Burn Case von Douglas Preston & Lincoln Child

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 unter dem Titel Brimstone, deutsche Ausgabe erstmals 2005 bei Droemer-Knaur. 624 Seiten. ISBN-10: 3-426-19649-2, ISBN-13: 978-3-426-19649-6. Übersetzt von Klaus Fröba.

'Burn Case' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Ein Kunstkritiker wird tot aufgefunden. Er ist verbrannt worden – und in der Luft hängt der Geruch von Schwefel. Ist dies nur ein besonders brutaler Burn Case, oder hat eine höhere Macht zugeschlagen, wie ein Hufabdruck neben der verkohlten Leiche vermuten lässt? Ist der Leibhaftige in die Welt zurückgekehrt, um Sünder zu richten? Eine Sekte schürt die Panik der Menschen, als kurz hintereinander zwei verbrannte Leichen gefunden werden – und prophezeit, dass als Nächstes das moderne Sodom in Flammen aufgehen wird: New York City! Nur Special Agent Pendergast glaubt nicht, dass das jüngste Gericht kurz bevorsteht. Er folgt ganz irdischen Spuren. Sie führen ihn in die Vergangenheit der Toten – und nach Italien, wo sie vor Jahren ein dunkles Ritual zelebrierten. Sollten sie dabei doch ein mythisches Portal geöffnet haben? Oder sind die rituellen Morde nur Ablenkungsmanöver? Tatsächlich findet Pendergast immer mehr Hinweise auf eine groß angelegte Verschwörung, in der ein altes Instrument und modernste Waffentechnik die entscheidende Rolle spielen …

Das meint Krimi-Couch.de: Wer hinterlässt Schwefelgestank am Tatort? 75°

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Der Teufel geht um in der Millionenstadt New York. So deuten jedenfalls fundamentalreligiöse Bunkerköpfe sowie die Medien verdächtige Spuren (Schwefel, Hufabdrücke), die auf und um die Leiche des berühmten aber verhassten, weil höchst gemeinen Kunstkritikers Jeremy Grove gefunden werden, als der eines schönen Tages ganz von selbst in Flammen aufgeht. Er bleibt nicht der einzige einflussreiche Fiesling, der auf diese spektakuläre Weise endet. Groß ist die Aufregung, denn die Opfer sind keine Durchschnittsbürger oder gar Unterschichtproleten, sondern mächtig und reich.

Mysteriöse Ereignisse der beschriebenen Art locken zuverlässig den unkonventionellen FBI-Agenten Aloysius Pendergast an den Ort des Geschehens. Er hat in seiner Laufbahn schon manchen Spuk erlebt, der sich bei näherer Betrachtung als Menschenwerk entpuppte. Auch hier gibt es durchaus einen Verdächtigen: den zwielichtigen Konzernmagnaten Locke Bullard, den der US-Geheimdienst verdächtigt, illegal Waffen-Hightech an die Chinesen zu verkaufen. Bullard verfügt indes über beste politische Beziehungen und dünkt sich über das Gesetz erhaben, wie Sergeant Vincent D’Agosta zu seinem Leidwesen erfahren muss.

Bullard lässt den erfahrenen Kriminalisten mehrfach ins Leere laufen. Erst als der sich mit Pendergast zusammentut, kommen die Ermittlungen in Gang. Sie nehmen freilich bald eine unerwartete Wendung: Was Bullard auch plant, es geht über Landesverrat weit hinaus. Hat der Philosoph und Theologe Friedrich von Menck Recht, wenn er verkündet, er habe in alten Prophezeiungen die Ankündigung entdeckt, dass New York bzw. seine Bewohner wegen ihrer Sündhaftigkeit noch im laufenden Jahr durch ein unlöschbares Feuer von der Erde getilgt würden? Luzifer bleibt jedenfalls sehr aktiv; Pendergast und D’Agosta müssen ihm um die halbe Welt folgen, um am Ball zu bleiben …

Thriller-Trash mit hohem Spaßfaktor

Preston & Child, die beiden unermüdlichen Handwerker der ganz leichten Unterhaltung, fabrizieren mit »Burn Case« ihren alljährlichen Buchmarkt-Bestseller. Einmal mehr drehen sie beliebte oder gerade aktuelle Moden und Mysterys durch die Mangel, brechen sie auf Trivialniveau herunter und verschmelzen sie zu einem Garn, auf dessen Logik man lieber keinen Gedanken verschwenden sollte.

