Am Ende war die Tat von Elizabeth George

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel What came before he shot her, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Blanvalet.

  • London: Hodder & Stoughton, 2006 unter dem Titel What came before he shot her. 700 Seiten.
  • New York: HarperCollins, 2006. 700 Seiten.
  • München: Blanvalet, 2007. Übersetzt von Ingrid Krane-Müschen und Michael J. Müschen. ISBN: 978-3-7645-0166-2. 700 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2007. Gesprochen von Sabine Postel. ISBN: 3866047037. 6 CDs.

'Am Ende war die Tat' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Nur wenige Straßen trennen das noble Kensington, wo Chief Inspector Lynley und seine Frau Helen wohnen, von North Kensington. Dort sind der kleine Joel und seine Geschwister bei ihrer Tante Kendra untergeschlüpft. Kendra tut für die elternlosen Kinder, was sie kann, ist aber überfordert mit Ness, die die Schule schwänzt, Drogen nimmt und sich auf eine Affäre mit dem Drogendealer Blade einlässt. Als Nessmerkt, dass Blade sie betrügt, macht sie ihm auf offener Straße eine Szene – eine Schmach, die Blade nicht auf sich sitzen lässt. Joel bemüht sich nach Kräften, die häusliche Situation unter Kontrolle zu halten und seinen kleinen Bruder Toby vor den Übergriffen grausamer Jugendlicher zu behüten. Als Joel erkennt, dass nur Blade die Macht hat, Toby zu schützen, schließt er einen Pakt mit dem Teufel – und sowohl Joel selbst als auch Lady Helen werden dessen Opfer sein ... 

Elizabeth George über Am Ende war die Tat:

Am Ende war die Tat ist im Gegensatz zu meinen vorherigen Büchern kein 'Whodunit'. Das Buch war ursprünglich als Teil meines letzten Krimis Wo kein Zeuge ist geplant, in dem Helen, die schwangere Ehefrau von Inspector Lynley, erschossen wird. Hauptverdächtiger ist ein zwölfjähriger Junge namens Joel. Im neuen Roman schildere ich die Hintergründe des Mordes. Ich wollte dem Leser kein 1500-Seiten-Werk zumuten und habe zwei Bände aus dem Stoff gemacht. Es gibt sowieso schon Beschwerden, dass meine Bücher zu dick sind.

Elizabeth George im Interview mit SPIEGEL online, 12. September 2007.

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Frank Schenkl zu »Elizabeth George: Am Ende war die Tat« 09.03.2010
Hätte E.George dieses buch als erstes ihrer Bücher geschrieben und hätte ich es gelesen, so wäre es das einzigste Buch gewesen, welches ich von ihr gelesen hätte. Das Buch ist nicht gut. Es tut auch nicht gut, es zu lesenFrüher machte sie es besser.Viel besser, so viel besser, daß ich nach den zuletzt erschienen Büchern für mich gesagt habe, nun wird e. george nicht mehr gekauft, aber ich bekam es geschenkt. nun dann kiest man es eben, aber nun sage ich meinen freunden, nicht mehr e. George !
Sandra Scheumann zu »Elizabeth George: Am Ende war die Tat« 08.03.2010
Ich schließe mich Sigrid an! Habe gerade mit "Am Ende war die Tat" meinen ersten EG Roman gelesen und das wird auch mein letzter sein. Ich habe den Inhalt des Buchs nicht vorher recherchiert, sondern mich auf die Inhaltsangabe verlassen. Eine absolute Frechheit, den Leser so in die Irre zu führen.
Sandra.
BeranGére zu »Elizabeth George: Am Ende war die Tat« 31.01.2010
Schön, schön, schön, schön :-*
Das Buch ist einfühlsam ggeschrieben, das Ende fürchterlich traurig, und endlich zeigt ein Buch einmal auf, wie es in vielen sozial schwachen Gegenden zu geht, und das freut mich wirklich sehr. (:
Ich hab dann nur noch eine Frage, wurde dieses Buch verfilmt, oder hat man es vor, wenn mir das jemand soagen könnte, würde mich das wirklich freuen (:
Regi zu »Elizabeth George: Am Ende war die Tat« 25.12.2009
Es war purer Zufall, dass mir das Buch in die Hände fiel - einfach im Supermarkt. gerade hatte ich zwei Bücher von E. George gelesen und wollte mich einfach nur entspannen.
Dass sich dabei eine Spannung in mir aufbaute, die ich in den anderen Krimis von ihr so nicht erlebt habe, lag gerade daran, dass sie mit diesem Buch sehr einfühlsam und psychologisch ausgefeilt ihre Protagonisten und deren Leben am Rande der Gesellschaft beschrieben hat. Ich konnte das Busch nicht aus der Hand legen - auch wenn ich Krimifan bin.
Dezembertag zu »Elizabeth George: Am Ende war die Tat« 01.12.2009
Für mich eines der besten Bücher von EG überhaupt. Ok, es ist kein Krimi im eigentlichen Sinne, aber die Spannung ist kaum auszuhalten, bis EG am Ende des Buches den "Sack zumacht" und die Ausweglosigkeit des Schicksals der drei Kinder ihren Höhepunkt findet. Ich habe viele Abende Lesevergnügen gehabt, nicht eine Seite, nicht eine Zeile war zu viel. Dieses Buch hat genau das, was herkömmlicher Krimiliteratur meist fehlt: der ausführliche Blick hinter die Kulissen, die Frage nach dem Warum? wird in mehr als 3 konstruierten Sachverhängen aufgerollt. Ein großartiges Buch!
Gaby zu »Elizabeth George: Am Ende war die Tat« 25.11.2009
Als ich vor wenigen Wochen das Taschenbuch "Am Ende war die Tat" bei meinem Bücher-Dealer sah, griff ich spontan zu, denn ich dachte, es sei der neueste Linley/Havers-Krimi von EG. Und als ich dann zuhause den Klappentext gelesen habe, war zunächst sehr enttäuscht, dass dem nicht so war. Nun denn: ich fing trotzdem an zu lesen und war schon nach wenigen Seiten gefesselt. Eine Nacht habe ich sogar durch gelesen - so hat mich das Schicksal der drei Kinder und die Schilderung des "anderen" London ( im Vergleich zum Linley-London ) in Beschlag genommen. Ich halte den Roman ( denn es ist kein Krimi ) für absolut empfehlenswert und sehr bewegend. Es ist eines der Bücher, die lange nachklingen.
missmarple1510 zu »Elizabeth George: Am Ende war die Tat« 22.11.2009
Ich kann mich Grinsekatze nur anschließen:

