Das Mädchen seiner Träume von Donna Leon

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2008 unter dem Titel The Girl of His Dreams, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Diogenes.
Ort & Zeit der Handlung: Venedig, 1990 - 2009.
Folge 17 der Guido-Brunetti-Serie.

  • New York: Atlantic Monthly, 2008 unter dem Titel The Girl of His Dreams. ISBN: 978-0871139801. 276 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2009. Übersetzt von Christa E. Seibicke. ISBN: 978-3-257-06695-1. 352 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2010. Übersetzt von Christa E. Seibicke. ISBN: 978-3-257-24057-3. 352 Seiten.
  • [Hörbuch] Zürich: Diogenes, 2009. Gesprochen von Jochen Striebeck. ISBN: 3-257-80255-2. 8 CDs.

'Das Mädchen seiner Träume' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Ein Mädchen treibt tot im Canal Grande und wird von niemandem vermisst. Brunetti aber geht die Elfjährige bis in die Träume nach. Aus einem venezianischen Palazzo kommt sie nicht, wohl aber aus einer Roma-Wagenburg auf dem Festland …

Das meint Krimi-Couch.de: »Das tägliche Allerlei des Commissario Brunetti« 50°

Krimi-Rezension von Ines Dietzsch

Donna Leons jüngster Roman um den venezianischen Commissario beginnt mit einem traurigen Anlass. Guido Brunettis Mutter ist verstorben und wird zu Grabe getragen. Tage darauf sieht sich der Commissario erneut mit dem Tod konfrontiert. Im Kanal wird die Leiche eines Mädchens angespült. Die Gerichtsmedizin stellt Tod durch Ertrinken fest und es gibt Schürfwunden an Händen und Beinen der Toten.

Was ist der Kleinen zugestoßen und warum wird sie von niemandem vermisst? Die Beamten ermitteln, dass es sich um ein Roma-Mädchen handelt, welches in einem Wagen-Lager vor der Stadt mit ihren Eltern und Geschwistern lebte. Anhand des bei der Toten gefundenen Schmucks lässt sich zweifelsfrei das Haus ausfindig machen, von dem aus das Mädchen in den Kanal fiel. Wurde sie bei ihrer Diebestour überrascht und verunglückte auf der Flucht oder hat das Mädchen jemand ins Wasser gestoßen? Brunettis Recherchen in der Wagenburg gestalten sich zäh, die Bewohner spucken nach dem Polizisten und sind zu keinem Gespräch bereit. Eine Spur, die der engagierte Commissario verfolgt, führt in höchste politische Kreise, in denen auch sein Vorgesetzter verkehrt.

Obwohl Brunettis siebzehnter Fall für mich die erste Begegnung mit dem Commissario aus der Lagunenstadt war, kamen mir die Personen und das Setting sehr vertraut vor. Das mag zum einen daran liegen, dass ich die Stadt gut kenne oder aber, weil die Geschichte mit einer längeren Szene aus dem privaten Umfeld Brunettis beginnt. Man lernt die Familie kennen und Donna Leon eröffnet an dieser Stelle einen Nebenschauplatz. Nach der Beerdigung von Brunettis Mutter erscheint Padre Antonin in der Questura und bittet Brunetti, sich über einen zwielichtigen Sektenführer zu erkundigen. Der Commissario stellt sogleich Nachforschungen über den vermeintlichen Scharlatan an und Signorina Elettra hilft Brunetti mit einigen Auskünften auch über den Padre.

Alltag in der Lagunenstadt

An Spannung mangelt es in diesem neuen Buch aus der Feder der erfolgreichen Autorin. Vielmehr plaudert Donna Leon über das tägliche Leben ihres populären Commissario. Familie Brunetti beim Essen, Familie Brunetti beim Einkaufen, Familie Brunetti beim Ausgehen, ein Kaffee hier, ein Prosecco dort, Gespräche mit den Kindern – alles ganz normaler Alltagskram vor einer romantischen Kulisse. Der eigentliche Fall des Mädchens, welches den Commissario bis in seine Träume verfolgt, beginnt erst nach 130 Seiten. Die Untersuchung ihres Todes ist gespickt mit kleinen Reibereien unter Kollegen und Brunettis Manipulationen des Vice-Questore.
Donna Leon spart nicht mit System-Kritik und prangert den Umgang der Italiener mit den nomadi an. Guido Brunetti funktioniert in seiner Rolle als sympathischer Held in einem harmonischen Leben.

