Wer dem Tode geweiht von Elizabeth George

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2010 unter dem Titel This body of death, deutsche Ausgabe erstmals 2010 bei Blanvalet.
Ort & Zeit der Handlung: Großbritannien / London, 1990 - 2009.
Folge 16 der Thomas-Lynley-und-Barbara-Havers-Serie.

  • New York: HarperCollins, 2010 unter dem Titel This body of death. 692 Seiten.
  • München: Blanvalet, 2010. Übersetzt von Charlotte Breuer & Norbert Möllemann. ISBN: 978-3-7645-0246-1. 832 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2010. Gesprochen von Sabine Postel. ISBN: 3837107337. 8 CDs.

'Wer dem Tode geweiht' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Thomas Lynley ermittelt wieder! Nach Wochen der Einsamkeit fernab von London kehrt Thomas Lynley in die City zurück. Als Isabelle Ardery, eine Kollegin aus vergangenen Tagen, ihn um Unterstützung bei einem komplizierten Mordfall bittet, zögert er nur kurz – und tut ihr den Gefallen. Während Ardery im Laufe der Ermittlungen zusehends ins Kreuzfeuer der Kritik gerät, besinnt Lynley sich seiner früheren Stärken. Und seiner genialen Ermittlungspartnerin Detective Sergeant Barbara Havers …

Das meint Krimi-Couch.de: »Inspector Lynley und die Neue – nichts Neues« 62°

Krimi-Rezension von Jürgen Priester

Fast schon traditionell beschert »die große Meisterin der britischen Kriminalliteratur« (Verlagswerbung) in der Vorweihnachtszeit ihre Fangemeinde mit einer neuen Folge aus der allseits beliebten Inspector-Lynley-Reihe. Wer dem Tode geweiht, die nun 16. Folge in Serie, eroberte schon allein aufgrund der Vorbestellungen wieder Spitzenplätze in den Bestsellerlisten. Wohl dem, der so treue Fans hat, zumal gerade ihre letzten beiden Romane nicht unbedingt überzeugen konnten. Das Problem, über die Jahre immer mit dem selben Personal arbeiten zu müssen, teilt Elizabeth George mit namhaften Kolleginnen wie z.B. Patricia Cornwell oder Tess Gerritsen. Weder den beiden Genannten noch George gelingt es, zugleich konservativ und innovativ zu sein – eine scheinbar widersprüchliche Anforderung, die aber von der Leserschaft gefordert wird. Den Rahmen des reinen Kriminalromans hat Elizabeth George bei ständig steigender Seitenzahl (mittlerweile ist sie schon bei 827 Seiten) schon lange verlassen. Wenn man aber den Status einer Millionensellerin erreicht hat, kann man schließlich schreiben, was und wie viel man will. Sehr zum Missfallen der Krimiliebhaber, die es gerne etwas kürzer und prägnanter hätten. All die amüsanten Anekdötchen über den englischen Alltag, die kauzigen Personen, die malerischen Orte mit den gepflegten Gärtchen, Pubs und Inns, und hier und da ein Nebel umwallter Friedhof – das ist England, so wie wir es uns als Ausländer wünschen und wie es die Amerikanerin Elizabeth George bei ihren ein- bis zweiwöchigen Rechercheaufenthalten extrahiert. »Merry Old England« ist ein nostalgisches Bühnenbild, in das man wunderbar eintauchen kann, das aber mit dem wirklichen Leben nichts zu tun hat und die Personen, die George beschreibt, bleiben dementsprechend unwirklich. Umso überraschter ist man dann von Georges Einstieg.

Anfänge

Elizabeth Georges Roman beginnt mit einem fiktiven Text, der bewusst in der Sprache eines sozialpsychologischen Gutachtens verfasst ist, über ein Verbrechen, das drei um die zehn Jahre alte männliche Kinder an einem zweieinhalb jährigen Jungen verüben. Dem hier geschilderten Verbrechen liegt wohl ein realer Fall aus den 1990er Jahren in England zugrunde. Die drei Jungen, aus zerrütteten Familienverhältnissen stammend, entführten, misshandelten und töteten ihr wehrloses Opfer. Die Tat an sich ist schon schockierend genug, wird aber durch den nüchternen, analytischen Charakter der Erzählweise potenziert. Immer wieder in die vergleichsweise seichte Lynley-Story eingewoben, wirkt dieser Bericht wie ein Fremdkörper, als wenn es in der Druckerei zu einer versehentlicher Vermischung zweier völlig fremdartiger Manuskripte gekommen wäre. Natürlich gibt es am Ende eine Verbindung. Man stellt sich aber schon die Frage, warum Elizabeth George einen derartigen Aufwand betrieben hat. Defizite in der englischen Jugendstrafprozessordnung aufzudecken, ist ein lobenswerter Akt, aber sollte man nicht als Amerikanerin, in deren Heimatstaat Washington auf Mord immer noch die Todesstrafe steht, nicht besser erstmal vor der eigenen Haustüre kehren? Die Relevanz der einen Geschichte für die andere ist marginal. Die Lynley-Story hätte auch so funktioniert, wahrscheinlich sogar besser, denn die Vermischung der beiden bringt George am Ende in Erklärungsnot.

