Erle Stanley Gardner

Erle Stanley Gardner wurde am 17. Juli 1889 in Malden, Massachusetts geboren. Als er zehn war, zog seine Familie nach Portland, Oregon. 1909 schloss er die High School ab und begann Jura zu studieren. Aufgrund einer Schlägerei wurde er von der Valparaiso University, Indiana, verwiesen. Später boxte er und arrangierte unerlaubte Ringkämpfe.

Gardner arbeitete in einem Anwaltsbüro und eröffnete 1910 seine eigene Kanzlei in Merced, Kalifornien. Von 1911 bis 1918 verdiente er sich als Anwalt in Oxnard, hauptsächlich für chinesische Kundschaft. Einige Zeit arbeitete er als Handlungsreisender, dann wieder als Anwalt in Ventura. 1921 heiratete er Natalie Frances Talbert. Bis 1933 blieb er seinem juristischen Beruf treu.

1948 gründete er den »Court of Last Resort«, eine Gesellschaft, die möglicherweise zu Unrecht verurteilten Personen beistand. Einigen Personen verhalf er zu nachträglichen Freisprüchen.

Bereits Anfang der 20er Jahre begann Gardner damit, Western- und Kriminalgeschichten zu schreiben. Er verfasste unter den Pseudonymen A.A. Fair, Carleton Kendrake und Charles J. Kenny eine große Anzahl Geschichten, u.a. für das Black Mask Magazine. Vor der Veröffentlichung seines ersten Buches schrieb Erle Stanley Gardner über eine Million Wörter im Jahr, die er an Magazine verkaufte. Seine erste Magazin-Story erschien 1921 und er hatte es sich zur Regel gemacht jeden dritten Tag eine Short Story zur Post zu bringen, ein Pensum, das er neben seiner Tätigkeit als praktizierender Anwalt rigoros einhielt. Ab 1932 benutzte er ein Diktaphon, eine enorme Zeiterparnis, da er seine Geschichten nicht mehr selbst mit der Schreibmaschine tippen musste.

1933 schrieb er seinen ersten Fall um die Figur Perry Mason, ein Strafverteidiger in Los Angeles, der aus dem von verschiedenen Verlagen abgelehnten Roman »Reasonable Doubt« entstand. Insgesamt umfasst die Perry Mason-Reihe 82 Romane und drei Kurzgeschichten.

Erle Stanley Gardner sah sich aufgrund seines aufwendigen Lebenstils 1938 gezwungen, seinen Verleger um einen Vorschuß auf zukünftige Tantiemen zu bitten. Um zusätzliche Einnahmen zu erzielen entschied er sich, eine neue Buchreihe unter dem Pseudonym A. A. Fair zu schreiben. Das Detektiv-Zweigespann mit der gewichtigen und geldgierigen Bertha Cool und dem als Juristen gescheiterten Donald Lam, ein gegensätzlicheres Paar, wie es größer nicht sein könnte, wurde sofort zu einem großen Erfolg. Zwischen 1939 und 1970 erschienen 29 Romane der Reihe.

Eine Zeitschrift kontaktierte Gardner 1937 und unterbreitete ihm das lukrative Angebot, einen neuen Serien-Charakter zu veröffentlichen, dessen Fälle als Fortsetzungsromane publiziert werden sollten. Gardner kreierte Doug Selby, District Attorney der fiktiven Kleinstadt Madison City. Selby wird in seinen Fällen von dem väterlichen Sheriff Rex Brandon und der Journalistin Sylvia Martin unterstützt. In den kommenden 12 Jahren erschienen insgesamt 9 Bücher der Serie erscheinen.

Gardner produzierte so fleißig, dass ein kleiner Stab von Sekretärinnen seine Geschichten von Band tippten.

1962 erhielt Erle Stanley Gardner den Grandmaster.

Nach dem Tod seiner Frau, von der er seit 1935 getrennt lebte, heiratete er 1968 seine Sekretärin Agnes J. Bethell.

Erle Stanley Gardner verstarb am 11. März 1970 auf seiner Farm in Temecula in Kalifornien.

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