Kein Kinderspiel von Dennis Lehane

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1998 unter dem Titel Gone, Baby, Gone, deutsche Ausgabe erstmals 2000 bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Massachusetts / Boston, 1990 - 2009.

  • New York: Morrow, 1998 unter dem Titel Gone, Baby, Gone. ISBN: 0688153321. 374 Seiten.
  • München: Ullstein, 2000. Übersetzt von Andrea Fischer. ISBN: 3-548-24841-1. 528 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 2004. Übersetzt von Andrea Fischer. ISBN: 3-548-26142-6. 524 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 2007 Gone baby gone - kein Kinderspiel. Übersetzt von Andrea Fischer. ISBN: 978-3-548-26735-7. 524 Seiten.

'Kein Kinderspiel' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

Deutscher Krimi Preis 2001, 3.Platz international

In Kürze:

Das Bostoner Detektivpärchen Patrick Kenzie und Angela Gennaro wird beauftragt, ein verschwundenes vierjähriges Mädchen wiederzufinden. Der schwierige Fall entwickelt sich in mehr als einer Hinsicht zu einer Zerreißprobe für das bewährte Duo: Denn je länger sich die zähen Ermittlungen hinziehen, desto undurchsichtiger wird der Fall.

Das meint Krimi-Couch.de: »Lesen ohne Limit« 91°Treffer

Krimi-Rezension von Bernd Neumann

Lehanes Bücher zwingen zum Komplettkauf und damit verbundenen Lesen in chronologischer Reihenfolge. Immer wieder macht er angedeutete Rückblicke auf Schlüsselfakten früherer Romane dieser Krimi-Serie, die sich nur eben diesen Insidern sofort erschließen. Dadurch fühlt man sich säumig und ausgeschlossen aus der Familie der treuen Lehane-Fans, kommt sich vor wie ein Schüler, der nach langer Krankheit den Anschluß zum aktuellen Lernstoff verpasst hat und etwas ratlos rumsitzt. Clevere, umsatzorientierte Taktik, Herr Mr. Lehane!

In »Kein Kinderspiel« prallen wir auf einen Kriminalroman mit einem unwahrscheinlichen Drive: knackige Kapitelabschlusssätze und nahtlose Anschlüsse an das Neue unterstützen das Lesevergnügen und zwingen den Leser fast automatisch, nicht etwa gegen 02.00 oder 03.00 Uhr einfach schlapp zu machen. Lesen ohne Zeitlimit, der Weg scheint das Ziel zu sein.

Wer ein Faible für sehr bildhafte Sprache hat und sich an gelungenen Vergleichen erfreuen kann, ist bei Lehane und seinem Detektivpärchen Angela Gennaro und Patrick Kenzie genau richtig (Kostprobe: »In der Kneipe war es so still wie in einer Kirche vor dem Jawort.«). Dieses Duo, gemeinsam im irischen Einwanderermischmasch aus mafiosihafter Cliquenwirtschaft, Selbsterrhaltungbereitschaft die Sinne abstumpfenden, die Gewaltbereitschaft aber anfeuernden Whisky aufgewachsen, besitzt beim Leser einen großen Sympathiebonus.

Gewandelt vom Kriminellen zum unerschrockenen Hüter für Recht und Ordnung stürzen sich die beiden unerschrocken ins Kampfgetümmel und gehen nie einer gefährlichen Situation duckmäuserisch aus dem Wege, wobei ihre Mittel und Methoden mitunter auch im krassen Widerspruch zu den Dienstvorschriften stehen. Aber der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel. Dabei ist der Zwiespalt zwischen teamfähiger und -verlässlicher, kühler Polizeiarbeit und sexueller Zuneigung höchst unterhaltsam. Mit ihrem Sandkastenfreund und Kaugummifan Bubba (wie ein Bär: einfach zum Kuscheln, aber in kritischen Situationen mit einer hundertprozentg zuverlässigen Verteidigungs- und Angriffslust bei ebensolcher Erfolgsquote) bilden sie ein unschlagbares Team der Thriller-Kriminalliteratur.

