Komm stirb mit mir von Elena Forbes

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel Die with me, deutsche Ausgabe erstmals 2008 bei Goldmann.

  • London: Quercus, 2007 unter dem Titel Die with me. ISBN: 978-1847241566. 341 Seiten.
  • München: Goldmann, 2008. Übersetzt von Heike Steffen. ISBN: 978-3-442-46670-2. 446 Seiten.

'Komm stirb mit mir' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Für die vierzehnjährige Gemma Kramer ist er die erste große Liebe: ein Mann, der all ihre Nöte und Sehnsüchte zu verstehen scheint. Er umwirbt das schüchterne Mädchen mit Liebesgedichten und Zuwendung und bittet schließlich um ein Treffen, das ihre Liebe besiegeln soll. Eine Liebe, die der Ewigkeit geweiht ist: Gemma, so ist es zwischen den beiden beschlossen, wird mit ihrem geheimnisvollen Verehrer in den Tod gehen, um das gemeinsame Glück Zeit und Raum zu entreißen. In einer kaum besuchten Londoner Kirche wollen sie ihre Verbindung in einer heimlichen Trauungszeremonie besiegeln, bevor sie sich gemeinsam das Leben nehmen. Doch am Ende liegt nur Gemma tot auf dem kalten Steinboden des Kirchenschiffs. Detective Inspector Mark Tartaglia und seine Kollegin Sam Donovan stehen vor einem Rätsel, bis sie die Botschaften finden, die »Tom« dem Mädchen geschrieben hatte. Aus ihnen wird klar, wie er Gemma in eine tödliche Falle gelockt hat. Und Gemma ist nicht das einzige Opfer des unbekannten Verführers. Zuvor hatten bereits zwei andere Mädchen in Kirchen vermeintlich Selbstmord begangen. Mark Tartaglia und Sam Donovan haben es mit einem eiskalten Serienkiller zu tun …

Das meint Krimi-Couch.de: »Wer stirbt schon gern allein?« 70°

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

In der Kirche St. Sebastian’s wird die Leiche der 14-jährigen Gemma Kramer gefunden, die offensichtlich von der Orgelempore gestürzt ist. Der Fall wird zunächst als Unfall zu den Akten gelegt, doch als eine Zeugin meldet, sie habe das Mädchen zusammen mit einem Mann die Kirche betreten sehen, wird eine toxikologische Untersuchung durchgeführt, welche neben einer geringen Menge Alkohol auch die Droge GHB nachweist. GHB, auch »Easy Lay« genannt, ist eine verbreitete Vergewaltigungsdroge und so nehmen Detective Inspector Mark Tartaglia und sein Team die Ermittlungen in diesem »ungeklärten Todesfall« auf. Als sie den Computer des Mädchens untersuchen stoßen sie auf einen Mailverkehr mit einem Mann namens Tom. Offensichtlich hatte Gemma, die nicht nur in ihrer Schule als Außenseiterin galt, ihren Lebensmut verloren und wollte sich umbringen. Tom bot ihr an, sich gemeinsam umzubringen, da die Welt für sie beide zu schlecht sei.

Tartaglia lässt seine Ermittler nach ähnlichen Fällen suchen und tatsächlich finden sie heraus, dass es bereits zwei gleich gelagerte Fälle gab. Alle Mädchen waren unbeliebt und nahmen Kontakt zu einem Mann auf, der gemeinsam mit ihnen in den Tod gehen wollte. Angeblich war es die große Liebe, die durch den Tod ihre Unsterblichkeit erreichen sollte. Doch am Ende starben immer nur die Mädchen, die außer ihrem Alter offenbar nichts miteinander gemeinsam hatten. Von dem Täter fehlt jede Spur, so dass die Ermittler die Hinzuziehung eines Profilers in Erwägung ziehen, was Tartaglia jedoch kategorisch ablehnt. Nur zu gut erinnert er sich an einen seiner letzten Fälle, in dem der hinzugezogene Psychologe Dr. Kennedy den Fall durch völlig falsche Schussfolgerungen verbockt hatte.

