Hangman. Das Spiel des Mörders von Daniel Cole

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2018 unter dem Titel Hangman, deutsche Ausgabe erstmals 2018 bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New York, 2010 - heute.
Folge 2 der New-Scotland-Yard-Serie.

  • -: -, 2018 unter dem Titel Hangman. 480 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 2018. Übersetzt von Conny Lösch. ISBN: 978-3-548-28921-2. 480 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2018. Gesprochen von Peter Lontzek. ISBN: 3957131138. 2 CDs.

'Hangman. Das Spiel des Mörders' ist erschienen als TaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

In New York wurde ein Toter von der Decke hängend gefunden, das Wort Köder ist tief in seine Brust geritzt. Das lässt nur einen Schluss zu: Ein Killer kopiert den berühmten Londoner Ragdoll-Fall. Chief Inspector Emily Baxter wird sofort von den US-Ermittlern angefordert. In den USA ist der Druck der Medien enorm. Als ein zweiter Toter entdeckt wird, diesmal mit dem Wort »Puppe« auf der Brust, dreht die Presse völlig durch und mit ihr die Internet-Communities. Baxter und ihre Kollegen von FBI und CIA werden zum Spielball des grausamen Mörders wer kann seinen Irrsinn stoppen? Und wer hält im Hintergrund die Fäden in der Hand?

Das meint Krimi-Couch.de: Galgenmännchen weht im Wind 50°

Krimi-Rezension von Jochen König

Etwa anderthalb Jahre sind vergangen, seit der »Ragdoll«-Killer (nein, kein Katzenmörder) sein Unwesen trieb. Der Fall wurde auf unsanfte Weise abgeschlossen, der leitende Ermittler und die Hauptfigur aus Daniel Coles Roman, DS William-Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, ist seitdem verschwunden. Deshalb rückt im zweiten Teil der Serie seine beförderte Kollegin Chief Inspector Emily Baxter weiter ins Zentrum. Damit sie das, was auf sie zukommt, nicht alleine schultern muss, stehen ihr CIA-Agent Damien (»Das Omen« – ihr wisst schon) Rouche und FBI-Ermittlerin Elliot Curtis zur Seite. Nicht ganz unbeteiligt am Geschehen ist auch Computer-As Edmunds, der sich zurück ins Betrugsdezernat hat versetzen lassen, und von dort aus seiner Freundin Baxter unter die Arme greift.

Von britischen Lumpenpuppen und amerikanischen Ködern

Ein Erhängter bringt die bunte Ermittlerschar in New York zusammen. Der baumelnde Tote trägt den gleichen Namen wie der vermisste Wolf, in seine Brust ist das Wort »Köder« eingeritzt. Derart auf die Ragdoll-Morde verweisend, sehen sich die amerikanischen Ermittlungsbehörden genötigt, Emily Baxter zu kontaktieren und zumindest formal in die Untersuchung einzubeziehen. Die lässt sich zweimal bitten, ist dann aber mitten in einem mörderischen Geschehen, welches weitere Opfer fordern wird, und Baxter sowie ihr zusammengewürfeltes Team von London nach New York und wieder zurück führt.

Emily Baxter in tausend Nöten

Daniel Cole beweist Mut, indem er mit Emily Baxter eine sperrige, widerborstige Frauenfigur zur Protagonistin seines Romans macht. Viele Sympathiepunkte kann die renitente, trinkfreudige und paranoide Polizistin nicht auf sich vereinen. Höchstens gegenüber ihrer kriecherischen Vorgesetzten Commander Vanita oder deren amerikanischem Pendant Rose-Marie Lennox. Diese möchte Baxter sowieso nur aus Alibi-Gründen vor Ort haben, um sie schnellstmöglich ins informelle Abseits zu befördern. Da spielt DCI Baxter aber nicht mit. Leider fällt dem Autor zu Emily Baxters Kratzbürstigkeit kaum mehr ein, als sie wie ein unartiges Kind agieren zu lassen, das mit den Füßen aufstampft, wenn es ärgerlich ist und sein Handy durch die Gegend schmeißt, wenn eine Wutattacke naht. Davon gibt es einige. Irgendwie hinterlässt Baxter den Eindruck, sie sei aus einem Hanni und Nanni-Band ausgebüxt und bei der Polizei gelandet. Das passt allerdings gut zu den flachen Witzen, die den ansonsten grimmigen Roman durchziehen – wie die unfassbar peinliche Arachnophobie-Slapstick-Nummer im Hotelzimmer der nicht ganz so taffen Polizistin Curtis.

