Der Malteser Falke von Dashiell Hammett

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1930 unter dem Titel The Maltese Falcon, deutsche Ausgabe erstmals 1951 bei Nest.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Kalifornien / San Francisco, 1910 - 1929.

  • New York: Alfred A. Knopf, 1930 unter dem Titel The Maltese Falcon. 302 Seiten.
  • Nürnberg: Nest, 1951. Übersetzt von Peter Fischer. Krähen-Bücher. 302 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Das goldene Vlies, 1955. Übersetzt von Peter Fischer. Ullstein-Bücher Nr. 57. 187 Seiten.
  • München: Goldmann, 1967. Übersetzt von Peter Fischer. 197 Seiten.
  • München: Goldmann, 1973. Übersetzt von Peter Fischer. ISBN: 3-442-02300-9. 219 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 1974. Übersetzt von Peter Naujack. ISBN: 3-257-20131-1. 234 Seiten.
  • Berlin: Volk und Welt, 1978. Übersetzt von Peter Naujack. 276 Seiten.
  • München: Süddeutsche Zeitung, 2006. Übersetzt von Peter Naujack. ISBN: 978-3866152250. 220 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2011. Übersetzt von Peter Naujack. ISBN: 978-3-257-24071-9. 234 Seiten.
  • [Hörbuch] Zürich: Diogenes, 2009. Gesprochen von Wiglaf Droste. ungekürzt. ISBN: 978-3-257-80254-2. 8 CDs.

'Der Malteser Falke' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Sam Spade, ewig zynischer Privatdetektiv in San Francisco, wird von der schönen Brigid um Hilfe gebeten. Da geschehen zwei Morde. Sam sieht sich in den Fängen einer gefährlichen Verbrecherbande, die skrupellos nach einer Statuette sucht: Der mit Diamanten besetzten Figur des Malteser Falken.

Das meinen andere:

»Ein großer Klassiker des Genres. Unvergeßlich, wie eine Blondine Sam Spade im Büro aufsucht und er sich auf die Suche nach einer Statuette begibt.« (Facts)

»Hammett war als Stilist durchaus knapp, schroff, spröde und hartgesotten; aber er brachte immer wieder fertig, was überhaupt nur die allerbesten Schriftsteller schaffen. Er schrieb Szenen, bei denen man das Gefühl hatte, sie seien noch niemals beschrieben worden.« (Basler Zeitung)

»Hammett hatte Nachfolger, wie Chandler. Er hatte keinen Rivalen.« (Welt am Sonntag)

»Ein besonderer Leckerbissen für alle Krimi-Fans.« (Die Weltwoche)

