Ärger im Bellona-Club (Es geschah im Bellona-Club) von Dorothy L. Sayers

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1928 unter dem Titel The unpleasantness at the Bellona Club, deutsche Ausgabe erstmals 1939 bei Tal.
Folge 5 der Lord-Peter-Wimsey-Serie.

  • London: Ernest Benn, 1928 unter dem Titel The unpleasantness at the Bellona Club. 287 Seiten.
  • Wien; Leipzig: Tal, 1939 Totenstille im Club. Übersetzt von Ellen Diner. 222 Seiten.
  • Nürnberg: Nest, 1951 Es geschah im Bellona-Club. Übersetzt von Hilda Maria Martens. 306 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Das goldene Vlies, 1955 Es geschah im Bellona-Club. Übersetzt von Hilda Maria Martens. 189 Seiten.
  • München: Goldmann, 1968 Es geschah im Bellona-Club. Übersetzt von Hilda Maria Martens. 196 Seiten.
  • Tübingen; Stuttgart: Wunderlich, 1972 Es geschah im Bellona-Club. Übersetzt von Hilda Maria Martens. ISBN: 3805202113. 288 Seiten.
  • München: Goldmann, 1975 Es geschah im Bellona-Club. Übersetzt von Hilda Maria Martens. ISBN: 3-442-03067-6. 188 Seiten.
  • Tübingen: Wunderlich, 1980 Ärger im Bellona-Club. Übersetzt von Otto Bayer. ISBN: 380520339X. 301 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983 Ärger im Bellona-Club. Übersetzt von Otto Bayer. ISBN: 3-499-15179-0. 245 Seiten.
  • München: Goldmann, 1998 Es geschah im Bellona-Club. Übersetzt von Hilda Maria Martens. ISBN: 3-442-00202-8. 249 Seiten.
  • München: Goldmann, 2005 Es geschah im Bellona-Club. Übersetzt von Hilda Maria Martens. Vorwort von Elizabeth George. ISBN: 3-442-05904-6. 285 Seiten.
  • [Hörbuch] Freiburg im Breisgau: Audiobuch, 1995 Ärger im Bellona-Club. Gesprochen von Christian Brückner. ISBN: 3933199123. 6 CDs.
  • [Hörbuch] Freiburg im Breisgau: Audiobuch, 2002 Ärger im Bellona-Club. Gesprochen von Christian Brückner. ISBN: 3933199751. 7 CDs.

'Ärger im Bellona-Club (Es geschah im Bellona-Club)' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Zunächst schien es, als sei Commander Fentiman in seinem Lehnstuhl am Kamin sanft entschlafen. Aber dann erfährt Lord Peter Wimsey, dass die Schwester des Commanders fast zur gleichen Minute starb. Ein Zufall? Nicht, wenn über zehn Millionen Pfund Erbschaft im Spiel sind, findet Wimsey …

Das meint Krimi-Couch.de: »Ehrlose Erben & eiskalter Mord« 95°Treffer

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Der alte General Arthur Fentiman besitzt nicht nur die Rücksichtslosigkeit, im Salon des ehrwürdigen Bellona-Clubs zu London das Zeitliche zu segnen. Sein Tod ruft außerdem die Justiz auf den Plan, denn beinahe zeitgleich verblich Lady Felicity Dormer, Arthurs Schwester, die ebenfalls betagt sowie ungemein vermögend war. Mindestens eine halbe Million Pfund sind im Topf, doch wer wird sie erben? Das Geld der Lady sollte an den Bruder fallen und würde nunmehr an dessen überlebenden Nachkommen, die Enkel und Brüder George und Robert Fentiman, gehen. Ist der General jedoch vor seiner Schwester gestorben, erbt Ann Dorland, Lady Felicitys Gesellschafterin und Quasi-Tochter.

Die beiden Erben-Fraktionen sind zu keinem gütlichen Vergleich bereit. Um die delikate Angelegenheit ohne Erregung öffentlichen Aufsehens zu klären, bittet Mr. Murbles, Familienanwalt der Fentimans, Lord Peter Wimsey um Hilfe. Dieser gehört zum britischen Hochadel und ist Mitglied des Bellona-Clubs. Außerdem gilt er als bekannter und erfolgreicher Hobby-Ermittler, der sich in der Tat zutraut diskret festzustellen, wann genau General Fentiman starb.

