollege. Über allem steht die geheimnisvolle Rezeptur aus dem Mittelalter. Der Zusammenfluß bleibt verschroben/ charmant ohne "an den Haaren herbeigezogen" zu wirken. Insgesamt passt alles zur Stimmung des Buches.
"Die dritte Jungfrau" hat vielleicht Anlaufschwierigkeiten, aber es lohnt sich. Im letzten Drittel steigt auch der Spannungsbogen deutlich. Vielleicht kein Krimi, bei dem man sich vor Erregung die Nägel kurz kaut, aber geistreich, unterhaltsam, intelligent und keineswegs vorhersehbar.
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JaneM. zu »Fred Vargas: Die dritte Jungfrau« 03.01.2009
Mein erster Krimi von Fred Vargas- ich bin ca. auf Seite 90 und überlege, ob ich das Buch weglegen soll. Nicht, weil es schlecht ist, bei weitem nicht. Positiv sind auf jeden Fall, die originelle Sprache und besonders die verschrobenen Charaktere. Auch dass Adamsberg von der üblichen Wallander/Rebus etc. -Schiene abweicht, ist erfrischend. Insgesamt ein sehr "europäisches" Buch. Anders als bei amerikanischen Werken kann man es nicht überfliegen und schlaftrunken im Bett gelesene Seiten müssen meist am nächsten Tag nochmal gelesen werden, weil doch Konzentration nötig ist.
Aber die Person Adamsberg bleibt für mich nicht greifbar- verschwommen- wie die Autorin meint. Anders sieht es mit den Nebencharakteren aus: z.B. der alte Nachbar, der vom Spuk im Haus berichtet.
Nett, die skurille Geschichte des "neuen Bullen", der seine Tage zunächst mit Überwachung im Wandschrank verbringen muss. Warum die (Ex-)Freundin von Adamsberg aber Personenschutz genießt, hat sich mir bisher nicht erschlossen!!! Falsche Reihenfolge der Krimis? Möglich ist es- es sollte vorgewarnt werden.
Insgesamt gibt es bisher viele-durchaus unterhaltsame und anspruchsvolle- Nebenschauplätze. Wie die Gesichte im Gasthaus in der Normandie. Man versinkt aber beim Lesen in diese Szenerie, um sich hinterher wieder zu fragen, worum es eigentlich geht:ach ja, die Morde in Paris.
Insgesamt: literarisch sicher anspruchsvoll, liebenswert schrullig.
Aber leider bisher alles andere als spannend.
Ein bißchen halte ich noch durch.

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