Die Frau aus der Brandung von Dieter Bromund

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 bei Leda.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Ostfriesland & Nordsee, 1990 - 2009.

  • Leer: Leda, 2002. ISBN: 3934927254. 91 Seiten.

'Die Frau aus der Brandung' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Die Tote lag gerade außerhalb der Reichweite der auslaufenden Wellen. Sie trug grellrotes Ölzeug. Er hatte sie im Wehen des Sandes für eine vertriebene Netzboje gehalten und war nicht sofort zu ihr gelaufen. Sie lag auf dem Bauch, beide Arme locker nach vorn gerichtet, so als sei sie nach dem Schwimmen am Strand eingeschlafen.

Das meint Krimi-Couch.de: »Kurzweilig und unterhaltsam« 55°

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

Claus Dietrich Becker möchte eigentlich von der Insel Langeoog aus eine Segelwoche starten, doch bedingt durch einen Unfall ist das gebuchte Segelschiff fahruntüchtig. So übernachtet er im Hotel »Inselkrone« und begibt sich am nächsten Morgen zu einem Strandsparziergang. Dort findet er die Hotelbesitzerin Jule Zurkrone, seine Jugendliebe, tot auf, so als wäre sie am Strand eingeschlafen. In der Nacht machte die erfahrene Seglerin einen Segeltrip und fiel bei einer starken Sturmböe über Board. Becker wird misstrauisch, denn Jule war nicht nur eine gute Seglerin, sondern ihr großes Boot auch sehr sicher. Zudem trug sie eine sich selbst aufblasende Schwimmweste.

Becker geht dem Tod seiner früheren Freundin nach und stellt fest, dass vor Beginn des Segeltörns drei Männer an Board des Schiffes waren. Ihr Mann Arnold, mit dem sie in Streit geriet, da sie ihr Hotel verkaufen und sich zur Ruhe setzen wollte, der Schiffer Jackschtat, der die »Inselkrone« kaufen wollte und Patrick Doyle, der technische Direktor der Hotelkette der Zurkrones. Schon bald verfangen sich alle drei Männer in Widersprüchen und Becker gelingt es nach und nach, den Unfallhergang zu durchleuchten. Leider will ihm Kommissar Ellmann dabei gar nicht helfen...

Dieser kleine im Leda-Verlag erschienene Krimi ist gerade einmal 91 Seiten »lang« und dies im Seitenformat DinA6. So reduziert sich das Lesevergnügen auf eine gute Stunde und endet mit einem nicht unvorhersehbaren Ende, welches aber noch mit einer kleinen Überraschung aufwartet. Schritt für Schritt kämpft sich Becker mit zahlreichen Befragungen der oben genannten Männer sowie weiterer Personen durch und blickt immer mehr hinter die Fassade der Familie Zurkrone und deren Bekannten. Seine Jugendliebe, mit der er vor über 40 Jahren befreundet war, starb nicht an den Folgen eines Unfalles. Doch wie soll er das beweisen, wer sagt die Wahrheit und wie den überheblichen Kommissar Ellmann überzeugen?

Ist die Geschichte bis zur Auflösung durchaus kurzweilig und unterhaltsam, ja sogar spannend erzählt, so ist doch die Auflösung eher durchschnittlich, da Becker von einer dritten Person diese mehr oder weniger auf dem berühmten Silbertablett serviert bekommt. Wer auf dem Weg zur Arbeit oder einer ähnlichen kurzen Zeitspanne eine Krimilektüre sucht, welche im norddeutschen Raum angesiedelt ist, der kann hier zugreifen. Große Atmosphäre darf man allerdings nicht erwarten, da der Autor dem geringen Buchumfang Tribut zollen muss. Für einen »Short-Cut« akzeptabel.

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