Sanft entschlafen von Donna Leon

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1997 unter dem Titel Death of Faith, deutsche Ausgabe erstmals 1998 bei Diogenes.
Ort & Zeit der Handlung: Venedig, 1990 - 2009.
Folge 6 der Guido-Brunetti-Serie.

  • London: Macmillan, 1997 unter dem Titel Death of Faith. 336 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1998. Übersetzt von Monika Elwenspoek. ISBN: 3-257-06168-4. 336 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2000. Übersetzt von Monika Elwenspoek. ISBN: 3-257-23139-3. 336 Seiten.
  • [Hörbuch] Schwäbisch Hall: Steinbach, 2005. Gesprochen von Christioph Lindert. ISBN: 3886987612. 7 CDs.

'Sanft entschlafen' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Commissario Brunetti genießt ruhigere Zeiten; die Lagunenstadt Venedig erwacht gerade erst aus ihrem Winterschlaf. Doch da beginnen Machenschaften der Kirche ihm Sorgen zu bereiten. Schwester Immacolata, die schöne Sizilianerin und aufopfernde Pflegerin seiner Mutter, ist nach dem unerwarteten Tod von fünf Patienten aus ihrem Orden ausgetreten. Sie hegt einen schrecklichen Verdacht. Wem könnte sie sich eher anvertrauen, als dem einfallsreichen Commissario Brunetti?

Das meint Krimi-Couch.de: »Unspektakulär und unaufdringlich« 77°

Krimi-Rezension von tyrel

An diesem Buch scheiden sich die Geister. Donna Leons sechster Roman über die Kriminalfälle des Commissario Brunetti in Venedig hat bei den Lesern zu unterschiedlichen Reaktionen geführt. Einige halten es für das bisher schlechteste Werk der Reihe, andere wiederum sind der Auffassung, dass die amerikanisch-stämmige Wahlvenezianerin Donna Leon den hohen Standard der übrigen Teile gehalten hat.

Die Geschichte lässt sich in kurzen Worten wiedergeben:

An einem ereignislosen Morgen wird Commissario Brunetti auf seiner Arbeitsstelle von der ehemaligen Betreuerin seiner in einem Heim lebenden Mutter aufgesucht. Die junge Frau hat ihren Orden verlassen, da sie den schrecklichen Verdacht hegt, dass in den Altenheimen, in denen ihre Ordensschwestern das Pflegepersonal stellen, alte Menschen ihres Erbes wegen getötet würden.

Viel mehr als Vermutungen hat die ehemalige Nonne nicht zu bieten, aber Commissario Brunetti, der sie als Pflegerin zu schätzen gelernt hatte, beginnt auch ohne konkrete Anhaltspunkte informelle Nachforschungen anzustellen. Er führt Ermittlungen im Altenheim, bei den Angehörigen der Verstorbenen und der Kirche durch, bis sich sein vager Verdacht zu bestätigen scheint.

Die sympathische Figur des Commissario Brunetti steht im Mittelpunkt des Geschehens. Für mich ist er der etwas andere Polizist ohne Heldenpathos, aber dafür mit um so mehr Menschlichkeit. Brunetti präsentiert sich als ruhiger, pflichtbewusster Polizist, der jedoch im Zweifelsfall seinen Gerechtigkeitssinn über den Gehorsam stellt.

Seine Ruhe und Kraft scheint er aus dem Schutz seiner idealtypisch dargestellten Familie zu schöpfen. Die Wortwechsel und Diskussionen mit seiner selbstbewussten, sozialkritischen Frau und den aufgeweckten Kindern stellen amüsante Unterbrechungen der eher nüchternen Ermittlungstätigkeit dar. Dennoch erscheint mir die Darstellung des Familienlebens etwas zu harmonisch und perfekt dargestellt, um wirklich überzeugend und real zu wirken.

Das Buch lässt sich leicht und ohne Längen lesen. Es verfügt über einen gefälligen, gradlinigen Schreibstil ohne überflüssige Verzierungen und Schnörkel. Gleichzeitig werden die Personen und ihr Umfeld mit viel Liebe zum Detail dargestellt. Donna Leon balanciert bei der sensilblen Porträtierung der Personen gekonnt an der Grenze zwischen Normalität und Skurrilität. Das Buch ist sehr dialoglastig, wobei die wörtliche Rede sehr natürlich und ungezwungen wirkt und die italienische Mentalität einzufangen scheint. Die Atmosphäre des Romans ist eher etwas gemächlich, da auch »die Lagunenstadt erst allmählich aus dem Winterschlaf erwacht«.