Meta-Thriller oder popkultureller Trash?

Als konsequenter, spannungsgeladener Thriller funktioniert »Hangman«, trotz der handelsüblichen, blutrünstigen Brutalitäten und dem hyperaktiven Herumgewese, kaum. Als Parodie wie paradigmatische Blaupause besitzt das Werk jedoch seine Meriten. Denn selten eindrücklich wird gezeigt wie unbedeutend Motivation, Logik und Nachvollziehbarkeit in derartigen Thrillern sind. In Coles Buch passiert, was passiert, weil es passiert, die Gründe dafür sind schlichtweg egal.

So wird aus einem vermuteten Serienmordfall die Studie einer obskuren Psychosekte, die im leichenreichen Finale des in New York spielenden Parts mehr an Monty Pythons fliegendes Suizid-Kommando der judäischen Volksfront erinnert als an verführte Fanatiker, deren blutreiches Ableben einem Schock gleichkommt.

Cole setzt sich mit Wonne über Regeln hinweg. FBI, CIA und New Scotland Yard ermitteln und arbeiten immer dort, wo sie sich gerade befinden, egal um welches Land, Uhrzeit oder welchen Fall es sich handelt. Der Ragdoll-Bezug bleibt seltsam vage und inhaltsleer, Täter werden aus dem Hut gezaubert und wieder fallengelassen, am Ende ist es völlig gleichgültig, wer sich als Drahtzieher hinter der (Selbst)mordserie entpuppt. Es hätte auch ein Pizzabote sein können, der mit seinem Trinkgeld unzufrieden ist.

Von Polizist*innen und flachen Pfeifen

Die Figuren, insbesondere die im Fokus stehenden Ermittler, werden charakterisiert durch ihre Tics und Macken, die aus gängigen Klischees bestehen. Das wirkt umso unglaubwürdiger, je überspannter es ausfällt. Ein todkrankes Kind reicht fürs nachhaltige Trauma nicht aus, das arme Dingelchen muss mit seiner Mutter auf dem Weg ins Krankenhaus bei einem Unfall aus dem Leben scheiden. Mit Ausnahme von DC Edmunds (der als bei solchen Stoffen omnipräsenter Computerfreak immerhin für einen Hauch von Ermittlungsarbeit steht) und marginal Emily Baxters momentanem Lebensgefährten Thomas, vermeidet Cole empathische Annäherungen. Kann man als Fußnote zu einer Welt in Auflösung verstehen, führt aber auch dazu, dass einem das Schicksal der Charaktere ziemlich gleichgültig ist. Selbst ein Todesfall im engeren Kreis der Hauptfiguren lässt völlig kalt. Ansonsten muss man sich keine Gedanken um deren Wohlbefinden machen, denn sogar mit gesplitterten Knochen scheint agiles Herumturnen unproblematisch zu sein.

Cole traut sich was

Formal herrscht ebenfalls fideles Chaos. So wird das Ende als Prolog vorweggenommen, um im Epilog wieder aufgegriffen zu werden. Nach 260 Seiten wird unvermittelt die Erzählperspektive aus Ermittlersicht aufgebrochen, um gelegentlich Kapitel (samt Überschriften, die es vorher nicht gab) aus Tätersicht einzufügen. Ein Notbehelf, der stakkatohaft für marginales Hintergrundwissen sorgen soll, doch nur das herrschende Chaos verstärkt. Denn »Hangman« erklärt nichts, behauptet nur und lässt seine todessehnsüchtigen Probanden wie Lemminge über die Klippe stürzen. Macht man halt so in Lemmingkreisen. Irgendein in der Vergangenheit zugefügtes Leid und die daraus resultierenden Rachegelüste werden sich schon zur Begründung für Massenmord, Sachbeschädigung und Erzeugung allgemeinen Tohuwabohus finden lassen. So hat sich Johnny Rotten »Anarchy in The UK« vermutlich nicht vorgestellt.