Ihre Meinung zu »Dashiell Hammett: Der Malteser Falke«

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Schrodo zu »Dashiell Hammett: Der Malteser Falke« 09.10.2009
Der Partner des Privatdetektivs Sam Spade ist erschossen worden. Obwohl Spade ihn nicht sonderlich mochte und zu allem Übel auch noch ein Verhältnis mit dessen Frau hatte, will er den Mord aufklären. Er entdeckt, dass eine ganze Gruppe von Gangstern auf der Suche nach dem Malteser Falken ist, einer kostbaren mit Edelsteinen besetzten Statue.
Logisch, dass Sam Spade, der Prototyp des ironisch – zynischen Kämpfers für die Gerechtigkeit, dabei natürlich kräftig mitmischen wird.
Das Buch erschien wohl erstmals in den 30er Jahren. So sind auch die Dialoge, einfach, knapp, treffend und auf das wesentliche beschränkt. Die Story ist spannend, gut durchdacht und stimmig. Wie immer bei solchen machohaften Hauptpersonen sind auch Mädels im Spiel, wie hier z.B. das zuckersüße Fräulein O’Shaughnessy, eine fabelhafte Intrigantin die versucht den guten Sam um den Finger zu wickeln. Ob sie das schafft, und wie cool der coole Sam da bleiben kann?
Larry Dimmick zu »Dashiell Hammett: Der Malteser Falke« 02.08.2009
Sam Spades Geschichte ist eigentlich eine Tragödie. Er unterscheidet sich von Philip Marlowe nur insofern, dass dieser oft melancholisch und bitter ist. Hammett gestattet seinem Charakter Spade keine besonderen menschlichen Regungen und so kann man Raymond Chandlers Urteil, Hammett habe sich nie wirklich auf seine Figuren eingelassen nachvollziehen. Spade bleibt also eine Skizze seines Autors, mit wenigen menschlichen Zügen, aber dafür mit einer zynischen Art ausgestattet, die ihn die Geschichte des Falken bestehen lässt. Spade braucht diesen Umgang um in seiner Zeit durchzukommen.
Stefan83 zu »Dashiell Hammett: Der Malteser Falke« 26.01.2008
Dashiell Hammetts dritter Roman „Der Malteser Falke“ gilt nicht nur als einer seiner besten, sondern auch als (im Verbund mit den Werken Raymond Chandlers) Inbegriff des hard-boilded Detektivromans. Die Hauptfigur Sam Spade ist bis heute wohl eine der bekanntesten der Krimiszene, was sie natürlich nicht zuletzt der gelungenen Darstellung Humphrey Bogarts in der Verfilmung verdankt. Spade ist ein harter Knochen mit Macho-Allüren, der mit Frauen außerhalb des Betts nicht wirklich umgehen kann und sich weder von Leichen noch von persönlichen Schicksalsschlägen beeindrucken lässt. Ihm fehlen schlichtweg die sentimentalen Anwandlungen von Chandlers Figur Philip Marlowe. Fälle wie Klienten werden mit eiskalter Präzision angepackt und mit tiefschwarzem Zynismus betrachtet. So verwundert es auch nicht, dass der Tod seines Partners Spade ebenso wenig berührt wie die Hilfegesuche der bildschönen Brigid. Job ist Job, Ausnahmen werden keine gemacht. Hammett hat mit „Der Malteser Falke“ eine Story auf Papier gebracht, bei der der eigentliche Handlungsfaden sich desöfteren im Gewirr der undurchschaubaren Figuren verliert. Die Statue der maltesischen Ordenritter, welche nicht nur titelgebend sondern auch Grund für all die Querelen ist, gerät dabei immer mehr in den Hintergrund. Das ist aber auch größtenteils unerheblich, da es Hammett dafür meisterhaft schafft, die Atmosphäre des San Franciscos der 30er Jahre einzufangen und den beteiligten Charakteren, trotz der Kürze ihrer Auftritte eine realistische, authentische Tiefe zu verleihen. Man glaubt förmlich (auch ohne den Film selbst je gesehen zu haben) die harten Männern mit ihren Hüten und langen Mänteln durchs Bild stolzieren, ihre Zigaretten glühen zu sehn. Dies ist insofern erstaunlich, da sich der Autor mit bildreicher Sprache zurückhält und sich nicht in weit ausschweifenden Beschreibungen verliert. Dafür hapert es allerdings an anderer Stelle. Obwohl der Plot was die vielen Wendungen und Überraschungen betrifft durchaus das Potenzial dafür hätte, vermag richtige Spannung leider nur wenig aufzukommen. Insgesamt ist „Der Malteser Falke“ ohne Zweifel ein kurzweiliger, literarischer Klassiker, der in erster Linie durch seine knallharte Hauptfigur und die meisterhafte Dialoggestaltung überzeugt, das Prädikat eines Spannungsromans aber nur streckenweise verdient hat. Chandler bleibt in dieser Hinsicht, obwohl er sich selbst als Schüler Hammetts gesehen hat, die bessere Wahl.
detno zu »Dashiell Hammett: Der Malteser Falke« 16.01.2008
Den überwiegend sehr positiven Bewertungen meiner Vorschreiber/innen kann ich mich leider nicht anschließen. Ich habe das Werk im Rahmen der SZ-Krimi-Reihe gelesen und kann nur feststellen, dass nach diesem 1. Band aus dieser Serie weitere folgen, die viel eher einen Kult-Status haben. Sam Spades konnte mich als "Typ" ebenso wenig fesseln wie der Schreibstil von Dashiell Hammett.