Ein gewisser Unterhaltungswert ist dem Roman nicht abzusprechen, jedoch Krimi-Spannung? – Fehlanzeige. Bei den Fans von Donna Leon wird der Roman dennoch gut ankommen, denn die wissen wohl nach sechzehn Büchern, worauf sie sich einlassen.

Ines Dietzsch, Juli 2009

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Stefan Schmid zu »Donna Leon: Das Mädchen seiner Träume« 25.03.2017
"Brunetti zählte im Stillen bis vier und immer wieder. Auf diese Weise, so hatte er herausgefunden, liessen sich fast alle anderen Gedanken abschalten. (...)" Diese zwei zum selber Nachdenken anregenden Sätze ganz am Anfang dieses Romans geben quasi den Takt vor und leiten bestimmt keinen Action-Krimi ein, sondern eben einen Roman. Ich habe ihn genossen, vor vier Jahren im englischen Original, jetzt in Deutsch. Was für mich Lesegenuss bedeutet hat, ist dies: viel nachfühlbar beschriebene Venedig-Stimmung mit so manchem Seitenhieb auf unerwünschte Entwicklungen in diesem Touristenmagneten, köstliche, mich zum Schmunzeln bringende Dialoge zwischen Brunetti und seiner Frau, seinen Kindern und seinen Arbeitskollegen, aber auch das Tiefsinnige in Brunettis Gedanken und Empfindungen.
michael zu »Donna Leon: Das Mädchen seiner Träume« 09.01.2013
"das mädchen seiner träume" wird mich wohl nicht bis in den schlaf verfolgen. dazu ist das buch zu routiniert, zu unpersönlich, zu langweilig.

nach längerer brunetti-pause war der roman für mich der wiedereinstieg in die welt der donna leon. und es hat sich nicht viel geändert an ihrem erfolgsrezept: beeindruckende venedig-panoramen, altbekannte charaktere und eine gehörige portion kritik an den italienischen verhältnissen lassen den eigentlichen fall in den hintergrund treten.

das buch ist berechenbar und daher auch nicht spannend. ob paola und die kinder, ob patta, elletra oder alvise, sie alle spielen perfekt ihre rollen. aber sie spielen eben, dem buch fehlt das leben. es ist gut geschreiben, aber es fesselt nicht. die geschichte des roma-mädchens lässt einen nachdenken, aber sie macht nicht betroffen. und ganz ehrlich, der grübelnde brunetti am ende seiner weisheit, gescheitert am system, nervt als ausstieg inzwischen schon ewtas.

völlig unerheblich ist die nebengeschichte um pater antonin, die zu wenig erzählt wird und lediglich als seitenfüller dient. in der verfilmung fehlt dieser teil, und tut somit der ganzen geschichte einen guten dienst.

brunetti wird routine. vielleicht kann ihm seine paola ein facelifting verordnen. mehr spritzigkeit würde ihm nicht schaden!
Jochen Jundt zu »Donna Leon: Das Mädchen seiner Träume« 10.03.2011
Brunettis 17. Fall (alle 16 vorherigen habe ich auch gelesen) ist aus meiner Sicht enttäuschend. Zwar gelingt es der Autorin (was sicher auch den jeweiligen Übersetzern zu danken ist) wie immer einen unterhaltsamen Roman zu schreiben, den man flüssig lesen kann und der einem die Atmosphäre Venedigs, sowie das Familien- und Polizistenleben Brunettis sehr nahe bringt, aber diesmal klar auf Kosten einer ordentlich durchdachten Handlung.
Das tote Mädchen wird auf Seite 129 gefunden. Davor geht es um zwei Priester, die beide auf den ersten Eindruck einigermaßen anrüchig erscheinen sollen und deren Geschichte sich beiläufig ins Nichts auflöst. Danach, als es um das tote Mädchen geht, eine reichlich klischeebehaftete und vorhersehbare Story samt ebensolchem Ende. Schade dafür. Trotzdem werde ich den 18. Fall wieder lesen.
Dr. Ralf M. Sagerer zu »Donna Leon: Das Mädchen seiner Träume« 10.03.2011
Nachdem man sechzehn Brunetti-Fälle gelesen hat, greift man auch zum siebzehnten und wahrscheinlich verfolgt man noch weitere.
Es sind nicht in erster Linie kriminologische Spitzfindigkeiten und Einfälle seitens der Autorin, die jemanden veranlassen sämtliche Bücher von Donna Leon zu lesen, sondern die Schilderung des Familienlebens der Brunettis, das Treiben in der Lagunenstadt und die bekannten Protagonisten vermitteln dem Leser ein vertrautes Umfeld, das den Rahmen zu den jeweiligen Fällen bietet.

