Der Fluch des Pharaonengrabes von Elizabeth Peters

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1981 unter dem Titel The Curse of the Pharaohs, deutsche Ausgabe erstmals 1994 bei Econ.
Ort & Zeit der Handlung: Ägypten, 1890 - 1909.

  • New York: Dodd, Mead, 1981 unter dem Titel The Curse of the Pharaohs. 357 Seiten.
  • München: Econ, . Übersetzt von Karin Dufner & Bernhard Jendricke. 418 Seiten.
  • Düsseldorf: Econ, 1994. Übersetzt von Karin Dufner & Bernhard Jendricke. 418 Seiten.
  • München: Econ & List, 1999. Übersetzt von Karin Dufner & Bernhard Jendricke. 342 Seiten.
  • München: Ullstein, 2000. Übersetzt von Karin Dufner & Bernhard Jendricke. 397 Seiten.
  • [Hörbuch] München: audio media, 2008. Gesprochen von Dagmar Heller. gekürzt. 6 CDs.

'Der Fluch des Pharaonengrabes' ist erschienen als Hörbuch

In Kürze:

Ägypten am Ende des 19. Jahrhunderts. Als ein Archäologe bei Ausgrabungen auf mysteriöse Weise stirbt, machen alle den legendären Fluch des Pharaos dafür verantwortlich. Radcliffe Emerson, ein englischer Gentleman, übernimmt die Leitung der Ausgrabungen, doch bald scheint sich alles gegen ihn verschworen zu haben. Ein weiteres rätselhaftes Unglück geschieht. Da beschließt Emersons Frau, die furchtlose Amelia Peabody, den Dingen auf den Grund zu gehen.

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Katya zu »Elizabeth Peters: Der Fluch des Pharaonengrabes« 14.06.2010
Ich sehe das anders als meine Vorgängerin, nämlich als Wissenschafts-Krimi.

Abgesehen davon, wie GraceKelly schon sagte, dass eben das Verbrechen, 2 Tote und die Aufklärung im Zentrum stehen (so schreibt Amelia auch einige Seiten lang Motive und Gelegenheiten auf, um sich klar zu werden), gibt es viele Anspielungen auf Sherlock Holmes:
Der Name von Lord Baskerville, dem Ermordeten, ist wohl noch jedem vertraut.
Bei Tobias Gregson wird es schwieriger, es ist ein Detektiv, den Holmes als nicht ganz hoffnungslos beschreibt. Die hier bezeichnete Person wird von Ramses, dem Sohn des Ägyptologen-Ehepaares, als Hochstapler enttarnt, der sich nur als Detektiv ausgibt.

Die mit Arthur bezeichnete Figur erklärt ihren Bezug auch selbst, und Milverton, saein Deckname, ist eine Referenz ans Doyles Figur "Charles Augustus Milverton", der in immer verschiedenen Rollen auftaucht.

Die vielfachen Probleme mit der Presse und die Erfindung des Fluchs der Pharaonen sind natürlich eine Reverenz an die Ereignisse um Tutenchamun.
Es gibt überhaupt sehr viele Bezüge zur realen Wissenschaft, viele der Methoden die Emerson nahezu als Erster beherzigt, sind Flinders Petrie zuzuschreiben (der in dem Buch erwähnt wird als Emersons größter Rivale und als einer derjenigen Ägyptologen, dem Emerson widerwillig zugestehen muss, dass er etwas von seinem Werk versteht.)
Auch die Erwähnung der "Geschichte der zwei Brüder" basiert auf einer existierenden altägyptischen Geschichte.

Es ist eines meiner Lieblings-Bücher dieser Reihe.
Krimi-Tina zu »Elizabeth Peters: Der Fluch des Pharaonengrabes« 07.01.2010
Amelia Peabody, mittlerweile von der alten Jungfer zur Ehefrau und Mutter befördert, langweilt sich. Und schlimmer noch Gatte Emerson langweilt sich ebenfalls. Da kommt das Angebot die neu entdeckte Grabstätte des frisch verstorbenen Lord Baskerville zu erforschen gerade richtig. Auch wenn Amelia die Witwe des Dahingeschiedenen, die ihnen das offeriert, auf den ersten Blick nicht leiden kann. Und nicht erfreut ist ihre Anwesenheit während der Ausgrabung ertragen zu müssen. Da stört sie doch der angebliche Fluch der auf der Grabstätte liegen soll weit weniger. An Flüche glaubt Mrs. Peabody ja prinzipiell nicht.
Aus dem Auftrag entwickelt sich die übliche Abfolge aberwitziger Situationen, die Amelia allesamt natürlich souverän meistert. Zumindest ihrer Überzeugung nach. Dieses, ständig betonte, übermäßig dick aufgetragene Überlegenheitsgefühl unserer Heldin ist, zumindest in diesem Buch, etwas nervig. Sicher es ist humoristisch gemeint, aber ist einfach zu viel des Guten. Da wäre etwas weniger mehr gewesen.
Die Geschichte endet, im Gegensatz zum Vorgänger, nach vielen Überfällen, Verfolgungsjagden, geheimen Treffen etc.etc. in einer halbwegs plausiblen Auflösung .
Dennoch, wie wohl alle Bücher der Serie, weniger was für den eingefleischten Krimifan als mehr für den, bzw noch eher die Liebhaberin humoristischer Erzählungen ohne großen Anspruch
GraceKelly zu »Elizabeth Peters: Der Fluch des Pharaonengrabes« 18.06.2006
Ich hatte leider den Fehler gemacht, diese Reihe nicht beim ersten (oder - da der erste gegenwärtig neu aufgelegt wird - diesem Band) zu beginnen, aber es war mein zweiter Band dieser Serie und ich fand ihn genau wie den dritten und den vierten, absolut gelungen (im Gegensatz zu einigen anderen).
Ich muss einer meiner anonymen Vorgänger widersprechen; sicher, es kommen wenig Personen vor, aber ein Roman, bei dem mehr als zwei Personen ermordet werden, íst doch eindeutig ein Kriminalroman, auch wenn die Polizei eigentlich vollständig außen vor gelassen wird. Gerade das finde ich aber, macht die Serie so abwechslungsreich; es ist zwar nicht die einzige Serie, die in der ersten Person Singular erzählt wird, aber die Tatsache, dass Amelia und ihr Émerson Archäologen sind und diese Serie in diesem Milieu spielt, unterscheiden diese Serie (neben Amelias Witz) so komplett von den meisten Krimis, in denen die Polizei eine vorherrschende Rolle spielt.
Insgesamt ein - gut, nicht immer ganz realistisches - Buch (aber das muss auch nicht unbedingt sein), bei dem der Witz nicht zu kurz kommt. Ich habe mehrmals gelacht, als ich es gelesen habe.
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