Scherbenseele von Erik Axl Sund

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2014 unter dem Titel Glaskroppar, deutsche Ausgabe erstmals 2015 bei Goldmann.
Folge 1 der Kronoberg-Serie.

  • Stockholm: Ordfront förlag, 2014 unter dem Titel Glaskroppar. 416 Seiten.
  • München: Goldmann, 2015. Übersetzt von Nike Karen Müller . 416 Seiten.
  • [Hörbuch] München: Der Hörverlag, 2015. Gesprochen von Thomas M. Meinhardt. Gekürzte Lesung. 1 CDs.

'Scherbenseele' ist erschienen als HörbuchE-Book

In Kürze:

Der erste, in sich abgeschlossene Band der neuen Kronoberg-Reihe. Eine Welle bizarrer Selbstmorde erschüttert Schweden. An den unterschiedlichsten Orten im Land nehmen sich Jugendliche auf ungewöhnliche, grausame Weise das Leben, und sie alle haben eines gemeinsam: Sie hören die düstere Musik eines Interpreten namens »Hunger« auf alten Musikkassetten, während sie sich umbringen. Zur gleichen Zeit wird in Stockholm der erste von mehreren einflussreichen Männern ermordet. Als Kommissar Jens Hurtig ihn mit den Selbstmorden in Verbindung bringt, zeigt sich das ganze schreckliche Ausmaß des Falls …

Ihre Meinung zu »Erik Axl Sund: Scherbenseele«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Sinalco zu »Erik Axl Sund: Scherbenseele« 23.08.2016
Habe das Buch nach wenigen Tagen durchgelesen.Die Geschichte war teilweise verwirrend, aber je mehr man liest desto mehr steigt man durch.Es ist sehr spannend, teilweise traurig und schockierend. Die Schicksaale der Menschen sind teilweise sehr ergreifend und regen zum Nachdenken an.Ich war vom Ende überrascht und habe nichts geahnt von der Auflösung.
James_Blond zu »Erik Axl Sund: Scherbenseele« 16.01.2016
Die Trilogie hat mir sehr gut gefallen, aber dieses Buch ist für meinen Geschmack einfach nur fad und verworren. Keine Spur von Spannung oder Aha-Effekten. Aufgrund der eigenwilligen Kapitelteilung plätschert die Handlung nur dahin.

Der Showdown wird damit eingeläutet, dass Kommissar Jens Hurtigs Handy 'unglücklicherweise' gerade jetzt einen leeren Akku hat. Das hat schon so einen langen Bart. Können sich Autoren nicht endlich etwas anderes einfallen lassen als vor dem Showdown den Handyakku leer werden oder die Protagonisten in einem Funkloch agieren zu lassen? Wenn man von leeren Handyakkus liest, weiß man sofort: Jetzt geht der Showdown los. Gähn.
Gudrun Dümer zu »Erik Axl Sund: Scherbenseele« 22.11.2015
Ich kann die hohe Meinung zum Buch nicht teilen. Teilweise musste ich mich regelrecht durch die Seiten quälen. Als Krimi Vielleserin und begeisterte Leserin der Trilogie hatte ich völlig andere Erwartungen. Statt dessen eine unüberschaubare Menge an Fragmenten, die ständig wechseln und quasi alle 1-2 Minuten Frustration durch Abbruch hervorrufen.
Die Hintergrundinformationen sind minimalistisch angerissen und lassen Zusammenhänge vermissen. Und natürlich muß wieder ein Tier gequält werden. Es ist kein Stück spannend. Interessant wird es zum Schluss, aber nicht plausibel. Fazit: komplett überschätzt.
Lukas zu »Erik Axl Sund: Scherbenseele« 12.11.2015
Ein Buch das aktuelle Themen aufnimmt und zum Nachdenken bewegt. Die Schicksale im Buch bewegen tief.

Immer wenn ich das Gefühl hatte, es nimmt endlich einen geordneten Lauf, passierte wieder etwas unerwartetes. Man kann nicht mehr aufhören zu lesen, den man ist gespannt was als nächstes kommt. Man hat Angst um die Charakter und bewundert Sie zugleich.

Von Anfang an ist das Buch mitreissend und erstaunlicherweise nimmt die Spannung auch nie ab. 40 Seiten vor Ende scheint der Fall gelöst zu sein, aber es kommt anderst und das Ende istder absolute Höhenpunkt des Falles.

