Crescendo von Elizabeth Corley

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel Grave Doubts, deutsche Ausgabe erstmals 2005 bei Fischer.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 3 der Inspector-Fenwwick-Serie.

  • London: Allison & Busby, 2006 unter dem Titel Grave Doubts. 494 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, . Übersetzt von Ulrike Wasel & Klaus Timmermann. ISBN: 3-596-51059-7. 494 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Scherz, 2005. Übersetzt von Ulrike Wasel & Klaus Timmermann. ISBN: 3-502-18096-2. 494 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2006. Übersetzt von Ulrike Wasel & Klaus Timmermann. ISBN: 978-3-596-16327-4. 494 Seiten.

'Crescendo' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Du wirst sterben. Und zwar ganz langsam.
Die junge Polizistin Louise Nightingale spielt den Lockvogel für einen Vergewaltiger. Die Aktion gelingt in letzter Sekunde: der Täter kommt hinter gitter. Doch dann wird in ihre Wohnung eingebrochen und sie erhält bedrohliche Mails von »Pandora« – mit einem Bild ihrer eigenen, grausam zugerichteten Leiche.

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein Pracht-Krimi in bester britischer Tradition« 90°Treffer

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Krimi-Couch-Volltreffer Juni 2005

Er ist der »Dämonenkönig«. Und er ist der Beste in einem Internetgame, bei dem er auch seine weiblichen Opfer kennen lernt, die er dann im realen Leben beobachtet und für seine widerlichen Spielchen missbraucht. Die Polizistin Louise Nightingale kontaktiert ihn als »Artemisia« und bei dem unheimlichen Zusammentreffen wird der Täter verhaftet.

Aber der Täter ist nicht allein. Er ist nur eine Marionette. Sein Meister hat es auf Miss Nightingale abgesehen und er beginnt sie zu terrorisieren. Gleichzeitig muss er in der Handschrift seines Lakaien Frauen massakrieren, damit es so aussieht, als wäre dieser unschuldig.

Inspector Fenwick, dessen Frau nach langem komatösen Aufenthalt endlich zur entgültigen Ruhe kommt, ist nicht nur alleinerziehender Vater, sondern auch Louise zugetan. Louise nimmt Urlaub vom Polizeidienst und zieht in ein altes, ererbtes Familienlandgut, um mit sich selbst ins Reine zu kommen.

Und so bleibt es Fenwick vorbehalten, entgegen der Meinung seiner Vorgesetzten, in diesem Fall zu ermitteln, in dem es nicht nur um das Leben junger Frauen geht, sondern ganz besonders um das Leben Louises.

Elizabeth Corley hat mit Crescendo einen Pracht-Krimi abgeliefert, denn der Scherz-Verlag nicht zu Unrecht als Adrenalinrausch-Thriller bezeichnet. In bester britischer Tradition lässt sie ihren Kultkommissar Inspector Fenwick ermitteln, der sich wie ein Dackel in die Krimiwurst verbeißt. Obwohl der Leser im Verlauf dieses Krimis sehr bald den bzw. die Täter kennt, bleibt das Buch bis zur Seite 494 spannend und unterhaltsam, denn Frau Corley vermag in Perfektion den Spannungsaufbau im Wechsel der Sichtweise zwischen Täter und Ermittler zu variieren.

Inspector Fenwick als solcher, ist zwar ein familiär ziemlich geprügelter Typ, der sich gerade deswegen in die Arbeit verrennt, trotzdem aber nicht der modisch depressiven Ader sonstiger Kriminalisten erliegt, sondern ganz im Gegenteil gerade daraus seine Kraft zieht. Stück für Stück kommt er seinem Ziel ohne große forensische Entdeckungen näher, mit der Gabe die Puzzleteilchen logisch aneinander zu fügen, hievt er sich in die Schar der neuzeitlichen Sherlock Holmes mit Bravour empor.

Auch wenn Elizabeth Corley sich mit dem mittlerweile abgelutschten Genre des Serientäters beschäftigt, bleibt dennoch nicht der fade Beigeschmack sonstiger Krimilektüre haften. Brutalität und Killerambiente werden sehr sparsam eingesetzt, gerade so viel, wie der Leser benötigt, um Antipathie für den Täter und Sympathie für den Ermittler aufrecht zu erhalten.

