Meteor von Dan Brown

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2001 unter dem Titel Deception Point, deutsche Ausgabe erstmals 2003 bei Bastei Lübbe.

  • New York: Pocket Books, 2001 unter dem Titel Deception Point. 372 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2003. Übersetzt von Peter A. Schmidt. 635 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2004. Übersetzt von Peter A. Schmidt. ISBN: 3828974600. 622 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2005. Übersetzt von Peter A. Schmidt. ISBN: 3-404-77057-9. 621 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe, 2005. Gesprochen von Anne Moll. gekürzt. 6 CDs.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe, 2009. Gesprochen von Anne Moll. ungekürzt. ISBN: 978-3-7857-3728-6. 14 CDs.

'Meteor' ist erschienen als Hardcover Hörbuch

In Kürze:

Als die NASA mithilfe modernster Satelliten-Technologie in der Arktis eine sensationelle Entdeckung macht, wittert die angeschlagene Raumfahrtbehörde Morgenluft. Tief im Eis verborgen liegt ein Meteor von ungewöhnlicher Größe, der zudem eine außerirdische Lebensform zu bergen scheint. Rachel Sexton, Mitarbeiterin des Geheimdienstes, reist im Auftrag des US-Präsidenten zum Fundort des Meteoriten. Doch es gibt eine Macht im Hintergrund, die die bahnbrechende Entdeckung unter Verschluss halten möchte – und die bereit ist, dafür zu töten …

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein Buch, das wir Leser nicht unbedingt gebraucht hätten.« 55°

Krimi-Rezension von uh

Die Präsidentschaftswahlen stehen vor der Tür und der Amtsinhaber scheint so langsam den Boden unter den Füssen zu verlieren. Sein Gegenkandidat, Senator Sexton, hat die Achillesverse erkannt und legt mit aller Macht seine Finger in die Wunde des Präsidenten – die NASA.

Einst vom Erfolg verwöhnt, dümpelt die staatliche Raumfahrtbehörde in einem Sumpf aus Misserfolg und Geldverschwendung. Und genau das weiß Präsident Zach Herney, dennoch unterstützt er die in die Jahre gekommenen Raumfahrer mit all seinen Möglichkeiten. Gerade als klar wird, dass Senator Sexton angesichts der verschleuderten Millionen an NASA-Geldern die Wahl gewinnen wird, platzt die Bombe.

Der Beweis für außerirdisches Leben wird zur Rettung des Präsidenten

Ein NASA-Aufklärungssatellit ortet einen geheimnisvollen Meteor, der tief verborgen im Eis der Arktis schlummert, und dieser Meteor mutiert zur Rettung des Raumfahrtunternehmens und des Präsidenten, enthält er doch die Fossilien mehrerer übergroßen Käfer, die zweifellos aus dem dunklen Weltraum stammen – der Beweis für außerirdisches Leben.

Da sich die Fehlschläge der NASA-Truppe in den letzten Jahren häuften und die Reputation dieser Behörde mehr als fragwürdig erscheint, beschließt der Präsident die Entdeckung durch namhafte und anerkannte amerikanische Forscher (aus Wissenschaft und Filmwelt) verifizieren zu lassen, bevor er mit den Neuigkeiten vor sein Volk tritt.

Ein Schachzug und die erste Leiche schwimmt im dunklen Eiskanal

Um der Glaubwürdigkeit der Meldung noch die Krone aufzusetzen, entsendet er die Geheimdienstmitarbeiterin Rachel Sexton zum Fundort. Rachel Sexton ist niemand geringeres, als die Tochter seines Widersachers. Doch der brillante Schachzug des Präsidenten geht nicht auf. Erste Zweifel an der Echtheit des Fundes kommen auf. Und schon schwimmt die erste Leiche in einem dunklen Eiskanal. Die Widersprüche in Sachen Meteor verdichten sich und bald geraten die ausgesuchten Forscher immer mehr in das Visier unheimlicher Jäger, die offenbar über modernste und unerschöpfliche Mittel (zum töten) verfügen.

Es beginnt ein blutiger Wettlauf gegen die Zeit, denn der Wahltermin rückt immer näher und hochrangige und einflussreiche Kräfte sind offenbar nicht daran interessiert, dass auch nur der Hauch eines Zweifels auf die Echtheit des Fundes aus der Arktis fällt.

Zwischen Science Fiction und Fantasy

Ehrlich gesagt, habe ich so meine Probleme mit »Meteor«. Illuminati war grandios, doch dieser Roman wird die Brown-Fans in zwei Lager spalten – in die Überzeugten und in die Enttäuschten.