Was den Lesespaß an sich nicht beeinträchtigt. »Burn Case« ist Thriller-Trash, der sich selbst niemals Ernst nimmt, sondern einfach nur unterhalten will. Das ist eine ehrenhafte und höchst schwierige Aufgabe, wie jene beweisen, die von diesem Job rein gar nichts verstehen: Dan Brown, Scott McBain, Steve Alten und andere von der Werbeindustrie künstlich belebte und am Leben gehaltene Schreibkreaturen.

»Burn Case« lebt von der flotten Handlung und uralten literarischen Tricks. Immer wieder stoßen unsere Helden auf Geheimnisse, hinter denen sich neue Rätselhaftigkeiten auftun – gut so, denn wirklich mysteriös kommt einem nicht vor, was sich das Autorenduo da ausgedacht hat. Der bewährte Cliffhanger kommt zu neuen Ehren: Mehrfach lassen uns Preston & Child auf dem Höhepunkt einer für unsere Protagonisten hoffnungslosen Situation zappeln. Erst später löst sich das Geheimnis, wie es z. B. D’Agosta gelingen konnte, mit nur einer Kugel im Lauf gleich drei Profikillern zu entkommen. Auch hier sind die Erklärungen nie überzeugend. Die Geschichte endet sogar mit einem Cliffhanger und leitet so über zur »Fortsetzung«; die 2005 unter dem Titel »Dance of Death« erschien und den von den Toten auferstandenen Pendergast im Kampf mit seinem irren Bruder Diogenes zeigt, der in »Burn Case« bereits Erwähnung findet.

Kreativer Einsatz mysteriöser Rätsel-Evergreens

Der Mystery-Boom der Millenniumsära hat sich allmählich verflüchtigt. Er wird nicht unmodern werden, denn die Menschen lieben das Geheimnisvolle. Doch auf die Dosierung kommt es an. Stets achten Preston & Child darauf dem Seltsamen ein festes Standbein in der »Realität« zu verschaffen. Es speist sich aus dem naturwissenschaftlichen Spezialwissen derer, die es auf die Welt loslassen. Glücklicherweise wissen die Verfasser hier mehr als die meisten Leser, so dass der Unfug, den sie verzapfen, zumindest glaubhaft klingt.

Für »Burn Case« ist der Aufhänger das eigenartige Phänomen der »spontanen menschlichen Selbstentzündung«: Hier und da verbrennen Unglückspilze ohne ersichtliche Ursache offenbar aus sich selbst heraus, wobei unglaubliche Temperaturen entstehen. Die Wissenschaft ist außerordentlich skeptisch, die Anhänger des Unerklärlichen sind entzückt, zumal es eindrucksvolle Bilddokumente über solche flammenden Infernos gibt (Bei Interesse & Kenntnissen der englischen Sprache bitte eine Suchmaschine der eigenen Wahl mit dem Begriff »spontaneous human combustion« füttern – das Angebot entsprechender Websites ist beachtlich, was den unfreiwilligen Humorfaktor vieler durchaus ernsthaft gemeinter »Erklärungen« einschließt).

Da zwei Rätsel besser sind als eines, greifen Preston & Child auf einen weiteren, eher volkstümlichen Angsterreger zurück, der weniger gut belegt ist aber Aufmerksamkeit garantiert. Dr. Faustus gilt als Prototyp jener Menschen, die auf dem Weg zu Ruhm, Macht und Vermögen eine fatale Abkürzung nehmen: Er verschrieb seine Seele dem Teufel, der ihm zunächst alles gewährte, was er forderte (den Ritt auf einem Weinfass eingeschlossen – spätmittelalterliche Scherze halt ...), bis er ihn nach Ablauf der vereinbarten Frist um 1540 unter für Faustus sehr schmerzhaften Begleitumständen (die in »Burn Case« eingehend beschrieben werden) und unter Hinterlassenschaft eindeutig satanischer Spuren holte.