Das »Wann« ist freilich gar nicht so wichtig, die Frage nach dem »Wie« schiebt sich stattdessen in den Vordergrund: Der alte General starb weder zum bisher angenommenen Zeitpunkt noch ohne meuchelnde Nachhilfe. Zum Schrecken aller Beteiligten wird aus einem juristischen Dilemma ein ungeklärter Mordfall. Die Erben avancieren zu Verdächtigen, die Polizei schaltet sich ein, und die Presse wird aufmerksam. Glücklicherweise ist Charles Parker, Kriminalinspektor bei Scotland Yard, ein alter Freund Peter Wimseys, der deshalb seine Nachforschungen fortsetzen und sogar intensivieren kann. Eile tut Not, denn die Aktivitäten der meist alibischwachen Verdächtigen könnten den womöglich erfolgreichen Versuch des Täters oder der Täterin belegen, seine oder ihre Spuren endgültig zu verwischen …

Zeiten ändern sich

1928 scheint die britische Welt zumindest in der Welt der Londoner Clubs noch in Ordnung zu sein. Hier findet man einen sicheren Hafen, in den man sich vor den Stürmen des Alltags- und Ehelebens flüchten und von servilen Bediensteten bauchpinseln lassen kann. Gefürchtete Feinde in Gestalt adelsfreier oder nicht militärischer Emporkömmlinge, neugieriger Reporter sowie emanzipierter Frauen bleiben ausgesperrt. Man ist buchstäblich unter sich und kultiviert in beruhigender Langeweile Animositäten und Feindseligkeiten.

Bei näherer Betrachtung ist die Zeit aber auch im Bellona-Club nicht stehengeblieben. Dies betrifft nicht nur die von Autorin Sayers herausgestellte Präsenz kriegsversehrter Mitglieder und Club-Angestellter, sondern auch den zwar gern verschwiegenen aber nicht wirklich ignorierbaren Druck der Gegenwart. Auch und gerade die Oberschichtler müssen sich nach der Decke strecken. Seit dem Ende des I. Weltkriegs zwingt man sie, die einst in Privilegien schwelgten, sogar Einkommenssteuern zu zahlen! Hochrangige Offiziere wurden außer Dienst gestellt und auf karge Pensionen gesetzt. Das Geld ist so knapp, dass manchmal darüber gesprochen werden muss; für einen Gentleman der alten Schule der Gipfel der Schmach, wie George Fentiman in einem unkontrollierten Gefühlsausbruch deutlich macht.

So ist es möglich, dass eine Oase wie der Bellona-Club als Kulisse für einen schnöden Erbschaftsbetrug missbraucht wird. Wer die tief eingeschliffenen Gewohnheiten der Mitglieder und Angestellten kennt, kann fast risikolos mit einer Leiche hantieren. Die ostentativ zur Schau gestellte Club-Gleichgültigkeit erleichtert die Tat. Hinzu kommt umgekehrt der clubkollektive Drang, die eigentlich zuständige Polizei auszusperren. Die Zeremonie und der Schein sind allemal wichtiger als die Realität. Ein Club kann daher durch einen Skandal seinen Ruf verlieren und auf diese Weise zerstört werden.

Eine unerwartete Wendung

General Fentimans Tod, zunächst nur ein ärgerlicher Zwischenfall, wird paradoxerweise deshalb zum Skandal, weil der um Klärung gebetene Peter Wimsey zwar von hohem Adel ist, ohne jedoch die daraus resultierende Vorrechte über das Gesetz zu stellen. Er ist »einer der Jungs« und tief dort in die Oberschicht eingebettet, wo diese Einfluss und Vermögen wahren konnte. Doch der Kriminalist gewinnt stets die Oberhand über den Lord. Da er »nur« der zweite Sohn seines Vaters ist, besteht für Wimsey kaum die Gefahr, den ohnehin ungeliebten Titel des Herzogs von Denver übernehmen zu müssen. Er hat daher das Geld, die Muße sowie die intellektuelle Ausstattung, seinem Hobby – der Schurkenjagd – zu frönen.

