Böses Erwachen von Deborah Crombie

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1999 unter dem Titel Kissed a sad Goodbye, deutsche Ausgabe erstmals 1999 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 6 der Duncan-Kincaid-Serie.

  • New York: Bantam, 1999 unter dem Titel Kissed a sad Goodbye. 322 Seiten.
  • München: Goldmann, 1999. Übersetzt von Christine Frauendorf-Mössel. ISBN: 3-442-30906-9. 446 Seiten.
  • München: Goldmann, 1999. Übersetzt von Christine Frauendorf-Mössel. ISBN: 3-442-44199-4. 446 Seiten.
  • München: Goldmann, 2000. Übersetzt von Christine Frauendorf-Mössel. ISBN: 3-442-44794-1. 446 Seiten.
  • München: Goldmann, 2001. Übersetzt von Christine Frauendorf-Mössel. ISBN: 3-442-44928-6. 446 Seiten.
  • München: Goldmann, 2001. Übersetzt von Christine Frauendorf-Mössel. ISBN: 3-442-05468-0. 446 Seiten.
  • München: Goldmann, 2009. Übersetzt von Christine Frauendorf-Mössel. ISBN: 978-3-442-47196-6. 446 Seiten.

'Böses Erwachen' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

In den verlassenen Londoner Royal Albert Docks wird die Leiche der jungen Millionenerbin Annabelle Hammond gefunden. Als Superintendent Duncan Kincaid und Sergeant Gemma James von Scotland Yard mit ihren Recherchen beginnen, erscheint zunächst jeder verdächtig.: Annabelles High-Society-Verlobter,der Straßenmusikant, der sie wohl als letzter lebend gesehen hat, der Exmann ihrer Schwester – sie alle hatten ein Motiv. Doch die Wurzeln des Falles reichen bis weit in die Vergangenheit zurück. Eine Geschichte von Vertrauen und Betrug, deren Folgen irgendwann nicht mehr zu kontrollieren sind …

Das meint Krimi-Couch.de: »Alles andere als ein böses Erwachen« 67°

Krimi-Rezension von Peter Kümmel

Sie sind mittlerweile schon richtig gute alte Bekannte geworden: Superintendant Duncan Kincaid von New Scotland Yard und seine engste Mitarbeiterin und mittlerweise auch Lebensgefährtin Sergeant Gemma James.

»Böses Erwachen« ist der sechste der Kriminalserie von Deborah Crombie. Dies ist nun das dritte Buch der Reihe, das ich gelesen habe, und ich erkenne von Buch zu Buch eine Steigerung. Mittlerweile kristallisiert sich da ein gewisses durchgängiges Konzept der Autorin heraus. Parallel zu einem aktuellen Fall der Gegenwart wird in kursiver Schrift eine Begebenheit aus der Vergangenheit geschildert. Nach und nach werden dann die Zusammenhänge zwischen beiden Ereignissen aufgezeigt.

Die Begebenheit aus der Vergangenheit beginnt in London im September 1939: Zu Kriegsbeginn wird der kleine Lewis Finch aus dem East End aufs Land evakuiert. Dort lernt er nicht nur die Freuden des Landlebens kennen, sondern auch die Leidenschaft der ersten Liebe.

In der Gegenwart wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Diese wird als Annabelle Hammond identifiziert, die Millionenerbin eines großen Tee-Imperiums. Was ist passiert, nachdem sie am Vorabend ihres Todes nach einem Streit eine Zusammenkunft bei ihrer Schwester plötzlich verlassen hat?

Irgendwie ist es auffällig, dass man Deborah Crombie immer 5 Verdächtige aufzählen kann. In diesem Fall sind dies:

Reginald Mortimer, der Verlobte der Toten. Hatte er einen Streit mit ihr?

 – Lewis Finch, eine Größe in der Baubranche, der Junge aus der Vorgeschichte. Hatte er ein Verhältnis mit Annabelle?

 – Gordon Finch, Straßenmusiker, der Sohn von Lewis Finch. Er sah sie als letzter lebend. Auch er könnte ein Verhältnis mit der Toten gehabt haben.

 – Teresa Robbins, Annabelles engste Mitarbeiterin, die vermutlich nach ihrem Tod die Firmenleitung übernehmen wird.

 – Martin Lowell, der Ex-Mann von Annabelles Schwester, auch er profitiert gewissermaßen vom Testament.

Es werden für jeden der Verdächtigen Motive konstruiert und teilweise wieder verworfen, doch wer schon mehrere Romane von Deborah Crombie gelesen hat, dem wird klar, dass erst, wenn das Geheimnis der Vorgeschichte gelöst ist, auch der Täter gefunden werden kann. Und trotz der vielen fiktiven Lösungsmöglickeiten des Falles ist die Auflösung wieder völlig anders.

Mit fast schon zuvielen Handlungssträngen beginnt das Buch. Für manchen vielleicht etwas zu verwirrend. Doch die Zusammenhänge klären sich recht schnell. Schwer zu beurteilen für mich, ob jemand, der den Vorgängerband nicht gelesen hat, sich in die Geschichte von Duncan Kincaids Sohn hineinfindet. Da wäre eine etwas genauere Zusammenfassung der Ereignisse doch sinvoll gewesen.

Die privaten Probleme der beiden Ermittler sind natürlich auch wieder zentrales Thema des Romans und für Serienleser sicher genauso spannend wie der eigentliche Fall.

