Kein Grund zur Trauer von Deborah Crombie

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1996 unter dem Titel Mourn not your dead, deutsche Ausgabe erstmals 1996 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 4 der Duncan-Kincaid-Serie.

  • New York: Scribner's, 1996 unter dem Titel Mourn not your dead. ISBN: 0684197707. 253 Seiten.
  • München: Goldmann, 1996. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti . ISBN: 3-442-43229-4. 318 Seiten.
  • München: Goldmann, 1998. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti. ISBN: 3-442-05988-7. 318 Seiten.
  • München: Goldmann, 2011. Übersetzt von Mechtild Sandberg-Ciletti . 318 Seiten.

'Kein Grund zur Trauer' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Ein Fall der Sonderklasse aus der Erfolgsserie mit Inspector Kincaid und Sergeant Gemma James: Der hochrangige Polizeibeamte Gilbert wird in seinem Haus erschlagen aufgefunden. Was zuerst wie die Tat eines Einbrechers aussieht und sich dann als Eifersuchtsdrama präsentiert, entwickelt sich zu einem der verzwicktesten und rätselhaftesten Fälle für die beiden Ermittler.

Das meint Krimi-Couch.de: »Der Schlüsselroman in der Beziehung zwischen Kincaid und James« 70°

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

Nach Abschluss ihres letzten Falles kamen sich Superintendent Duncan Kincaid und Inspector Gemma James näher als erwartet. Nun befürchtet Gemma einen großen Fehler begangen zu haben, muss sie doch allein schon ihres Sohnes Toby willen an ihre Karriere denken. So wissen weder James noch Kincaid mit der neuen Situation umzugehen, was für ihren neuen Fall nicht gerade dienlich ist. Ein hochrangiger Polizist, Commander Alastair Gilbert, wurde in seiner Küche erschlagen. Gilbert lebte in dem kleinen Ort namens Hombury St. Mary zusammen mit seiner Frau Claire und seiner Stieftochter Lucy Penmaric. Claire und Lucy kamen nach übereinstimmender Aussage von einem gemeinsamen Einkauf zurück als sie die Leiche des Commanders fanden.

Kincaid und Gemma sind skeptisch, denn Spuren für einen Einbruch gibt es nicht. Allerdings stellen die beiden schon bald fest, dass Alastair Gilbert in Hombury St. Mary alles andere als beliebt war. Arrogant und unnahbar erschien der Commander und machte sich damit etliche Feinde. Der Wirt des örtlichen Pubs bat ihn einst um Hilfe für seinen bereits vorbestraften Sohn, erntete jedoch reine Ablehnung. Gerüchte besagen zudem, dass Gilberts Ehefrau Claire ein Verhältnis mit ihrem Arbeitgeber gehabt haben soll. Im Verlauf ihrer Ermittlungen geraten zudem auch ehemalige Mitarbeiter Gilberts in Verdacht, allen voran sein ehemaliger Stellvertreter Ogilvie, dem Gilbert einst eine Beförderung verbaute und der zudem in Verdacht steht, bei illegalen Geschäften die Hand aufgehalten zu haben. Superintendent Kincaid kommt nur sehr langsam voran, nicht zuletzt wohl auch deswegen, weil der im Ort zuständige Chief Inspector Nick Deveney ein Auge auf Gemma geworfen hat…

Alles wie gehabt. So einfach könnte man es sich machen und in der Tat hat man es bei Autorinnen wie Deborah Crombie mit der berühmten »Bank« zu tun. Der Leser oder vielmehr die Leserin weis genau was sie bekommt. Englische Kriminalliteratur »von der Stange« und dies im durchaus positiven Sinn. Die amerikanische Autorin liefert mit Kein Grund zur Trauer den »Schlüsselroman« in der Beziehung zwischen Superintendent Duncan Kincaid und Inspector Gemma James und bedient nebenbei alle Klischees englischer Kriminalliteratur. Landschaften hier wie da und immer wieder geht es ins nächstgelegene Pub. Selbstverständlich dürfen zahlreiche Teerunden und Scones nicht fehlen, wo kämen wir da hin?

Gute englische Krimikost bietet Deborah Crombie, wobei sie einem allbewährten Muster folgt. Zahlreiche Verdächtige werden aufgebaut und am Ende folgt eine Lösung, die womöglich niemand auf der Rechnung hatte. Niemand? Nun ja, bilden Sie sich an dieser Stelle lieber selbst ein Urteil.

