Blutadler von Craig Russell

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel Blood Eagle, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Ehrenwirth.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Hamburg, 1990 - 2009.
Folge 1 der Jan-Fabel-Serie.

  • London: Hutchinson, 2005 unter dem Titel Blood Eagle. ISBN: 0091800145. 412 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Ehrenwirth, 2006. Übersetzt von Bernd Rullkötter. Gekürzte Romanfassung.. ISBN: 978-3-431-03623-7. 412 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2007. Übersetzt von Bernd Rullkötter. ISBN: 978-3-404-15746-4. 412 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2006. Gesprochen von David Nathan. ISBN: 3-7857-3092-6. 6 CDs.

'Blutadler' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Zu den Strafritualen der Wikinger gehörte unter anderem der so genannte »Blutadler«, ein grausamer Ritus, der die Schmerzen des Opfers ins Unermessliche steigerte. Kriminalhauptkommissar Jan Fabel von der Hamburger Mordkommission wird mit einer Reihe von Verbrechen konfrontiert, bei denen der Täter exakt das Ritual des »Blutadlers« kopiert und damit die Bewohner der Hansestadt um den Schlaf bringt. Jan Fabel muss schon bald erkennen, dass es sich hier nicht um einen Routinefall handelt. Im Zuge seiner Nachforschungen stößt Fabel auf eine parallel laufende Untersuchung vonseiten des Bundesnachrichtendienstes. Es gibt offenbar ein Interesse an diesem Fall, der weit über das Gebiet der Hansestadt hinausgeht. Außerdem geraten zwei geheimnisvolle Organisationen in den Fokus des Kommissars: Zum einen eine Gruppe ukrainischer Krimineller, zum anderen ein mysteriöser Kreis von Anhängern des Odinskultes – Menschen, die vor keinem Opfer zurückschrecken ... 

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein schneckenlahmer, pseudoliterarisch gestelzter Designer-Krimi«

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

In Hamburg geht ein Mörder um, der jungen Frauen auflauert, ihnen den Leib aufschlitzt und die Lungenflügel um den Hals drapiert: Er zelebriert ein frühzeitliches, »Blutadler« genanntes Opferritual, welches den Wikingern zugeschrieben wird. Ganz auf der Höhe der Zeit zeigt sich der Täter indes, wenn er seine Untaten per E-Mail kommentiert, die er als »Son of Sven« unterzeichnet. Er sendet sie direkt an Kriminalhauptkommissar Jan Fabel, der zum Leiter einer Sonderkommission ernannt wird, die den grausamen Morden ein Ende setzen soll, bevor die Medien der Polizei, der Justizbehörde und vor allem den örtlichen Politikern noch mehr Feuer unterm Hintern machen. An die Spitze dieser Meute setzt sich der ultrakonservative Konzernchef Wilhelm Eitel, dessen Sohn sich für den Sitz des Ersten Bürgermeisters der Hansestadt bewirbt.

Hauptverdächtiger im Blutadler-Fall ist ein ehemaliger Elitepolizist, der jetzt als »Geschäftsführer« für den Gangsterboss Ulugbay arbeitet. Bei näherer Betrachtung des Hamburger Rotlichtmilieus stellt sich indes heraus, dass sich dort seit einiger Zeit die ukrainische Mafia tummelt. Der Ex-Soldat Wassyl Witrenko unterwirft sich die örtliche Szene mit Terror und mit militärischer Gewalt. Der Bundesnachrichtendienst hat bereits ein Auge auf diese Aktivitäten geworfen. Eines der weiblichen Opfer gehörte zu seinen Spitzeln.

Während »Son of Sven« weiter mordet, beginnen Männer, die sich als nordischer Gott Odin maskieren, Frauen zu kidnappen, zu vergewaltigen und zu töten. Gehört »Son« zu ihnen oder rüsten hier wirrköpfige Neonazis für Ragnarök? Fabel sieht sich zwischen allen Fronten: Seine Vorgesetzten fordern rasche Aufklärung, die Presse sitzt ihm im Genick. »Son of Sam« rückt ihm immer näher auf die Pelle. Der Hauptverdächtige fällt einem Mafiamord zum Opfer. Anscheinend gibt es keine andere Möglichkeit als neue Morde abzuwarten und zu hoffen, dass der Täter einen Fehler macht, doch diesen Weg mag der sensible Fabel nicht gehen. Er sucht die Konfrontation mit »Son of Sam« – und er wird sie finden …

Thriller aus dem Literatur-Baukasten

Wir basteln uns einen Thriller für die Bestsellerlisten der westlichen Welt. Dazu nehme man:

  • einen genial-irren Serienkiller, dem in Sachen blutiger Grausamkeit tatsächlich noch eine neue Variante eingefallen ist;
  • geheimbündlerische Munkelmänner mit Wurzeln in einer Geschichte, die mit der historischen Realität wenig bis gar nichts zu tun hat, sondern sich primär von Fantasie und Dan-Brown-Theaterdonner nährt;
  • richtig fiese, vertierte Mafiosi, hier wahlweise aus der Türkei sowie Russland stammend;
  • gemeine Terroristen, die womöglich schon den nächsten Wolkenkratzer ins Visier nehmen;
  • moralisch verkommene Schlipsschurken aus Politik & Hochfinanz, die verwickelten Verschwörungen frönen, wobei dem deutschen Schauplatz entsprechend & geradezu unverzichtbar die Nazis mitmischen;
  • einen grüblerischen Polizisten mit Außenseiterstatus, der dienstlich und privat tüchtig in die Zange genommen wird, doch unverdrossen seinen Weg geht;
  • allerlei unverzichtbare Randchargen: der abgebrühte Pathologe, die schöne Psychologin, der ausgemergelte Drogenfreak (»Hansi«), der publicity- & machtgeile Politiker, der berufsparanoide Geheimdienstler, der schöngeistige Gangsterboss …Die Liste ist lang, furchtbar lang – allerdings nicht halb so lang wie sich dieses wüste Garn bei der Lektüre zieht.