Nebenbei erfährt man in dem Buch auch Einiges über die amerikanische Pop-Musik der frühen 80er Jahre und kann sich erfreuen an den witzigen T-Shirts des Bostoner Detektivpärchens. Bei der Schilderung des rüden Wettkampfes der Amateur-Footballer zweier Polizeispezialabteilungen braucht man zwar gehörige Fachkenntnisse, bekommt aber wieder einmal plastisch geschildert, welches Kind und zugleich Tier doch da im (männlichen) Menschen versteckt ist.

Man muss schon recht hart gesotten und kein psychisches Sensibelchen sein, um mit der allseitigen Brutalität klar zu kommen. Kein Kinderspiel eben. Die scheinbar lakonische Anfangsfeststellung, dass »von den täglich 2300 in diesem Land als vermisst gemeldeten Kindern . …jährlich 300 im Nichts verschwinden und vielleicht in Kellern von Pädophilen festgehalten werden« wird zum beklemmenden Thema dieses Lehane-Krimis.

Kindesmisshandlungen sexueller Art sind – da spreche ich vielen Krimi-Couchern sicherlich aus dem Herzen – das widerlichste, was auf unserem Planeten passieren kann. Die körperliche Wehrlosigkeit und psychologische Unreife (sofort fällt einem Bettina Wegeners Chanson »Sind so kleine Hände« wieder ein) pervers zu egoistischen Befriedigung animalischster sexueller Bedürfnisse auszunutzen und die »Objekte« dann irgendwann vor lauter Überdruss wie ein defektes Spielzeug auf den Müll zu schmeißen, ist das Abartigste auf dieser Welt überhaupt. Das macht als Leser unendlich traurig und wütend zugleich, verleitet zum Weglegen des Buches, weil der Mit-Leidensdruck unerträglich wird.

Und wie Lehane diese geistesgestörte Kampfmaschine Roberta Tatt und ihr befremdendes Verhältnis zum pädophilen Ehemann Leon und dessen Kumpel Corwin Earle in ihrer Behausung beschreibt, das zählt wohl zu den härtesten zehn Buchseiten, die jemals aufgeschrieben worden sind. Da beruhigt es wenig sich einzureden, dass es sich hier »nur« um eine Story handelt. Automatisch erinnert man sich an die eingangs erwähnten 300 im Nichts verschwundenden Kinder pro Jahr. Das ist ja nicht ein rein amerikanischer Tatbestand, wie die Medien uns immer wieder zeigen (müssen).
Wenn dann aber im Rücken solcher verrohten Triebtäter »ein ovales Loch von der Größe einer Suppenschüssel« gähnt, glaubt man an so etwas wie Gottes langsam mahlende Mühlen; aber das davor Geschehene ist nicht wieder gutzumachen und der seelische Druck wird dem empfindlichen Leser nicht abgenommen.

Lehane legt uns mit »Kein Kinderspiel« einen spannenden, nerven- und seelenaufreibenden Thriller vor, in dem der verdächtige Personenkreis dieser Kindesentführung (und hervorragend suggerierten Kindesmisshandlung!) groß, aber zugleich übersichtlich ist und vielfach wechselt:

91°, meiner Einschätzung nicht ganz so überzeugend und um einiges depremierender wie Absender unbekannt. Das liegt vielleicht daran, dass hier dem Leser ein ekliges Tabu-Thema schonungslos um die Ohren gehauen wird. Der Unhappy-End-Schluss fordert ja auch zu Diskussionen heraus.

»Kein Kinderspiel« sollte man aber lesen, um für das versteckte alltägliche Grauen wachgerüttelt und sensibilisiert zu werden. Wohl auch deshalb wurde »Kein Kinderspiel« mit dem Deutschen Krimipreis (2001, 3. Platz internationale Rubrik) gewürdigt. Es ist zweifelsohne auch eines der Werke aus der Rubrik »Bücher, die man nicht vergisst«.