Nur Wimsey, der Insider, entdeckt, dass sich hinter Arthur Fentimans Tod mehr als ein juristisches Planspiel verbirgt. Bereits die stringente und jederzeit nachvollziehbare Aufklärung eines komplizierten Erbbetrugs ist eine literarische Meisterleistung. Sayers gelingt ein Plot, der zwar komplex aber nicht überkonstruiert ist: So wie beschrieben hätte der Betrug tatsächlich funktionieren können.

Für angenehme Verwirrung sorgt die Erkenntnis, dass bei Entlarvung der Schuldigen gerade die Hälfte des Romans gelesen ist. Hinter dem Erbstreit kommt plötzlich und unerwartet ein »richtiges« Verbrechen zum Vorschein. War der Ton bisher leicht, wird es nun zunehmend dramatischer. Dorothy Sayers begnügte sich bereits in ihren frühen Schriftstellerjahren nicht mit dem Entwurf gut geschürzter Krimi-Plots. Anders als die Mehrheit jener Autoren, die mit ihr das goldene Zeitalter des klassischen »Whodunits« prägten, legte sie Wert auf eine psychologische Unterfütterung des Geschehens.

Scharfe Kehre, das Tempo zieht an

Der Mensch ist bei Sayers kein Zahnrad im Getriebe eines Verbrechens, das wie eine gut geölte Maschine aber ohne Schmierung durch Emotionen funktioniert. Sie hatte begriffen, dass Handlungen eine psychologische Vorgeschichte haben. Davon sind Detektiv wie Gauner gleichermaßen betroffen. Da Sayers diese Ursachen überzeugend ins Leben rufen konnte, bleiben ihre Romane aktuell: Sie bieten mehr als Rätselnüsse.

Lord Peter Wimsey ist eine interessante Figur; er besteht aus »Nerven und Nase«, wie ihn ein fiktiver Verwandter treffend in einer ebenso fiktiven Kurzbiografie beschreibt, die Sayers ihrem Serienhelden 1926 verfasste bzw. 1935 ergänzte. Auf der einen Seite ist Wimsey ein begeisterter Schurkenjäger, auf der anderen ein Mensch mit charakterlichen Stärken und Schwächen, der immer wieder mit der ihn in Seelennot stürzenden Erkenntnis konfrontiert wird, dass am Ende seiner stimulierenden Ermittlungsarbeit der Galgentod eines überführten Mörders steht. Eine andere unerfreuliche Nebenwirkung ist der Zwiespalt, als intimer Freund eines hochrangigen Scotland-Yard-Beamten in Gefahr zu geraten, zum ehrlosen Spitzel abzugleiten.

Die daraus resultierenden Konflikte kennen die meisten der »klassischen« Krimi-Detektive nicht, zumal es schwierig ist, die Balance zwischen Figurenzeichnung und Seifenoper zu halten. Sayers ist selbst ins Rutschen geraten, als sie Lord Peter in eine schwierige, sich über mehrere Romane erstreckende Liebesgeschichte verwickelte. In Ärger im Bellona-Club deutet sich der Hang, den Krimi zugunsten der Nebenhandlung auszusetzen, bereits an.

Autobiografische Spiegelungen

In diesem Zusammenhang muss freilich berücksichtigt werden, dass Sayers das emotionale Element wirklich wichtig war. Sie wusste darüber hinaus, worüber sie schrieb. Die in Liebesangelegenheiten ungeschickte und enttäuschte Ann Dorland erinnert an ihre geistige Mutter. Auch Dorothy Sayers tat sich schwer mit Männern. Ihre erste große Liebesbeziehung ging sie 1921 mit dem Schriftsteller John Cournos (1881-1966) ein. Sie endete tragisch und erinnert sehr an den Schiffbruch, den die unerfahrene Ann Dorland mit einem fiktiven aber treulosen und manipulativen Maler erlitt.

Über die Problematik überlebender aber durch Traumata gezeichneter Soldaten des I. Weltkriegs wusste Sayers Bescheid, nachdem sie 1926 Captain Oswald Atherton Fleming, einen schottischen Journalisten, geheiratet hatte. Schon vorher hatte sie Lord Peter Wimsey selbst mit einer entsprechenden Neurose geschlagen, was sie in weitere Romanen der Serie thematisierte.