Kurz und knapp zu diesem Roman:
Die zwei Erzählstränge (Pater und Tote) werden am Schluss nicht vereint sondern stehen nebeneinander. Schade, da ich auf eine Verbindung gewartet habe.
Außerdem beginnt er eigentliche Fall erst ungefähr nach 100 Seiten und gestaltet sich als so unspektakulär und langweilig, wie bei keinem anderen "Leon-Krimi". Außerdem erscheint es mir von der Autorin zu hoch gegriffen gleich einen höheren Regierungsbeamten miteinzubeziehen, da wäre ein fiktiver Großindustrielle sinnvoller, aber das gabs ja auch schon zu Genüge.

Empfehlenswert nur für solche Leser, die sich gerne wieder einmal mit Donna Leon auf einen Städtetrip nach Venedig einlassen möchten.
fr_putz zu »Donna Leon: Das Mädchen seiner Träume« 28.01.2011
Ich habe soeben "Das Mädchen seiner Träume" ausgelesen. Dieser Roman weist zwei Ermittlungslinien auf: Zum einen die private Ermittlung Brunettis zum Anführer einer dubiosen Sekte, aufgenommen auf Bitten eines ehemaligen Schulfreundes seines Bruders und jetzigen Priesters.
Die Hauptermittlung richtet sich jedoch auf die Aufklärung des Todes eines elfjährigen Roma-Mädchens, dessen Leiche in einem der venezianischen Kanäle gefunden und von Brunetti und seinem Kollegen Vianello geborgen wird. Die Ermittlungen führen Brunetti einerseits in den Palazzo einer wohlhabenden venezianischen Familie, in welchen das Roma-Mädchen zusammen mit seinen Geschwistern eingedrungen war und einige Schmuckstücke entwendet hatte. Hier werden Brunettis Ermittlungen durch Verharmlosungen und Ablenkungen behindert. Zum anderen führen ihn die Ermittlungen in das Roma-Lager vor den Toren Venedigs, wo die Familie des toten Mädchens wohnt. Hier trifft Brunetti auf unerbittlichen Hass und Renitenz gegenüber jedweder staatlichen Einflussnahme auf das Leben der Roma. Zum Schluss werden Brunetti alle weiteren Ermittlungen von seinem Vorgesetzten Patta verboten, weil in diesen Fall höchste Kreise aus Wirtschaft und Politik verwickelt sind. So bleiben Brunetti nur schlüssige Vermutungen zur Todesursache des Roma-Mädchens, die er jedoch nicht beweisen kann.
Ich habe bis auf "Lasset die Kinder zu mir kommen" und "Schöner Schein" alle Donna-Leon-Krimis gelesen und die Verfilmungen gesehen. "Das Mädchen seiner Träume" ist ein typischer Donna Leon-Krimi. Bei Donna Leon darf man keine Thriller erwarten. Der Spannungsbogen aller Romane ist recht flach gehalten, aber doch genug gespannt, dass man jeden Roman auch zügig zu Ende liest. Den besonderen Reiz machen die gut ausdifferenzierten Charaktere und die Millieustudien aus. Vor allem Brunetti, Vianello, Signorina Elettra und die Familie Brunettis sind sehr gut charakterisiert. Großes Vergnügen machen die Schlitzohrigkeit von Brunetti und vor allem Signorina Elettras, bei letzterer gepaart mit einer hervorragenden Beherrschung der PC-Technik und einer charmanten Skrupellosigkeit, diese auch über die Grenzen der Legalität hinaus für die Ermittlungen einzusetzen. Ebenso vergnüglich sind die Familienszenen bei Brunettis. Hier erkenne ich durchaus meine eigene Familie wieder. Auch ich habe eine Tochter und einen Sohn, jetzt erwachsen, aber vor noch nicht allzu langer Zeit im Teenageralter und in dieser Zeit mit ähnlichen Problemchen konfrontiert wie die Kinder Brunettis.
Leider werden die Charaktere von Vice-Questore Patta und seinem Günstling Tenente Scarpa sehr karikaturhaft vereinfacht dargestellt. Patta ist der trottlige, eitle, aber sehr von sich überzeugte, klischeehafte Vorgesetzte, den alle nach Strich und Faden austricksen. Wenn es darauf ankommt, kann er jedoch auch Konsequenz zeigen und sich vor seine Mitarbeiter stellen. Und Scarpa ist der schleimleckende, nach oben in den Arsch kriechende und nach untern in den Arsch tretende Günstling Pattas. Dieser Konstellation sind zwar in jedem Donna-Leon-Roman eine Reihe von humorvollen Situationen geschuldet, dennoch wäre mir eine realistischere und differenzierte Ausformung auch dieser Charaktere lieber.
