Gott schütze dieses Haus von Elizabeth George

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1988 unter dem Titel A great deliverance, deutsche Ausgabe erstmals 1989 bei Bertelsmann.
Ort & Zeit der Handlung: Großbritannien / England / Yorkshire, 1970 - 1989.
Folge 1 der Thomas-Lynley-und-Barbara-Havers-Serie.

  • New York; Toronto: Bantam, 1988 unter dem Titel A great deliverance. ISBN: 0553052446. 305 Seiten.
  • München: Bertelsmann, 383. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. ISBN: 3-570-06820-X. 383 Seiten.
  • München: Goldmann, 1991. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. ISBN: 3-442-09918-8. 381 Seiten.
  • München: Goldmann, 1992. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. ISBN: 3-442-05808-2. 381 Seiten.
  • München: Blanvalet, 1993. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. ISBN: 3-7645-2205-4. 381 Seiten.
  • München: Goldmann, 1999. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. ISBN: 3-442-44128-5. 381 Seiten.
  • Augsburg: Bechtermünz, 2001. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. ISBN: 3828904866. 383 Seiten.
  • München: Goldmann, 2002. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. ISBN: 3-442-45491-3. 381 Seiten.
  • [Hörbuch] Düsseldorf: Patmos, 2006. Gesprochen von Hannelore Hoger. ISBN: 3491912741. 4 CDs.
  • [Hörbuch] Düsseldorf: Patmos, 2006. Gesprochen von Hannelore Hoger. ISBN: 3491912148. 4 CDs.

'Gott schütze dieses Haus' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Jahrhundertelang hat ein Nest im englischen Yorkshire im Dornröschenschlaf verbracht – bis ein brutaler Mord die Spinnweben für alle Bewohner zerreißt. Denn der Dorfpfarrer, Pater Hart, macht eine grauenvolle Entdeckung: William Theys, eines seiner treuesten Schäfchen und hoch angesehenes Gemeindemitglied, liegt enthauptet in seiner Scheune. Neben ihm kauert seine leicht debile neunzehnjährige Tochter, die sagt: »Ich hab´s getan.« Dann verstummt sie …

Ein Fall für Scotland Yard, das ein höchst ungleiches Team zur Aufklärung des Verbrechens schickt: Inspektor Thomas Lynley, attraktiv, weltmännisch, galant, und seine Mitarbeiterin Barbara Havers, ein häßliches Entlein, das sich neben dem charmanten Lynley noch plumper und unbeholfener vorkommt. In nervenaufreibender Kleinarbeit entwirren die beiden ein dunkles Netz, das die Abgründe hinter einer biederen Fassade von Wohlanständigkeit kaschiert, entlarven eine grausige Wahrheit, die mehr als ein Leben zerstört hat …

Ihre Meinung zu »Elizabeth George: Gott schütze dieses Haus«

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Nadine1978 zu »Elizabeth George: Gott schütze dieses Haus« 02.02.2012
Ich mag das Buch wegen Lynley und Havers... Der Adelssproß und die komplexbeladene junge Frau aus der Unterschicht sind ein interessantes Gespann, und davon lebt der Krimi. Der Fall an sich ist auch überzeugend - die Geschichte ist leider realistisch und das Motiv / die Auflösung nur zu glaubwürdig.
Die Arbeit der Ermittler dagegen wirkt auf mich dilettantisch - sie lassen die geständige Tochter in Ruhe und suchen sie nur einmal kurz in der Psychiatrie auf und kommen erst sehr spät auf die Idee, die verschwundene Ex-Frau und die ältere Tochter des Ermordeten zu suchen. Statt dessen stromern sie durchs Dorf und sprechen mit den Nachbarn des Opfers! Ich bin sicher, daß normale Ermittler einen solchen Fall nach zwei Tagen gelöst hätten.
bluesbetty zu »Elizabeth George: Gott schütze dieses Haus« 24.11.2011
Ich habe schon einiges von Elizabeth George gelesen. Aber dieses Buch gehört eindeutig zu den Besten.
Sicher mag es den einen oder anderen Leser irritieren, dass die Charaktere, die Landschaften, die Stimmungen so genau und detailreich beschrieben sind. Das ist aber schon nach kurzer Zeit vergessen, da man dann ein genaues Szenenbild vor dem inneren Auge hat. Sehr gut ist auch die Schilderung, wie es zur ersten Zusammenarbeit des ungleichen Ermittler-Duos Lynley und Havers kommt.
Und dieser Fall hat es wirklich in sich. Wer Dorfleben kennt, weiss, dass man Fremden nicht bereitwillig Auskunft gibt. Entsprechend schwierig wird dann auch das Aufdecken der Wahrheit. Die Spannung baut sich langsam und kontinuierlich auf. So werden eine Reihe bitterer Wahrheiten ans Tageslicht gebracht. Das Ende ist zwar nicht vollkommen überraschend, aber in dem Ausmaß überaus ergreifend und erschütternd.
Zum Schluss konnte ich das Buch nicht mehr weglegen.