Das Frauenbild, mit dem wir in Ärger im Bellona-Club konfrontiert werden, stellt eine sorgfältig austarierte Mischung aus weiblichem Selbstbewusstsein und zeitgenössischer Zurückhaltung dar. Obwohl Sayers eine gebildete und selbstständige Frau war, achtete sie die Konventionen. Eine Feministin war sie keineswegs, sondern realistisch darum bemüht, ihren Standpunkt deutlich zu machen, ohne anders gesonnene Leser zu irritieren oder abzuschrecken.

Die Wahl eines Mannes als Hauptfigur ist eine der daraus resultierenden Konzessionen: Nur ein Lord Peter Wimsey kann sich innerhalb aller gesellschaftlichen Milieus wie ein Fisch (und ein wenig zu glatt, wie bereits zeitgenössische Kritiker anmerkten) im Wasser bewegen. Immerhin ist er anders als Sherlock Holmes oder Hercule Poirot freilich weder ein Frauenverächter noch ignoriert er die Frauen. In diesem Punkt ist Wimsey so modern, wie es der zeitgenössische (Kriminal-) Roman ermöglichte. In Kombination mit dem ausgefeilten Talent einer Krimi-Autorin auf dem Höhepunkt ihrer Fähigkeiten sichert dies ein Lektürevergnügen auf hohem Niveau bei höchstmöglichem Unterhaltungswert.

Anmerkung

Ärger im Bellona-Club wurde von der BBC 1972 als vierteilige Mini-Serie verfilmt. Die Rolle des Peter Wimsey spielte Ian Carmichael (1920-2010), der dem neugierigen Lord zwischen 1971 und 1975 insgesamt fünfmal sein Gesicht lieh und damit Fernsehgeschichte schrieb.

 

Michael Drewniok, Januar 2012

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abdullah.yenirce zu »Dorothy L. Sayers: Ärger im Bellona-Club / Es geschah im Bellona-Club« 25.02.2013
Ich find es sehr schade, das hier mehr über ihrem Glauben diskutiert wird, als sich zum Buch selbst zu äußern. Ich habe es noch nicht gelesen und hier leider auch nicht viel erfahren können. Natürlich werde ich es dennoch lesen, aber es ist vorab immer sehr gut einige Informationen zu erfahren: Ist das Ende sehr überraschend, Ist die Lösung sehr raffiniert, hätte man auch selber auf die Lösung kommen können, wie ist der Aufbau der Charaktere, kommt der Detektiv sehr früh ins Geschehen oder sehr spät, ist es ein lookedroom-case.

Ich werde es natürlich trotzdem lesen!
germansabs zu »Dorothy L. Sayers: Ärger im Bellona-Club / Es geschah im Bellona-Club« 16.08.2008
Lieber Elmar,
zu Ihren Kommentaren fällt mir im Moment nichts Passendes auf Deutsch ein, aber da Sie ja im Gegensatz zu mir gebildet genug sind, Fehler bei den Zitaten zu entdecken, verstehen Sie ja bestimmt auch Englisch.
Any chance you might have some kind of a chip on your shoulder? So much devotion in reading book after book by an author one hates...
SukRam zu »Dorothy L. Sayers: Ärger im Bellona-Club / Es geschah im Bellona-Club« 24.10.2007
Ich habe wirklich schon viele Romane des Golden Age gelesen und bin eigentlich auch immer sehr von der Good Old English Atmosphere begeistert, aber dieser Krimi ist einfach nur langweilig: Lord Peter führt sinnlose Dialoge immer und immer wieder, wobei die eigentliche Frage sehr zäh gelöst wird. Hat mir Lord Peter in ,,Der Tote in der Badewanne" doch recht gut gefallen, ist sein Humor in diesem Buch irgendwie überhaupt nicht komisch. Da kann das Ende noch so überraschend sein, man wird als Leser nicht über das langatmige Lesen hinweggetröstet: Schade eigentlich!