Lynley ist zurück

Aber nicht sofort. Denn es gibt noch ein Vorspiel, das einen Monat vor der eigentlichen Handlung spielt, in dem die kurvenreiche Gina Dickens sich den schüchternen Dachdecker Gordon Jossie angelt. Eine kleine Episode, die natürlich im weiteren Verlauf von Bedeutung sein wird.

Aber jetzt! Großes Stühlerücken im Morddezernat der Metropolitan Police in London. Ein Nachfolger für Malcolm Webberly muss gefunden werden. Detective Inspector Thomas Lynley, der designierte Kronprinz, steht nicht zur Verfügung. So fällt die Wahl auf DI Isabelle Ardery, die den Posten des Super Intendent vorerst auf Probe übernehmen soll..Ihre Berufung ist bei den Kollegen nicht unumstritten, was diese sie auch deutlich spüren lassen. Schon bei ihrem ersten Fall gerät Ardery mächtig ins Schleudern, denn ihr mangelndes Fingerspitzengefühl bei der Personalführung und ihre Unerfahrenheit bei Morddelikten verstärken die Aversionen der Untergebenen. Die sensible Chefin, die die Rolle der Macherin mehr spielt als verkörpert, steht unter Druck, den sie mit ihrem bewährten Mittel, dem Alkohol, zu kompensieren erhofft. Klugerweise bittet sie auch Thomas Lynley um seine Unterstützung. Lynley, der sich seit dem Tod seiner Frau Helen vom Dezernat zurückgezogen hatte, ist geneigt, die ersten Schritte in Richtung seiner alten Profession zu wagen. Auf dem Abney Park Cemetery, einem alten offengelassenen Friedhof, im Londoner Stadtteil Newington wurde die Leiche einer jungen Frau aufgefunden, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Augenfarben als Jemima Hastings identifiziert werden konnte. Augenzeugenberichte, Indizien und eine akribische Recherche im privaten und beruflichen Umfeld der Ermordeten führen zu einer Reihe Tatverdächtiger. Unter ihnen auch der psychisch-kranke Bruder eines weltberühmten japanischen Cellisten, so dass das Interesse der Massenmedien geweckt. Während Isabelle Ardery von einer Täterschaft des Japaners überzeugt ist, gehen Lynley – recht zögerlich – und Barbara Havers – wie immer forsch voran – andere Wege. Eine Spur führt in den New Forest, dem südlichsten Teil der Grafschaft Hampshire, in dem die ermordete Jemima Hastings aufgewachsen ist und bis vor nicht allzu langer Zeit mit dem eingangs erwähnten Dachdecker Gordon Jossie liiert war. Hier in der ländlichen Idylle haben zwei Amateure, Jemimas Bruder Robert und ihre beste Freundin Meredith, auf eigene Faust Ermittlungen aufgenommen.und sind auf sehr fadenscheinige Identitäten gestoßen. Barbara Havers nimmt die Informationen der beiden Laien auf. Im Zusammenspiel mit Lynley, der in London die Fäden in der Hand hält, kann das bewährte Team die Identität des Mörders Stück für Stück aufdecken.