Die Personen sind durchwegs stimmig gezeichnet und auch ihre Verhaltensmuster können überzeugen, wenn man davon absieht, dass Serienmörder für den Durchschnittsmenschen grundsätzlich nicht logisch verifizier bar sind. Aber alle anderen Personen handeln nachvollziehbar und auch die Umstände, aus denen heraus diverse Abläufe beschrieben werden, sind in sich schlüssig. Und das ergibt einen rundum gelungenen Thriller, der die Tradition der Crime Writers hoch hält und sich eine Höchstnote im Bereich der Whodunit-Romane verdient.

Elizabeth Corley und ihr Crescendo gehören für mich zum Besten, was ich in den letzten Monaten auf Krimi-Couch.de empfehlen konnte.

Ihre Meinung zu »Elizabeth Corley: Crescendo«

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barbara zu »Elizabeth Corley: Crescendo« 04.07.2010
Dies war auch mein erster Roman von Elizabeth Corley - aber ganz gewiss nicht der letzte!

Das Buch war von der ersten bis zur letzten Seite spannend, und die Autorin hat die Gabe, sehr atmosphärisch zu schreiben (z.B. die Empfindungen von Nightingale in dem Cottage ihrer Tante) und viele Erzählstränge zu verknüpfen, ohne dass das Buch unübersichtlich wirkt.

Nur würde ich gerne noch viel mehr wissen, besonders über das Geheimnis von Nightingales Mutter!
Pieps zu »Elizabeth Corley: Crescendo« 03.03.2009
Dies war mein erster Roman von Elizabeth Corley. Bereits nach der Hälfte habe ich mir schon den nächsten (Requiem für eine Sängerin) bestellt. Der Krimi ist richtig gut zu lesen und besticht durch den durchgehenden Spannungaufbau. Die Charaktere sind deutlich herausgearbeitet und auch nicht so sehr schöngeredet. Dies trägt sehr zur Qualität der Story bei.
Das Buch ist bis zum Schluss spannend und auch der Schluss selbst überrascht und wirkt trotzdem nicht überzogen. Das Buch ist einfach klasse.
koepper zu »Elizabeth Corley: Crescendo« 13.02.2009
Crescendo ist ein richtig guter Krimi. Elisabeth Corley schafft es eine enorme Spannung aufzubauen, die in ein furioses Finale münden. Dennoch nimmt sie sich die Zeit, die Hauptfiguren ruhig, ausführlich und plastisch zu entwickeln. Ihr gelingt das Kunststück, dies ohne Spannungsabfall zu bewerkstelligen. Auch die Einschübe über das Private von Fenwick und Nightingale sind interessant und passen. Crescendo ist dicht, sprachlich gut gemacht und wie gesagt sehr, sehr fesselnd. Ich kann das Buch ohne Vorbehalte empfehlen und werde mir weitere Bücher von Corley besorgen.
Krimi-Tina zu »Elizabeth Corley: Crescendo« 18.01.2009
Die Polizistin Louise Nightingale spielt Lockvogel für einen Vergewaltiger. Und zieht dadurch die Aufmerksamkeit seines Komplizen auf sich, der sie daraufhin terrorisiert, verfolgt und zu ermorden plant.
Inspektor Fenwick braucht in diesem Fall seinen gesamten Instinkt, um dem Täter noch rechtzeitig auf die Spur zu kommen. Zum Glück ist er ein sturer Hund mit einer Nase für Mörder, der sich auch durch mangelnden Rückhalt seitens seiner Vorgesetzten nicht vom Weg abbringen lässt.
Die Geschichte wird aus wechselnder Sicht erzählt, Fenwicks, Nightingales und des Täters.
Aus diesem Wechselspiel Täter – potentielles Opfer – verfolgender Polizist bezieht der Krimi
seine, enorme, Spannung. Zu beobachten, wie der sich allen überlegen fühlende Täter Fehler um Fehler begeht und doch seinem Ziel immer näher kommt, der Vergleich seiner Einschätzung der Lage mit dem tatsächlichen Stand und das Wettrennen wer nun Nightingale zuerst findet , das hat mich einige Stunden Schlaf gekostet.
Fenwicks und Nightingales privaten Sorgen sind, obwohl nicht gerade gering, unaufdringlich integriert, man erfährt was über die Menschen, ohne dass es die Handlung stört. Ein Kunststück das heutzutage leider nicht viele fertig bringen oder auch nur versuchen.
Elizabeth Corley hat auch noch ein zweites Kunststück fertig gebracht, nämlich sowohl in das Serientäter Genre als auch in das knurriger einzelgängerischer Polizist Genre frischen Wind zu bringen. Ich werde mir die ersten 2 Bände auch noch holen
Rolf.P zu »Elizabeth Corley: Crescendo« 26.09.2008
Dieses Buch ist wieder eine Glanzleistung der britischen Autorin, ein Krimi vom Feinsten, den man kaum aus der Hand legen kann. Crescendo steht seinen Vorgängern in nichts nach. Im Gegenteil, wie immer ist dieser Roman spannend, packend, bewegend und hat eine große Portion Suchtpotenzial.
Das Buch ist mit verschachtelten Geschichten nur so vollgepackt und lässt nie Langeweile aufkommen. Vor allem der besondere Erzählstil der Autorin sorgt für eine ganz besondere Stimmung.
Man kann sich gut "hineinfallen lassen" in dieses Buch von Elizabeth Corley über einen intelligenten und zugleich grausamen Serienmörder, dessen Komplizenschaft zu einem inhaftierten Mittäter die Ermittlungen erschwert und die Spannung aufrecht erhält.
Durch die Perspektivenwechsel zwischen Opfern, Ermittlern und dem Täter weiß der Leser immer etwas mehr als die handelnden Personen. Sehr gut gefallen haben mir auch die Exkurse in Nightingales Familiengeschichte, in der nichts das ist, was es zu sein schien. Außerdem sind die Hauptcharaktere persönlichkeitsstark, unverwechselbar und sympathisch.
Der Titel “Crescendo" passt hervorragend zum Verlauf der Handlung, die wie anschwellende Musik auf einen Spannungshöhepunkt zusteuert, der erst auf den allerletzten Seiten seine Auflösung findet.

