Formula von Douglas Preston & Lincoln Child

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel Cabinet of Curiosities, deutsche Ausgabe erstmals 2003 bei Droemer-Knaur. 575 Seiten. ISBN-10: 3-426-19607-7, ISBN-13: 978-3-426-19607-6.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New York, 1990 - heute.

'Formula' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Special Agent Pendergast, Nora Kelly vom Museum of Natural History und ihr Journalistenfreund Bill Smithback stehen vor einem grausigen Rätsel: In einem Tunnel, der ein Kuriositätenkabinett aus dem 19. Jahrhundert beherbergte, stieß man bei Ausschachtungsarbeiten auf sechsunddreißig Skelette, die Schädel sorgfältig abgetrennt. Wissenschaftliche Analysen führen zu dem Schluss, dass ein Chemiker auf der Suche nach einer sein Leben verlängernden Formel am zentralen Nervensystem seiner noch lebenden Opfer experimentierte …Der Fund einer weiblichen Leiche, an der ganz ähnliche Eingriffe vorgenommen wurden, und weitere Morde nach verwandtem Muster versetzen New York in Aufruhr. Und allen, die an der Aufklärung des über hundert Jahre zurückliegenden Verbrechens beteiligt sind, wird klar, dass ein Besessener nach ihrem Leben trachtet.

Das meint Krimi-Couch.de: »Gänsehaut garantiert!« 85°Treffer

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Als die Baggerschaufel sich in das Fundament wühlt, wird eine Öffnung sichtbar. Ein Bauarbeiter klettert hinein und findet den grausigsten Fund seines Lebens. FBI Special Agent Pendergast ist sofort mit Dr. Nora Kelly vom New Yorker Museum of National History zur Stelle und begutachtet die Leichen von sechsunddreißig jungen Menschen, die hier im Keller eines ehemaligen Kuriositätenkabinetts gnadenlos ermordet wurden.

Enoch Leng hieß der Besessene, der Ende des 19. Jahrhunderts die »Formel« gefunden hat, wie man menschliches Leben verlängern kann, indem man eine Mixtur aus dem Nervengeflecht im Rückenmark, entnommen bei lebendigem Leib, korrekt zubereitet.

Pendergast und Kelly kommen gemeinsam mit dem Journalisten Smithback und dem Polizisten O´Shaugnessy entgegen allen Widrigkeiten der Polizeiführung und der Museumsleitung auf die Spur dieses Mannes, der nun seit 150 Jahren sein Unwesen treiben soll und soeben wieder zu morden beginnt.

Der schlimmste Serienmörder aller Zeiten schlägt wieder zu und seine nächsten Opfer sollen diejenigen sein, die ihm durch ihre Aufklärungsarbeit zu nahe kommen und dass sind o´Shaugnessy, Smithback, Kelly und Pendergast.

Das Thrillererfolgsduo Douglas Preston und Lincoln Child hat mit »Formula – Tunnel des Grauens« wieder zugeschlagen. Nach »Relic« und »Attic« haben sie ihren neuen Reißer wieder in New York angesiedelt und auch die Hauptdarsteller aus »Thunderhead« Nora Kelly und Bill Smithback sind erneut aktiv dabei.

»Formula« braucht aber im Gegensatz zu allen bisherigen Thrillern von Preston und Child einiges an Anlaufzeit, um so richtig spannend zu werden, obwohl sechsunddreißig Leichen auf den ersten sechsunddreißig Seiten gar nicht mal so übel sind. Doch bis alle wichtigen Personen endlich in die Handlung eingeführt sind, braucht es schon 170 der 575 Seiten, doch dann geben die Autoren ordentlich Gas und manchmal muss man den Schmöker einfach aus der Hand legen und sich den Schweiß von der Stirn wischen.

Wie auch in »Riptide« wirken die Charaktere dieses Buches gelegentlich sehr flach und zweidimensional. Besonders die Randfiguren, wie Polizeichef und Bürgermeister etc., werden mehr als Comichelden präsentiert. Und dass man fehlende, plausible Erklärungen und Handlungsabläufe zunehmend durch magische und meditative Elemente ersetzt, macht aus dem Stoff eher eine Gruselgeschichte, denn einen Thriller, aber die Grenze ist bei Preston und Child ohnehin sehr fließend gezogen.