 

Ihre Meinung zu »Dennis Lehane: Kein Kinderspiel«

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M.Reinsch zu »Dennis Lehane: Kein Kinderspiel« 20.09.2011
Puh, das war wieder so eine Geschichte, die lange in mir nachhallen wird!
Eine ganze Weile habe ich mich nur an dem sehr guten Schreibstil und den wunderbaren Figuren (vor allem den Wortgefechten) erfreut. Denn die Story fängt so belanglos und fast harmlos an, dass ich sie nur nebenher wahr genommen habe. Aber wie immer ist Lehane ein Meister des Details. Bestimmte Gesprächsfetzen, Andeutungen oder (eigendlich unwichtig erscheinende) Handlungen erhalten im laufe der Geschichte so viel Gewicht wie ein LKW...
Was als "harmlose" Kindesentführung beginnt wird zur rasanten Achterbahnfahrt mit vielen Kehren und Wendungen, di man nicht erwartet. Und dann ist der Fall gelöst - ach nee, da sind ja noch fast 100 Seiten ?! Nun beginn Lehane das eigendliche Puzzel zu enträtseln und die Fahrt geht brutal weiter...
Neben der wiedereinmal herrlich schnoddrigen Art, den unvergleichlichen Gestalten, der enormen Tiefe seiner Charaktere, greift Lehane diesmal noch tiefer in die "Trickkiste". Mich haben natürlich seine "Hard Boiled"-Szenen wiedereinmal mitgerissen, aber langgelegt hat er mich mit einer Reihe ganz anderer Szenen. Immer wieder kam die Frage für mich auf "Wie würde ich entscheiden?" - denn nebenher ist dieser Roman auch eine Anklageschrift gegen bestehendes amerikanisches Recht!
Der Plot ist so übel, das ich erst einmal irgend etwas "Sinnlosen" lesen muß, um darüber hinweg zu kommen!
Mr.Lehane, sie sind gerade in meinen "Lieblingssautorenkreis" aufgestiegen!!
100°
Frank zu »Dennis Lehane: Kein Kinderspiel« 18.05.2010
Inhaltlich haben meine Vorschreiber/innen ja bereits alles wesentliche genannt.
Dennoch möchte ich noch anmerken, dass ich diesen Lehane für den schwächsten der Reihe halte.
Wobei das bei der hohen Qualität seiner Bücher keinesfalls bedeuten würde, dass es sich bei "Kein Kinderspiel" um einen schwachen Roman handelt.
Ganz übel im Vergleich allerdings die Verfilmung (Gone Baby Gone) - allein die Darstellung "Bubbas" rechtfertigt eine Hetzjagd auf den Regisseur. Von inhaltlichen Abweichungen mal ganz abgesehen.
85 %.
heinrich zu »Dennis Lehane: Kein Kinderspiel« 14.11.2009
Der Titel deutet an, worum es bei den Ermittlungen des Bostoner Detektiv-Duos diesmal geht - Lehane vollzieht das Durchlittene mißhandelter Kinder an einigen Stellen so detailliert nach, daß es kaum zu ertragen ist. Wer von den gewalttätigen Szenen in den vorhergehenden Kenzie-Gennaro-Geschichten schockiert war, sollte dieses Buch nicht lesen!
Patrick und Angela werden im Laufe ihrer Nachforschungen psychisch und physisch in Mitleidenschaft gezogen, als sich die Suche nach der vermißten Amanda zu einer offensichtlichen Auseinandersetzung zwischen Gangstern und der Bostoner Polizei ausweitet, bei der die Beiden zwischen die Fronten geraten.
Lehane ist es gelungen, ein komplexes soziales Problem für den Leser faßbar zu machen und in eine überaus spannende Geschichte zu verpacken; was mich allerdings nicht überzeugt, ist die schablonenhafte Darstellung der Polizisten zwischen absoluter Gewaltbereitschaft im Dienst und naiver Familienidylle nach Feierabend. Dramatisch wird es am Ende, als sich Patrick und Angela über die unvermeidliche Entscheidung zwischen Gesetz und Kindesinteressen zerstreiten. Als Fan der Reihe vergebe ich 84°
koepper zu »Dennis Lehane: Kein Kinderspiel« 16.07.2009
Endlich wieder ein tolles Buch! Lehanes "Kein Kinderspiel" ist ein weiterer sehr guter Krimi. Die Geschichte ist hart, es geht um Kindesmißbrauch, widerwärtigster Art. Lehane schildert nicht nur dies, sondern beschreibt sehr eindringlich auch die alttägliche, gedankenlose, selbstsüchtige Vernachlässigung von Kindern und deren Folgen. Das macht er sehr sensibel.
Das alles und mehr ist verpackt in einer vielschichtigen und spannenden Geschichte.
Das Ermittler- und Liebespaar Patrick Kenzie und Angela Gennaro sind zwei mutige, engagierte und absolut sympathische Gestalten. Lehane gelingt es, die Liebesbeziehung der beiden unverkitscht in die Geschichte einzubauen.
Gelegentlich schweift Lehane ab z.B. um ausführlich ein Footballspiel zwischen Cops zu schildern. Da er wirklich gut schreiben kann, störte mich das überhaupt nicht; der Unterhaltungswert des Buches erfuhr dadurch eine Steigerung:
Das Buch ist von vorne bis zum Schluss spannend, erst ganz am Ende klärt sich die Geschichte auf.
Lehane gönnt uns kein glattes happy end, es löst sich nicht alles in Wohlgefallen auf. Dies hätte auch nicht zu diesem harten, hervorragenden Buch gepasst.
Empfehlung.
3 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Falcon zu »Dennis Lehane: Kein Kinderspiel« 11.10.2008
Mit jedem Buch das ich von diesem Autor lese, wird er mir sympatischer.
Lehane schafft es das Thema Kindsmissbrauch in einem neuen Licht zu betrachten.
Die verschachtelten Zusammenhänge werden erst gegen Ende hin klarer.
Dieses ist dann auch konsequent durchgezogen und regt zum Nachdenken an.
Etwas störend fand ich die diversen Hinweise auf vorangegangenen Fälle von Angela und Patrick. Meiner Meinung nach überflüssige Hinweise, denn auch ohne diese Rückblicke war die Figurenzeichnung exzellent. Dies ist wohl auch eine der Stärken von Lehene.
Sehr guter nachhaltitger Lesestoff, welcher zurecht ausgezeichnet worden ist.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Bibi Heckel zu »Dennis Lehane: Kein Kinderspiel« 03.09.2008
Mein erster Roman von Dennis Lehane und ich bin total begeistert. Als passionierte Krimi- und Thrillerleserin passiert es oft, dass ich viele Dinge schon vorhersagen kann, bevor ich sie lese. Nicht so bei diesem Buch. Ich bin noch nicht ganz fertig und habe bisher immer noch keine Vorstellung davon, wie das Buch enden wird.