Ein gelungener Krimi, der selbst einem verwöhnten Leser, ein paar angenehme Leseabende verschafft. Absolut empfehlenswert!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Hermine zu »Elizabeth Corley: Crescendo« 18.05.2008
Ich kann mich der allgemeinen Begeisterung über dieses Buch nicht anschließen: auf mich wirkte die Story kontruiert, stellenweise unlogisch, schnulzig und das Ende vorhersehbar. Wenig einfallsreich fand ich vor allem, dass sich Nightingale (natürlich ohne Strom oder Handyverbindung) an einem Ort aufhielt, den der geniale Ermittler Fenwick seltsamerweise nicht finden konnte und das Ende des Krimis vorhersehbar machte. Zudem ist die Naivität einer "so guten" Kriminalbeamtin im Hinblick auf den vermeintlichen "Stalker" unglaubwürdig, ebenso das Verhalten von Fenwick im Bezug auf seine komatöse Frau, bzw. Folgebeziehungen. Das erscheint mir alles unausgegoren, klischeehaft, oberflächlich - oder schlecht übersetzt? Alles in allem leider mein erstes und letztes Buch von E. Corley.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Batti zu »Elizabeth Corley: Crescendo« 09.03.2008
Das Buch ist besser, als die ersten beiden der Fenwick-Reihe (die auch nicht schlecht sind). Es ist fesselnd von Anfang an und zu keiner Zeit langatmig. Ein wahrer Page-Turner.
Sehr gut dargestellt ist die vermeintliche Überlegenheit des Mörders, die sich nach und nach jedoch auflöst.
In einigen Situationen habe ich wirklich die Luft angehalten und den Opfern innerlich ein "Tu 's nicht" zugerufen.
Pele64 zu »Elizabeth Corley: Crescendo« 09.03.2008
War mein erstes Buch von Corley und muss schon sagen-hat mich wirklich begeistert. War der Anfang auch ziemlich zäh für mich wurde es zum Ende hin immer spannender, dodass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Wirklich toll geschrieben und besonders die Ermittlungen von Inspector Fenwick sind präzise beschrieben. Also ich werd mir weitere Bücher von Elisabeth Corley zulegen müssen...
Heaven23 zu »Elizabeth Corley: Crescendo« 03.03.2008
leider war ich etwas voreilig und habe nicht beachtet, dass Elizabeth Corley ihre Bücher in einer bestimmten Reihenfolge geschrieben hat !
Trotzdem hab ich den Faden nicht verloren ! Ein sehr spannendes Buch, das die Hauptcharaktere beeindruckend darstellt. Spannung kam bei mir zwar nicht die ganze Zeit auf, es war aber trotzdem überraschend ! 90 Grad von mir
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Amouna zu »Elizabeth Corley: Crescendo« 17.01.2008
Sehr spannendes Buch, wenn auch mit bekannten Zutaten: Serientäter, Lockvogel, alleinstehender Ermittler mit 2 Kindern etc. Trotzdem konnte ich das Buch vor allem auf den letzten 100 Seiten nicht mehr weglegen, von mir 90°!

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