Das Buch leidet unter dem großen Manko, auf einer nicht überzeugenden und schlüssigen Basissituation aufzubauen. Die Vermutungen der ehemaligen Ordensschwester erschienen mir lange Zeit als völlig aus der Luft geholt, und das Engagement des Commissarios konnte ich demnach nur mit der Langeweile während der urlaubsbedingten Abwesenheit seines Chefs erklären, wenn ich es nicht als dramaturgisches Defizit der Handlung ansehen wollte.

Erst nachdem die Schwester bei einem mysteriösen Autounfall schwer verunglückt, verdichten sich auch für den Leser die Anhaltspunkte, dass die kirchliche Fürsorge in den Heimen nicht nur auf reiner Selbstlosigkeit beruht, sondern handfeste materielle Interessen dominieren.

Hier zeichnet sich dann ein zweiter Schwachpunkt des Romans ab. Die möglichen Verbrechen an alten Menschen und der in einer Nebenhandlung angedeute Kindesmissbrauch durch einen Priester im Lehramt bieten der Autorin den Vorwand, massive Kritik gegen die Kirche und ihre Organisationen und Mitglieder zu üben. Obwohl sich die Vorwürfe auf Einzelpersonen konzentrieren, findet doch eine starke Verallgemeinerung und Pauschalierung statt, die wie eine persönliche Abrechnung der Autorin wirken. Ein bisschen mehr Sachlichkeit hätte dem offensichtlichen Anliegen, religiösen Fanatismus, heuchlerische Frömmelei und kriminelles Machtstreben anzuprangern, mehr Überzeugungskraft verliehen.

Aus dem Dunkel taucht gegen Ende der Geschichte als Drahtzieher im Hintergrund die fiktive gefürchtete und mächtige kirchliche Geheimloge »Opera pia« auf.

Interessanterweise soll im englichen Original, dass ich leider nicht gelesen habe, die streng konservative Kirchenorganisation »Opus Dei« in dieser Rolle genannt werden. »Opus Dei« stieg in den über 70 Jahren ihres Bestehens in der katholischen Hierarchie bis zur Heiligsprechung ihres Gründers 1992 auf, ist aber gleichzeitig wegen politischer und wirtschaftlicher Verpflechtungen sowie sektenähnlicher, reaktionärer Ideologien umstritten. Angeblich soll diese Änderung des Namen in »Opera pia« bei der deutschen Ausgabe in Absprache mit der Autorin und ohne Einflussnahme von außen erfolgt sein.

Der Schluss des Buchs ist ebenso unspektakulär und unaufdringlich wie die übrigen Kapitel. Obwohl einige Fragen offen bleiben, wird der Leser nicht in Unzufriedenheit entlassen, sondern vielmehr in dem Bewusstsein, dass er in weiteren Romanen am interessanten Privat- und Berufsleben der Familie Brunetti teilnehmen darf.

Da ich die übrigen Bücher der Reihe noch nicht gelesen habe, kann ich einen Vergleich aller Bände miteinander nicht anstellen. Wenn aber »Sanft entschlafen« tatsächlich eines des schwächeren sein soll, spricht dies nur für das Niveau der anderen Bücher.

Trotz diverser Schwächen bietet das Buch also solide und spannende Unterhaltung. Spannung gewinnt der Roman nicht aus aktionsgeladenen Handlungssträngen oder einer aufregenden Tätersuche, sondern vielmehr aus der detaillierten und prägnanten Schilderung von Personen der venezianischen Gesellschaft und ihrer Beziehungen untereinander. Insofern stellt sich die Frage, ob die Bezeichnung Kriminalroman diesem Buch tatsächlich gerecht wird. Die Menschlichkeit, die uns in nahezu jeder Szene in positiven wie in negativen Ausprägungen begegnet, tröstet über die Schwachpunkte der Geschichte hinweg und macht das Buch in jedem Fall zu einem echten Lesevergnügen.