Werde mir auf jeden Fall so schnell wie möglich die anderen Bücher von Lehane besorgen, zumal die beiden Hauptfiguren einem auch sehr sympatisch sind und man immer wieder Zeilen zum schmunzeln findet (z. B. über Bubba und seine Art und seine Kommentare).
Rolf.P zu »Dennis Lehane: Kein Kinderspiel« 02.09.2008
Dennis Lehane - schon der Name des Autors ist für mich ein Qualitätssiegel! Einer der besten 10 Krimis des Jahres - so steht es im Klappentext des Buches und diese Einschätzung kann ich nur dick unterstreichen.
Bei seinem vierten Kenzie-Gennaro Krimi schafft es der Autor nicht nur die bisher in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen, sondern die Freude über das Buch und den Fall noch zu steigern.
Lehane hat sich mit diesem Fall eine nicht alltägliche Geschichte ausgedacht, sondern lässt den Leser auf eine Art Verbrechen schauen, wo sich nicht alles auf Anhieb als schwarz oder weiß darstellt. Dies bekommt auch die Beziehung zwischen Gennaro und Kenzie zu spüren.
Während den Ermittlungen gibt es einige überraschende Wendungen und bald wird klar, dass einige Protagonisten noch eine andere Seiten haben. Überhaupt scheint der Autor darauf Wertzulegen, dass der Leser, die Figuren von allen Seiten kennenlernt. Es wird dargelegt, dass auch die vermeintlich Bösen eine andere Seite haben.
Auch bei diesem Buch passt wieder alles: Spannung von Anfang bis Ende, Überraschungen auf fast jeder Seite und trotz aller Grausamkeiten auch die richtige Dosis Humor. Die Krönung des Werkes ist das furiose Finale mit einer nicht alltäglichen Lösung. Dabei bleibt es dem Leser überlassen, wie er die Lösung bewertet.

