Formula von Douglas Preston & Lincoln Child

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel Cabinet of Curiosities, deutsche Ausgabe erstmals 2003 bei Droemer Knaur.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New York, 1990 - 2009.

  • New York: Warner, 2002 unter dem Titel Cabinet of Curiosities. 466 Seiten.
  • München: Droemer Knaur, 2003. Übersetzt von Klaus Fröba. ISBN: 3-426-19607-7. 575 Seiten.
  • München: Knaur, 2005. Übersetzt von Klaus Fröba. ISBN: 3-426-62777-9. 575 Seiten.
  • Hamburg: Zeitverlag Bucerius, 2009. Übersetzt von Klaus Fröba. ISBN: 978-3941378506. 462 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2007. Gesprochen von Thomas Piper. ISBN: 3-404-77234-2. 6 CDs.

'Formula' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Special Agent Pendergast, Nora Kelly vom Museum of Natural History und ihr Journalistenfreund Bill Smithback stehen vor einem grausigen Rätsel: In einem Tunnel, der ein Kuriositätenkabinett aus dem 19. Jahrhundert beherbergte, stieß man bei Ausschachtungsarbeiten auf sechsunddreißig Skelette, die Schädel sorgfältig abgetrennt. Wissenschaftliche Analysen führen zu dem Schluss, dass ein Chemiker auf der Suche nach einer sein Leben verlängernden Formel am zentralen Nervensystem seiner noch lebenden Opfer experimentierte …Der Fund einer weiblichen Leiche, an der ganz ähnliche Eingriffe vorgenommen wurden, und weitere Morde nach verwandtem Muster versetzen New York in Aufruhr. Und allen, die an der Aufklärung des über hundert Jahre zurückliegenden Verbrechens beteiligt sind, wird klar, dass ein Besessener nach ihrem Leben trachtet.

Das meint Krimi-Couch.de: »Gänsehaut garantiert!« 85°Treffer

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Als die Baggerschaufel sich in das Fundament wühlt, wird eine Öffnung sichtbar. Ein Bauarbeiter klettert hinein und findet den grausigsten Fund seines Lebens. FBI Special Agent Pendergast ist sofort mit Dr. Nora Kelly vom New Yorker Museum of National History zur Stelle und begutachtet die Leichen von sechsunddreißig jungen Menschen, die hier im Keller eines ehemaligen Kuriositätenkabinetts gnadenlos ermordet wurden.

Enoch Leng hieß der Besessene, der Ende des 19. Jahrhunderts die »Formel« gefunden hat, wie man menschliches Leben verlängern kann, indem man eine Mixtur aus dem Nervengeflecht im Rückenmark, entnommen bei lebendigem Leib, korrekt zubereitet.

Pendergast und Kelly kommen gemeinsam mit dem Journalisten Smithback und dem Polizisten O´Shaugnessy entgegen allen Widrigkeiten der Polizeiführung und der Museumsleitung auf die Spur dieses Mannes, der nun seit 150 Jahren sein Unwesen treiben soll und soeben wieder zu morden beginnt.

Der schlimmste Serienmörder aller Zeiten schlägt wieder zu und seine nächsten Opfer sollen diejenigen sein, die ihm durch ihre Aufklärungsarbeit zu nahe kommen und dass sind o´Shaugnessy, Smithback, Kelly und Pendergast.

Das Thrillererfolgsduo Douglas Preston und Lincoln Child hat mit »Formula – Tunnel des Grauens« wieder zugeschlagen. Nach »Relic« und »Attic« haben sie ihren neuen Reißer wieder in New York angesiedelt und auch die Hauptdarsteller aus »Thunderhead« Nora Kelly und Bill Smithback sind erneut aktiv dabei.