tyrel, Januar 2001

Das meinen andere:

»A. A wie Ausdrucksfehler. Oder auch wie: Aufhören. Donna Leons Karriere beweist am Ende nur eins: Daß bei Kriminalromanen nur das vollkommene Mittelmaß den vollkommenen Erfolg garantiert.« (Westdeutscher Rundfunk)

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Anfangsverdacht zu »Donna Leon: Sanft entschlafen« 30.11.2014
Auch aus meiner Sicht nach dem zweiten Fall der Sechste als Kriminalroman gesehen einigermaßen verunglückt.
Retten tut diesen Roman das Sprachvermögen der Autorin und ihre Fähigkeit Sozialportäts zu entwerfen.
Zweifel bleiben, ob ein Kommissar in Venedig sich eines solchen Falls in der Art und Weise Brunettis annehmen könnte. Das sieht doch eher nach Privatvergnügen aus.
Die Schilderungen der Menschen hingegen sind großartig. Man nehme nur die Hauptfigur.
Die Nonne. Nichtnonne.
utta zu »Donna Leon: Sanft entschlafen« 24.03.2011
Um den Charakter Brunetti zu verstehen ist es sehr hilfreich alle Bücher nacheinander zu lesen. Man versteht die Ansichten und Meinugen sowie Gedangengänge der Personen wie z.B. Vianello und Elettra einfach besser, wenn man sie "in sich " aufgebaut hat und mit Ihnen älter wird.
Die Bücher spielen über Jahre, die Personen entwickeln sich mit der Zeit.

Donna Leon greift für Italien sehr heikle Themen auf. Sicher ist der sechste Fall sehr ruhig doch handelt er auch von einem brisanten Thema.
Manuela zu »Donna Leon: Sanft entschlafen« 22.02.2010
Bevor ich dieses Buch las, war ich gespannt, was mich erwarten würde, denn ich mag Krimis.

Das Buch „Sanft entschlafen“ war dann allerdings ernüchternd, da es wenig Spannung aufweist und ebenso wenig wirkliche Handlung beinhaltet. Ein Grossteil der Handlung besteht darin, dass gesprochen und diskutiert wird; ansonsten geschieht nicht allzuviel.
Man liest mit der Hoffnung auf irgendeine Action weiter und weiter und wird schlussendlich enttäuscht, da sie ausbleibt. Deshalb kann man nicht wirklich mitfiebern wie in anderen Detektiv- und Kriminalromanen.
Ebenfalls enttäuschend ist der Schluss, da die Lösung des Falles einiges offen lässt und infolgedessen ungenau und unfertig wirkt.
Zudem stimme ich der Kritik von Tatjana und Mijo vom 10.1.08 zu, dass dieses Buch recht eintönig ist.
Diese Eintönigkeit, die sich durch das ganze Buch zieht, wird unterstützt durch detailliert beschriebene, bedeutungslose Schauplätze.
Die ganze Handlung ist geprägt von einem Spott und einer Ablehnung gegen die Macht und Geldgier in den katholischen Organisationen, die vor allem bei Kommissario Brunetti sichtbar wird.
Ich habe den Eindruck, dass die Geschichte im finsteren Mittelalter der Kirche anknüpft, welche von Ausschweifungen geprägt ist. Dieses Bild wird überstrapaziert.

Was mich hingegen sehr fasziniert, ist die Person Vianello und seine Taktik, wie er die Verdächtigen befragt und ihnen Informationen entlockt.