Aber die Geschmäcker sind eben verschieden, und das ist auch gut so.
xwillaxwonkax zu »Dashiell Hammett: Der Malteser Falke« 25.11.2007
Einfach besonders. "Der Malteser Falke" hat seinen Kult- und Klassikerstatus absolut verdient.
Klar - nicht vergleichbar mit Büchern des 21. Jh., und doch ist es eine Kunst, ein Buch zu schreiben, das noch so viele Jahre später gelesen und geliebt wird. Diese Kunst beherrscht Dashiell Hammett wie kaum ein anderer - mit dem Schaffen Sam Spades, der mich als simpler Charakter schon fasziniert hat, hat er wortwörtlich Geschichte geschrieben!
lev25 zu »Dashiell Hammett: Der Malteser Falke« 24.09.2007
Hammet zu beschreiben ist nicht einfach. Wo andere Schriftsteller mit Malern zu vergleichen sind, die an einer realitätsgetreuen Nachbildung der Wirklichkeit arbeiten, da ist Hammet der Bildhauer der eine nahezu haptische Wirklichkeit erschafft. Dreidimensional und sehr atmosphärisch sind seine Szenen. An Hammst dürfen sich auch Autoren außerhalb des Kimi-Genres messen. Bei ihm ist der Weg der Genuß. Dabei gerät auch eine Handlung wie bei "Der Malteser Falke" zur Nebensächlichkeit.
lev25 zu »Dashiell Hammett: Der Malteser Falke« 16.08.2007
Ein klassischer Männerroman mit knallhartem Handlungsstrang. Warscheinlich nicht für Frauen oder zu verkopfte Kerle geeignet. Verdient nach wie vor absolute Höchstnoten.
Fabian zu »Dashiell Hammett: Der Malteser Falke« 12.04.2007
Natürlich wirkt dieser Roman auf den ersten Seiten etwas veraltet,doch man sollte bedenken,dass dieser Roman mit seinen Protagonisten damals in keinem Fall das Klischee für einen Dedektiv war.Spade und auch Marlowe,Hammer und Archer waren damals ein Novum für den Leser und wie auch schon in einer früheren Rezension erwähnt geradezu schockierend für den Leser von abgetakelten Briten Krimis wie denen von Christie usw.Dennoch ist Dashiell Hammett auch heute noch für mich einer der besten Autoren,zusammen mit Schreibern wie Chandler,Macdonald oder auch Mickey Spillane und wesentlich unterhaltsamer als irgendein schlecht recherchierter Kirchen-Thriller von Dan Brown.
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Werner Schmidt zu »Dashiell Hammett: Der Malteser Falke« 30.01.2007
Dashiell Hammett, der desillusionierte Autor, schreibt in Sam Spade hinein seine eigene Biographie. Leicht ist es für die Söhne eines Mankell, den "Malteser Falken" rückblickend zu Makulatur zu kritisieren. Aber zu seiner Zeit war Hammett revolutionär, ähnlich den schwedischen Ehepaar Sjöwall/Wahlö, deren Kommissar Beck von Jahr zu Jahr folglich von Roman zu Roman sich ständig stärker konfrontiert sieht mit einer Gesellschaft, die nicht mehr die seine ist, die er nicht versteht. Vergleichbar möglicherweise nur noch mit dem bitteren Spott, der Häme und Ironie eines Manuel Vazquez Montalbán.
Dashiell Hammett hat das Genre neu erfunden. Chandler und Ellroy sind ihm - jeweils für ihre Epoche - ebenbürtig.
Shellingford zu »Dashiell Hammett: Der Malteser Falke« 26.10.2006
Dieser Roman ist absolut nicht mein Geschmack! Es ist selten, dass ich für ein zweihundert Seiten starkes Buch länger als eine Woche brauche, aber wenn, dann lege ich das Buch ratlos aus der Hand. Wo kommt denn hier Spannung her? Die ganze Zeit wird nur auf irgendwelchen dunklen Machenschaften herumgeritten, obwohl eine Lösung kaum in Sicht kommt. Ich dachte, wenn ich einen Klassiker des Genres lese, komme ich auf meine Kosten, aber hier trifft das bestimmt nicht zu. Wäre das Ende wenigstens halbwegs überraschend gewesen, hätte ich dem Werk ein paar Pluspunkte zugeschrieben. Doch auch dieses enttäuscht durch einen unsinnig langen Dialog, wo man hofft, dass er bald zu Ende ist.
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