Paradies der Ungeheuer von Daniel Pennac

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1985 unter dem Titel Au bonheur des ogres, deutsche Ausgabe erstmals 1989 bei Rowohlt.
Ort & Zeit der Handlung: Frankreich / Paris, 1970 - 1989.
Folge 1 der Benjamin-Mallaussène-Serie.

  • Paris: Gallimard, 1985 unter dem Titel Au bonheur des ogres. 189 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1989. Übersetzt von Wolfgang Rentz. ISBN: 3-499-42922-5. 189 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1995. Übersetzt von Wolfgang Rentz. ISBN: 3-499-43179-3. 189 Seiten.
  • Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2001. Übersetzt von Eveline Passet. ISBN: 3-462-03019-1. 285 Seiten.

'Paradies der Ungeheuer' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Von Beruf ist Benjamin Malaussène Sündenbock, aber auch großer Bruder und Ernährer zahlreicher Halbgeschwister. Die ganze Sippschaft wohnt in einem alten Laden im bunten Pariser Stadtteil Belleville. Väter gibt es nicht, und Maman ist ständig in Liebesabenteuern unterwegs. Benjamin arbeitet in einem großen Pariser Kaufhaus in der Reklamationsabteilung, hält für alle Pannen seinen Kopf hin. Aber man will ihm noch mehr anhängen: eine Serie geheimnisvoller Bombenexplosionen im Kaufhaus, deren Opfer sich ausgerechnet immer in seiner Nähe aufhielten. Doch die Ermittlungen des Kriminalkommissars Coudrier führen in eine andere Richtung. Benjamin könnte aufatmen, wenn nicht zu Hause bei den Geschwistern dauernd etwas schief ginge: Jeremy bastelt in der Schule erfolgreich eine Bombe, Louna kriegt Zwillinge, Julius der Hund erleidet seinen ersten epileptischen Anfall. Und in all dem Trubel verliebt Benjamin sich unsterblich in die überwältigende Journalistin »Tante Julia«.

Ihre Meinung zu »Daniel Pennac: Paradies der Ungeheuer«

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tedesca zu »Daniel Pennac: Paradies der Ungeheuer« 11.11.2011
Mit den Malaussènes hat Daniel Pennac eine einzigartige Familie geschaffen, wie sie bunter nicht sein könnte. Mein erster Gedanke galt den Flodders, aber ganz so verkommen sind die Franzosen nicht, sie leben auch nicht von der Wohlfahrt. Sondern von der ehrlichen Arbeit Benjamins, der damit sich selbst, einen riesigen Hund und eine unüberschaubare Anzahl von Geschwistern finanzieren muss, von denen jeder einzelne seine unverkennbaren Schrullen hat.
Abgesehen von der Vorstellung dieser illustren Gesellschaft passiert aber auch ganz schön viel auf diesen 282 Seiten. Mehrere Bomben explodieren, ein Hund fällt ins Koma, und eine Geheimgesellschaft ergeht sich in den dunkelsten Praktiken.
Alles in allem ein wirklich witziges Lesevergnügen mit einer gelungenen Mischung aus feiner Ironie und provokantem Brachialhumor, einer Prise Emotion und Tiefgang, sowie einem nicht unwesentlichen Anteil Spannung.
"Paradies der Ungeheuer" ist der erste Teil einer längeren Reihe, der zweite ist bereits bestellt. Ihr werdet also noch mehr von den Malaussènes zu lesen bekommen!
Andrea Porsfeld zu »Daniel Pennac: Paradies der Ungeheuer« 27.09.2007
Ich habe das Buch dieses Jahr durch Zufall in die Hände gekriegt und sofort verschlungen. Schön war, dass ich es in Südfrankreich gelesen habe und danach direkt noch ein paar Tage in Paris halt gemacht habe. So war ich gut eingestimmt.
Mich haben die Malausènnes auch sofort in den Bann gezogen. Ich werde mir auf jeden Fall noch die anderen Bücher vorknöpfen. Es macht Spaß es zu lesen. Pennac hat eine mir sehr angenehme Art zu erzählen. Mit vielen kleinen, lustigen Andeutungen. Aber trotzdem hält das Buch die ganze Zeit einen Spannungsbogen bis zum nicht vorhersehbaren Schluß.
Gaby zu »Daniel Pennac: Paradies der Ungeheuer« 22.01.2007
Auch ich bin völlig begeisterte Malaussene-Anhängerin, ebenfalls seit den 90'ern. Pennac hatte damals versprochen, vier Romane über diesen Clan zu veröffentlichen. Jahrelang blieb es jedoch bei Dreien, ich habe immerzu in den Buchhandlungen nachgefragt. Funkstille. Und plötzlich, vor zwei Jahren, liest der Mann HIER in KÖLN während der Lit-Cologne aus seinem neuen Werk "Monsieur Mallaussene"! Ich war hin und weg. Und vor allem natürlich : DA, bei der Lesung. Habe dort das Buch gekauft und mir von einem super geduldigen Autor signieren lassen (JedeR in der langen, langen Schlange bekam außer der Widmung noch eine Zeichnung hinzu geliefert!!!). Seine Frau -er hätte gar nicht zu erwähnen brauchen, dass sie das Vorbild für Tante Julie ist, es springt einen förmlich an-, hat ihn begleitet. Die Lesung mit Hilfe seiner Übersetzerin und dem Schauspieler Jürgen Tarrach war erste Sahne, der neue, umfangreichere Roman die Wucht in Tüten. Aber hier, im "Paradies der Ungeheuer" nimmt der französische Familienwahnsinn seinen Anfang. Nicht verpassen -> Suchtfaktor!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Meeresbrise zu »Daniel Pennac: Paradies der Ungeheuer« 15.07.2004
Kennengelernt habe ich Pennacs Krimis schon vor zehn Jahren. Da waren sie tw. nicht mehr im Buchhandel lieferbar. Mir fiel spontan nur die Begriffe skurril, verrückt-liebenswert und überraschend ein. Man lässt sich so von den vielen tw. irrwitzigen Details ablenken, das man vergisst, das es ein Krimi ist und ist am Ende doch von der Lösung sehr überrascht. Die Malaussène-Sippe ist am Anfang (um es dezent auszudrücken) etwas gewöhnungsbedürftig, dann aber möchte man immer mehr erfahren. Ich freue mich, das die Krimis wider lieferbar sind und kann jedem, der Lust auf Skurill-Witziges, leicht schräge Krimis hat, diese Malaussène's nur empfehlen.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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