Der Charakter steht buchstäblich im Gesicht geschrieben …

So ein moderner Dr. Faustus ist Locke Bullard, der allmählich merkt, dass er in seinem Drang nach Geld und Einfluss zu weit gegangen ist. Seine Komplizen, die mit ihm den Teufelspakt schworen, hat es schon erwischt. Bullard hingegen versucht das Unmögliche: Er will Mephisto um seinen Lohn prellen und das Zusammengeraffte trotzdem behalten, was wie erwartet endet, denn: »Der Teufel ist ein Lügner und der Vater der Lügen« (Johannes 8,44). Außerdem ist er schlau.

Wobei Satan in persona in »Burn Case« durch Abwesenheit glänzt – schade eigentlich, denn sein Auftritt wäre in einem Märchenthriller wie diesem durchaus möglich gewesen. Wer sich wirklich hinter seinem Trugbild verbirgt, ahnt der erfahrene Leser ein bisschen zu früh, was zur Holzhammerdramaturgie des Werks freilich passt. Schließlich treten auch sonst nur Knallchargen auf. Bullard ist Bösewicht aus Passion – kein raffinierter Psychopath, sondern als Weltfeind Nr. 1 etwa so glaubhaft wie jeder beliebige James-Bond-Finsterling. Sehr passend umgibt ihn eine Horde von Schlägern und Mietmördern, deren Brutalität nur durch die Zuverlässigkeit übertroffen wird, mit der sie im entscheidenden Moment versagen und das Heldenduo Pendergast & D’Agosta aus todsicheren Todesfallen entwischen lassen.

Das ist ärgerlicher, denn beide sind als positive Hauptfiguren außerordentliche Nervensägen. Pendergast, die Denkmaschine, die alles weiß und kann und niemals zögert, die Leser mit der Vorführung beider Eigenschaften herzlich zu langweilen, ist eine erstaunlich unsympathische Gestalt. Immer noch wollen Preston & Child ihn uns als mysteriösen Mann aus dem Nichts verkaufen. Sind sie außerstande zu bemerken, wie ausgereizt und öde dieser Gag längst ist? Richtig gewirkt hat er nur in »Relic« (1994; dt. »Das Relikt – Museum der Angst«), als uns Pendergast das erste Mal begegnete.

Seit »Cabinet of Curiosities« (2002, dt. »Formula – Tunnel des Grauens«) beginnen die Autoren als buchübergreifende Nebenhandlung eine Pendergast-Familiengeschichte der kruden Art zu entwerfen. Auch hier sind Preston & Child seltsam geizig, beschränken sich auf Andeutungen – Versprechen, die bisher nie eingelöst wurden und einfach überflüssig sind, weil Aloysius Pendergast eine unerhört nichtssagende Figur ist.

Zusätzlich störend wirkt das Bestreben der Autoren, ihre Thriller quasi zu »vernetzen«: Immer wieder treten Figuren auf, die bereits in anderen Romanen Verwendung fanden. Das funktioniert mit dem bewährten D’Agosta, geht aber schief mit sinnfreien Gastauftritten: Weder Polizeifrau Laura Haywood noch Journalist Harriman bringen die Handlung voran. Stattdessen langweilen sie den Leser in einem isolierten Nebenstrang mit den Eskapaden eines selbst ernannten Neo-Heilands, der davon abgehalten werden muss in New York einen Gottesstaat auszurufen: anscheinend musste »Burn Case« als Buch nachträglich auf Länge gebracht werden.

Selbstverständlich sind den Autoren die Beschränktheiten ihres Personals bekannt. Deshalb gesellt sich ja der lebensnahe Watson Vincent D’Agosta zum unzugänglichen Holmes Pendergast. Leider erweist sich auch der Polizist als wandelndes Klischee: der wackere, vom Leben gebeutelte, fürs Grobe und – in Vertretung der Leserschaft – für das Stellen dummer Fragen zuständige Brummcop mit dem goldenen Herzen, der von den Vorgesetzten immer auf die Schnauze kriegt, von der Gattin verlassen wurde und sich ansonsten wie der Elefant im Porzellanladen zu benehmen hat.

D’Agosta ist es auch, der von Preston & Child in eine der peinlichsten und lächerlichsten Sexszenen gezwungen wird, die man sich vorstellen kann – oder eben nicht; man muss es einfach lesen und sich vor Lachen schütteln, wie der arme Vincent völlig unvermittelt über die schöne Kollegin Laura herfallen muss, die ansonsten die Alibifrau in unserer Geschichte mimt (Die zeitgereiste Constance lassen wir außen vor; das ist eine weitere Figur ohne jede Bedeutung für die »Burn Case«-Story).