Das meinen andere:

»Die Geschichte ist vom Anfang bis zum Ende höchst spannend. Ein weiteres Meisterwerk einer professionellen und äußerst talentierten Autorin.« (Kirkus Review)

Ihre Meinung zu »Deborah Crombie: Böses Erwachen«

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kjz zu »Deborah Crombie: Böses Erwachen« 03.01.2016
Leider einer der ödesten Krimis, die ich bisher gelesen habe. Über hunderte von Seiten wird nur gelabert, gelabert, gelabert. Die Handlung tritt praktisch auf der Stelle, kaum eine Fortentwicklung. Unterbrochen wird dies durch Rückblenden in die Zeit des zweiten Weltkrieges. Und letztendlich stellt sich heraus, dass sich der Mord auch nur aus dieser Zeit heraus erklärt. Dafür aber muss man sich durch hunderte Seiten belangloses Gerede in der Gegenwart kämpfen. So blieb die Spannung bis zum Schluß für mich auf dem absoluten Nullpunkt. Leider ein Krimi zum Abgewöhnen.
Lizzilein zu »Deborah Crombie: Böses Erwachen« 22.02.2015
Einer meiner Lieblingsbände aus der Deborah-Crombie-Reihe! Neben der persönlichen Geschichte der Ermittler wird der Londoner Stadtteil "Isle of Dogs" und seine Entwicklung thematisiert, außerdem die Kinder-Land-Verschickung im zweiten Weltkrieg und der Teehandel - und egal, welches Thema die Autorin anschneidet, alles ist interessant geschrieben und irgendwie "von Bedeutung" - ganz großartig!
sabrina13582 zu »Deborah Crombie: Böses Erwachen« 18.06.2009
Wiedereinmal ein tolles und spannendes Buch von Deborah Crombie. Wie sie die Schauplätze beschreibt ist einmalig, manches Mal hatte ich das Gefühl mitten in den Docklands auf der Isle of Dogs zu sein. Die Charaktere sind wie von ihr schon gewohnt sehr schön und ausführlich beschrieben. Und das Rätselraten wer denn jetzt der Mörder ist war schon ganz schön nervenaufreibend. Allerdings find ich das Tatmotiv nicht allzu gut gewählt, da es für mich nicht hunderprozentig nach zu voll ziehen ist. Auch die sonst von mir mit Spannung erwartete Weiterführung der Geschichte zwischen Kincaid und James, hat mich etwas enttäuscht, da es dort nicht wirklich voran ging. Aber ansonsten ist das Buch echt toll geschrieben und man kann es nur weiterempfehlen.
sue82 zu »Deborah Crombie: Böses Erwachen« 31.05.2008
Der 6te Fall um Kincaid und James war spannend und sehr gut beschrieben. Der Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart ist großartig. Auf jedenfall immer wieder ein Genuss.
CharlyDD zu »Deborah Crombie: Böses Erwachen« 15.04.2008
Seit dem letzten Fall von Kincaid und James bin ich eindeutig ein großer Fan von den englischen Krimis geworden.

Der 6. Fall war wieder ein wahrer Lesegenuss. Die Protagonisten entwickeln sich stets weiter und man ist versucht sofort den nächsten Band zur Hand zu nehmen.

Ganz besonders fasziniert bin ich von dem Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, auch wenn es diesmal dadurch sehr einfach ist dem Mörder schnell auf die Schliche zu kommen.
Luca zu »Deborah Crombie: Böses Erwachen« 04.12.2006
In diesem buch ferlaufen wieder zwei handlungsstränge (vergangenheit,gegenwart)nebeneinander.Das buch ist gut geschrieben auch Kincaids "bezihung"zu Kit (der mir sehr gefällt)wierd wieder mehr beschrieben.Aber der fall kommt nicht zu kurz.
Elke zu »Deborah Crombie: Böses Erwachen« 18.07.2005
Das erste Buch, dass ich von Frau Crombie gelesen habe und das war einen Volltreffer. Das "Puzzle" von Erlebnisse in der Vergangenheit zu den in der Gegenwart, die psychologie der Personagen und die Geschichte Londons sind einfach super dargestellt. Ich war sehr angenehm überrascht und habe mir sofort alle Bücher von Frau Crombie geholt. Die Ersten 2 sind zwar Unterhaltsam, aber können noch nicht an dieses Buch tippen. Es wird aber immer besser und man will immer mehr von Kincaid und James erfahren.
Michaela Müller zu »Deborah Crombie: Böses Erwachen« 29.04.2004
Ich bin ein total London Fan, weshalb ich mich vor langer Zeit für dieses Buch entschieden habe. Für alle, die London kennen und es lieben, sich während dem Lesen in bekannten oder unbekannten Gegenden Londons wieder zu finden, kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Leider haben mich in abnehmendem Masse alle anderen folgenden Geschichten (die ich gelesen habe) der Autorin entäuscht. Dies keineswegs aus dem Grund, dass der Plot nicht mehr in London angesiedet ist, sondern weil die Figuren den Leser nicht an sich heranlassen und die Spannung nicht recht aufkommen mag. Bereits nach wenigen Seite konnte ich mich nicht mehr auf die nächsten Schritte und Überraschungen freuen, sondern wollte einfach nur noch wissen, wer es denn nun war und aus welchem Motiv gemordet wurde.
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