Das verlorene Symbol von Dan Brown

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel The Lost Symbol, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Lübbe.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Washington D.C., 1990 - heute.
Folge 3 der Robert-Langdon-Serie.

  • London: Bantam, 2009 unter dem Titel The Lost Symbol. 768 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Lübbe, 2009. ISBN: 978-3-7857-2388-3. 768 Seiten.

'Das verlorene Symbol' ist erschienen als Hardcover Hörbuch

In Kürze:

Washington, D.C.: In der amerikanischen Hauptstadt liegt ein sorgsam gehütetes Geheimnis verborgen, und ein Mann ist bereit, dafür zu töten. Doch dazu benötigt er die Unterstützung eines Menschen, der ihm freiwillig niemals helfen würde: Robert Langdon, Harvard-Professor und Experte für die Entschlüsselung und Deutung mysteriöser Symbole. Nur ein finsterer Plan ermöglicht es, Robert Langdon in die Geschichte hineinzuziehen. Fortan jagt der Professor über die berühmten Schauplätze der Hauptstadt, doch die wahren Geheimnisse sind in dunklen Kammern, Tempeln und Tunneln verborgen. Orte, die vor ihm kaum jemand betreten hat. Und er jagt nicht nur – er wird selbst zum Gejagten. Denn das Rätsel, das nur er zu lösen vermag, ist für viele Kreise von größter Bedeutung – im Guten wie im Bösen. Zwölf Stunden bleiben Robert Langdon, um seine Aufgabe zu erfüllen. Danach wird die Welt, die wir kennen, eine andere sein.


Schauplätze von Das verlorene Symbol: Das Lincoln Memorial, das Washington Memorial und das Capitol in Washington, D.C.

Das meint Krimi-Couch.de: »Heiß gekocht, lauwarm gegessen« 61°

Krimi-Rezension von Lars Schafft

Sechs Jahre hat Dan Brown benötigt, um Robert Langdon, den Symbolologen und Experten in Sachen Schnitzeljagd, bekannt aus Illuminati und Sakrileg / The Da Vinci Code, mal wieder die Welt retten zu lassen. Dass es in Langdon Nr.3 um die Freimaurer geht, dass der Teil in Washington, D.C., statt in »good, old Europe« spielen sollte, wurde schon lange vor der Veröffentlichung im Netz kolportiert. »Mein Buch schmeckt süß wie Dessert – ist aber für das Hirn so gesund wie Gemüse!«, verriert der öffentlichkeitsscheue Autor vorab der Bild. Na denn: guten Appetit. Aber: Das Hirn isst eben doch mit.

Langdon soll für einen alten Akademiker-Kollegen einen kleinen Vortrag halten. Darüber, worin sich die Symbole der Freimaurer im heutigen Washington niederschlagen. Wie passend: Sind doch nur Mitglieder der »Loge« anwesend. Dan Brown wäre wohl nicht Dan Brown, finge an besagtem Abend nicht wieder eine Jagd nach einem mysteriösen Unbekannten an, tauchte nicht die abgetrennte Hand seines Freund im Capitol auf, gälte es nicht Rätsel um Rätsel zu lösen und allerhand in, über und unter der amerikanischen Hauptstadt an möglichen Fingerzeigen zu entdecken. Sein Freund ist entführt worden und dieser arg hinterlistige Bösewicht erpresst Langdon damit. Er solle eine Pyramide (von denen es in Washington wohl geradezu nur wimmelt) finden, eine Karte die zur Aufdeckung des bedeutendsten Geheimnisses der Weltgeschichte führe. Was Langdon zum Schwitzen bringt: Die Nacht ist kurz und mehr Zeit hat er nicht.

Was sollen wir nun von diesem Werk halten, an dem der der Autor mehr als ein halbes Jahrzehnt geschrieben hat? Über den schon gemunkelt wurde, er habe eine Schreibblokade gehabt? Fangen wir mit dem Guten an: Dan Brown bleibt sich treu. Natürlich ist Das verlorene Symbol ein Page-Turner, ein sehr ordentlich spannender Thriller, auch wenn bis dahin das erste, recht mühsame, Viertel überstanden sein will. Amerikas Hauptstadt Washington als Schauplatz zu wählen, erweist sich dazu als Bonus. Der Plot wirkt glaubhafter, wenn er sich vor des Autoren Haustür abspielt, anstatt im für ihn so fernen Vatikan, wo er seinen Protagonisten mit Überschallgeschwindigkeit hinlotste. Hier reicht ein Privatjet, um innerhalb einer Stunde von Boston an die Ostküste zu kommen.