Meine Wertung: 92°
Gaspar zu »Elizabeth George: Gott schütze dieses Haus« 15.12.2010
Ich verfolge seit September Inspector Lynley im Fernsehen (auf zdf_neo). Leider habe ich die Pilotfolgen verpasst, weshalb ich mir den Roman besorgt habe.
Wie auch allen anderen ist mir die detailverliebte Erzählweise von George sofort aufgefallen. Die persönlichen Beziehungen der Ermittler dominieren die Ermittlung, das Verbrechen tritt zurück. Barbara Havers und Inspector Lynley sind nicht frei von schweren psychischen Problemen, insbesondere die impulsive Havers dürfte im realen Leben bei der Polizei nicht klar kommen.
Es verschlägt die Ermittler ins ländliche England, das die Autorin bei ihren Romanen bevorzugt und das ihr wohl auch bei ihrem Stil entgegen kommt.
Die Handlung ist originell und arm an Klischees. Nahezu alle Personen sind mit Schicksalsschlägen überfrachtet, was man bei einem Krimi innerhalb gewisser Grenzen tolerieren kann, hier aber schon hart an der Grenze ist.

85°
Anne zu »Elizabeth George: Gott schütze dieses Haus« 28.07.2010
Ich muss sagen, dass ich auch schwer in Gang kam mit diesem Buch.
In anderen Krimis kommt selten eine solche Detailtreue vor. Zumindest nicht in Bezug auf Landschaften, Schriftsteller usw.
Allerdings gewöhnt man sich rasch daran und dann fällt es schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Sicherlich scheiden sich bei dem Charackter Lynley die Geister, ist er doch ein Engländer wie er im wahrsten Sinne des Wortes im Buche steht. Aber wenn man sich erst zehnmal die Frage gestellt hat: Wo um Himmels Willen gibt es so einen Menschen - nimmt man es einfach hin. Und dann ist es recht amüsant sich so jemanden vorzustellen.

Havers dagegen ist eine Frau wie man sie sicherlich tagtäglich auf der Straße treffen kann und sicherlich macht genau dieser krasse Unterschied den Reiz aus die Partnerschaft zu verfolgen.
meuniucic zu »Elizabeth George: Gott schütze dieses Haus« 18.12.2009
Ich kann mich den weitestgehend positiven Kritiken anderer Leser leider nicht anschließen. Die Geschichte kommt nur schwer in Gang, die Erzählweise von George ist mir zu detailverliebt, schwülstig und schwer. Die ersten 250 Seiten fesseln überhaupt nicht und sind eher zäh.

Das Ende versöhnt ein wenig, es kommt Tempo auf und die psychologischen Interpretationen hinterlassen Eindruck.