Die Romane von Donna Leon vermischen sich leider zu einem Einheitsbrei. Solange man einen liest, wird man von ihm gefesselt. Sobald man danach jedoch zu einem anderen Buch gegriffen hat, fließen die Inhalte der Leon-Romane ineinander. Mit einer Sequenz aus irgendeinem Leon-Roman konfrontiert, erkenne ich sofort, das ist von Donna Leon. Ich kann aber nicht mehr sagen, aus welchen ihrer Romane diese stammt. Bildhaft ausgedückt ist erkennbar, das es aus der Küche von Donna Leon stammt, aber ich kann nicht sagen, zu welchem der in dieser Küche zubereiteten Menüs es gehört.
Alles in Allem gehört aber auch Donna Leon zu meinen Lieblings-Krimiautoren.
mina zu »Donna Leon: Das Mädchen seiner Träume« 13.10.2010
dadurch das ich in dem film mit mache kann ich nur sagen das ich den toll finde wenn ihr mir nicht glaubt das guckt den ich bin das tote mädchen im kanal ich heiße mina nachname sage ich nicht ist mir zu gefährlich aber er fängt mit Gh an. Venedig ist cool ich bin 11 der zigeuner junge mein bruder im film heißt Kayan und ist auch in echt mein bruder
Gabriele Schoch zu »Donna Leon: Das Mädchen seiner Träume« 09.10.2010
Ich finde das buch genau so spannent wie alle Brunetti Bücher. Ich erwartr keinen reinen Krimi sondern freue mich an der Beschreibung von Venedig und an dem Leben von Commissario Brunetti, Gott sei Dank nicht nur Mord und Totschlag sondern auch mal eine Aufzeichnung menschlicher Hintergründe. Ich freue mich schon auf das nächste Buch
WolfgangWUHR zu »Donna Leon: Das Mädchen seiner Träume« 27.03.2010
Wieder einmal ermittelt Brunetti. Diesmal geht es um ein kleines Mädchen, welches aus einer Randgruppe der Gesellschaft kommt.
Ich muss gestehen: als Krimi war das Buch eine etwas fade Kost. Die Auffindung des Opfers, die Auflösung des Falles wie auch die Betroffenheit Brunettis gehen nicht wirklich unter die Haut.
Dennoch hat der Roman eine sehr persönliche Note. Er spricht das an, was einem in Italien auf Schritt und Tritt begegnet, nämlich die Zahl der Roma, die einen oft nicht mehr loslassen und wo man immer wieder fast automatisch nach seinen Wertsachen schaut. Gerade hier entwickelt sich die Diskussion zwischen Patta und Brunetti "vergnüglich", wenn es um die korrekte Bezeichnung von Minderheiten geht. Donna Leon gelingt ein Ausgleich: sie möchte Verständnis für die Roma wecken, wenn vor allem die Kinder für kriminelle Handlungen missbraucht werden und die Männer sich fast "gottgleich" über alle stellen und nur ihr Gesetz gelten lassen - aber sie verschweigt auch nicht die Probleme, mit denen sie andere konfrontieren (Einbruch; Taschraub usw.) und die zu Vorbehalten führen. Insofern ein beinahe gesellschaftskritisches Buch. Die Geschichte um Priester, Scharlatane und so manche Debatten über Gott und Glaube wirken etwas an den Haaren herbeigezogen, da sie nicht wirklich in die Tiefe gehen.
Wer Venedig kennt, der wird sich jedoch gern an der Hand nehmen und durch die über 300 Seiten führen lassen. Auch die kulinarische Note kommt nicht zu kurz.
FAZIT: Kein großer Wurf, aber allemal eine leichte Lektüre, für den, der einmal mit einem Krimi entspannen und ein paar Stunden zubringen will.
Jacqueline zu »Donna Leon: Das Mädchen seiner Träume« 18.02.2010
Als das tote Roma-Mädchen im Canal Grande gefunden wird, verfolgt sie ihn bis in seine Träume. Donna Leon zeigt wieder einmal, dass die Venezianer sich nicht für die Namens- und Schutzlosen einsetzen. Brunetti macht es sich zur Aufgabe, herauszufinden, was dem Mädchen passiert ist und beginnt sich in ihrer Familie umzuhören.