Das verlorene Symbol wirft nach den ganzen Vorwürfen der katholischen Kirche gegenüber dem Da Vinci Code nun allerdings wieder die Frage auf: Will uns der Autor vielleicht wirklich etwas sagen? Haben seine Bücher eine Aussage? Man kommt nicht umhin: Ja, wahrscheinlich in der Tat. Oder Dan Brown hat ähnlich gute PR-Berate wie Präsident Obama. Jedenfalls lässt Brown am christlichen Glauben auch hier im Verlorenen Symbol wenig gute Haare, wenn er wie schon zu Beginn Langdon seine Studenten in eine Falle treten lässt:

»Sie sind Mitglied in einem Kult?«
Langdon nickte und senkte seine Stimme zu einem verschwörerischen Flüstern.
»Erzählen Sie es keinem, aber zum heidnischen Tag des Sonnengottes Ra knie ich vor einem alten Folterinstrument nieder und verzehre rituelle Symbole aus Blut und Fleisch.«
Die Studenten schauten erschreckt.
Langdon zuckte mit den Schultern. »Und falls es mir irgendjemand von Ihnen gleichtun möchte, kommen Sie am Sonntag zur Harvard-Kapelle, knien Sie vor dem Kruzifix nieder und nehmen Sie die heilige Kommunion entgegen.«

Den Freimaurern hingegen reißt Brown kein Haar aus, lässt brav alle Zacken in der Krone. Deren Ideologie, deren Philosophie beschreibt er, wenngleich sicherlich gewissenhaft recherchiert, völlig unreflektiert. Nein, so richtig böse sind sie nicht, die Freimaurer. Können Sie nach Brown auch kaum sein, wenn die größten der Gründerväter der USA (George Washington, Benjamin Franklin etc.) Mitglieder einer deren Logen waren. Böse ohne böses Vorhaben? Das funktioniert größtenteils schwerlich. Dazu nicht sonderlich originell. Arthur Conan Doyles Freimaurer-Episode in Holmes´ Das Tal der Angst ist bereits fast hundert Jahre her und dazu sogar fesselnder. Dass die Freimaurer aber eine Anziehungskraft aufweisen wie beispielsweise die Templer, soll unbestritten sein. Thema also nicht verfehlt.

Um Das verlorene Symbol aber als guten Roman rechtzufertigen, fehlt eine ganze Menge. Hätte Tom Hanks in den Verfilmungen nicht Robert Langdon gemimt – wir hätten kaum einen Schimmer von diesem geniehaften Abenteurer. Die Dialoge sind nach wie vor hölzern, dass jeder Gedankengang, sei er noch so platt, in kursiv gedruckt ist, hält den Leser für dumm und nervt ungemein. Brown´s Antagonisten bleiben ähnlich blass wie Langdon selbst.

Wenn Dan Brown derzeit darüber sinniert, worum es sich im nächsten Rätselknacken Langdons handeln mag, ist dies keine Drohung. Sein Thriller-Handwerk beherrscht er schließlich. »Gemüse fürs Hirn« schreibt er zwar beileibe nicht, aber für den ein oder anderen Adrenalin-Kick ist Brown immer gut, seien seine Thesen auch noch so anfechtbar. Für Furore wie der Da Vinci Code wird Das verlorene Symbol aber nicht sorgen. Dafür ist der Roman zu brav, zu fade auf Temperatur gebracht. Wird halt doch nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Lars Schafft, Oktober 2009

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vune13 zu »Dan Brown: Das verlorene Symbol« 07.03.2010
Mit Abstand das schlechteste Buch von Dan Brown. Ich finde das Buch wird unnütz in die Länge gezogen und ist relativ schnell vorhersehbar. Vor allem kommt die Unglaubwürdigkeit noch dazu. Allein die Tatsache wie lange die "CIA" brauchte um Verstärkung zu seinem verschollenen Agent, Langdon und Katherinie zu schicken, abgesehen davon sowieso nur 3 Leute zum Haupttatort zu schicken. Das fand ich an den Haaren herbei gezogen. Der Schluss war ne absolute Katastophe. Vom betreten der Pyramide bis zu der angeblichen Opferung. Und als man dachte, okay alles vorbei kommt noch ne komplette CD an Esoterik dazu.
Das einzig positive ist, und da muss ich meinem Vorkritiker recht geben, die Beschreibunb Washingtons, welche man doch dann gerne in realer Umgebung sehen will.
Liz zu »Dan Brown: Das verlorene Symbol« 22.02.2010
Das Buch hat mich sehr Enttäuscht. Das Buch war Spannend und die Idee Genial, aber es wird zu viel geredet.
Vor allem Am Schluss!!!
Man hatte gerade ein ziemlich deftiges Ende hinter sich und freut sich auf einen ruhigen ausklang aber statdessen wird nur geredet und geredet.
Und dazu noch Zeug das sowiso keiner wissen will!!!