»Formula« braucht aber im Gegensatz zu allen bisherigen Thrillern von Preston und Child einiges an Anlaufzeit, um so richtig spannend zu werden, obwohl sechsunddreißig Leichen auf den ersten sechsunddreißig Seiten gar nicht mal so übel sind. Doch bis alle wichtigen Personen endlich in die Handlung eingeführt sind, braucht es schon 170 der 575 Seiten, doch dann geben die Autoren ordentlich Gas und manchmal muss man den Schmöker einfach aus der Hand legen und sich den Schweiß von der Stirn wischen.

Wie auch in »Riptide« wirken die Charaktere dieses Buches gelegentlich sehr flach und zweidimensional. Besonders die Randfiguren, wie Polizeichef und Bürgermeister etc., werden mehr als Comichelden präsentiert. Und dass man fehlende, plausible Erklärungen und Handlungsabläufe zunehmend durch magische und meditative Elemente ersetzt, macht aus dem Stoff eher eine Gruselgeschichte, denn einen Thriller, aber die Grenze ist bei Preston und Child ohnehin sehr fließend gezogen.

Was darüber hinaus auffällt und bisher noch bei keinem Preston-Child-Buch aus dem Droemer-Verlag der Fall war, ist die schlampige Lektorarbeit, denn es finden sich immer wieder dumme Tippfehler, die den Lesefluss empfindlich stören.

Diese kleinen Mängel sind aber schnell vergessen, denn Preston und Child verstehen es, wie bei all ihren Romanen, die Spannung konsequent zu steigern. Spätestens wenn dann der Übeltäter mit Bowler und Schirm die Straßen unsicher macht und seine potentiellen Opfer für die Operation ohne Narkose jagt, ist Gänsehaut garantiert. Die Geschichte, die sich über weite Teile mit dem Familienleben des übersinnlichen Agenten Pendergast beschäftigt, kann zwar mit Thrillern, wie »Relic« und »Attic« nicht ganz mithalten, dennoch ist (vielleicht mit Ausnahme von Jeffrey Deaver) momentan kaum ein Autor in der Lage mehr Spannung zu erzeugen, wie es Preston und Child in bewährter Manier praktizieren.

Auch wenn Publishers Weekly feststellt »Preston/Child auf dem Höhepunkt ihres Könnens«, scheint mir diese Aussage nicht ganz zutreffend. Viel mehr erscheint mir dieses Buch als routinierter Schnellschuss, um jedes Jahr vor Weihnachten einen Thriller veröffentlichen zu können. Dass dabei an gewohnt guter Sprache nicht gespart wurde, zeigt vom Schreibvermögen der Autoren und der gekonnten wissenschaftlichen Recherche, die, wie in allen Vorgängerromanen, erst den gewissen Kick rund um die Thematik bringt.

Für dieses Buch kann man, ohne lange zu überlegen, eine ganz klare Leseempfehlung abgeben. Wer sich schon für einen anderen Preston/Child-Thriller begeistert hat, für den zählt »Formula« ohnehin zur Pflichtlektüre. Gespannt darf man sein, wann diese Bücher endlich verfilmt werden.

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Alexandra zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 03.11.2010
Der dritte Band von Preston/Child enttäuscht leider am Schluß, als sich herausstellt, daß XY der Mörder (Chirurg) ist. Wieso, weshalb und warum wird nicht überzeugend erklärt, schade.
Special Agent Pendergast ist brillant wie immer - mit diesem Mann (gäbe es ihn wirklich) würde ich gerne ein paar Stündchen über Krimis plaudern ;-))
Kom_Ombo zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 20.09.2010
Auch dieses Buch von Preston/Douglas war super! Wie nicht anders zu erwarten.