Der Sterne Licht am Mond zerbricht, doch dich zerbrach’s noch immer nicht *

Ganz zum Schluss setzt es noch eine Pointe der gewohnt schwachbrüstigen Art, die eine mögliche Fortsetzung vorbereiten soll. Dabei ist der, falls überhaupt vorhandene, Bedarf an Stoffpuppen und Galgenmännlein vollends gedeckt. Man muss übrigens »Ragdoll« nicht zwingend gelesen haben, um mit »Hangman« klarzukommen. Der Vorgänger ist für Anhänger gängiger Spannungsliteratur aber die bessere Alternative, das »Hangman«-Flickwerk ist ein eher spezielles Vergnügen für Leser, die Grenzen zum Absurden gerne überschreiten und auch in flachen Gewässern bizarre Kreaturen entdecken möchten.

* Christian Morgenstern, »Bundeslied der Galgenbrüder«

Jochen König, Februar 2018

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c-bird zu »Daniel Cole: Hangman. Das Spiel des Mörders« 26.01.2018
Hätte man besser erzählen können

Ein Toter an der New Yorker Brooklyn Bridge. In seine Brust ist das Wort „Köder“ eingeritzt. Schnell wird klar: Hier kopiert jemand den bekannten Londoner Ragdoll-Fall. Chief Inspector Emiliy Baxter wird vom FBI nach New York gerufen. Doch schon bald tauchen ähnliche Fälle auch in London auf…

„Hangman – Das Spiel des Mörders“ ist der zweite Fall rund um Chief Inspector Emily Baxter. Man muss den Erstling „Ragdoll“ aber nicht zwingend gelesen haben um Hangman zu verstehen. Doch das Buch nimmt immer wieder Bezug auf Ereignisse aus Ragdoll, die man ohne Vorkenntnisse nicht versteht. Zudem wird auch der Täter aus Ragdoll gespoilert. Meine Empfehlung ist daher die chronologische Reihenfolge einzuhalten.

Emily Baxter hatte ich noch als unsympathische Figur in Erinnerung. Und genau so war es auch zu Beginn des Buches. Sie wirkt kalt und egoistisch, trinkt zu viel. Doch der Charakter entwickelte sich durchaus positiv und so konnte sie zum Ende richtig bei mir punkten. Eine Frau, die gut in ihrem Job ist und sich durchsetzen kann, auch wenn sie Probleme damit hat anderen zu vertrauen. Ebenfalls wieder mit dabei der junge rothaarige Edmunds. Er ist der totale Sympathieträger und zeigt was er drauf hat beim Ermitteln. Ein wenig suspekt, aber trotzdem sympathisch ist der FBI-Agent Rouche. Ihn umgibt ein Geheimnis, welches aber im Verlauf der Handlung gelüftet wird. Die restlichen Figuren blieben meiner Meinung nach ziemlich blass, mir fehlten einfach Bilder dazu im Kopf.

Den Erzählstil von Daniel Cole würde ich nicht gerade als flüssig bezeichnen. Bei manchen Sätzen hatte ich den Eindruck, dass hier und da Wörter fehlen würden. Das Buch ist stellenweise ziemlich brutal und blutig. Besonders eine Szene war total unheimlich und schockierend. Hier hat Daniel Cole sich selbst übertroffen. Das Ende bietet einen richtig spektakulären Showdown mit jeder Menge Action, fast so als sei das Buch für eine Verfilmung geschrieben worden. Zusätzlich gibt es noch einen Cliffhanger am Ende, der wohl darauf abzielt, dass ein dritter Band erscheinen wird.

