Im Namen der Lüge von David Ellis

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel In the company of liars, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Heyne.

  • New York: G.P. Putman's Sons, 2005 unter dem Titel In the company of liars. 429 Seiten.
  • München: Heyne, 2009. Übersetzt von Alexander Wagner. ISBN: 978-3-453-43389-2. 429 Seiten.

'Im Namen der Lüge' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Allison Pagone war eine erfolgreiche Autorin, jetzt ist sie tot. Wurde sie ermordet? Je tiefer das FBI in ihre Vergangenheit eintaucht, umso mehr Ungereimtheiten ergeben sich. Könnte ihr Liebhaber etwas mit dem brisanten Todesfall zu tun haben? Stück für Stück entfaltet sich ein Minenfeld aus Intrigen, Verrat und kaltblütiger Berechnung, das bis in die Spitzen des weltweiten Terrorismus reicht.

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HelgaR zu »David Ellis: Im Namen der Lüge« 26.08.2010
Die Autorin und ehemalige Anwältin Allison Pagone, wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden und alles sieht nach Selbstmord aus, es gibt keinerlei Anzeichen für Mord. Diese Geschichte wird nun vom Ende her aufgerollt und führt zurück bis zum Anfang.

Allison ist von Mateo Pagone geschieden, hat eine zwanzigjährige Tochter Jessica und ist angeklagt ihren Liebhaber Sam Dillon ermordet zu haben. Der Fall wird von Jane McCoy und ihrem Partner Owen Harrick bearbeitet. Es ist alles sehr undurchsichtig und Allison trifft verschiedene Abkommen mit dem FBI, um ja ihre Familie aus den Ermittlungen herauszuhalten.

Das FBI will ihr helfen, der Todesstrafe zu entgehen, wenn sie ihren Ex-Mann Mat ausliefert. Dabei geht es um den internationalen Medikamenten-Konzern Flanagan-Maxx und ein besonderes Medikament, dass auszulaufen droht. Um eine Gesetzesvorlage für empfohlene Medikamente durchzudrücken, hat Mat angeblich drei Senatoren bestochen. Sie können es ihm aber nicht nachweisen, weil der einzige Zeuge, der es bestätigen könnte Sam ist, und der wurde ja ermordet. Eine ganz verrückte Geschichte, die bis in die Spitzen des weltweiten Terrorismus reicht.

Der Schleier hebt sich gegen Ende zu immer mehr und mehr und es kommen einige Überraschungen zu Tage. Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig beim Ende zu beginnen, aber ich kam rasch in den Ablauf hinein, auch wenn ich hin und wieder kurz zurückgeblättert habe. Die Protagonisten halten sich hier mehr im Hintergrund auf, da es hauptsächlich um die Geschichte von Allison geht. Die übrigen Personen waren leider etwas zu dünn beschrieben, die hätte ich gerne etwas markanter gehabt.

Eine sehr außergewöhnliche und ausgeklügelte Story und das alles im Rückwärtsgang, was sicher nicht so einfach zu schreiben ist. Sie hat mir jedenfalls unglaublich gut gefallen und ich bin schon auf das nächste Buch gespannt.
Jekylla zu »David Ellis: Im Namen der Lüge« 10.10.2009
Als ich das Buch begann, war ich mir gar nicht darüber klar, dass es komplett "rückwärts" erzählt wird und bin jetzt im nachhinein sehr angenehm überrascht, dass es gelungen ist, trotzdem spannungsbögen und überraschungen einzubauen. Sehr gelungen. Stelle ich mir sehr schwer vor als Autor, nicht zu früh zuviel vom Anfang zu verraten beim Rückwärtsschreiben. Schwerer als vom Ende beim Vorwärtsschreiben.
Thomas71 zu »David Ellis: Im Namen der Lüge« 04.09.2009
Eine Geschichte, die rückwärts erzählt wird. Kennt man aus dem Kino (z.B. Christopher Nolans Memento). Aber funktioniert das auch als Buch? Ich war sehr skeptisch, habe das Buch nur gelesen, weil ich "In Gottes Namen" von David Ellis klasse fand. Aber wie soll man Spannung in einen Thriller bringen, der kurz nach der Beerdigung der Hauptperson beginnt? Allison tot, Terroristen verhaftet, Spannungsbogen beendet, bevor er begonnen hat? Nein! Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit fand ich das Buch recht gelungen, zumal am Ende (oder sollte ich besser sagen am Beginn?) der Geschichte durchaus die eine oder andere Überraschung wartet, die der Geschichte und dem, was man zu Beginn zu wissen glaubt, eine völlig neue Bedeutung gibt. David Ellis wird es bestimmt nicht gelingen, das Thriller-Subgenre der Rückwärtsstory zu etablieren, als Idee ist "Im Name der Lüge" durchaus unterhaltsam und kriegt von mir einen Daumen nach oben...
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