Wie blase ich einen Bestseller auf?

Eine »Meisterleistung« gelang dem deutschen Verlag übrigens wieder einmal mit der »Übersetzung« des Originaltitels. »Brimstone« bedeutet »Schwefel«, was angesichts der erzählten Geschichte Sinn ergibt. Dass »Burn Case« – »Brandfall«? – »als Eindeutschung« größere Klarheit schafft, kann nicht unbedingt behauptet werden.

Einmal mehr wird das Buch durch eine gut lesbare Schrift, einen kleinräumigen Satzspiegel und großzügige Ränder auf imposante Seitenstärke gebracht – eine weitere Unsitte moderner Veröffentlichungsfabriken, die von der Theorie ausgehen, dass zögernde Leser im Laden von möglichst dicken Büchern (»Hier kriegt man was für sein Geld!«) magisch angezogen werden. Indes beträgt der Preis für »Burn Case« nur 19,90 Euro, was für ein gebundenes Buch heutzutage wirklich günstig ist. Mehr möchte man für dieses kurzweilige, wegen seiner allzu offensichtlichen Schlampigkeit aber auch Ärgernis erregende Werk allerdings auch nicht anlegen.

Ihre Meinung zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Burn Case«

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Malu zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Burn Case« 03.01.2010
Ich fand das Buch super. Ich glaube, das dritte Buch was ich von dem Duo Preston/Child gelesen habe. Ich mag die Geschichten mit FBI Special Agent Pentergast. Das Buch ist spannend geschrieben, auch wenn es zur Mitte hin einwenig abflaut. Dafür waren die letzten 100 Seiten an Spannung nicht zu überbieten.
Wo die meisten Bücher dann nur noch auslaufen.
Londra zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Burn Case« 26.05.2009
Der Teufel höchstpersönlich soll in New York seine Opfer schmelzen. Ein guter Auftakt für eine gute Geschichte, deren Ende eine logische und wissenschaftliche Auflösung erfährt, anstatt sich in übersinnlichem Quatsch zu verlieren (was leider bei Preston/Child nicht immer der Fall ist, so wie bsp. in "relic"). Dadurch wird die Lektüre zum großen Vergnügen.
Biene20 zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Burn Case« 30.03.2009
Ein weiteres geniales Buch des Autorenduos.
Ich habe es nicht gelesen sondern verschlungen.
Die Bücher von Preston und Child haben Hand und Fuß,sind gut durchdacht und haben wiedererkennungswert.Einmal gelesen wird man ein Buch der Special Agent Pendergast Reihe nicht so schnell vergessen.

