Mount Dragon von Douglas Preston & Lincoln Child

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1996 unter dem Titel Mount Dragon, bei Droemer-Knaur. ISBN-10: 3-426-60865-0, ISBN-13: 978-3-426-60865-4.

'Mount Dragon' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

In Mount Dragon, einem geheimnisumwitterten Forschungslabor mitten in der Wüste von New Mexico, arbeitet eine Handvoll hochkarätiger Wissenschaftler an einem Präparat, das tagtäglich Tausenden von Menschen das Leben retten könnte. Doch etwas läuft schief in diesem Labor. – In einer Zeit, in der das Für und Wider der Genmanipulation heftig diskutiert wird, zeichnen die Autoren dieses Thrillers ein Schreckensszenario, das Realität werden könnte.

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein Paradebeispiel dafür, wie man den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt« 95°Treffer

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Früher führten die Vereinigten Staaten von Amerika in den Wüstengebieten New Mexicos ihre unterirdischen Atombombentests durch. Heute sind diese Sand- und Lavawüsten verwaist. Und genau in dieser abgeschiedenen Gegend hat die Firma GeneDyne ihre unterirdischen Labors errichtet. Diese Forschungsstätte am Mount Dragon soll die sicherste der Welt sein und hierhin ist Guy Carson, ein Urururenkel des legendären Kid Carson, unterwegs, um gegen beste Bezahlung für den Multimilliardär Brent Scopes Genforschung zu betreiben.

Scopes hat mit der Entwicklung von genmanipuliertem Mais ein Riesenvermögen gemacht. Sein letzter Coup war die Produktion von künstlichem Blut, das in den nächsten Tagen unter dem Namen PurBlood auf den Markt kommen soll. Aber in den hermetisch abgeschirmten Laboratorien wird bereits an einem neuen Coup getüftelt. X-Flu nennt sich das Virus. Carson soll dieses Virus durch die Implantation eines Gens aus der DNA vom Bonobo-Affen so manipulieren, dass durch die Impfung mit dem neuen Mittel jeder Mensch gegen die am häufigsten auftretende Krankheit, die Grippe, immun wird.

Aber Tests mit Menschenaffen verlaufen negativ. Die Verabreichung des neuen Mittels verursacht bei den Affen eine drastische Steigerung der Hormone Serotonin und Dopamin, so dass ihnen buchstäblich das Hirn bei den Augen heraus kommt und sie an Gehirnödemen sterben.

Während der Arbeit mit den Affen wird bei einer der Forscherinnen durch Affenkrallen der Schutzanzug zerfetzt und die Kratzer in der Haut reichen für eine Infektion, so dass die Forscherin kurz darauf an den selben Symptomen stirbt. Carson und seine Asisstentin de Vaca suchen verzweifelt nach einer Lösung des Problems.

In der Zwischenzeit startet ein ehemaliger Freund des Firmengründers, namens Levine, der an der Erfindung des Gen-Maises maßgeblich beteiligt war, einen Medienkreuzzug gegen die Firma GeneDyne. Mit allen legalen und illegalen Mitteln versucht er, die, seiner Ansicht nach ethnisch nicht vertretbaren, Forschungen zu verhindern.

Carson und de Vaca finden den wahren Erreger, der die furchtbaren Todesfälle auslöst. Und sie müssen erkennen, dass außer ihnen beiden, jeder im Labor mit diesem Erreger infiziert ist und durch die Freigabe von PurBlood am nächsten Freitag eine weltweite Katastrophe ausgelöst würde. Doch sämtliche Verbindungen zur Außenwelt sind plötzlich gekappt und eine Flucht mit den Firmengeländewagen durch die Lavawüste ist praktisch unmöglich, den vor Allem der Leiter des Sicherheitsdienstes hat überhaupt kein Interesse, dass auch nur einer der Forscher lebend das Lager verläßt.

Das amerikanische Thrillererfolgsgespann Douglas Preston und Lincoln Child hat seit seinem gemeinsamen Erstlingswerk Das Relikt bis hin zu »Mount Dragon« eine neue Ära des Spannungsromans eingeleitet. Sie greifen aktuelle Tagesthemen auf und verknüpfen sie geschickt mit einer Rahmenhandlung, bei der es fast schon unwahrscheinlich ist, dass diese nicht wahr sein könnte.