Insgesamt ein spannender Thriller, den man aber besser hätte erzählen können. Ich freue mich trotzdem auf den dritten Band.
books4ever zu »Daniel Cole: Hangman. Das Spiel des Mörders« 13.01.2018
Grandiose Fortsetzung

Mit „Hangman - Das Spiel des Mörders“ hat Daniel Cole eine gelungene Fortsetzung zu „Ragdoll“ geschrieben.
In New York kopiert ein Killer die Ragdoll-Morde. An der Brooklyn Bridge wurde ein Toter aufgehängt, in seine Brust das Wort „Köder“ eingeritzt. Der Name des toten Bankers: William Fawkes. Die mittlerweile beförderte Chief Inspector Emily Baxter wird sofort in die USA beordert, um an der Aufklärung des Falls mitzuwirken. Doch schon bald gibt es weitere Tote und diese werden gewiss nicht die letzten gewesen sein…

Im Mittelpunkt der Handlung steht diesmal Chief Inspector Emily Baxter. Sie ist eine eigenwillige Frau, die wenig Wert auf Freundlichkeit und die Einhaltung von Regeln legt. Mit ihren bissigen Bemerkungen gerät sie dabei das eine oder andere Mal mit den US-Ermittlern aneinander. Mir hat es gut gefallen, dass man im zweiten Teil etwas mehr über sie, ihre Handlungen und Gedanken erfährt. Auch Alex Edmunds, ihr ehemaliger Kollege und vermutlich einziger enger Freund, ist wieder mit von der Partie.
Mit Special Agent Damien Rouche von der CIA bekommt Baxter einen ebenfalls sehr speziellen und eigenwilligen Kollegen zur Seite gestellt. Der Autor hat mit Rouche einen interessanten, teils aber auch recht undurchschaubaren Charakter geschaffen, der mir mit all seinen Macken doch sofort sympathisch war.

Die Handlung von „Hangman“ ist noch düsterer als die des ersten Bands. Schon die ersten Morde sind wirklich brutal und dies steigert sich sogar noch im Verlauf der Geschichte. Einige Szenen sind definitiv nichts für schwache Nerven und dennoch hat mich das Geschehen so gefesselt, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen!
Die Geschichte wird beinahe serienreif inszeniert so, als hätte der Autor beim Schreiben schon eine Verfilmung im Kopf gehabt. Atemlos verfolgt man als Leser die Ermittlungen und doch sind die Täter immer einen Schritt schneller.

Alles in allem ist „Hangman“ eine absolut lesenswerte Fortsetzung, die seinen Vorgänger in Düsternis und Brutalität sogar noch übertrifft! Allerdings sollte man aus Verständnisgründen unbedingt den ersten Band „Ragdoll“ vorher gelesen haben.
Ich kann diesen Thriller allen, die Lust auf atemlose Spannung und eine Gänsehaut-Atmosphäre haben, nur wärmstens empfehlen. Ich bin schon gespannt, welche Albträume sich Daniel Cole für sein nächstes Buch ausgedacht hat.
libro-chica zu »Daniel Cole: Hangman. Das Spiel des Mörders« 08.01.2018
Spannender 2. Band der Reihe.

„Hangman – Das Spiel des Mörders“ ist der zweite Band der neuen Thriller-Reihe von Daniel Cole. Der Autor hatte bereits großen Erfolg mit seinem Debüt „Ragdoll – Dein letzter Tag“. Auch „Hangman“ hat mir wieder sehr gut gefallen. Daniel Cole hat einen sehr fesselnden Schreibstil und auch dieser Thriller hat mich wieder in seinen Bann gezogen.
In New York werden zwei Tote gefunden, bei einem ist das Wort „Köder“ und beim anderen „Puppe“ in die Brust geritzt. Ein Killer kopiert den grausamen Ragdoll-Fall. Chief Inspector Emily Baxter von New Scotland Yard fliegt nach New York und unterstützt das FBI und die CIA bei ihren Ermittlungen. Die Mordserie geht in London weiter.
Die Handlung dieses Thrillers ist wieder sehr spannend. Alles ist viel komplexer. Auch hier laufen die Ermittlungen auf Hochtouren, diesmal jedoch ohne Detective William Oliver Layton-Fawkes, der ja untergetaucht ist. Chief Inspector Emily Baxter bekommt Unterstützung von ihrem früheren Kollegen Edmunds. Diese beiden Protagonisten gefallen mir richtig gut. Aber auch Rouche vom CIA ist ein interessanter Charakter. Die Ermittlungen und die Jagd nach dem Täter waren sehr spannend, aber es geht hier auch um die privaten Probleme der Ermittler, die Charaktere stehen mehr im Vordergrund. So gut mir die Ermittler auch gefallen haben, Detective William Oliver Layton-Fawkes hat mir doch sehr gefehlt. Ich hoffe, dass er wieder im dritten Band dabei sein wird. Ragdoll hat mir etwas besser gefallen. Dennoch ist dieser zweite Band eine gelungene Fortsetzung.
subechto zu »Daniel Cole: Hangman. Das Spiel des Mörders« 02.01.2018
Es gibt keinen Gott.