Der Roman besteht für mich aus drei Teilen: Eine unglaublich langatmige, ca. 200 Seiten lange und teils langweilende Exposition, in der Dan Brown seine einzelnen Fallschlingen auslegt, in die der ahnungslose Leser tapsen soll. In einen temporeichen. actiongeladenen und fesselnden Mittelteil, in der Brown geschickt (wie bei »Illuminati«) die Detektionslinie ausbreitet und Stück um Stück die anfänglichen aufgestellten Tatsachen mit brillanter Logik hinterfragt und umkehrt. Und schließlich in den haarsträubenden, ca. 120 Seiten langen Auflösungsteil, der oft so abgehoben wirkt, dass man die vorher gelesenen, guten Seiten schnell vergisst und sich eher der Eindruck aufdrängt, dass der Schreiber nun ganz die Bodenhaftung unter seinen Füssen verloren hat. Er schwebt in höheren Sphären.

Zu wenig authentisch, manchmal illusionär – sprechen wir 2513 noch einmal darüber

Insgesamt ist mir METEOR zu wenig authentisch, ja manchmal geradezu illusionär. Sprechen wir im Jahr 2513 noch einmal darüber, dann hat die Realität den Autor vielleicht eingeholt. In »Illuminati« gibt es kurz vor Ende die Hubschrauberszene (»Illuminati«-Leser wissen, worauf ich anspiele), »Meteor« ist voller Hubschrauberszenen. Bohrungen in einen Gletscher in der Arktis, aber nicht von oben, sondern von unten, tief unter dem Meer. Schwebende Miniatursonden von der Größe eines Tischtennisballs, Eisgewehre, Delta-Force-Spezialisten-Teams, denen ich nicht einmal zutrauen würde, auf meinen vierjährigen Sohn aufzupassen, der Ritt mit einem U-Boot auf einer Raketenexplosion und dann noch die Sache mit dem »absolut unverdächtigen Täter«, der am Ende aus dem Hut gezaubert wird, und auf den zuvor nicht die geringste Andeutung hinweist.

»Meteor« ist das typische Nachfolgebuch eines Bestsellers. Ich bin überzeugt, dass es vom Autor weit vor Illuminati geschrieben wurde und zunächst aufgrund seiner »(fehlenden) Klasse« in der Schublade schlummerte. Nach dem vielleicht sogar unerwarteten Erfolg von »Illuminati«, wurde es vom Verlag schnell nachgeschoben, um aus dem Namen des Autors Profit zu schlagen. Es ist offensichtlich, dass es für »Meteor« mehr kaufmännische Gründe für eine Veröffentlichung gab, als literarische. Zwar ist dem Autor zu bescheinigen, dass seine Recherchearbeit wirklich tief geht und Dan Brown unheimlich kompetent Zusammenhänge schildern kann, dennoch ändert dies nichts an meiner Meinung: »Ein Buch, das wir Leser nicht unbedingt gebraucht hätten.« Sakrileg wird da hoffentlich ein paar Klassen besser sein, denn dort werden wir wohl wieder unserem bekannten Dan Brown begegnen.

Ihre Meinung zu »Dan Brown: Meteor«

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Stephi zu »Dan Brown: Meteor« 15.07.2005
ich hab vor meteor illuminati und sakrileg gelesen und fand beide grandios. da wurde ich von meteor ein bisschen enttäuscht. ich musste das buch zwischendurch mal zur seite legen, weil mein interesse einfach nich mehr groß genug war. als ich dann aber trotzdem weiter gelesen hab, war ich allerdings positiv überrascht. ab der hälfte wird es besser und sogar recht spannend. sicherlich ist die thematik ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber dennoch gefiel es mir gegen ende immer besser. ich bin gespannt, wie mir diabolus gefallen wird.
7 von 15 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Sabine zu »Dan Brown: Meteor« 14.07.2005
Ich hatte so meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Die Einleitung war für menen Geschmack etwas langatmig, um nicht zu sagen langweilig. Den Mittelteil fand ich schon ziemlich spannend. OK, die technischen Details kann man nicht immer nachvollziehen, aber schließlich ist es ein Roman und keine Doku. Wie schon bei Sakrileg fand ich den Schluss etwas schwach und "an den Haaren herbeigezogen". Trotzdem ein spannendes Buch, dass ich gern gelesen habe.
2 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Alessandra zu »Dan Brown: Meteor« 18.06.2005
Ich schließe mich der Meinung vieler Anderer an. Nachdem man Illuminati gelesen hat, ist man von Meteor definitiv enttäuscht. Ich habe das Buch zwar noch nicht ganz zu Ende gelesen, da ich nur schleppend vorankomme. Das erst Drittel des Buches war einfach zu langweilig, dass man sich in der Hoffnung auf etwas Spannenderes regelrecht durchquälen musste.
1 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
simone35 zu »Dan Brown: Meteor« 10.06.2005
Meteor ist ein spannender Thriller, der meiner Meinung nach allerdings nicht mit der Geschwindigkeit von "Illuminati" und "Sakrileg" mithalten kann. Allerdings lassen diese Bücher sich auch schlecht miteinander vergleichen, da es sich bei "Meteor" bekanntlich nicht um einen klerikalen Thriller handelt. Lesenswert und gut geschrieben ist er allemal!
2 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Karzan zu »Dan Brown: Meteor« 01.06.2005
Ich hab Meteor gelesen und fan d es sehr spannend .
Ich find es auch sehr informations reich denn wär hätte gewusst das es schon so gute Waffen und Fleugzeuge gibts .
Deswegen werd ich auch bald einen Vortrag in der Schule darüber halten .
Aber ich finde das Illuminati ein bisschen spannender und besser dargestelt ist .
ich freue mich schon auf die nächsten Bücher.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Krimiprofi zu »Dan Brown: Meteor« 16.05.2005
Na, da habe wahrlich schon besseres gelesen. Auch wenn der "Da Vinci Code" (warum hat der deutsche Verlag es nicht bei diesem Titel gelassen, der ungleich besser und treffender ist als "Das Sakrileg")zum Schluss enttäuscht und mit einer ziemlich schwachen Endlösung fast kollabiert, übertrifft "Deception Point" das Buch (auch hier ist der Originaltitel besser als "Meteor") an Langatmigkeit bei weitem.