Während die Ermittlungen auf der Stelle treten berichtet plötzlich der Evening Standard, dass die Metropolitan Police einen Serienmörder jage und gibt diesem den Namen »Der Bräutigam«. Tartaglias Chef will sich vor der Verantwortung drücken und überträgt kurzerhand Detective Chief Inspector Carolyn Steele die Ermittlungen. Steele ist Tartaglia vom ersten Moment an unsympathisch und sein Frust steigert sich massiv, da Steele umgehend Dr. Kennedy ins Team holt. Der gefällige Selbstdarsteller bringt die Ermittlungen erwartungsgemäß keinen Schritt weiter und so beschließt Tartaglia lieber seinen eigenen Instinkten zu vertrauen. Die Zeit drängt, denn das nächste Opfer wartet schon …

Ein erfreulich unblutiger Mainstream-Thriller

Die Flut an Serienkillerromanen nimmt bisweilen bedrohliche Ausmaße an und bei jedem neuen Roman dieses Genres fragt man sich, ob man ihn wirklich gelesen haben muss. Die Frage drängt sich auf, wie es einer Autorin oder einem Autor gelingen soll, dass Genre weiterzuentwickeln oder zumindest mit neuen Elementen zu beleben. Während viele erfolgsverwöhnte Stars zunehmend in der Endlosschleife ihres Schreibstils hängen bleiben, ruht vielfach die Hoffnung auf den Newcomern wie auch im vorliegenden Fall. Elena Forbes, es sei vorweg genommen, hat zwar einen durchaus respektablen Thriller geschrieben, der aber (leider) nur die bereits hinlänglich bekannten Zutaten enthält.

Lupenreiner Mainstream und dennoch eine Empfehlung, da Elena Forbes nahezu gänzlich auf die üblichen Gewaltorgien verzichtet. Niemand wird hier ausgeweidet oder zerstückelt. Stattdessen sind die Mädchen von sich aus bereit zu sterben. Sie fühlen sich von ihrer Umwelt falsch verstanden und wollen ihrem sinnentleerten Leben ein Ende bereiten. Da treffen sie plötzlich auf einen Mann, der sich scheinbar in genau dergleichen Lage befindet. Dieser treibt ein besonders perfides Spiel mit seinen unschuldigen Opfern und redet diesen ein, sie seien seine große Liebe. Doch da die Welt für sie beide viel zu schlecht sei, solle man eine geheime Verlobungszeremonie abhalten und anschließend gemeinsam aus dem Leben scheiden, hin zu einer unsterblichen Liebe in der Ewigkeit.

Klischeehafte Figuren und ein etwas anderes Finale

Die Protagonisten des Romans sind recht klischeehaft, wie man es aus solchen Romanen gewohnt ist. Tiefenwirkung Fehlanzeige, aber dies soll hier auch nicht zu sehr überbewertet werden. Mark Tartaglia ist einer der Ermittler, die schon mal gerne auf eigene Faust ermitteln, zumal wenn ihnen unerwünschte Personen wie die unscheinbare Carolyn Steele vor die Nase gesetzt werden. Da diese in ihrer Hilflosigkeit nichts besseres zu tun weis, als ausgerechnet (den besonders stereotyp dargestellten) Dr. Kennedy, mit dem sie einmal ein kurzes Verhältnis hatte, ins Team zu holen, bringt dies das Fass für Tartaglia zum Überlaufen. Hinzu kommt, dass er noch an einer gescheiterten Beziehung zu knabbern hat und sein bisheriger Vorgesetzter Clarke im Koma liegt. Mit dem Charakter Tartaglias werden sich sicher viele Leser/innen identifizieren können und so steht einem erfolgreichen Serienstart (weitere Romane mit Mark Tartaglia sollen folgen) nichts im Wege.

Die Spannung bezieht der Plot auf die übliche Weise. Einige mehr oder weniger stark verdächtige Randfiguren kommen als Mörder in Frage. Wie dieser letztlich überführt wird ist zwar mehr als einfach konstruiert, aber dafür punktet Elena Forbes bei dem eigentlichen Finale.

Komm stirb mit mir ist alles andere als weltbewegend, bietet aber angenehme Spannung für Menschen, die es gerne unblutig haben. Auf den zweiten Fall darf man gespannt sein, denn mit etwas mehr Mut und Fantasie könnte dieser richtig gut werden.

Jörg Kijanski, Oktober 2008

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Anja zu »Elena Forbes: Komm stirb mit mir« 24.12.2009
So wie es aussieht gibt es einen 2 Teil dazu. Es soll das Buch "Wer böses tut" von Elena Forbes sein.