M'alahk ist außerdehm nicht halb so grausam wie Dan Brown ihn vermitteln wollte.
Thomas71 zu »Dan Brown: Das verlorene Symbol« 08.02.2010
"Das verlorene Symbol" ist der dritte Roman (ich wage nicht, den Roman "Thriller" zu nennen) um Dan Browns Helden Robert Langdon. Nachdem in "Illuminati" und "Sakrileg" die katholische Kirche als "Gegner" herhalten musste, versucht er sich nun an der Versöhnung mit dem Christentum. Und scheitert auf ganzer Linie. Zum einen gibt es nur eine einzige Abweichung vom "Schema Brown" (der Roman spielt innerhalb von 12 anstatt innerhalb von 24 Stunden wie seine Vorgänger), zum anderen ist die Geschichte "Ich werfe meinen Helden in irgendwelche fast ausweglose Situationen, die er doch überlebt und der unverdächtigste aller Protagonisten ist der Bösewicht" ausgelutscht, zum anderen ist viel zu schnell klar, wer sich hinter dem Bösewicht Mal'akh verbergen muss. Dass dieser sich auch noch unerkannt unter den Protagonisten des Werkes bewegen kann, obwohl er ihnen seit langem bekannt ist, trägt zu der unglaubwürdigen Grundsituation des Buches auch noch seinen Teil bei. Am Ende bleibt nur noch etwas unausgegorene New-Age-Mystik gepaart mit jüdisch-christlicher Religionsromantik und die Erfahrung, dass das Buch statt "Das verlorene Symbol" besser "Die verschwendete Zeit" heissen sollte. Und so trägt Dan Brown letztendlich doch noch etwas zum Erkenntnisgewinn des Lesers bei...
Orwell zu »Dan Brown: Das verlorene Symbol« 03.02.2010
Schade um die Zeit die ich damit verbracht habe.. Dan Brown sollte es lassen und wirklich reiseführer schreiben, diese wären mit abstand spannender und unterhaltsamer als dieses numehr Werk Nummer 5.
Nichtsdestotrotz gab es einige interessante Passagen wobei ein aufmerksamer Leser mit Sicherheit das Ende schon nach den ersten Seiten erraten kann.
Ich habe mich geärgert weil es dann wirklich so war.keine Überaschung, Mr. Brown, das einzige was man aufwärmen sollte ist ein gutes ungarisches Gulasch, denn es schmeckt bekanntlich am nächsten Tag besser. Ein Thema wieder und wieder und wieder zu umschreiben macht es nicht besser sondern gibt den vorherigen werken eher eine schlechtere Note und nimmt den charme.
Sorry von mir gibt es da nur 1 von maximal 10 Punkten
Gosd Raida zu »Dan Brown: Das verlorene Symbol« 22.01.2010
Nichts neues, dafür aber auch langweilig!Anfang und Schluss sind extrem langatmig und unbefriedigend.Die Schauplätze wichtiger als die Protagonisten (er sollte mal einen reinen Reiseführer schreiben).
Eine Handlung wird nicht interessanter beim dritten Aufkochen, wenn man sie auch noch mit lamgweiligen Theorien füttert. Zu viel Patriotismus, Glorifizierung der US Gründerväter und Freimaurer. kein Pageturner, bin abends oft eingeschlafen dabei. Langdon 1+2 waren spannend und interessant.Maximal 2 von 5!!!
filly zu »Dan Brown: Das verlorene Symbol« 21.01.2010
Ich habe Das verlorene Symbol als Hörbuch gekauft. Anfangs war ich eher skeptisch weil ich eigentlich kein Fan von Mystery-Thrillern à la Dan Brown bin. Die Thematik mit den Freimaurern hat mich dann aber doch interessiert. Und ich muss sagen, dass ich es wirklich spannend fand. Außerdem war die Stimme des Erzählers (Wolfgang Pampel) sehr angenehm zu hören. Das Ende war dann aber - sogar bei der gekürzten Hörbuchfassung - etwas langatmig und hat mir persönlich nicht gefallen.