Die Neue

Während sich die Zusammenarbeit zwischen Havers und Lynley schnell wieder auf dem vertrauensvollen Level von damals einstellt, als wenn Lynley gar nicht weg gewesen, beäugen die beiden ihre neue Chefin eher distanziert. Lynley, der enger mit Isabelle Ardery zusammenarbeiten muss, entgehen natürlich nicht deren Fehleinschätzungen, Unsicherheit und heimlicher Alkoholkonsum im Dienst. Mit einer schwer nachvollziehbaren Toleranz begegnet er den Schwächen dieser Frau, die weder ihr Privatleben im Griff hat, noch in ihrer neuen Rolle als Dezernatschefin Führungsqualitäten beweisen kann. Isabelle Ardery ist geschieden, und das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder liegt bei ihrem Ex-Mann, was ihr ganz recht zu sein scheint, denn große Mutterliebe ist nicht an ihr zu entdecken. Aber mehr ist es wohl die Gleichgültigkeit einer fortgeschrittenen Alkoholikerin. Wer den Tag gerne mit einem Irish Coffee beginnt und für das Durchstehen des Tages oder gegen das Zittern der Finger diverse Fläschchen Wodka braucht, befindet sich in einem gefährlichen Stadium der Abhängigkeit. Alkoholkonsum im Kriminalroman gilt ja eher als ein Kavaliersdelikt. Gerade in den angelsächsischen Romanen wird gern und viel getrunken. Da es fast ausschließlich Männer sind, die das tun, wird es auch nicht weiter thematisiert, als fast normal akzeptiert. Hier nun bittet eine kranke Frau unterschwellig um Hilfe und Lynley, der doch anscheinend etwas für diese Frau empfindet, reagiert ziemlich ignorant, was ihn aber nicht davon abhält, zu ihr ins Bett zu steigen. Als Leser bekommt man schon Mitleid mit einer Person, die man eigentlich nicht besonders sympathisch findet. Elizabeth George hat sich immer schwer getan in der Zeichnung ihres weiblichen Personals.Ob nun bei Deborah St.James oder Helen Clyde – um nur die Hauptpersonen zu nennen – die Darstellung einer inneren Zerrissenheit, die schwankt zwischen Hysterie und Empathie, gelingt George meist nur oberflächlich. Am glaubwürdigsten erscheint noch Barbara Havers, die aber seit ihrem ersten Auftritt keinerlei Entwicklung durchgemacht hat. Man könnte bei ihr von Charakterfestigkeit sprechen, wenn sie nicht so unzufrieden mit ihrer Situation wäre. Die »Neue« ist ein Helen-Clyde-Ersatz, ob sie es auch für Thomas Lynley wird, sehen wir dann in der nächsten Folge.

Elizabeth George ist nicht zurück

Die Autorin beweist einmal mehr, dass sie eine großartige Erzählerin ist, die ganz charmant von »ihrem« England zu plaudern weiß. Man hat den Eindruck, dass sie während ihrer Recherche alles aufsammelt, was ihr so begegnet, in einen Sack packt und diesen dann über ihren Roman respektive über ihre Leser ausschüttet, ob es nun passt oder nicht. Der Inhalt ihres Füllhorns reicht von den Auftritten einer Wahrsagerin, eines Maskenkünstlers, eines Numismatikers, über einem Besuch im British Museum, der Kunst des Reetdachdeckens, bis hin zu einem seltsamen Blowjob und einem Goldschatz aus der Römerzeit. Ja, Elizabeth George bietet opulente Unterhaltung, nur die Krimistory bleibt frugal wie immer in den letzten Folgen. George hat schon viel versucht, ihre Plots zu variieren, indem sie die Gewichtung der Personen verschob, unterschiedliche Themen ansprach oder die Schauplätze wechselte, aber ihren Krimiplot hat sie mehr und mehr vernachlässigt. In Wer dem Tode geweiht ist er nur mäßig spannend und wenig ausgefeilt. Als Täter kam nun jeder infrage oder auch keiner, weil es am Ende gleichgültig war.

Den echten Lynley/Havers-Fan wird keine Kritik der Welt von einem Kauf des Buches abhalten, denn er oder sie muss ja lesen, wie es mit den Protagonisten weitergeht. Für den Krimifreund ist Elizabeth George schon länger nicht mehr von Relevanz, was sich wieder einmal bestätigt.

Jürgen Priester, Dezember 2010

Ihre Meinung zu »Elizabeth George: Wer dem Tode geweiht«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

G.H. zu »Elizabeth George: Wer dem Tode geweiht« 03.02.2012
Wow! Habe das Buch gerade zu Ende gelesen und bin begeistert. EG hat sich selbst an Spannung übertroffen. Man fragt sich die ganze Zeit, was soll sie zweite Geschichte bedeuten und dann spannt sie de Bogen auf diese Art. Darauf wäre ich nie gekommen. Lynley scheint ja fast wieder der Alte zu sein, aber Isabelle Ardery ist wohl nicht die Richtige für ihn. Das ist das einzige, was mir nicht gefällt, aber es ist ja noch nicht viel geschehen und wie ich EG einschätze, lässt sie sich auch noch etwas Besonderes einfallen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.
carrie39 zu »Elizabeth George: Wer dem Tode geweiht« 09.12.2011
kurz und knapp.endlich mal wieder eine echt sehr gute elizabeth george.