Was darüber hinaus auffällt und bisher noch bei keinem Preston-Child-Buch aus dem Droemer-Verlag der Fall war, ist die schlampige Lektorarbeit, denn es finden sich immer wieder dumme Tippfehler, die den Lesefluss empfindlich stören.

Diese kleinen Mängel sind aber schnell vergessen, denn Preston und Child verstehen es, wie bei all ihren Romanen, die Spannung konsequent zu steigern. Spätestens wenn dann der Übeltäter mit Bowler und Schirm die Straßen unsicher macht und seine potentiellen Opfer für die Operation ohne Narkose jagt, ist Gänsehaut garantiert. Die Geschichte, die sich über weite Teile mit dem Familienleben des übersinnlichen Agenten Pendergast beschäftigt, kann zwar mit Thrillern, wie »Relic« und »Attic« nicht ganz mithalten, dennoch ist (vielleicht mit Ausnahme von Jeffrey Deaver) momentan kaum ein Autor in der Lage mehr Spannung zu erzeugen, wie es Preston und Child in bewährter Manier praktizieren.

Auch wenn Publishers Weekly feststellt »Preston/Child auf dem Höhepunkt ihres Könnens«, scheint mir diese Aussage nicht ganz zutreffend. Viel mehr erscheint mir dieses Buch als routinierter Schnellschuss, um jedes Jahr vor Weihnachten einen Thriller veröffentlichen zu können. Dass dabei an gewohnt guter Sprache nicht gespart wurde, zeigt vom Schreibvermögen der Autoren und der gekonnten wissenschaftlichen Recherche, die, wie in allen Vorgängerromanen, erst den gewissen Kick rund um die Thematik bringt.

Für dieses Buch kann man, ohne lange zu überlegen, eine ganz klare Leseempfehlung abgeben. Wer sich schon für einen anderen Preston/Child-Thriller begeistert hat, für den zählt »Formula« ohnehin zur Pflichtlektüre. Gespannt darf man sein, wann diese Bücher endlich verfilmt werden.

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Chris Brauns zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 22.07.2009
Hörbuchbewertung:
wie immer trifft tommy piper die stimmung auf den punkt! es ist einfach klasse diesem mann zuzuhören! er bringt das buch klasse rüber und überrascht den höhrer wieder und wieder mit seiner stimme und den tonlagen! absolut empfelenswert!

zur story: ich kann die loblieder hier nicht teilen, mir erschließt sich manches in diesem buch nicht (hörbuch ist komplettlesung mit 19std.) und die story kommt mir teil arg übel vor: pendagast geht durch eine 100 jahre alte stadt? wie den wen er sie nicht kennt? das dürfte, egal ob via hypnose, joga oder träumen kaum möglich sein - im gegensatz zu der szene mit seinem stammsitz.
er streift ein schloss und es öffnet sich? aha!
obwohl er zum 2. mal die stadt gerettet hat (attic und relic) kennt ihn kaum einer bei der polizei?
zwar wird oft auf relic zurückgeriffen, attic aber wird kaum erwähnt?

insgesammt leider nur mäßig obwohl die story genial ist!
Merlin zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 14.07.2009
gestern habe ich die letzten seiten des buches gelesen - in rekordverdächtig kurzer zeit. irgendwie konnte ich nicht aufhören und die ganze geschichte einpaar nächte überschlafen. die story ist fesselnd und sehr gut geschrieben. dieses buch war mein erstes von preston&child, übrigens auf einer hier gelesenen empfehlung. ich denke, es ist auf alle fälle wert, die anderen bücher auch noch zu lesen!
also kurz und knapp - volle punktzahl, sehr empfehlenswert
Biene20 zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 30.03.2009
Man muss ihn einfach lieben, Special Agent Pendergast.
Und man muss Preston & Child lieben,denn wer so geniale Thriller schreibt,hat es nicht anders verdient.

Wenn man die Bücher des Autorenduos ließt,ist man hin und hergerissen.
es ist egal wo man ist,U-Bahn,Bushaltestelle,beim essen oder im Bett, man kann das Buch nicht fünf Minuten beiseitelegen.