Krimifreunde sollten ganz rasch zu Elisabeth George, Martha Grimes, Francis Fyfield, Minette Walters u.a. zurückkehren, oder wenigstens zu Dona Leon.
Patricia Highsmith bleibt sowieso unvergessen.
1 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Ronny zu »Dan Brown: Meteor« 10.05.2005
Ich habe Meteor gelesen, und kann nur sagen, es hat mich fasziniert. Dan
Browns schreibweise gefällt mir sehr.
Sie ist zwar an manchen Stellen schwer zu verstehen, aber im Großen und Ganzen ist das Buch SUPER ;
SUPER UND EINFACH SUPER!!!!!
1 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
maesig zu »Dan Brown: Meteor« 07.05.2005
Ich habe Illuminati gelesen und hae gedacht das Buch stellt alle anderen Bücher in den Schatten aber ich habe micht geirrt. Meteor ein weiteres Buch von Dan Brown stellt selbst Illuminati in den Schatten.
2 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Kohonen zu »Dan Brown: Meteor« 05.05.2005
Ich habe Meteor verschlungen und bin begeistert von einem weiterem Dan Brown Buch!Es ist wie ich anderen Meinungen schon gelesen habe sicher anders als Illuminati, welches Klasse ist,doch trotzdem sicher ein Buch unserer Zeit und garantiert lesenswert!Ich kann es nur weiterempfehlen!!!
2 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
boernd zu »Dan Brown: Meteor« 25.04.2005
alles in allem muss ich auch sagen dass meteor nicht nur aufgrund der wahl eines vollkommen anderen themas nicht nur anders war sondern auch qualitativ etwas anbfiel wenn man illumiati dagegenlegt.
auch ich habe vor die bücher chronologisch zu lesen und erhoffe mir nun von sakrileg etwas mehr. jedoch muss auch gesagt werden dass die brilliante recherche von brown zumindest in der hinsicht keine kritik zulässt. um meteor etwas in schutz zu nehmen muss ich auch sagen das die letzten hundert seiten von illuminati einfach überflüssig waren das knackige ende von meteot kam da um einiges besser als die in mageren informationen die in illuminati auf den eltzten metern an den leser oder die leserin gebracht wurden.
und wie auch schon gesagt wurde kann es uns normalsterblichen auch nicht möglich sein an der arbeitsweise solcher organisationen wie der nasa zu zweifeln. oder kennt jemand von euch die genauen arbeitsmethoden, waffen, entwicklngen bla bla solcher einrichtingen? ich denke nicht :)
außerdem kurbelt das die fantasie an, wirkte nicht sagen wir mal vollkommen abgehoben und trie die handlung wie für brown typisch nur rasater und spannender vorran.
also auf zu sakrileg und zur hoffnung dass wieder mehr mit historischen theorien und elementaten themen wie der entstehung des lebens etc gespielt wird als mit pfirsichkerngroßen roboterfliegen die man fernsteuern kann :-)
fazit: meteor - futuristisch, schnell, sehr technisch, sowie brilliant recherchiert und (ob pro oder contra leserabhängig )auf die fantasie des lesers vertrauend
3 von 6 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

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