Auch wenn manche Dinge in 'Formula' Merkwürdigkeiten aufwiesen - wie diese ständigen Insichreisen von Agent Pendergast, mit denen ich nicht so viel anfangen konnte -, kann ich dieses Buch trotzdem uneingeschränkt empfehlen. Allein der Hintergrund, dass 'es' möglich ist ... lässt einen erschauern.
runnerstar67 zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 07.09.2010
Schlimmer geht' s nimmer! Ich höre wirklich regelmässig Hörbücher, die mich in der Regel gut unterhalten. Aber was ich mir mir anhören musste, war wirklich mit Abstand das Schlechteste, das ich je gelesen bzw. gehört habe. Eine völlig unglaubwürdige, mit amrikanischen Klischee's behaftete Geschichte, die so durchsichtig und voraussehbar ist, dass ich mich beinahe gefreut habe, endlich das Ende erreicht zu haben. Die wirklich intressante Stimme von Thomas Piper klingt in diesem Hörbuch oft so komisch
(ich dachte immer da spricht ALF), dass das Buch eher einen Jugendbuchcharakter hat.
Verwöhnt von Autoren wie Stieg Larsson, Simon Beckett oder Jean- Christoph Grange hat war dies ein wirklich schlechter Krimi.
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tassieteufel zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 03.08.2010
Als bei Bauarbeiten an einem neuen Wohnkomplex in New York die grausigen Überreste von über 30 Mordopfern entdeckt weden, ruft das wieder einmal Agent Pendergast vom FBI auf den Plan. Die Archäologin Nora Kelly, die die Knochen untersucht, stellt fest, daß es alles junge Menschen waren, die scheinbar von einem Serienmörder auf grausame Weise umgebracht und später in den alten Kellerräumen verscharrt wurden. Doch zunächst haben weder die Polizei noch die Baufirma ein Interesse an der Aufklärung der über 100 Jahre zurück liegenden Mordfälle. Erst einige reißerische Artikel des Journalisten Bill Smithback rücken die Morde ins Licht der Öffentlichkeit. Nora Kelly und Agent Pendergast finden schließlich heraus, das der Mörder Enoch Leng war, ein Arzt und Forscher der scheinbar auf der Suche nach einem lebensverlängerndem Elixier war. Zeitgleich mit Pendergasts Ermittlungen geschehen in New York einige grausame Morde, deren Opfer auf die gleiche Art umgebracht wurden, wie die Opfer Enoch Lengs. Doch während die Polizei von einem Nachahmungstäter ausgeht, den die Öffentlichkeit schnell den \"Chirurgen\" nennt, vermutet Agent Pendergast ganz anderes.
Wie man es von dem Autoren Duo kennt, startet die Geschichte rasant und spannend. Die Entdeckung der alten Knochen in den finsteren Gewölben bietet genug Gruseleffekte um den Leser auf die Geschichte neugierig zu machen. Allerdings braucht die Story dann eine Weile um wirklich Fahrt auf zu nehmen. Es gibt jede Menge interessante Informationen über das New York des 19. Jahrhunderts, gerade was die Kuriositätenkabinette anging fand ich mehr als anschaulich, aber die atemlose Spannung die man aus Attic kennt, kommt in Formula erst im letzten Drittel auf. Dann allerdings steuert das Buch wieder auf ein fulminates Ende zu. Wenn der \"Chirurg\" zum Werkzeug greift, gibt es mehr als genug schaurige Momente, die einem eine Gänsehaut über den den Rücken jagen.
Ganz so logisch und in sich schlüssig wie die Vorgänger endet Formula aber nicht, hier fällt auf, das mehr und mehr magische Elemente gerade in Bezug auf Agent Pendergast eingebracht werden. Noch finde ich das nicht als störend, da sich das Ganze noch in Grenzen hält und nicht zu sehr überlagert, mal sehen wie sich das in weiteren Bänden entwickelt.
Wie schon in den Vorgängern wird auch hier wieder deutlich, das die Gestaltung von Figuren nicht grade die Stärke der Autoren ist. Pendergast, Smithback und Nora Kelly erscheinen noch ganz glaubwürdig, die Nebenfiguren, allen voran die ermittelnden Polizisten kommen aber recht platt und eindimensional daher, insgesamt gesehen aber ein eher kleines Manko über das man bei der spannenden Geschichte getrost hinwegsehen kann.