Also "Komm stirb mit mir" ist ein sehr spannendes Buch ohne die Üblichen groß beschriebenen Liebesszenen, die man sonst in jeden Buch findet. Dieses Buch habe ich in 2 Tagen durchgelesen und ich kann es jeden empfehlen.
Marc zu »Elena Forbes: Komm stirb mit mir« 16.08.2009
Also ich muss sagen, dass ich dieses Buch nicht spannend finde. Ich weiß nicht, es fesselt mich nicht. Ich bin schon seit Februar dran, und habe erst die ersten 200 Seiten durch. Sonst lese ich ein Buch in ein oder zwei Tagen. Aber da ich kein Buch ungelesen weglegen kann, werde ich dieses Buch wohl oder übel zu Ende lesen müssen.
mase zu »Elena Forbes: Komm stirb mit mir« 23.02.2009
Dieses Buch habe ich geschenkt bekommen und da man den Gönner nicht entäuschen möchte, habe ich mir dieses Buch vom SuB gegriffen.

Ein Thriller von einer Dame. Die erste Zweifelsfalte durchfurchte meine Stirn. Buch aufgeschlagen und du lieber Himmel, sie kommt aus England. Ich hörte schon die Teekessel pfeiffen. Aber na gut. Ein Ermittlerduo. Durchgeatmet, weil es zwei Männer sind und davon ja wohl kaum der eine in den anderen verknallt ist. Grosser Schreck. Der eine Cop namens Sam entpuppt sich als Frau. Kurzzeitig stellte sich Erleichterung ein, da die Sam wohl nicht heimlich in den Mark verschossen ist. Grosses Gelächter, als der Mark aber mit der Gerichtsmedizinerin im Bett war, die den Fall bearbeitet, diese jedoch verheiratet ist. Die Lippen blutig gebissen, weil dann im nächsten Kapitel doch die Sam in den ach so schönen Mark verknallt ist. Buch mit einem "ich-habs-doch-geahnt-Kopfschütteln" wieder ins Regal gestellt.

Was sag ich meinem Gönner?
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Schrodo zu »Elena Forbes: Komm stirb mit mir« 23.12.2008
Mark Tartaglia und Kollegin Sam Donovan müssen eine Mordserie an jungen Frauen aufklären. Die Mädels werden von „Tom“ umgarnt der die Unsicherheit und Einsamkeit der Girlies ausnutzt. Diese sind am Ende soweit mit Tom in den Tod zu gehen, aber er sorgt dafür, dass nur die Mädels dran glauben müssen. Interessante Story die sich die Frau Forbes da ausgedacht hat. Das Ermittlerpaar kommt sympathisch rüber, dir Geschichte hat einen roten Faden bis zum Schluss, es kommt keine Langweile auf, aber Spannung ist bis auf die letzten 10 Seiten überhaupt nicht vorhanden. Ich hab über eine Woche gebraucht bis ich die 447 Seiten durch hatte. Außergewöhnlich fand ich, dass das Buch einen offenen Schluss hat und die Geschichte problemlos weitererzählt werden kann. z.B. in einem nachfolgendem Buch. Frau Forbes schreibt da sicher schon dran.
annabel zu »Elena Forbes: Komm stirb mit mir« 16.11.2008
habe das Buch soeben fertig gelesen.
Ich fands echt spannend, zudem hier mehr auf die psychologische Seite Wert gelegt wurde und nicht ständig blutend gemeuchelt wurde, was sich bei anderen Thrillern dann bei mir oft so auswirkt, dass ich dann nächstens kaum noch schlafen kann, weil ich nur noch Blutrünstige Monster sehe.

Ich bin gespannt auf das nächste Buch , ich hoffe es kommt bald heraus.
Viel Spass beim Lesen.
Judith zu »Elena Forbes: Komm stirb mit mir« 08.11.2008
dieses buch lese ich im moment es ist sehr spannend... am besten finde ich bis jetzt den abschiedsbrief und den E-Mail die Tom Gemma geschrieben hatte... und den Satz, Sterben. Komm stirb mit mir.

Top Buch Echt Klasse * 5 Sterne von mir. ^^
Davon muss es echt einen 2. Teil davon geben... und noch mehr so wie bei Harry Potter...
Mfg Judith
bubble70124 zu »Elena Forbes: Komm stirb mit mir« 16.10.2008
Ein durchgängig spannendes Buch, sehr unblutig und geht auch sonst nicht so wirklich an die "Nerven". Hat sich aber durchaus flüssig lesen lassen und es fehlen auch "der-Autorin-sei-Dank" unnötige Liebeleien zwischen den Protagonisten. Was mir gut gefallen hat, war dass hier mal ein Profiler nicht ganz so gut weg kommt und es der "einache" Ermittler ist, der den Ruhm erntet! Das Finale ist auch endlich mal etwas anders als üblich! Sollte die Autorin noch steigerungsfähig sein, so mag es durchaus möglich sein, dass diese neue Serie um Tartaglia und Donovan Einzug in mein Bücherregal hält und dort auch bleibt!
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