Fazit: Das Buch ist durchaus unterhaltend. Da Verschwörungstheorien generell aber nicht so mein Fall sind, gibt's von mir nur 3 von 5 Sternen.
Hendrik Knaup zu »Dan Brown: Das verlorene Symbol« 20.01.2010
Nun also Dan Browns drittes Werk. Vorab mit Lob überhäuft, genoss es bei mir eine gewisse Immunität gegenüber Kritik. Die hätte es allerdings nicht unbedingt gebraucht. Wieder einmal hat Dan Brown es geschafft, Geschichte, Verschwörungen und Spannung unter einen Hut zu bringen. Das macht dieses Buch jedoch auch so streitbar. Man muss selbst wissen, ob man den Theorien Browns etwas abgewinnen kann oder nicht.Ich stimme mit denjenigen überein, die den Anfang für etwas langatmig halten. Wenn die Story jedoch erst einmal Fahrt aufgenommen hat, wird man meiner Meinung nach durchaus von dem Buch gefesselt.Die Kritik eines übermächtigen odr gottähnlichen Mal'akh finde ich unberechtigt. Er erlebt einen umso tieferen Fall und muss die bittere Realität begreifen und akzeptieren.Mein Fazit: Spannende Schauplätze, gute Handlung, faszinierende Theorien und Enthüllungen (wenn auch mit Vorsicht zu geniessen). Allerdings sollte Dan Brown demnächst auf den fast rechtfertigend wirkenden Nachweis der Wahrheit verzichten. Auch der Preis stimmt nicht. Meiner Meinung nach übertrieben. Trotzdem: LESEN!!!
pepone9 zu »Dan Brown: Das verlorene Symbol« 17.01.2010
das buch ist stellenweise sehr spannend. ich hatte nach nu 100 seiten lust urlaub in washington zu machen.ich weissauch nicht wie brown das immer schafft. typisch dan brown eben. das ende (letzten 50 seiten) erfordern einige konzentration. kurz um:dan brown fans kommen garantiert auf ihre kosten,sakrileg und illuminati haben doch mehr von dem "gewissen etwas"!!!
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Florian zu »Dan Brown: Das verlorene Symbol« 16.01.2010
Dan Brown's neuer Roman ist ein kurzweiliger, sehr spannender Thriller. Dan Brown Fans kommen absolut auf ihre Kosten, obwohl "Das verlorene Symbol" nicht an seine Vorgänger-Romane Illuminati und Sakrileg herankommt. Die beiden anderen Romane haben einfach eine interessantere Story geboten. Sein neuestes Werk war mir stellenweise zu esoterisch, das Ende war zu sehr in die Länge gezogen und ein wenig unbefriedigend, auch sind mir einige logische Löcher in der Story aufgefallen...Trotzdem hats Spaß gemacht, das Buch hat Tempo und fesselt bis zum Finale. Wer die Vorgänger Romane mochte, wird sicherlich nicht enttäuscht sein.
R. L. zu »Dan Brown: Das verlorene Symbol« 13.01.2010
Meine Meinung ist, dass das Buch von der Spannung her nicht an die anderen Langdon-Thriller herankommt, allerdings fasziniert das Thema und beschäftigt einen noch lange danach.

Geschrieben ist es im typischen Dan Brown-Stil, der zwar keinen Literaturnobelpreis verdient, allerdings dafür umso realer wirkt.

Die Vermischung von alten versteckten Symbolen oder Ritualen und den komplizierten Wissenschaften der Noetik brachten mich mehrmals zum Weglegen des Buches - aber nicht weil es langweilig war sondern weil ich manche Wendungen und Überlegungen Langdons einfach mal "verarbeiten" musste, da es doch sehr aufrütteln war. Ich finde, dass Brown die Freimaurerei angemessen behandelt, da er recht hat - wir beten auch "zum heidnischen Tag des Sonnengottes Ra und knien vor einem alten Foltererinstrument nieder und verzehren rituelle Symbole aus Blut und Fleisch".

Insgesamt finde ich, dass nur weil ein Buch in einem anderen Umfeld und in einer späteren Zeitspanne wie die 2 anderen Bücher spielt, nicht schlecht sein muss.
Gerade im Gegenteil, das beweist wie vielseitg Dan Brown arbeitet.
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