Genau so habe ich das Buch auch gesehen. Ich war auch fast wütend über die mir bisher sehr ans Herz gewachsenen Nkata und Havers.

Das Buch schildert in sehr eindrucksvoller Weise die andere Seite. Es hat mich sehr beeindruckt und hoffe, dass eine Fortsetzung des Schicksals von Joel und seiner Familie kommt.

Ich bin wirklich ein absoluter Lynley/Havers-Fan, aber es mir wäre es zu festgefahren, nur über Lynley/Havers zu lesen. Elizabeth George hat es geschafft, einen Roman zu schreiben, dessen Geschichte auf sehr bewegende und eindrucksvolle Art die andere Seite beschreibt. Sie hat damit ihre wahre literarische Begabung bewiesen.

Dieses Buch hat mich sehr bewegt. Großes Lob. Ich freue mich sehr auf den nächsten Roman und wie gesagt, hoffentlich auch auf einen weiteren mit Joel und seiner Familie.
Mistie zu »Elizabeth George: Am Ende war die Tat« 05.09.2009
@Karin

ich kann das leider nicht so stehen lassen ...; ich habe die ganzen Bücher von Elizabeth George in englisch gelesen und man kann gerne behaupten dass ihre Bücher immer weniger Krimi's sind sondern eher Gesellschaftsromane ... und deswegen auch berechtigte Kritik anbringen.

Doch was die Sprache angeht, so glaube ich, hast du einen sehr wichtigen Punkt übersehen:

Die Tante (Kendra) legt nämlich grossen Wert auf die Sprache und verbietet den Kindern ihren "Slang" zu sprechen (zumindest in ihrer Gegenwart), hält mehr als einmal einen Vortrag über den Wert der Sprache. Sie selbst hält auf eine gute Ausdrucksweise und eine gute Schulbildung (vor allem für Schwarze).
Doch je weiter Joel sich von seiner Tante entfernt desto schlimmer wird sein "Slang".

Schade auch dass, du "Die Pest" von Camus nicht fertig gelesen hast - das ist eines der beindruckendesten Werke der modernen französischen Literatur (stark beeinflusst von Sartre) - die Geschichte ist nie passiert aber als ein Gleichnis zu sehen (es ist keine schöne Geschichte ... aber wahr)

Tut mir leid ... aber es musste sein ;-)
Karin zu »Elizabeth George: Am Ende war die Tat« 03.09.2009
Seit einiger Zeit lese ich englisch geschriebene Bücher lieber auf englisch, nachdem ich durch Zufall von einem Sarah Caudwell - Krimi beide Versionen gelesen hatte, und in der deutschen nicht andeutungsweise den Witz und die Charaktere der Personen wiederfand.Aber in diesem Buch wünschte ich mir, ich hätte es mir erspart. Zugegebenermassen ich möchte durch Krimis auch etwas lernen - über Land und Leute und die Sprache. Aber so viel Slang, so wenig verschiedene Worte auf so vielen Seiten, nein, das muss ich mir nicht antun. Dass es Leuten sauschlecht geht, weiss ich auch so, ich muss es nicht auch noch so hautnah haben und schon gar nicht so ausführlich so eine furchtbare Sprache ertragen. Darüber mögen manche empört sein, ich möchte aber lieber Schönes als Ausgleich zum Normalleben. Dies ist eines der 2Bücher, die ich in meine Leben nicht zu Ende gelesen habe. Das andere war Die Pest von Camus
Grinsekatze zu »Elizabeth George: Am Ende war die Tat« 21.12.2008
Wer die Bücher von EG gelesen hat und mit den Personen und Umständen vertraut ist dem kann ich nur empfehlen - trotz der fehlenden üblichen Protagonisten - auch dieses Buch zu lesen. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, zeigt es doch den Mord an Lady Helen aus einer anderen Perspektive. Als am Ende Havers und Nkata noch kurz ins Spiel kamen war ich schon beinahe "wütend" auf die beiden weil sie gegenüber Joel natürlich eine gewisse Feindseligkeit an den Tag legen, so gut versteht es EG einen in die Handlung "hineinzunehmen" und mitzureißen. Ich hoffe sehr dass auch die Geschichte von Joel dann noch weitererzählt werden wird...

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