DAS SICH DIE FIGUREN IN DIESEM BUCH NICHT IMMER SO VERHALTEN...WIE WIR ALS LESER ES UNS OFTMALS WÜNSCHEN...FINDEN WIR AUCH OFT GENUG IM WAHREN LEBEN:
WAS VIELEN AUTOREN NICHT GELINGT SCHAFFT E.G. HIER .SPANNUNG UND LESEVERGENÜGEN BIS ZUR LETZTEN SEITE.

DAS BESTE BUCH DAS ICH IN DIESEM JAHR GELESEN HABE...
frauke philipsen zu »Elizabeth George: Wer dem Tode geweiht« 18.10.2011
Lynley ist zurück -und Elizabeth George auch !Ich habe eine lange Lesepause gemacht, um die schlechten Bände aus dem Kopf zu bekommen und habe jetzt die letzten 3 Lynley/ Havers- Bücher in einem Rutsch gelesen und dieser letzte Band ist definitiv die Rückkehr von E. George auch für Krimifans.Es ist wieder spannend und es wird wieder richtig ermittelt. Das war ein bißchen verloren gegangen und die beiden Bände mit dem Tod von Helen und LynleysTrauerphase haben mir noch nicht wieder so gut gefallen wie dieser letzte Band.Jetzt bin ich wieder richtig heiß auf den nächsten Band. Allerdings ist ein Jugendbuch von E. George angekündigt und ich weiß auch nicht, ob die Bücher für den Kindle erscheinen. Ich hoffe es sehr, denn neue Bücher kaufe ich noch als e-book. Das ist die Zukunft des Lesens. Bequemer, mobiler und platzsparend !
Leollo zu »Elizabeth George: Wer dem Tode geweiht« 21.08.2011
E. G. hat mal hochspannende Krimis geschrieben. Jetzt scheint sie sich einen neuen Leserkreis aufbauen zu wollen. Wer sich gerne langweilt sollte hier zugreifen. Ähnlich wie bei der Autorensünde "Doch die Sünde ist scharlachrot .. ", ist E. G. aufs Äußerste bemüht, ihre Schallmauer von 800 Seiten zu überspringen. Bravo! Geschafft. Allerdings ist der Leser dabei auf der Strecke geblieben. Um spannende sozialkritische Bücher zu schreiben, braucht es mehr als diesen boulevardesken Schreibstil, der in seinem Blabla auch oben genanntes Buch auszeichnet. NIE WIEDER E.G.! Ab in den Papiercontainer (leider drei Straßen weiter, sonst wäre ich dort Stammgast, denn E.G. ist nicht die einzige, die nur noch für die Recycle-Anlagen produziert).
Anne Gutjahr zu »Elizabeth George: Wer dem Tode geweiht« 29.07.2011
Ich habe mit das Buch aus der Bibliothek ausgeliehen und es mit in den Urlaub zu nehmen. Für mich sind Elisabeth -George-Romane immer kleine Heiligtümer. Allerdings war ich etwas enttäuscht.Es ist stellenweise sehr langatmig geschrieben und ich kann wirklich nichts mehr lesen von gestörten Jugendlichen/Kindern aus zerrütteten Elternhäusern. Das war in den letzten Büchern schon so. Das Treiben der Hauptpersonen fand ich nicht immer logisch,vorallem das verhalten von Lynley.Hat mich aber nicht wirklich gestört. Ich wünsch mir,das das nächste buch mal wieder so wird wie viele frühere Bücher über Lynley/Havers.
Käthe zu »Elizabeth George: Wer dem Tode geweiht« 23.06.2011
Mir hat das Buch recht gut gefallen. Zwar haben mir zu Beginn die Vernehmungsprotokolle nicht so zugesagt, doch je weiter ich gelesen habe, desto weniger störend fand ich sie. schade fand ich die Entwicklung Lynley - Ardery. Das Verhalten Lynleys hierzu paßt nicht zu seiner bisherigen dargestellten Persönlichkeit. Ich würde mir auch wünschen, dass Ardery im nächsten Buch ihre 2. Chance ebenfalls nicht nutzt, da sie gravierende Fehler gemacht hat und Ihr Alkoholmißbrauch nichts für eine Person dieses Jobs ist. Für Havers finde ich die angedeutete Entwicklung ihres privaten Lebens traurig - ich würde ihr so wünschen, dass sie endlich ihrem Nachbarn näher kommt. Auch hat sie ja durch die angeordnete Kleiderordnung einiges mitgemacht und könnte etwas positives gut vertragen.
Der Fall an sich ist sehr spannend und ich habe das Buch in wenigen Tagen ausgelesen, denn bis kurz vor dem Ende hat man noch keine Gewissheit, wer der Mörder ist.
-> Fazit: Ein spannendes, gutes Buch!