Meine Wertung: 55°
Torsten Janssen zu »Dorothy L. Sayers: Ärger im Bellona-Club / Es geschah im Bellona-Club« 14.05.2007
Die Serie "Mord im Bellona Club" ist auch im Deutschen Fernsehen gelaufen oder?. Leider weiß ich nicht ob es sie schon mal gab. Vielleicht kann mir jemand helfen.
Ulrich Thiemer zu »Dorothy L. Sayers: Ärger im Bellona-Club / Es geschah im Bellona-Club« 05.11.2005
ein super krimi,
ich kann elmar meinung nicht nachvollziehen. ich suche immer noch die verfilmung der bbc mit dt.synchronisation.
warum werden eigentlich so wenige bücher von d.s verfilmt?
liebe grüße
Thiemer
RolfWamers zu »Dorothy L. Sayers: Ärger im Bellona-Club / Es geschah im Bellona-Club« 17.08.2005
Also: DLS war natürlich keine (römische) Katholikin sondern Angehörige der Anglikanischen Hochkirche (High Church im Gegensatz zur Low Church).Besonders der Gottesdienst (übrigens auch Messe genannt) gleicht im Ritus sehr der römischen Form. So kam es auch immer wieder zu spektakulären Konversionen zur kath. Kirche (im Krimi-Bereich Father Ronald A. Knox oder G.K. Chesterton).
Heute ist das alles unwichtig - die Kirchen in England sind genauso leer wie bei uns. Gott zum Billigtarif, ist das Motto. DLS kann von da oben nur den Kopf schütteln.
Torsten Janssen zu »Dorothy L. Sayers: Ärger im Bellona-Club / Es geschah im Bellona-Club« 16.08.2005
Lieber Marius, wenn man sich Ihre Kommentare so durchliest, frage ich mich langsam, wer oder was ist hier schwachsinnig? Katholische Kirchen gibt es zwar WIEDER, aber wenn man bedenkt wie lange seit der Scheidung Henry VIII und der Hinrichtung seiner Nichte Mary Stuart dieser Glaube im Lande verfemt war, auch unter Elisabeth I. und James I(VI) verfolgt wurde? Durch den Bann des Papstes auf Elisabeth I. 1571 (" wer sie tötet, dem ist ein Platz im Himmel sicher"), waren schließlich alle Katholiken potentielle Verräter! Erst um 1800 fand wieder eine Lockerung statt. Und doch ist der Anglikanische Glaube Staatsreligion, auch wenn z.B. eine Kusine der Engl. Königsfamilie, die Herzogin von Kent inzwischen konvertiert hat. Höchstens 3 % aller Engländer sind Katholiken. Grüße
Marius zu »Dorothy L. Sayers: Ärger im Bellona-Club / Es geschah im Bellona-Club« 12.08.2005
Nachtrag: Man glaubt es kaum, aber es gibt in England sogar KATHOLISCHE Krichen!! Doll, wa? Und daß sie Katholikin war, steht in jedem Einband (auch bei Rowohlt, jedenfalls in meiner Ausgabe). Da Innes sich ausdrücklich sayers zum Vorbild genommen hat, kann man beide m.E. durchaus vergleichen.
Torsten Janssen zu »Dorothy L. Sayers: Ärger im Bellona-Club / Es geschah im Bellona-Club« 11.08.2005
Also, hatte ich recht in dieser "schwachsinnigen Debatte" und sie war KATHOLISCH. Die ganze Geschichte wurde übrigens durch die unflätigen Bemerkungen eines gewissen Herrn Elmar ausgelöst. Für mich bleibt sie eine klasse Autorin oder I like Lord Peter. Grüße
anneli zu »Dorothy L. Sayers: Ärger im Bellona-Club / Es geschah im Bellona-Club« 10.08.2005
Der Vater von D. Sayers hatte eine Landpfarrei irgendwo in Huntingdonshire - muss ja wohl Anglikaner gewesen sein. Meines Wissens ist sie nicht konvertiert. Und Crispin schrieb seinen ersten Roman 1944 (Mord vor der Premiere). Man kann Innes und Crispin mit ihrem speziellen Stil nicht mit der Sayers vergleichen - das macht keinen schlechter oder besser sondern ist Ge-schmackssache!Wie wäre es mit etwas Toleranz?
Zum Schluss - bitte nicht die schlechtesten Übersetzungen als Diskussionsgrundlage nehmen (die Rowohltausgaben sind wesentlich besser und ungekürzt).

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