»Mount Dragon« ist ein Paradebeispiel dafür, wie man den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Dabei macht es wenig aus, dass die Charaktere gelegentlich ziemlich platt gezeichnet sind und die Sichtweise der Probleme in starker Schwarz-Weiß-Zeichnung erfolgt. Aber generell wird trotz des wissenschaftlichen Hintergrunds die Problematik so verständlich beschrieben, dass man auch als Nichtforscher dem Geschehen leicht und locker folgen kann. Für die Authentizität der Örtlichkeiten und ihre perfekte Beschreibung kann man den Autoren nur gratulieren. Douglas Preston hat mit seiner Frau Christine die Jornada-del-Muerto-Wüste viermal durchquert und diese Kenntnis fließt mit jedem sachkundigen Wort so spannend in den Roman ein, dass man beim Lesen vermeint, sich mit den Protagonisten vor Ort zu befinden.

Was die Thematik des Romans angeht, versuchen Preston und Child nicht, eine Empfehlung oder Ablehnung zur Problematik abzugeben. Hier kann sich der Leser selbst sein Bild machen, obwohl es natürlich naheliegend ist, sich der Darstellung der »Guten« in diesem Buch anzuschließen – sicherlich wird der Blick des Lesers für und wider die Grenzen bei der manipulativen Genforschung geöffnet.

Auf jeden Fall hat dieser Schmöker den Rezensenten eine schlaflose Nacht gekostet, denn wer sich einmal in die 596 Seiten des Labors des Todes hinein gelesen hat, der kann der Faszination dieses Reißers nicht mehr entgehen. Daher eine ganz klare Leseempfehlung für den Mount Dragon.

Ihre Meinung zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Mount Dragon«

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l.salander zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Mount Dragon« 08.03.2010
In meinen Augen war das Buch großer Schwachsinn. Der Teil im Labor liest sich noch spannend, ab dem Moment als die Handlung umschwenkt zu "Wüstenwanderung" und "Cypherspace" wird es einfach nur albern.
Außerdem gibt es in dem Buch so viele Sinnfehler, dass das Lesen keinen Spass macht: Wie nimmt man jemandem in einem hermetisch dichten Schutzanzug Blut ab? Wie kann man seinen Kotbeutel bitte wechseln, wenn schon ein kleiner Schaden am Anzug zu wochenlanger Quarantäne zwingt?Sowohl die Schatzsuche wie auch die Sexszene sind unnötiger Quatsch.
Karla zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Mount Dragon« 21.10.2009
Von diesem Buch wurde ich infiziert. Seit dem liebe ich das Autorenduo Preston und Child.

Ich war völlig fasziniert von dem Laboratorium, die Art des Arbeitens dort. Fasszinierend ist die trockene, wissenschaftliche Sprache der Autoren, die der Spannung jedoch in keinster Weise schadet, ganz im Gegenteil.

Das Buch war so spannend, ich laß es an zwei Tagen komplett durch.