Margitta zu »Elizabeth George: Wer dem Tode geweiht« 16.06.2011
Ich habe das Buch sehr schnell gelesen.
Es war sehr spannend geschrieben.Ich habe noch in Erinnerung,daß es in England einen ähnlichen Fall ( Kinder die einen Mord beginnen )gab !.Nur am Rande bemerkt !
Es ist gut,daß Insp.Linley wieder da ist.Allerdings hat mich die neue Vorgesetzte sehr gestört und das amouröse Abenteuer hat mich sogar geärgert.Fand ich unnötig !
Aber davon abgesehen kann ich das Buch empfehlen !
Horst-Uwe Beysiegel zu »Elizabeth George: Wer dem Tode geweiht« 09.06.2011
Bei der Lektüre des Buches verfestigte sich eine Überzeugung bei mir immer mehr: Das ist das letzte Buch von Elizabeth George, welches ich lesen werde. Dafür gibt es mehrere Gründe: Offenbar ist die Autorin der Meinung, dass jedes Buch von ihr etwas dicker sein muss als sein Vorgänger, dies lässt sich jedoch nur erreichen durch eine immer größere Geschwätzigkeit. Da werden belanglose Szenen unerträglich ausgedehnt, da wiederholen sich Aussagen, manchmal gibt es über diesselbe Person auch sich widersprechende Beschreibungen - kurz: ich werde de Eindruck nicht los, dass bei der Erstellung des Buches manchmal schlampig gearbeitet wurde - von wem auch immer, ob schon im Original oder bei der deutschen Übersetzung, vermag ich nicht zu sagen. - Was mir auch gar nicht gefiel, ist die Masche, eine zweite Geschichte einzubauen, deren Zusammenhang zur Hauptgeschichte sich erst am Ende enthüllt. Und: (dies mag eine sehr persönliche Macke von mir sein) Ich will auch nichts mehr lesen von kriminellen Jugendlichen, die aus entsetzlichen Elternhäusern kommen. Dritter Einwand: E.G. scheint der Meinung zu sein, dass eine Prise Sex der Geschichte nur gut tun könne. Dass sie jedoch zu glauben scheint, dies mit der Einstreuung von einigen Ausdrücken aus der Gosse erreichen zu können, kann ich nicht verstehen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Anylmala zu »Elizabeth George: Wer dem Tode geweiht« 31.05.2011
Ich hab mir das Buch aus unserer Bibliothek ausgeliehen und bin enttäuscht. Noch nie hab ich so lange für ein Buch von E.G. gebraucht wie dieses Mal. Aber ein Trost gibt es, lesen Sie es im Original, dann ist es nicht gar so langweilig und langatmig. Ich sehe mir im Moment die Filme mit Nathaniel Parker und Sharon Stone auf ZDF Neo an, manche sind auch ganz prima.
Uschi zu »Elizabeth George: Wer dem Tode geweiht« 03.05.2011
Als bekennender Lynley/Havers-Fan muss ich leider sagen, dass ich mit diesem Buch nicht zufrieden bin. Und das liegt wohl ganz an Isabelle und der für mich unerklärlichen Reaktion von Lynley auf diese Person. Von Anfang an hatte ich Angst. Angst dass er mit ihr eine Affäre beginnt. Das lässt sich mit meiner Vorstellung von Lynley nicht vereinen. Dass er sie unterstützt weil sie einige menschliche Probleme hat (Trunksucht, Schwierigkeiten mit dem Ex-Mann, Vernachlässigung der Mutterpflichten, keine Führungsqualitäten) kann ich ja noch nachvollziehen, ist mit seiner Rolle als "Heiliger" vereinbar. Aber spätestens als sie die Ermittlungen in Gefahr bringt hätte sich der "alte" Lynley vehement eingeschaltet und diese Person ausgeschalten. Aber was lässt ihn EG machen? Sie schickt ihn mit ihr ins Bett, obwohl er einige Seiten vorher noch von seiner verstorbenen Frau als sein Licht gesprochen hat. DAS PASST NICHT!Zur Story selbst muss ich sagen, dass sie lange nicht so spannend war wie manch andere von EG.So warte ich schon gespannt auf das nächste Buch und hoffe dass sich "diese Person" dann entweder selbst ins Aus schießt oder entscheidend dazu gelernt hat und um einiges sympathischer wird.

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 26.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Wer dem Tode geweiht

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: