Der Abgrund von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2001
unter dem Titel Last Man Standing,
deutsche Ausgabe erstmals 2003
bei Lübbe.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Virginia, 1990 - 2009.
- New York: Warner, 2001 unter dem Titel Last Man Standing. 548 Seiten.
-
Bergisch Gladbach: Lübbe, 2003.
Übersetzt von Uwe Anton.
ISBN:
3-7857-2110-2. 639 Seiten. -
Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2005.
Übersetzt von Uwe Anton.
ISBN:
3-404-15290-5. 639 Seiten. -
Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2006.
Übersetzt von Uwe Anton.
ISBN:
978-3-404-26539-8. 639 Seiten.
-
[Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2003.
Gesprochen von Ulrich Pleitgen.
gekürzt.
ISBN:
3-7857-1297-9. 6 CDs. -
[Hörbuch] München: audio media, 2008.
Gesprochen von Ulrich Pleitgen.
gekürzt.
ISBN:
3868044671. 6 CDs.
'Der Abgrund' ist erschienen als
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In Kürze:
Web London ist ein Held. Top-Mann in einem Top-Team – einer Elitetruppe des FBI. Doch das Team ist in eine Falle gelaufen, einen Hinterhalt, mit dem keiner gerechnet hat. Im Feuer der Maschinengewehre sind alle verblutet. Alle bis auf Web. Seine Kollegen halten Web für einen Verräter. Die Witwen seiner Freunde geben ihm die Schuld. Ihn aber quält die eine Frage: Warum hat er überlebt? Die Antwort liegt tief vergraben in seiner Vergangenheit …
Das meint Krimi-Couch.de: "Actionabenteuer + Psychothriller + Verschwörungstheorie = Kurzweil»
Krimi-Rezension von Michael Matzer überspringen
Web London: Top-Mann in einem Top-Team des FBI. Gestern waren sie noch «Die Sieger», doch heute sind alle tot – bis auf einen: Web London. Was ist der Grund für sein Überleben?
Web London ist ein knallharter Typ, aber was ihm da letzte Nacht passiert ist, haute selbst ihn um. Er gehört einem Hostage Rescue Team (HRT), also Geiselrettungsteam, des FBI an. Dementsprechend hoch qualifiziert war seine Ausbildung. Zusammen mit seinem Team schickte man ihn nach Richmond, Virginia, um ein Fabrikgebäude zu stürmen. Das Haus sollte angeblich einem Drogenbaron als Einsatzzentrale dienen und bis obenhin mit Unterlagen vollgestopft sein. Das einzige, was sich darin befand, waren ein Dutzend Maschinengewehre. Und die nahmen seine nichtsahnenden Teamkollegen sofort unter Feuer. (Wer hat sie verraten?)
Durch einen Zufall gelangt London als letzter zu dem Schauplatz des Blutbads. Auf dem Weg dorthin kommt er an einem Jungen vorbei, der zu ihm das Wort «Donnerhall» sagt. Fortan kann sich London kaum bewegen, er weiß nicht wieso. Mit größter Mühe gelingt es ihm, die Maschinengewehre eines nach dem anderen auszuschalten und sogar den Jungen wieder aus der Gefahrenzone wegzuschaffen. Er überlebt als einziger seines Teams. Natürlich fallen sowohl seine Vorgesetzten als auch die Medienfritzen über ihn her. Überlebt zu haben macht ihn schuldig; es lässt ihn wie einen Verräter aussehen.
Auch London macht sich schwere Vorwürfe. Was ist der Grund für sein Überleben? Um über das Trauma hinwegzukommen, begibt er sich, wie so viele seiner FBI- und HRT-Kollegen, in psychotherapeutische Behandlung bei Dr. Claire Daniels. Zuvor war er immer bei Ed O’Bannon in Betreuung gewesen, aber Dr. Daniels wollte seinen interessanten Fall übernehmen.
In der Praxis von Daniels und O’Bannon wird regelmäßige Hypnose als Mittel eingesetzt, um auf das zugreifen zu können, was das Bewusstsein im Gedächtnis weggesperrt hat. Bei diesen Sitzungen entdecken Dr. Daniels und London eine unglaubliche Tatsache: Am Tatort waren zwei Jungen, und sie wurden gegeneinander ausgetauscht. Der Junge, der «Donnerhall» sagte, war nicht der, den Web rettete. Doch auf die Frage, warum sich in dem angegriffenen Haus statt einiger harmloser Büros eine Batterie tödlicher MGs befand, hat auch Web keine Antwort. Der Gedanke an Verrat in den eigenen Reihen liegt nahe, und der Undercover-Agent Randall Cove, der den Angriff vorzubereiten half, bestätigt den Verdacht. (Das wäre in einem Baldacci-Thriller wahrlich nichts Neues.)
Zunächst sieht es so aus, als stecke eine sektiererische Miliz namens «The Free Society» unter einem gewissen Ernest B. Free dahinter, die zugleich auch den Drogenhandel an der Ostküste kontrolliert. Doch dann bekommen Web und sein bester Teamkamerad Paul Romano den Auftrag, einen reichen Pferdezüchter im Umland von Washington, D.C., zu beschützen. Billy Kenfield hat eine sehr schöne Frau, Gwen, und ein paar merkwürdige Gestalten als Ranchverwalter. Als ein Handy explodiert, scheint Web am richtigen Ort zu sein, um zu helfen.
Er ahnt nicht, dass auf dieser wie auch auf der Nachbarranch nicht alles so ist, wie es aussieht. Wie tief der Schlamassel ist, in den er hier geraten ist, ahnt er erst, als es schon fast zu spät ist.
Unterdessen macht Claire Daniels in der Praxis ihres Kollegen O’Bannon eine erschütternde Entdeckung, und sie entdeckt die Wahrheit über Web London selbst.
Wie so viele Romane von David Baldacci ist auch «Der Abgrund» eine Kombination von Psychothriller und Actionroman, garniert mit einer recht heftigen Verschwörung, die den Helden in ein frühes Grab führen soll. Wieder einmal kommt er gerade noch mit dem Leben davon.
Für die Action sorgen die spezialtrainierten HRT-Angehörigen mit ihren massenhaft eingesetzten Waffen, seien es nun Knarren oder Blendgranaten. Bis zum Showdown kann Web London also beweisen, was er drauf hat. Und das ist eine ganze Menge.
Dumm nur, dass er trotz allem doch kein Terminator, sondern ein menschliches Wesen ist. Das macht ihn zum Beispiel für posthypnotische Befehlswörter wie etwa «Donnerhall» anfällig und setzt ihn außer Gefecht. Das macht ihn aber auch fähig zur Liebe: zu Claire Daniels, zu Gwen Kenfield. Und die Hypnose legt offen, dass er in seiner Kindheit den gewaltsamen Tod seines Vaters zu ertragen hatte.
Das ist alles schön und gut, aber funktioniert es auch?
Leider nur unter bestimmten Bedingungen. Wie alle Baldaccis ist auch dieses Buch mit einer Vielfalt von Personal vollgestopft, und dies erfordert vom Leser erhöhte Konzentration auf die Namen, die von Szenen zu Szene wechseln. Die erhöhte Aufmerksamkeit kann leicht zu Kopfschmerzen führen. Um damit nicht so große Mühe zu haben, sollte man sich also, wie ich, frühzeitig eine Liste der auftretenden Figuren mit ihren Namen anlegen. (Schon in meiner Zusammenfassung habe ich etliche Nebenfiguren weggelassen, um euch nicht zu verwirren.)
Die Übersetzung ist ein richtiges Ärgernis. Einer der Profis hat sie angefertigt: Uwe Anton. Er ist schon seit über 20 Jahren im Geschäft und selbst Autor von Jugendromanen. Aber er hatte wohl zu wenig Zeit, um sein Werk zu überarbeiten, und so kamen zuweilen recht auffällige sprachliche Schnitzer zustande. Was zum Beispiel hat man sich unter einem «Laserpfeil» vorzustellen«? Auf den ersten Blick sieht das Wort okay aus, aber wenn man darüber nachdenkt, ergibt es keinen Sinn. Entweder ein Laserstrahl, da er aus Licht besteht, existiert oder er existiert nicht. Aber keine Waffe verschießt Pfeile aus Licht! Außer natürlich in irgendwelchen billigen Science Fiction-Filmen, wo sie zu den Spezialeffekten gehören (allerdings bestehen sie dort meist nicht aus purem Licht wie ein Laser, sondern angeblich aus Energie).
Allerdings ist Baldacci kein Science Fiction-Autor. Und da er sich scheut, wie ein Dichter irgendwelche Metaphern einzusetzen, taugt »Laserpfeil« auch als Metapher nicht. Es ist schlicht und ergreifend falsch ausgedrückt. Es gäbe noch etliche weitere misslungene Übertragungen ins Deutsche aufzuzählen, aber dieses Beispiel mag genügen. Aufmerksame Leser werden ohne weiteres auf sie stoßen.
Die Mischung aus Actionabenteuer und Psychothriller plus Verschwörungstheorie macht auch aus diesem Baldacci-Roman eine kurzweilige, unterhaltsame Sache. Allerdings macht es die Fülle der auftretenden Figuren nötig, eine Liste anzulegen, oder man verliert den Überblick und Zusammenhang.
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| La Dificil zu »David Baldacci: Der Abgrund« | 14.06.2011 |
|---|---|
| Angie Romano zu »David Baldacci: Der Abgrund« | 31.12.2009 |
| Ice-Lady zu »David Baldacci: Der Abgrund« | 05.08.2009 |
| AnnK zu »David Baldacci: Der Abgrund« | 27.03.2009 |
| Gera zu »David Baldacci: Der Abgrund« | 27.06.2008 |
| Spotty zu »David Baldacci: Der Abgrund« | 17.02.2008 |
| olympia zu »David Baldacci: Der Abgrund« | 05.01.2008 |
| Stephan zu »David Baldacci: Der Abgrund« | 20.07.2007 |
| Claudia zu »David Baldacci: Der Abgrund« | 26.01.2007 |
| TD zu »David Baldacci: Der Abgrund« | 03.01.2007 |
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