Man kann die Bücher von Preston und Child eigentlich nicht in Worte fassen,man muss sie gelesen haben.
Thrillerkiller2009 zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 12.03.2009
Dieses Buch ist genial. Es gehört zu den besten Thrillern die es gibt. Das Autorenduo Preston & Child sind einfach richtig klasse.
Man kann dieses Buch einfach nicht weglegen. Wenn man erst einmal angefangen hat...
*Gänsehautfeelng pur*
5 Sterne *
Die Folgebücher der beiden Autoren sind ebenfalls einfach unbeschreiblich spannend.
Man sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Special Agent Pendergast ist persönlich mein Lieblingsagent.
Schnute zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 25.08.2008
Agent Pendergast muss man einfach lieben... Diese Figur ist so faszinierend, dass man sich fast wünschte ihn einmal persönlich kennen zu lernen (wenn es ihn denn geben würde). Er spinnt sich in seinem Kopf immer des Rätsels Lösung zusammen und lässt einen so lang im Ungewissen bis man die letzten Seiten des Buch's gelesen hat. Am Ende fragt man sich dann, wieso man nicht selbst auf die Idee gekommen ist, es stand ja schließlich alles im Buch... Ich bin ebenso gespannt wann denn weitere Bücher von dem Autorengespann verfilmt werden und vor allem wie dann Pendergast dargestellt wird... Ich freu mich jetzt schon drauf!
Heaven23 zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 07.03.2008
Das diese beiden Autoren sich zusammen getan haben war wirklich eine klasse Idee. Formula war meine erstes Buch der beiden und es hat mich durch und durch überzeugt !
Annwyn zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 11.11.2007
Ich hab das Buch gestern ausgelesen und muss sagen, dass ich sehr angetan bin von diesem Autorengespann. Es war mein erstes Buch aus der Pendergast-Reihe und ich hab es im englischen Original gelesen. Von Stil her liest es sich flüssig weg und die Geschichte ist wirklich gut. Lediglich der Schluss hätte ein paar Kürzungen verdient, da es gegen Ende doch ein wenig anstrengend wird mit den seitenlangen Erläuterungen zur Ausstattung und dem Dehnen der Geschichte.
Besonders imponiert hat mich die Gestalt Pendergast selbst, ist er doch ein beeindruckender Mensch und Ermittler mit speziellen Begabungen.
Im Großen und Ganzen bin ich aber wirklich begeistert und werde mir sicherlich noch ein paar Bücher aus der Reihe zulegen.
petra2302 zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 16.10.2007
mein erstes buch von diesem autorenduett. in buchläden hatte ich es sehr oft in der hand. was mich vom kauf abschreckte war der preis für ein buch, das den untertitel "der tunnel des grauen" trug. ;-) aber auf dem flohmarkt erstand ich es dann irgendwann doch. für einen euro und dazu noch ungelesen. ob sein besitzer auch so dachte... tja lieber vorbesitzer, pech gehabt... ein sehr spannender triller mit einem sehr egozentrisch arroganten kommisaren, namens pandergast ist ihnen da entgangen. man muß ihn lieben. viel humor, spannende geschichte mit einem leichten touch von fantastik und einem unerträglich spannenden schluß(der ist etwas zu lange geraten...). aber ich habe mir gleich nach dem auslesen, neue pandergastbücher gekauft. die sind nämlich trotz der dümmlichen untertiteln ihr geld wert.
reiner zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 06.10.2007
Hallo Lindi,

schau mal bei krimi-couch nach ;-)

Ich fand Formula äußerst spannend. Aber es zeigt wirklich, dass die Einhaltung der Pendergast-Reihenfolge (wegen der vielen Querhinweise) wirklich angebracht ist.
Da ich die Bücher als Hörbücher "gelesen" habe, fallen Tippfehler nicht auf
Lindi zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Formula« 19.08.2007
Ich habe jetzt schon mehrere Bücher der Pendergast Reihe gelesen und bin von jedem neuen das ich verschlinge begeistert! Die besten aber waren bei weitem Burn Case und Relic! Ich finde das der geheimnisvolle und rätselhafte Charakter von Pendergast die Bücher zu dem machen was sie sind!

Eine Frage an alle Preston/Child-Leser: Was ist eigentlich die genaue Reihenfolge der Pendergast Bücher?!

P.s.: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie gern bahalten! *gg*

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