Ich finde, Brunetti ist in diesem Band etwas sensibler als in den anderen, gegen aussen zeigt er sich jedoch immer stark. Mir persönlich gefällt dieser Band nicht, da die Geschichte langatmig und langweilig ist. Die ersten 130 Seiten haben mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun, man liest und wartet nur, bis endlich etwas passiert. Bei einem Krimi erwarte ich etwas mehr Spannung. Ich bin auch vom Ende des Buches enttäuscht und hoffte, dass es sich wenigstens um einen richtigen Mord handelt, es war jedoch nur ein Unfall. Donna Leon führt meiner Meinung nach nicht mit Spannung zu diesem Schluss. Man merkt ziemlich schnell, zu was für einem Ende es kommt. Ich kann nicht verstehen, wie sie in einem Interview behaupten kann, es wäre eine ihrer besten Geschichten.
Ich kann dieses Buch definitiv nicht weiterempfehlen und stimme mit der Kritik überein, dass Brunetti an den Ruhestand denken sollte.
Jacqueline zu »Donna Leon: Das Mädchen seiner Träume« 18.02.2010
Als das tote Roma-Mädchen im Canal Grande gefunden wird, verfolgt sie ihn bis in seine Träume. Donna Leon zeigt wieder einmal, dass die Venezianer sich nicht für die Namens- und Schutzlosen einsetzen. Brunetti macht es sich zur Aufgabe, herauszufinden, was dem Mädchen passiert ist und beginnt sich in ihrer Familie umzuhören.Ich finde, Brunetti ist in diesem Band etwas sensibler als in den anderen, gegen aussen zeigt er sich jedoch immer stark. Mir persönlich gefällt dieser Band nicht, da die Geschichte langatmig und langweilig ist. Die ersten 130 Seiten haben mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun, man liest und wartet nur, bis endlich etwas passiert. Bei einem Krimi erwarte ich etwas mehr Spannung. Ich bin auch vom Ende des Buches enttäuscht und hoffte, dass es sich wenigstens um einen richtigen Mord handelt, es war jedoch nur ein Unfall. Donna Leon führt meiner Meinung nach nicht mit Spannung zu diesem Schluss. Ich kann nicht verstehen, wie sie in einem Interview behaupten kann, es wäre eine ihrer besten Geschichten.
Ich kann dieses Buch definitiv nicht weiterempfehlen und stimme mit der Kritik überein, dass Brunetti an den Ruhestand denken sollte.

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