Unter dem Strich jedoch ein langweiliger Krimi und mitnichten ein Pageturner.
Kasia zu »Elizabeth George: Gott schütze dieses Haus« 02.03.2009
Mein erstes Buch von Elisabeth George und ich war völlig offen, was sie und ihr Buch "Gott schütze dieses Haus" anbetrifft.
Die ZDF-Krimireihe mit den Hauptfiguren Havers - Lynley ist mir bekannt und ich mag sie sehr gerne.
Viele meiner Freunde loben Elisabeth George, sagen aber auch, dass ihre literarischen Leistungen nicht gleichbleibend gut sind.
Dann freu ich mich umso mehr, dass ich (dank der Stern-Krimireihe) direkt mit ihrem ersten Buch eingestiegen bin.
Der Schreibstil gefällt mir. Auch, dass die Geschichte in England spielt (da hab ich ein Faible für...) Die Hauptfiguren so wie so (obwohl für mich Lynley immer ein dunkelhaariger Typ bleiben wird, denk ich).
Die Geschichte ist ergreifend, sehr gut überlegt und beschrieben. Bis zum Schluss wusste ich nicht, wie sie enden würde (auch wenn einer meiner Vorgänger meint, dass religiöse Fanatiker und Kinder direkt auf ein Motiv hinweisen...).
Das Buch ist wirklich empfehlenswert.
Mit 383 Seiten ein guter Einstieg für alle, die "mal" was von Elisabeth George lesen wollen und auch für alle, die Interesse an Kleinstadt- oder Dorf-Aktivitäten haben :-)
Durch viele parallel laufende Erzähl- und Schicksalsstränge wird der Leser immer wieder mitgerissen und erfährt nach und nach die eine oder andere bittere Wahrheit.
Von mir auf jeden Fall über 90°!
Es lohnt sich wirklich!
sabrina13582 zu »Elizabeth George: Gott schütze dieses Haus« 04.02.2009
Dies ist der zweite Teil der Thomas Lynley Reihe (wenn man Mein ist die Rache als Anfang zählt) Elizabeth George hat hier ein für mich meisterhaftes Buch geschrieben. Die Spannung hält sich von der ersten bis zur letzten Seite. Selten hat mich eine Geschichte so gerührt und mitgerissen. Die Charaktere sind super beschrieben und ich fand man konnte sich in jeden einzelnen reinversetzen. Das Ermittlerduo Lynley Havers (das hier erstmals zusammenarbeitet) gefällt mir sehr gut, besonders weil sie teils sehr gegensätzliche Charakterzüge haben. Der Plot an sich ist einfach nur genial, wenn auch erschreckend und erschütternd. Ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen und hatte es innerhalb von zwei Tagen durch.
detno zu »Elizabeth George: Gott schütze dieses Haus« 09.01.2009
Meine Erwartungshaltung vor dem Lesen war wohl doch zu groß:
Fast nur positive Beurteilungen an dieser Stelle, tolle 87° in der Bewertung und ein interessanter Klappentext.

Nach dem Lesen bleibt:
Wenig Spannung, da schnell auf ein mögliches Motiv hingewiesen wird. Die Täter-/ Opferbeziehungen hätten bei dieser Gemengelage eindeutig im Vordergrund stehen müssen.
Tatsächlich aber dreht sich fast alles nur um ein sonderbares Ermittlerteam von Scotland Yard, das in der Provinz ermitteln muss (obwohl der Fall eigentlich völlig klar ist).
Er ist ein reicher, gutaussehender Lebemann, dem die Damenwelt zu Füßen (oder sonstwo) liegt. Sie dagegen eine graue Maus, unsicher, häßlich, verbittert.
Hört sich vielversprechend an, bleibt aber nur an der Oberfläche.
Schade.
Emamju zu »Elizabeth George: Gott schütze dieses Haus« 09.08.2008
Ein ziemlich gutes Buch mit einem erschütternden Ende.

Sowohl die Handlung als auch die Charaktere samt den Ermittlern sind George sehr gelungen.
Bemerkenswert und sogar relativ glaubhaft ist vor allem die Konstellation Havers/Lynley.

Ich denke, es ist kein Fehler "Gott schütze dieses Haus" auf den Merkzettel zu setzen.
SukRam zu »Elizabeth George: Gott schütze dieses Haus« 04.02.2008
Ein wirklich interessanter Roman, der an die altehrwürdige Krimi-Manier anknüpft, denn es gibt nicht nur zahlreiche schön ausgemalte Verdächtige, sondern auch viel Gefühl und Leidenschaft. Mein erster Krimi mit Havers und Lynley, bei dem die Wahrheit sehr tief geht und doch von Anfang an vor Augen liegt.

Meine Wertung: 89°

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