Geschickt baut Deborah Crombie ihren Plot auf. Immer neue Verdächtige werden in den Mittelpunkt der Ermittlungen geschoben, die so gar nicht weiter kommen wollen, vielleicht auch deswegen, weil es zwischen Kincaid und Gemma brodelt. Statt sich einmal in Ruhe auszusprechen folgt Missverständnis auf Missverständnis und als wäre dies nicht bereits schlimm genug, funkt noch Chief Inspector Deveney mit seinen Avancen an Gemma dazwischen. Gut so, denn sonst würde womöglich auffallen, dass die Story insgesamt ein wenig oberflächlich abgehandelt wird. Es gibt zwar genug Verdächtige, doch das Ende kommt ein bisschen zu schnell daher. Die Geschichte muss zu Ende gebracht werden und so kommt es zu einem mehr als zweifelhaften Showdown. Dieser trübt den bis dahin positiven Eindruck, so dass ein deutlicher Punktabzug die unvermeidbare Folge ist.

Jörg Kijanski, Juni 2010

Ihre Meinung zu »Deborah Crombie: Kein Grund zur Trauer«

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sabrina13582 zu »Deborah Crombie: Kein Grund zur Trauer« 27.05.2009
Wiedereinmal sehr schön geschrieben, spannungsgeladen, absolut nicht langweilige und bei Deborah Crombies Büchern besteht echt Suchtgefahr. Sehr schön beschreibt sie die einzelnen Charackter und ihre Hintergundgeschichten. Sie legt in ihren Büchern immer wieder falsche Fährten, und es gelingt ihr sehr schnell den Leser zu verwirren und rätseln zu lassen Wer denn jetzt der Mörder sein mag. Auch das Verhältnis zwischen Dunkan Kincaid und Gemma James wird toll erzählt und man ist immer gespannt wie es denn diesmal weiter geht!!!
sue82 zu »Deborah Crombie: Kein Grund zur Trauer« 04.04.2008
Wie auch die Vorgänger ist das 4te Buch um Kincaid und James spannend geschrieben. Die Story ist gut aufgebaut und lässt bis zum Ende nicht nach.
Fazit: Empfehlenswert aber man sollte der Reihe nach lesen.
CharlyDD zu »Deborah Crombie: Kein Grund zur Trauer« 10.03.2008
Der vierte Fall von dem Duncan Kincaid und Gemma James hat es endlich geschafft mich zu überzeugen.

Einziger Kritikpunkt diesmal ist, das Verhalten der beiden dem jeweils anderen Geschlecht gegenüber. Mir fällt auf, das in jedem Buch das Ermittlerduo sich ziemlich schnell zu irgendwelchen Verdächtigen oder anderen Kollegen hingezogen fühlt und seine Libido offensichtlich nicht unter Kontrolle hat. Gerade durch die neuen privaten Entwicklungen in „Kein Grund zur Trauer“ finde ich das irgendwie unpassend.

Ansonsten gab es diesmal nichts weiter auszusetzen und ich freue mich auf den nächsten Fall mit den beiden.
Luca zu »Deborah Crombie: Kein Grund zur Trauer« 04.12.2006
Der fall ist gu´t konstruirt und spannend.Man erfährt nach und nach mehr doch die auflosung hat mir sehr gefallen.Einfach nur klasse dises buch.Man sollte dieses buch wierklich lesen.
Carola zu »Deborah Crombie: Kein Grund zur Trauer« 16.02.2005
Ich schliesse mich der Meinung der andern hier an - absolut empfehlenswert! Man möchte gerne schneller vorwärts kommen und endlich wissen, was passiert. Wenn auch manchmal einiges voraussehbar ist, so geht doch die Spannung nicht verloren. Mir gefallen Duncan Kinkaid und Gemma James auch in diesem Buch.
Marion zu »Deborah Crombie: Kein Grund zur Trauer« 11.10.2004
wie auch "und ruhe in frieden" solide krimiarbeit; auch wieder zum miträtseln und nicht zu schwierig und/oder verschachtelt von der lösung her. interessant fand ich, dass, um den hintergrund der privatgeschichte kincaid/james verstehen zu können, eigentlich vorausgesetzt wurde, dass man "und ruhe.." gelesen hat. ich meine, natürlich erschliesst sich aus dem kontext, dass etwas zwischen kincaid&james geschehen ist, aber stichhaltiges erfährt man nicht. naja, ist aber für den krimiplot auch nicht wirklich entscheidend.
Anja zu »Deborah Crombie: Kein Grund zur Trauer« 27.04.2003
Wie auch die Vorgänger ein super Buch, wenn man neben kriminalistischer Spannung auch Zwischenmenschliches und eine Prise Gefühl in einem Roman mag bzw. sucht!
Außerdem ist für mich in der Roman-Reihe um Kincaid und James eine qualitative Steigerung von Episode zu Episode erkennbar.
Im Großen und Ganzen ein aus meiner Sicht sehr empfehlenswertes Buch!
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