„Hangman. Das Spiel des Mörders“ ist der zweite Band der New-Scotland-Yard-Thrillers „Ragdoll. Dein letzter Tag“. Wer Band 1 nicht gelesen hat, für den könnte es etwas schwierig werden. Denn es wird immer wieder Bezug genommen auf Personen und Ereignisse des Vorgängers. Doch worum geht es?
Zitat: Achtzehn Monate sind seit dem dramatischen Ende der Ragdoll-Morde vergangen. Wir begegnen Detective Chief Inspector Emily Baxter in einem klaustrophobischen Vernehmungsraum, angeschlagen, blutend und gebrochen, hat sie den brutalsten Fall ihres Lebens nur mit knapper Not überlebt.
Fünf Wochen zuvor wurde Baxter nach New York beordert, um Special Agent Elliot Curtis vom FBI und Special Agent Damien Rouche von der CIA bei der Aufklärung einer Mordserie zu unterstützen. Die Parallelen zum Londoner Ragdoll-Fall sind offensichtlich. Täter und Opfer sterben jeweils im Doppelpack. Einer hat das Wort „Puppe“, der andere das Wort „Köder“ in die Brust geritzt. Wer zieht im Hintergrund die Fäden und wo liegt das Motiv?
Daniel Cole hat seinen neuen Thriller wieder packend in Szene gesetzt. Die Morde sind grausam und brutal, der modus operandi ist echt abgedreht. Die Geschichte ist dieses Mal größer und dunkler, aber auch witziger. Der Autor nimmt sich sogar selbst auf die Schippe. Es geht um „Kevin allein zu Haus“.
Zitat: Der erste Film war insgeheim einer ihrer absoluten Lieblingsfilme, den zweiten hielt sie für eine uninspirierte Kopie. Man hatte den uralten Fehler gemacht zu glauben, die Fortsetzung würde erfolgreicher und besser, wenn man dieselbe Geschichte einfach nach New York City verlagerte.
Also genauso wie hier? Diverse Handlungsstränge gilt es zu verfolgen, viele Perspektivwechsel sorgen für Dynamik. Zwischendurch sind auch immer wieder Aufzeichnungen von Therapie-Sitzungen eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Über das Wiedersehen mit Baxter und Alex Edmunds, ihren Freund und ehemaligen Kollegen, habe ich mich sehr gefreut. Curtis und Rouche sind mir sofort ans Herz gewachsen. Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, wird zwar namentlich genannt, hat diesmal jedoch nur einen Cameo-Auftritt.
Hangman ist ein rasanter und actionreicher Thriller, voller unerwarteter Wendungen, perfekte und spannende Unterhaltung. Nach einem fulminanten Showdown gelingt Daniel Cole ein Cliffhanger der neugierig macht, wie der Autor diese geniale Reihe fortsetzen wird.

