Ausgestochen von Dick Francis

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1985 unter dem Titel Break in, deutsche Ausgabe erstmals 1987 bei Ullstein, Berlin. 351 Seiten. ISBN-10: 3-257-22837-6, ISBN-13: 978-3-257-22837-3.

'Ausgestochen' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Blutsbande können sich manchmal als Fesseln erweisen. Der erfolgreiche Hindernisreiter Kit Fielding kann davon ein Lied singen. Dennoch springt er seiner Zwillingsschwester bei, als deren Mann, ein geschätzter Pferdetrainer, von der Regenbogenpresse in die Mangel genommen wird. Dem Schwager droht der Bankrott, wenn die Schreiberlinge mit ihrer Intrigenkampagne weitermachen. Doch als Fielding gegen die Schmierenjournalisten und deren Hintermänner vorgehen will, gerät er selbst in Gefahr.

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Bettina Schneider zu »Dick Francis: Ausgestochen« 20.04.2008
Menschlichkeit ist die grösste Staerke von Dick Francis und seinen Helden. Was er ihnen ausserdem einzufloessen versteht, könnte man Intelligenz und Charakter nennen - und fuer mich als Leser hat es immer wieder die Konsequenz, dass ich die Hauptperson und viele aus seiner Umgebung vermisse, sobald ich an der letzten Seite des Buches angekommen bin. Kit Fielding, der in "Ausgestochen" versucht, gleichzeitig Rennen fuer eine hoechst sympathische (und von Dick Francis exzellent gezeichnete) Prinzessin zu gewinnen und eine alte Familienfehde zu beenden, ohne sich bei beiden Unternehmen die Knochen zu brechen, ist definitiv eine seiner wahrhaftigsten Figuren. In der Geschichte ist Leben, auch wenn Maynard Allardeck ein wenig ueberzeichnet wirkt in seinem traditionellen Hass. Fuer mich hat das den Reiz der Geschichte in keinster Weise gemindert - und gemeinsam mit der Fortsetzung, die Francis Jahre Spaeter schrieb ("Festgenagelt"!), gehört es ganz einfach zu den sympathisten Büchern, die ich kenne - ein Freizeitvergnuegen mit leisem britischen Schmunzeln und enorm viel Pferdeverstand - den auch ein Nicht-Pferdebegeisterter Leser nachvollziehen und geniessen kann. Dick Francis ist ein Menschenkenner und -Beobachter und eine Künstler der feinen britischen Schreibe, die einen fast immer verzaubert. An seine Bücher erinnert man sich mit mehr als Wohlwollen - und viele (so wie ich) nehmen sie gern auch noch ein zweites Mal in die Hand. Es geht nicht darum, den Mörder zu finden - den kennt man oft genug von Beginn an - es geht eher darum, dass auch ein normaler Mensch zum Helden werden kann, wenn er ... Charakter hat. Wie Kit Fielding.
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