Ich versuche mich immer selber zurückzuhalten nicht so schnell zu lesen,denn langsamer lesen heißt nicht so lange auf das nächste Buch warten.
Thrillerkiller2009 zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Burn Case« 12.03.2009
Preston & Child haben wieder ein geniales Buch geschrieben.
Der Fall, den Special Agent Pendergast lösen muss, ist wie die davor sehr mysteriös, aber doch sehr gut durchdacht und nachvollziehbar. Ein sehr packender Thriller, dessen Ende nicht vorrauszusehen ist. Also eigentlich das Hauptkriterium eines guten Thrillers.
marco zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Burn Case« 10.02.2009
insgesamt ein durchaus gutes buch, das in der mitte ein paar längen hatte und leider durch den ein oder anderen unwichtigen seitenstrang ausgezeichnet wurde. der 2. teil, der in italien spielt, war dann aber wieder sehr gut und bis zum schluss spannend. die lösung zwar etwas bizzar, aber man darf ja nicht alles so ernst nehmen.
Mööp zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Burn Case« 02.08.2008
Meiner meinung nach war das BUch super. Das einzigste, was mich gestört hatte, war diese nebenhandlung mit Laura Hayward und harrymann, mit dem "zeltplatz" im park, nicht wirklich interessant und für die Handlung komplett unwichtig und schleppend, aber ansonsten einfach ein großartiges werk, Werde jetzt erstmal Dark secret lesen und bin mir sicher, dass ich auch dieses schnell weglesen werde:-)
Krimi-Tina zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Burn Case« 29.06.2008
Unterhaltsam und schnell weggelesen. Typischer No-Brainer für Zwischendurch. Der Rezensent hat natürlich im Großen und Ganzen Recht mit seinen Kritikpunkten. Die Schurken sind ungeheuer schurkisch, die Guten selbstverständlich richtig gut, die Story ist an den Haaren herbeigezogen und an Klischees fehlt es auch nicht gerade. Aber das eigentlich doch auch genau das was zumindest ich erwarte wenn ich mir so ein Buch vornehme.
Mit Prendergast geht es mir geht es mit allerdings so wie dem Rezensenten, dieser alles wissende, alles könnende Ermittlungsroboter ist zum einen erstaunlich farblos und dazu noch ziemlich unsympathisch. An sich mag ich das auch gar nicht, wenn der Hauptprotagonist nicht nur den Bösen sondern auch mir als Leser immer einen Schritt voraus ist. Da fühle ich mich immer ein bisschen auf den Arm genommen.
Ohne den ihm zur Seite gestellten D'Agosta, den Watson zu nennen ich mir jetzt spare,wäre es wahrscheinlich unerträglich. Aber dieser ist doch deutlicher lebendiger und menschlicher und verleiht der Story Farbe. Die Nebenhandlung um den Prediger mit dem Messias-Komplex empfand ich nicht als überflüssig ,sondern als angenehme Auflockerung und Abwechslung, zu dem ewigen, Prendergast und D'Agosta befreien sich durch einen genialen Trick aus aussichtsloser Lage.
Geschrieben ist das Buch spannnend und flüssig und wenn man beide Augen zudrückt stören die Löcher in der Logik auch nicht so fürchterlich. Andere bekommen das weit schlechter hin.
75 % sind angemessen
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Benjamin zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Burn Case« 01.06.2008
Ich kann der obigen Kritik auch nicht zustimmen. Gerade Pendergast macht für mich die P/C Romane lesenswert. Natürlich erinnert er leicht an eine Mischung aus Modesty Blaise und Old Shatterhand, aber dass ein komlett neuer Typ des Superhelden erfunden wird, erwartet ja wohl niemand. Er und seine Familiengeschichte sind es doch, die die Bücher so unheimlich und spannend machen. Ich finde die neuen Bücher auch deutlich besser als die alten, wie z.B. "Relic" oder "Attic".
Und wenn man die Nebenhandlungen als überflüssig abtut, brauch man gar keine Bücher mehr zu lesen.
kjz zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Burn Case« 11.04.2008
Man muss dem Kritiker recht geben. Ja, das Buch ist spannend erzählt und von Preston/Child kann sich z. Bsp. ein vom Marketing gepushter Dan Brown noch eine dicke Scheibe abschneiden, aber:

Man hätte die Figur Pendergast und vor allem ihre Hintergründe wesentlich besser entwickeln können. So geben Pendergast/D'Agosta nur das klassische Holmes/Watson-Duo ab. Ausserdem konnte ich mich ob der Nebenhandlung nicht des Eindruckes erwehren, dass hier 'Seiten geschunden' wurden. Mit einiger Straffung liesse sich der Plot auch in etlichen Seiten weniger erzählen. Hier wird oft sehr langatmig und breit ausgeholt. Noch dazu bricht man mit der Tradition und läßt die Geschichte mit einem Cliffhanger (nicht) enden.

Wie gesagt, im allgemeinen Vergleich nicht schlecht, aber von Preston/Child war ich bisher besseres gewohnt.

- kjz
Alexander zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Burn Case« 06.02.2008
Der Kommentar hier in KC zur der Qualität des Buches ist völlig daneben. Die Stärke der Pendergast Serie besteht doch darin, dass es gelingt in jedem Roman einen mysteriösen Fall zu entwickeln der den Meisterwerken der Vorgängenromane nicht im Weg steht. Die Charaktäre entwickeln sich dabei über die Zeit und gerade deshalb werden am Anfang nichtssagende Personen mit der Zeit wichtiger. Constanze Green ist dafür ein gutes Beispiel. Wer Sie - wie auch den Handlungsstrang um Harriman/Buck - als unwichtigen Nebenstrang abtut, hat das Buch einfach nicht verstanden.
Super Buch. Must Read. 75 Punkte ist deutlich zu wenig

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