Man muss um dieses Buch zu verstehen sich in die Situation der Opfer, so wie Täter hineinversetzen können. Ich vergebe 5 / 5 Sternen und bin gespannt auf das nächste Buch dieser zwei Autoren.
juju zu »Erik Axl Sund: Scherbenseele« 26.10.2015
Ungewöhnliche Selbstmord-Methoden bei Jugendlichen, immer passend zu individuell komponierter Musik, die die Jugendlichen in den Tod begleitet.
Jede Seele ist anders aber viele Seelen leiden und wollen dieses Leid nicht mehr ertragen.
Es klingt vielleicht zuerst reißerisch, ist aber ein gesellschaftspolitisch und psychologisch sehr gut recherchiertes und umgesetztes Werk. Wenn man selbst beruflich in viele "Scherbenseelen" blickt, kann man doch sagen, dass das alles nicht "weit hergeholt" ist. Wie schon in ihrer ersten Trilogie bringen die Autoren den Leser dazu, die "kaputten Seelen" der Täter (seien es Mörder, Slebstmörder, Vergewaltiger, Diebe,...) irgendwie zu verstehen, zu verstehen, wie sie sich so entwickelt haben und auch ein gewisses Maß an Mitleid mit ihnen zu empfinden. Den Autoren gelingt dieser Spagat, die Taten trotzdem nicht gut zu heissen und sie zu verurteilen. Trotzdem wirkt es nicht belehrend, zeigt keine allgemeingültigen Lösungen oder auch nur Möglichkeiten auf - das macht das Buch so düster. Richtig "gruselig" ist eben nicht das, was man sofort als Fiktion entlarvt - sondern das, was real sein kann.
Unbedningt lesenswert!
PMelittaM zu »Erik Axl Sund: Scherbenseele« 07.10.2015
In Schweden gibt es eine Reihe spektakulärer jugendlicher Selbstmorde. Bei den Toten werden Walkmen, die Kassetten mit individueller Musik bespielt, gefunden. Gibt es jemanden, der Jugendliche darin bestärkt, sich umzubringen?

Erik Axl Sund (hinter diesem Namen verbirgt sich ein Autorenduo), die mit ihrer Victoria-Bergman-Trilogie bekannt geworden sind, legen hier den ersten Band der Kronoberg-Reihe vor. Ich selbst habe die Trilogie nicht gelesen, hatte aber viel darüber gehört und war sehr gespannt auf diesen Roman.

Dass zumindest einer der Autoren auch Künstler und Musiker ist, merkt man dem Roman stark an, denn Kunst und Musik spielen eine große Rolle, letztere vor allem in ihrer recht düsteren Form des Black und Death Metal, zusammen mit dem Thema „jugendlicher Selbstmord“ ist der Roman dadurch insgesamt sehr düster und nicht immer leicht zu lesen.

Erzählt wird in kurzen Abschnitten und vielen Perspektivewechseln, das erfordert konzentriertes Lesen, zumal die Geschichte zunächst etwas verwirrend erscheint. Wenn man sich darauf einlässt, hat man sich aber schnell eingelesen. Nach und nach entwirrt sich das Knäuel und man ahnt mehr und mehr, was dahinter steckt. Trotzdem gibt es einige Überraschungen und auch ein paar Schocksituationen.

Ich fand den Roman sehr spannend, mich hat er schnell gepackt und ließ sich nur noch schwer wieder aus der Hand legen. Die Charaktere sind gut gezeichnet, auch sie werden größtenteils, wie der ganze Roman, von einer düsteren Stimmung begleitet. Dadurch ist der Roman womöglich nicht für jeden geeignet, man muss sich schon darauf einlassen können.

Die Auflösung ist meiner Meinung nach logisch und gut hergeleitet, wer aufmerksam liest kann gut miträtseln. Auch das Ende spiegelt noch einmal die Stimmung des Romanes wieder.

Mich hat der Roman neugierig gemacht auf weitere Romane der beiden Autoren. Dass dies der erste Band zu einer neuen Reihe ist, trifft es daher gut. Wer gerne skandinavische Krimis/Thriller liest und sich von düsteren Themen nicht abschrecken lässt, sollte zugreifen. Ich vergebe 4,5 Sterne, die ich wieder aufrunde.
Ihr Kommentar zu Scherbenseele

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: