Lasset die Kinder zu mir kommen von Donna Leon

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel Suffer the Little Children, deutsche Ausgabe erstmals 2008 bei Diogenes.
Ort & Zeit der Handlung: Venedig, 1990 - heute.
Folge 16 der Guido-Brunetti-Serie.

  • London: Heinemann, 2007 unter dem Titel Suffer the Little Children. 384 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2008. Übersetzt von Christa E. Seibicke. ISBN: 978-3-257-06631-9. 384 Seiten.

'Lasset die Kinder zu mir kommen' ist erschienen als Hardcover Hörbuch

In Kürze:

»Lasset die Kinder zu mir kommen, und wehret ihnen nicht« – so steht es in der Bibel. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Bambini sind knapp, auch im kinderlieben Italien. Was ist geschehen, wenn schwerbewaffnete Carabinieri die Wohnung eines Kinderarztes stürmen und ihm sein 18 Monate altes Baby entreißen? Brunetti gibt keine Ruhe, bis er die Hintergründe kennt.

Ihre Meinung zu »Donna Leon: Lasset die Kinder zu mir kommen«

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jonny zu »Donna Leon: Lasset die Kinder zu mir kommen« 09.01.2010
Geht Donna Leon langsam der Stoff aus? Hat sie sich zuviel vorgenommen? Verliert sie langsam den Überblick in ihren Geschichten?

Mehrere Handlungsstränge, schlecht miteinander verbunden. Einzige Gemeinsamkeiten:
- Brunetti und Vianello sind mit ihnen beschäftigt und
- Kritik an der venezianischen Gesellschaft.

D. Leon hat schon bessere Romane geschrieben.
Solengo zu »Donna Leon: Lasset die Kinder zu mir kommen« 07.12.2009
Hallo Gemeinde,

"Lasset die Kindlein zu mir kommen" ist kein normaler Krimi, sondern eher eine Gesellschaftskritik in eine und mehrere illegale Geschehnisse eingebettet. Wo steht denn auch, dass ein Krimi nur mit Mord zu tun hat? Wie der Name schon sagt: es geht um einen Kriminalfall, gleich welchen Kalibers!
Und außerdem: bei den Zuständen in der italienischen Gesellschaft, die ich zum Teil, besser: zu einem guten Teil, aus eigenem Erleben bestätigen kann, verschlägt es mir persönlich ganz anders den Atem. Da halte ich die systematische Schlamperei in Betrieben und der öffentlichen Verwaltung, die nur zum Ziel hat, Illegales zu ermöglichen und dann verschleiern zu können, glatt für schlimmer als einen einzelnen Mord.

Zum Handwerklichen:
Die verschiedenen Handlungsstränge werden abwechslungsreich mit dem Privaten verbunden und schaffen mit den gesellschaftspolitischen Anmerkungen der Beteiligten ein Donna Leon-Bild von Venedig und Italien, und auch ein bisschen Krimi gibt es als Zugabe.

Ein krasser Fehler hat sich aber eingeschlichen: Paola teilt mit, dass ihr Vater in Südafrika sei und sie erst den Zeitunterschied erkunden müsste, um ihn wahrscheinlich nicht zur Unzeit zu stören. Nun: zwischen Italien und Südafrika gibt es nur 1 Stunde Unterschied, wahrlich kein Grund für grosse Ermittlungen und schon gar kein problem bei Anrufen. Jetzt kommt es aber: Seiten später teilt Paola Brunetti mit, dass sie ihren Vater erreicht habe, er sei übrigens in La Paz. Das ist leider in Bolivien! Das tut ein wenig weh!

Frage an AB. Seyfert, der die amerikanische Originalausgabe gelesen hat: ist der Fehle auch im Original oder ist es ein Übersetzungsfehler bei der Übertragung ins Deutsch?

Beste Grüße

Solengo
marc zu »Donna Leon: Lasset die Kinder zu mir kommen« 11.03.2009
... am anfang bis zur mitte ist erscheint das buch etwas unscharf in seinem ziel, benutzt aber gerade das um im letzten viertel enorm aufzudrehen und zu fesseln.

die personen werden wahrhaft meisterlich und in jeder regung vorstellbar gezeichnet.

eines der besten bücher von leon.

eine auf jeden fall weiterzuempfehlende lektüre
Hermione zu »Donna Leon: Lasset die Kinder zu mir kommen« 08.02.2009
Ich finde, dass das Buch nicht so schlecht ist, wie hier teilweise behauptet wird. Zwar gibt es keine Leiche, aber es wird, wie in allen Fällen gezeigt, wie sehr es um die Familie geht und an verschiedenen Hauptthemen bleibt Donna Leon hängen. Diese Hauptthemen lässt sich Brunetti durch den Kopf gehen und diese Gedankenvorgänge machen es für mich erst recht interessant.