PS: Ich liebe den Zitatenwettbewerb von Zweien der Protagonisten.
Plusquamperkfet zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Mount Dragon« 06.07.2009
Die ersten paar Hundert Seiten ziehen sich leider ziemlich lang. Bei den letzten Hundert Seiten möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Leider habe ich ziemlich lange gebraucht um bis zu den spannenden Seiten zu gelangen... Im Gegensatz zu anderen Romanen bin ich doch ein wenig enttäuscht...
zugroaster zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Mount Dragon« 19.02.2009
Ich fand die Pendergast Reihe toll und auch die Broadbent Reihe ist klasse. Aber durch Mount Dragon mußte ich mich echt durchquälen. Die Geschichte will irgendwie nicht wirklich vorankommen und wird erst auf den letzten 100-150 Seiten spannend.
Es passiert auch nicht wirklich viel und die Beziehung zwischen den 2 Hauptpersonen entwickelt sich auch erst ziemlich spät. Man muß dieses Buch nicht haben.
Klaus-Dietrich Ahrens zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Mount Dragon« 12.10.2008
Dürftige Pointen:
Ich habe nicht das Buch gelesen, sondern das Hörbuch von Audible gehört:
Da hört man über 6 Stunden lang einem angenehmen Tommy Piper zu, lässt sich von der Spannung des Plots mitreißen und wartet auf ein erlösendes und intelligentes Ende. Diese Erwartung
wird bitter enttäuscht. Die Auflösungen sind einfach idiotisch:
1. Charles Levine und Brand Scopes kämpfen am Schluss ihres Zitaten-Wettbewerbs um die Ampulle mit den tödlichen Viren. Dabei greifen beide mit ihren Händen danach und zerbrechen
sie. Sie verletzen und infizieren sich. Ihr dann wenig spannendes Ende ist vorprogrammiert. Was für ein Blödsinn. Über viele Kapitel lang wird vorher gezeigt, mit welchem riesigen Sicherheitsaufwand im Mount-Dragon-
Viren-Labor ("Fiebertank") gearbeitet wird. Immerhin hat Brand Scopes dieses Labor selbst aufbauen lassen und überwacht sogar selbst die Sicherheitsregeln (als dort ein Unfall
passiert). Und am Ende holt er (in seinem Büro !!!) aus dem "Viren-Transport-Behälter" die
Ampulle selbst heraus und provoziert die Rangelei zwischen beiden um eben diese. Völlig unglaubwürdig.
2. Der Sicherheitschef Nye übergibt in der Wüste Pferd und Gewehr an die Partnerin von Guy Carson, um von ihr die Wegbeschreibung zum Schatz zu „erzwingen“. Dann macht er sich zu Fuß auf den den Weg. Idiotisch! Oder ist er durch Pureblood schon so verrückt geworden, dass das plausibel sein soll ? Jedenfalls wird er nicht so verrückt dargestellt. Man hätte mindestens erwarten können, dass er sie mitnimmt, um sicherzugehen, dass sie ihm den richtigen Weg beschrieben hat. Aber dann hätte das Ende anders aussehen müssen.

Beide Auflösungen sind unglaubwürdig ud nach so vielen Stunden des Zuhörens auch ärgerlich.

Enttäuschend !

Sind alle Bücher von diesen Autoren so blödsinnig ?
Plasher zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Mount Dragon« 20.10.2007
ich fand das buch auch klasse nur muss ich anmerken das in der Zusammenfassung ein fehler ist: die affen sterben nich an einem erhöhten dopamin und serotonin spiegel sondern durch das x-flu virus wird mehr gehirnwasser produziert was den kopf platzen klässt. der erhöhte dopamin und serotonin spiegel findet sich nur bei den wissenschaftlern weil er mit publood und nicht mit x-flu zusammenhängt
Nitipi-Man zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Mount Dragon« 20.06.2007
Ein Super-Buch! Spannend, ja fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite!

Ich hatte schon einige Bücher von Preston/Child gelesen und war von allen begeistert. Mount Dragon ist das älteste davon und ich muss sagen, trotz seiner immerhin 11 Jahre auf dem Buckel und den zwischenzeitlichen Fortschritten in der Technik ist es faszinierend.

Ich kann dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen - es lohnt sich! Viel Spaß beim Lesen!
dino zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Mount Dragon« 02.08.2006
Mein erstes Buch von Lincoln/Child und ich fand es hervorragend, vom Thema her und von der Story ingesamt. Spannend bis zur letzten Seite.
Werde bestimmt noch mehr Sachen von den beiden lesen.
Philsen zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Mount Dragon« 04.12.2005
Als erstes möchte ich meine Empfehlung für dieses Buch aussprechen.

Das Thema Virenforschung Genmanipulation wird wohl immer aktuell sein. Man kann diesen Roman, trotz seines Alters (was Wissenschaft betrifft) als zeitlos betrachten.

Die Charaktere machen Spass und sind im Einzelnen gut entwickelt.

Das Einzige was mich gestört hat war der "virtuelle Trip" gegen Ende hin. Fand ich in der, für meine Begriffe sehr realistisch gehaltenen Story, etwas abwägig.

Im Goßen und ganzen ein schön spannender Wissenschaftsthriller.
sina zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Mount Dragon« 29.09.2005
Bis jetzt habe ich zwar erst ein fünftel dieses werkes gelesen, aber ich denke, dass ich dennoch eine beurteilung abgeben kann. für mich ist es wichtig, dass mich ein buch von anfang an fesselt und genau das hat das autoren-duo auch geschafft! ich denke, dass sich jeder mit gentech auseinander setzten sollte und würde jedem empfehlen es mal mit mount dragon zu versuchen, schließlich hat die genmanipulation nicht nur positive seiten.

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