Eine Warnung sei auch angebracht: zart besaitete Gemüter, denen die Schilderung von Gewalt an Kindern zu schaffen macht, sollten die Hände von diesem Buch lassen, denn genau darum geht es - um Kindesentführung, Kindesmissbrauch und Pädophilie... und um die Frage "was ist richtig und was ist falsch kann es richtig sein das Falsche zu tun, weil man es vom Gesetz her tun muss?"

Lehane gehört für mich zur U.S. Spitzenliga der "Hardboiled" Krimiautoren!
Lesen! Lesen! Lesen!
Sus1978 zu »Dennis Lehane: Kein Kinderspiel« 13.05.2008
Ein Buch, auf das ich eher durch Zufall gestoßen bin weil ich mir die Verfilmung dazu (Regie Debut von Ben Affleck) ausgeliehen habe. Ich lese Entführungsfälle sehr gern und außer Mystik River habe ich bisher kein Buch von D. Lehane vorher gelesen.

Doch ich fand Patrick Kenzie so genial dargestellt in dem Film, und dermaßen charimatisch, dass ich neugierig geworden bin, wei die Vorlage wohl sein mag. Schließlich haben die Crew und der Autor selbst im Bonusmaterial über das Buch gesprochen, so dass ich es mir gleich ausgeliehen habe! WOW! Es übertrifft den Film um Längen (wie die meisten Bücher) sauspannend und genial geschrieben, einfühlsam aus P. Kenzies Sicht und ein heikles Thema fesselnd dargestellt. Auch ich hab oft Tränen in dne Augen gehabt! Auch die Verwirrungen sind gut gestrickt! Ich hol grad die anderen Bücher von D. Lehane alle nach, Patrick Kenzie mein neuer Held! Wie konnte ich diese Reihe vorher nur verpassen???
bubble70124 zu »Dennis Lehane: Kein Kinderspiel« 16.04.2008
Wow, ich habe das Gefühl, das wird von Buch zu Buch besser.

Das heikle Thema Kindesmißbrauch wurde gut dargestellt und umgesetzt - nicht zu hart aber auch nicht zu weich. Am Ende die Gratwanderung zwischen Richtig und Falsch fand ich besonders gelungen. Es ist eben nicht immer alles schwarz oder weiß.

Ich habe wieder voll mitgelebt. Die Mutter der kleinen Amanda hätte ich am liebsten mal deftig geschüttelt und die Schießerei im Steinbruch - ich glaube ich war mittendrin :-)
Sonny zu »Dennis Lehane: Kein Kinderspiel« 23.03.2008
Meine Erwartungen an den nächsten Lehane wurden mal wieder voll erfüllt. Spannend, witzig und flüssig geschrieben. Die einzelnen Personen allzu menschlich dargestellt.
Das Ende hinterlässt einen kleinen Nachgeschmack. Wie hätte ich gehandelt?
Band 5 liegt schon bereit.

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