Außerdem erkennt man wie weit die Carabiniere gehen und wie die venezianische Polizia darauf reagiert. Die Spannung ist zwar nicht so wie in den anderen Fällen, aber sie ist doch vorhanden, vor allem, da man erst bei den letzten hundert Seiten draufkommt, was genau passiert ist, wie es bei Donna Leon üblich ist.

Genauso wird Venedig von seinen schönen und seinen nicht so schönen Seiten gezeigt, egal wie man es jetzt dreht und wendet, doch das ganze wird genau beschrieben.

Kurzgefasst: Das Buch ist lesenswert und ich kann es nur weiterempfehlen.
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SonjaO zu »Donna Leon: Lasset die Kinder zu mir kommen« 27.08.2008
Ich habe die Romane von Donna Leon seit 1995 immer kaum erwarten können und sie mit Hingabe gelesen. Aber seit einiger Zeit habe ich die Vermutung, dass die Autorin hier Ihrer Verpflichtung bei Ihrem Verlag nachkommt und nun mehr oder weniger lieblos Romane abgibt, die längst nicht mehr den ursprünglichen Elan spüren lassen. Beim letzten Roman "Lasset die Kinder zu mir kommen" war ich so enttäuscht, dass ich mir das nächste Buch nur noch als 1€Ausgabe auf dem Flohmarkt zulegen würde. Mehr als 45° habe ich nicht zu vergeben.
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pescheg zu »Donna Leon: Lasset die Kinder zu mir kommen« 06.08.2008
Auch ich bin der Meinung, dass Donna Leon in ihrer Brunetti-Reihe schon bessere Geschichten vorgelegt hat. Im 16. Band fehlt es vor allem an Tempo und an Spannung. Die Klischees, die Frau Leon jeweils gerne pflegt, sind hier einmal mehr etwas zu dicht gestreut.

Trotzdem gefällt mir ihr Kampf gegen falsche Moral und ihr Sinn für aktuelle Gesellschaftsprobleme immer wieder. Die Lektüre des Buches ist halt einfach wie ein Besuch bei alten Freunden – ich erfahre immer wieder gerne die neusten Geschichten (auch die belanglosen) aus dem Leben der Familie Brunetti und werde mir sicher auch den 17. Band zu Gemüte führen.
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Michael Tewes zu »Donna Leon: Lasset die Kinder zu mir kommen« 02.08.2008
Könnte man für den Commissario einen Pensionsantrag stellen, wäre dieser Roman wohl ein guter Grund dazu.

Nachdem Donna Leon schon in den letzten Krimis immer weniger zu überzeugen wußte, ist der 16. Fall der Höhepunkt an Langeweile - mit einem Krimi hat die Handlung (fehlender Mord hin oder her) jedenfalls nichts mehr zu tun.

Mag der Plot sonst auch noch so schwach sein, wenigstens das Familienleben der Brunettis oder das Leben in Venedig waren in den übrigen Fällen doch gut geschildert. In diesem Fall? Fehlanzeige.

Summa summarum: Langeweile in Buchform, mehr als 25 Grad mag ich hierfür leider wirklich nicht geben. Schlecht konstruierte Handlung, uninspiriertes Quasi-Altpapier.
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mad man zu »Donna Leon: Lasset die Kinder zu mir kommen« 12.07.2008
Habe selten so einen schlechten und komplett schwachsinningen (angeblichen) "Krimi" gelsen! Diese Frau hat überhaupt keine Ahnung, worüber sie schriebt. Und erst ihr Schreibstil! Echt nur was für ungebildete und Fraune-Zeitschirftenleserinnen!
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Krilla zu »Donna Leon: Lasset die Kinder zu mir kommen« 26.06.2008
Ich schließe mich der Aussage meines Vor-Schreibers, HerrHansen, an. Ich war froh, dass ich das Büchlein ganz schnell wieder zur Seite legen konnte.

Gewonnen hätte es in meinen Augen nur, wenn die Rezepte der leckeren Gerichte, die Brunetti von seiner Paola vorgesetzt bekommt, abgedruckt wären ;-)
HerrHansen zu »Donna Leon: Lasset die Kinder zu mir kommen« 22.06.2008
Ich bin schwerstens enttäuscht - deshalb habe ich nur 60° vergeben.

Leider geht Donna Leon mit dem 16. Fall leider den Weg weiter, den sie mit dem 11. Fall eingeschlagen hat. Die Geschichte wird z.T. durchsichtig, die Parallelgeschichten passen nicht schlüssig ind Bild und sind nicht filigran genug in die Hautgeschichte eingebunden. Das ganze Werk wirkt aus meiner Sicht wie "Flickschusterei" - wer die ersten 10 Fälle hinter sich hat, wird es wahrscheinlich verstehen. Die Fälle waren in sich schlüssig, sämtliche Handlungen waren sorgfältig miteinander verknüpft. Wer dies im aktuellen Fall sucht, wird schwer enttäuscht werden. Schade, denn meine Erwartungen waren recht hoch und wurden entsprechend nicht erfüllt - Donna Leon kann es eigentlich besser!!!
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