Alles in allem ein nicht wirklich lesenswertes Buch, eher langfädig und eintönig ohne schlüssiges Ende.
kleines blondie zu »Donna Leon: Sanft entschlafen« 18.02.2010
Da ich schon viel von Donna Leon gehört habe, weckten ihre sogenannten „Meisterwerke“ mein Interesse. Auch wusste ich, dass sich jene in Venedig abspielen. Deshalb habe ich mich im Voraus etwas über diese berühmte Stadt informiert. Die Stadt hinterliess bei mir einen recht sympathischen Eindruck, deshalb klemmte ich mich sehr motiviert hinter diese Lektüre. Meine anfängliche Begeisterung verflog aber rasch.
Vom 6. Band (Sanft entschlafen) darf man unter keinen Umständen zu viel Spannung erwarten. Auch wird man äusserst enttäuscht, falls man einen klare Lösung des Falls erwartet. Man könnte fast meinen, der Autorin sei gegen den Schluss „die Luft ausgegangen“. Es ist keineswegs eine Kriminalgeschichte, bei welcher man sich vor Spannung unter die Decke verkriecht und nicht mehr mit dem Lesen aufhören möchte.
Ich selbst möchte mir die Freiheit nehmen und mich als Leseratte bezeichnen. Daher ist davon auszugehen, dass ich schon viele Bücher gelesen habe und dementsprechend auch verschiedenste Kriminalromane kenne. Von Donna Leon habe ich bis jetzt nur diesen 6. Band gelesen und kann mir gut vorstellen, dass ich es auch bei diesem einen Versuch belassen werde.
Während dem Lesen kam es mir so vor, als ob ich einen venezianischen Reiseführer lesen würde, gekoppelt mit Religionsunterricht und einer Family-Soap. Meiner Ansicht nach, wird der eigentliche Kern dieser Geschichte, also der Fall selbst, total vernachlässigt. Hat man sich durch die ersten 100 Seiten gekämpft, erwartet man, dass doch langsam etwas interessantes passiert. Ist nach ca. 150 Seiten immer noch von Brunettis Mittagessen die Rede, ist die Lust zum Lesen gänzlich verflogen.
Bis jetzt klingt meine Kritik doch recht negativ, deshalb möchte ich auch noch etwas Positives hinzufügen!
Venedig wird sehr schön beschrieben und äusserst idyllisch dargestellt. Es wird eine sehr positive Atmosphäre vermittelt, welche von Donna Leon auf den Leser übertragen wird. Für Leute, welche nach einem harten Arbeitstag gerne etwas abschalten und die Seele baumeln lassen, sind Donna Leons Werke zu empfehlen. Man fühlt sich fast so, als sei man ebenfalls ein Familienmitglied Brunettis.
Da meine Kritik eher zum Negativen tendiert, könnte es allerdings auch sein, dass ich nicht zu Donna Leons Zielgruppe gehöre. Wahrscheinlich sind ihre Bücher vor allem für Leute gedacht, welche eher ein ruhiges und gesittetes Leben führen und mindestens 35 Jahre auf dem Buckel haben. Vielleicht werde ich es in ein paar Jahren nochmals versuchen, eines ihrer Werke zu lesen. Falls sich meine Einstellung ändert, werde ich selbstverständlich eine neue Kritik schreiben.
Simon zu »Donna Leon: Sanft entschlafen« 28.05.2008
Viele haben bereits scharfe Kritik an diesem Werk geäussert. Jedoch frage ich mich, weshalb. Sicherlich ist dieses Buch nicht gerade mit Spannung und Aktion geladen, aber genau dies macht für mich den Reiz des Ganzen aus. Es ist eines der wenigen Werke, die mir bekannt sind, welche dem Leser die Freiheit und die Möglichkeit geben, seinen eigenen Fantasien und Überlegungen auch nach Ende des Buches noch freien lauf zu lassen. Dies stellt natürlich auch eine höhere Anforderungen an den Leser, als wenn am Schluss jedes Detail der Geschichte aufgeklärt oder verständlich ist. Donna Leon hat meiner Meinung nach mit diesem Werk auf verschiedene Art und Weise Mut bewiesen.