Fazit:wieder ein spannender Fall für Agent Pendergast, auch wenn so richtig atemlose Spannung erst im letzten Drittel aufkommt, bietet das Buch alles was man von einem Mysterie-Thriller erwartet.
Chris Brauns zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 22.07.2009
Hörbuchbewertung:
wie immer trifft tommy piper die stimmung auf den punkt! es ist einfach klasse diesem mann zuzuhören! er bringt das buch klasse rüber und überrascht den höhrer wieder und wieder mit seiner stimme und den tonlagen! absolut empfelenswert!

zur story: ich kann die loblieder hier nicht teilen, mir erschließt sich manches in diesem buch nicht (hörbuch ist komplettlesung mit 19std.) und die story kommt mir teil arg übel vor: pendagast geht durch eine 100 jahre alte stadt? wie den wen er sie nicht kennt? das dürfte, egal ob via hypnose, joga oder träumen kaum möglich sein - im gegensatz zu der szene mit seinem stammsitz.
er streift ein schloss und es öffnet sich? aha!
obwohl er zum 2. mal die stadt gerettet hat (attic und relic) kennt ihn kaum einer bei der polizei?
zwar wird oft auf relic zurückgeriffen, attic aber wird kaum erwähnt?

insgesammt leider nur mäßig obwohl die story genial ist!
Merlin zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 14.07.2009
gestern habe ich die letzten seiten des buches gelesen - in rekordverdächtig kurzer zeit. irgendwie konnte ich nicht aufhören und die ganze geschichte einpaar nächte überschlafen. die story ist fesselnd und sehr gut geschrieben. dieses buch war mein erstes von preston&child, übrigens auf einer hier gelesenen empfehlung. ich denke, es ist auf alle fälle wert, die anderen bücher auch noch zu lesen!
also kurz und knapp - volle punktzahl, sehr empfehlenswert
Biene20 zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 30.03.2009
Man muss ihn einfach lieben, Special Agent Pendergast.
Und man muss Preston & Child lieben,denn wer so geniale Thriller schreibt,hat es nicht anders verdient.

Wenn man die Bücher des Autorenduos ließt,ist man hin und hergerissen.
es ist egal wo man ist,U-Bahn,Bushaltestelle,beim essen oder im Bett, man kann das Buch nicht fünf Minuten beiseitelegen.

Man kann die Bücher von Preston und Child eigentlich nicht in Worte fassen,man muss sie gelesen haben.
Thrillerkiller2009 zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 12.03.2009
Dieses Buch ist genial. Es gehört zu den besten Thrillern die es gibt. Das Autorenduo Preston & Child sind einfach richtig klasse.
Man kann dieses Buch einfach nicht weglegen. Wenn man erst einmal angefangen hat...
*Gänsehautfeelng pur*
5 Sterne *
Die Folgebücher der beiden Autoren sind ebenfalls einfach unbeschreiblich spannend.
Man sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Special Agent Pendergast ist persönlich mein Lieblingsagent.
Schnute zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 25.08.2008
Agent Pendergast muss man einfach lieben... Diese Figur ist so faszinierend, dass man sich fast wünschte ihn einmal persönlich kennen zu lernen (wenn es ihn denn geben würde). Er spinnt sich in seinem Kopf immer des Rätsels Lösung zusammen und lässt einen so lang im Ungewissen bis man die letzten Seiten des Buch's gelesen hat. Am Ende fragt man sich dann, wieso man nicht selbst auf die Idee gekommen ist, es stand ja schließlich alles im Buch... Ich bin ebenso gespannt wann denn weitere Bücher von dem Autorengespann verfilmt werden und vor allem wie dann Pendergast dargestellt wird... Ich freu mich jetzt schon drauf!
Heaven23 zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 07.03.2008
Das diese beiden Autoren sich zusammen getan haben war wirklich eine klasse Idee. Formula war meine erstes Buch der beiden und es hat mich durch und durch überzeugt !

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