DPRs Krimilabor
Explosives aus der wunderbaren Welt des Krimis
Einmal im Monat schreibt Kritiker, Herausgeber, Blogger und Autor Dieter Paul Rudolph, im Netz besser bekannt als dpr, an dieser Stelle ganz subjektiv über seine Eindrücke des aktuellen Krimigeschehens – exklusiv für die Krimi-Couch.
DPRs ganz persönlicher Blick auf das Krimijahr 2009. Lichtblicke, Kontroverses und Enttäuschungen.
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Was ist nur mit den Krimilesern los? Wir erinnern uns. Früher lagen sie jammernd auf den Couchen der Psychiater und erzählten aus ihren traurigen Existenzen. Wie sie einfach nicht erwachsen wurden, sich ständig nach makellosen Helden mit stählernen Muskeln und turboschnellen Gehirnzellen sehnten, Helden, wie sie in den Kriminalromanen nun einmal gang und gäbe sind.
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Wozu überhaupt Rezensionen, wenn sie den Leser nur verwirren? Hält man es da nicht besser mit der alten Weisheit von den verschiedenen Geschmäckern, über die man bekanntlich nicht streiten kann? Warum Rezensionen so wichtig sind - und so unwichtig
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Polizei- und Detektivromane scheinen sich so spinnefeind zu sein wie die Polizisten und Detektive in den Krimis selbst. Die einen ermitteln beamtenmäßig nüchtern, die anderen verzweifeln regelmäßig an der Welt, dem Fußball und dem Öffnen einer Packung Schnittkäse. Zwei Welten also - und doch haben sich die einst säuberlich separierten Maßstäbe verschoben und der hartgekochte Privatschnüffler hat sein schmuddeliges Büro längst mit der (meistens nicht weniger schmuddeligen) Amtsstube vertauscht.
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Ich bin aufgeregt. Das hier ist schließlich meine Premierenkolumne für die Krimi-Couch. Zigtausende Leserinnen und Leser schauen mir über die Schulter und fragen sich: »Sollen wir den jetzt mögen oder seine Kolumnen in Zukunft meiden wie Dan Brown das Weihwasser?« Am besten oute ich mich gleich als absoluten Sympathieträger. Räuspern, Luft in den Brustkorb pumpen und dann mit fester Stimme: ICH LIEBE DIE ROMANE VON STIEG LARSSON!
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