Sie spricht das in Italien sowieso heikle Thema der Kirche an und dabei sind auch klar die Seitenhiebe auf Opus Dei erkennbar. Wer also in Sachen Geheimbünde, Verschwörung etc. etwas bewandert und interessiert ist, hat nach diesem buch sicher einigen Stoff für eigene Spekulationen und Interpretationen. Die Tatsache, dass Donna Leon dem Leser Platz für eigene Interpretationen lässt, auch wenn dies auf Kosten der vollständigen Aufklärung des eigentlichen Falles geht, ist meiner Meinung nach lobenswert. Dieses Buch hebt sich wohltuend von normalen Romanen und Krimis ab und bietet auch einem erfahrenen Krimileser eine hervorragende Abwechslung.
Paul zu »Donna Leon: Sanft entschlafen« 30.03.2008
Ich hätte gerne im Buch bzw. im Film, der am 29.03.08 im Ersten ausgestrahlt wurde, eine stärkere Auseinandersetzung mit Opera pia (Opus Dei) gesehen. Opus Dei und seine Verstrickungen in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Opus Dei ist mehr Sein als Schein.
Tatjana Doba & Mijo Prljevic zu »Donna Leon: Sanft entschlafen« 10.01.2008
Der Kritiker tyrel schreibt: „Der Schluss des Buchs ist ebenso unspektakulär und unaufdringlich wie die übrigen Kapitel.“ (Januar 2001)
Wir stimmen dem Kritiker völlig zu, wobei wir Donna Leons sechsten Band noch schärfer kritisieren wollen. Wir finden, dass sich die Autorin bei den Themen Kirche, Geld und Habgier zu viel vorgenommen hat. Der Ansatz war zwar nicht schlecht, jedoch hat sie sich unserer Meinung nach nicht die Zeit nicht genommen, das Buch so zu perfektionieren, dass es den Leser an sich fesselt. Oft zu lang beschriebene Szenen lassen diesen vom eigentlichen Thema abschweifen. Die Eintönigkeit zieht sich durch die ganze Geschichte und der Schluss des Buches war enttäuschend.
Des Weiteren ist das Buch sehr realitätsfremd. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Glaube einer Nonne an Gott bzw. an den Beichtvater so stark ist, dass sie zu morden beginnt. Wir finden, dass so etwas in der heutigen Zeit kaum vorstellbar ist.
Nach unserer Kritik sind wir zum Schluss gekommen, dass Donna Leons Sanft entschlafen aus der Guido-Brunetti-Reihe tanzt, weil die Themen der anderen Bände sehr auf die heutigen Probleme der Gesellschaft hinweisen.
Poldi zu »Donna Leon: Sanft entschlafen« 01.01.2008
Ich habe das Buch vor kurzem gelesen. Es war das erste Buch von Donna Leon das ich gelesen habe...einigermaßen langweilig und man kann sich nicht merken wer was wann gemacht hat! Es fehlt auch eine Lösung des Falles. Es kommen auch so viele italienische Namen vor, dass man nicht mehr weiß wer von denen wer ist oder welcher wie mit dem Fall zusammenhängt! Am Ende vom Buch wünscht man sich es nie gelesen zu haben und ist einigermaßen verwirrt. Schade, weil ich sonst nur gutes über Donna Leons andere Bücher gehört habe.
Marie D: zu »Donna Leon: Sanft entschlafen« 20.12.2007
Ich habe alle Brunetti-Romane gelesen und finde auch, dass dieser nicht so gut ist wie die anderen.
Der Rundumschlag gegen Kirche und Glauben ist viel zu aufdringlich. Man kann es nicht mehr als Brunettis oder Paolas Meinung lesen, sondern da kommt zu sehr die Autorin durch (so wirkt es zumindest). Das ist schade, weil es eine gewisse Unglaubwürdigkeit und Ablenkung reinbringt.
Schade ist auch, dass es keinerlei Erklärungen zu den beiden anderen Toten gibt. Man weiß nicht, ob man das für einen fehlenden Zusammenhang oder Absicht halten soll.
Es hat trotzdem Spaß gemacht, das Buch zu lesen.
Fazit: Nett, aber sicher nicht ihr Bestes.
Werner zu »Donna Leon: Sanft entschlafen« 09.02.2007
Ich finde Donna Leons Krimis immer sehr spannend. Die Figur de Commissario Brunetti kommt sehr authentisch rüber und auch die Verhältnisse sind realistisch beschrieben. Allerdings muss ich mich immer wundern, dass der Vizequestor, der Brunetti ja schon lange genug kennt, immer wieder an seiner Arbeit, seiner Intuition Kritik übt und nciht anerkennt, dass Brunetti der beste Mann ist, den er zur Verfügung haben kann.

Allerdings muss ich bei diesem Roman dem Verdacht zustimmen, dass eine gewisse Abrechnung mit der Kirche statt zu finden scheint. Schade eigentlich, denn pauschalierte Urteile passen eigentlich nicht in mein Leon-Bild.
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