Fazit: Atemberaubende Fortsetzung von Ragdoll. Härter, abgründiger, abgedrehter!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
JosefineS zu »Daniel Cole: Hangman. Das Spiel des Mörders« 30.12.2017
Die Brooklyn Bridge, eines der Wahrzeichen von New York wird zum spektakulären Schauplatz eines Mordes. Mitten auf der Brust der Leiche prangt das blutige Wort "Köder". Kopiert der Killer den berühmten Ragdoll Fall? Chief Inspector Emily Baxter wird zu den Ermittlungen von FBI und CIA hinzugezogen und gerät mitten in die Pläne des Mörders. Lange bleiben sowohl Täter als auch sein Motiv im dunkeln verborgen. So bleibt Baxter nur der Spur aus Leichen zu folgen um die Hintergründe zu entschlüsseln.
Daniel Cole hat mit Hangman den zweiten Thriller seiner Kariere geschaffen. Sein Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, er verliert sich nicht in ewigen Beschreibungen. Kurz und sehr bildhaft sind seine Vergleiche, die Sprache ist durchaus abwechslungsreich. Die zumeist kurzen Kapitel (ca. 10-15 Seiten) lassen sich sehr flüssig lesen. Cole greift in Hangman ein doch sehr aktuelles Thema auf und verpackt es in einen actionreichen Thriller. Die Ermittelnden Beamten tappen zwar lange im dunkeln trotzdem langweilt er nicht mit stupider Ermittlungsarbeit. Sobald die Story Fahrt aufgenommen hat gibt es im Gegenteil, kaum Ruhephasen. Während der Leser versucht zu realisieren was gerade geschehen ist, steht schon die nächste schreckliche Überraschung bereit. Der Autor schafft es in dieser düsteren, unheilvollen Atmosphäre trotzdem immer wieder einzelne "Schmunzel" Momente einzubauen, mir persönlich hat das sehr gut gefallen. Er scheint neben Sarkasmus auch eine Vorliebe für unsympathische Charaktere zu besitzen. Die Protagonistin nett zu finden fällt durchaus schwer. Baxter ist doch ein recht eigenwilliger Charakter. Mit Ecken und Kanten spart er an keinem seiner handelnden Personen, was sie für mich aber sehr reell und gut vorstellbar gemacht hat. Alles in allem hat Daniel Cole es geschafft an seinen Debüt Thriller gut an zuknüpfen. Hangman lässt sich aber auch separat lesen, ohne jegliche Vorkenntnisse. Das Buch war für mich spannend zu lesen und trotz der ein oder anderen überspitzten Darstellung eine Weiterentwicklung zu Ragdoll.
Wer einen blutigen, actionreichen Thriller sucht ist mit Hangman gut beraten. Denn mit Sprengstoff und Leichen wird hier keinesfalls gespart.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
leseratte1310 zu »Daniel Cole: Hangman. Das Spiel des Mörders« 27.12.2017
An der Brooklyn-Bridge in New York hängt ein Toter, dem das Wort „Köder“ in die Brust geritzt wurde. Der Schluss liegt nahe, dass der Ragdoll-Fall kopiert wurde. Daher wird Chief Inspector Emily Baxter zu den Ermittlungen hinzu gezogen. Dann gibt es einen weiteren Toten, der mit „Puppe“ gekennzeichnet ist. Da das Medieninteresse in Presse und Internet sehr groß ist, ist der Druck auf die Ermittler enorm. Wer steckt hinter dieser Sache? Und wer kann den Wahnsinnigen stoppen?Dieses Buch ist der Folgeband zu Ragdoll und ich bin der Meinung, auch wenn man das Buch alleine lesen kann, dass es besser ist, den Vorgängerband zu kennen.
Der Schreibstil ist wieder sehr flüssig zu lesen und die Dialoge manchmal sehr unterhaltsam.
Auch dieser Thriller ist wieder temporeich und sehr spannend und es sind auch wiederum starke Nerven gefragt, denn es geht grausam und blutig zu. Dieses Mal arbeitet Emily Baxter mit Damien Roche zusammen. Ein wenig wird das Privatleben der Ermittler beleuchtet, so dass wir Emily nun etwas besser kennenlernen. Aber es gibt noch eine ganze Menge Personen, alle sind gut und authentisch dargestellt.
Während die Ermittler versuchen den Täter dingfest zu machen, ist der ihnen ständig mindestens einen Schritt voraus.Das Ende ist ziemlich dramatisch und nun weiß man, warum der erste Tote das Wort „Köder“ trug.Ein spannender Thriller.
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