»Blutadler« ist ein Erstlingswerk, das alle Fehler aber keine Tugenden eines Debüts aufweist. Der Plot ist hanebüchen, die Handlung tritt auf der Stelle, wird spannungsarm und ungemein lahm entwickelt. Hamburg wirkt wie eine Filmkulisse. Der Verfasser gibt vor sich in der großen Hafenstadt auszukennen. Trotzdem lesen wir über ein fremdes, totes, unwirkliches Hamburg, dessen Geografie und Geschichte sich ein Ortsfremder betont sorgfältig angeeignet hat, ohne indes das Wesen der Stadt und ihrer Bewohner erfasst zu haben.

Pathos & peinliche Phrasen

Die Sprache ist gestelzt, der Stil umständlich. Das mag zum Teil der Übersetzung anzulasten sein. Eindeutig auf das Konto des Verfassers gehen freilich die endlosen, schulbuchhaft beschreibenden Passagen, in denen uns Russell über Orte und Ereignisse aufklärt, die für das Geschehen nur am Rande oder überhaupt nicht relevant sind. Dazu begeht er die Todsünde einen simplen Thriller auf Biegen & Brechen zur feuilletontauglichen »Literatur« aufwerten zu wollen. Er übt sich in philosophischen Betrachtungen über Gott und die Welt und kreist ausgiebig um ein Deutschland, dessen Bürger sich Tag & Nacht ihre Köpfe über die Last der eigenen Geschichte zerbrechen: »Es ist nicht leicht, Deutscher zu sein …Zehn Jahrhunderte der Kultur und der Leistung waren Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts durch zwölf Jahre, in denen sich das unbeschreiblich Böse durchgesetzt hatte, in den Hintergrund gedrängt worden. Jene zwölf Jahre hatten für die Welt und für die meisten Bürger des Landes den Kern dessen definiert, was es heißt, Deutscher zu sein. Nun konnte man ihnen nicht mehr trauen, und sie selbst konnten einander nie mehr Vertrauen schenken.« (S. 192) »Third Reich«-Plattheiten, andere Phrasen dieses und noch größeren Kalibers und moralinsaure Klagen über den moralischen Bankrott der Zivilisation ziehen sich durch das gesamte Werk.

Während man darüber nur den Kopf schütteln und sich ärgern kann, sorgen Russells grundsätzlich schiefe Aphorismen wenigstens für Heiterkeit: »Mittlerweile lag ein kräftiger Keil traumlosen Schlafes zwischen Fabel und den Ereignissen des Vortags.« (S. 100) ist ein schönes Beispiel für ein Bild, das man sich für das geistige Auge einmal vorzustellen versuchen sollte …

Wie viele melancholische Kommissare braucht die Krimiwelt?

Ein halber Schotte in Hamburg, einer Stadt, in der es ständig regnet und »baltische Winde« eiskalt blasen – das ist Johann Rätsel, nein, Verzeihung: Jan Fabel, der überaus fähige, aber an der Schlechtigkeit der Welt verzweifelnde Polizist, der dienstlich wohl gelitten und privat ein netter Mensch aber dennoch Außenseiter ist, der nicht mitmischen mag im Spiel um Macht und Geld, dem offenbar jede/r heutzutage verfallen ist. Weitere Klischees langweilen durch Anwesenheit, wie das eben so ist, wenn eine Figur nicht mit der Feder sondern mit dem Quast gezeichnet wird.

Wenn Fabel einmal so richtig leiden will, dann fährt er zur nahe gelegenen NS-Gedenkstätte Neuengamme und lässt in seinen Gedanken Nazi-Rohlinge auf wehrlose KZ-Insassen einprügeln. Auf solche plumpe Weise suggeriert Russell einen gedankentiefen Protagonisten, der doch eigentlich nur mit intellektuelloiden Grämlichkeiten nervt, während ein Kommissar Wallander oder Inspector John Rebus sehr viel überzeugender und vor allem unterhaltsamer auf politische und gesellschaftliche Schwachstellen hinweisen. (Immerhin bleibt Fabel trotzdem die Zeit einer attraktiven Kollegin näher zu kommen, was natürlich weiteren Stoff für Bedenken liefert.)

Romanpersonal aus Schießbude & Geisterbahn

»Böse« Deutsche sind – erkennbar schon am Namen – Vater und Sohn Eitel, der eine als Mischung aus Krupp & Hugenberg dargestellt, der andere ein Junior-Hitler mit ordentlichem Riss in der Hirnwaffel. Das organisierte Verbrechen gibt sich entweder ehrbar und globalisiert (Rotlichtzar Yilmaz sammelt deutsche Dichter in Originalausgaben) oder wirkt wie aus Dschinghis Khans Steppe importiert (Witrenkos & seine wilde Horde). Nahtlos ins schräge Bild fügen sich die Schlapphüte des Bundesnachrichtendienstes, die hier gemeinsam mit dem Bundesgrenzschutz zur schier unkontrollierbaren paramilitärischen Separatmacht mutieren und testosterongeschwängerte Untergrundattacken gegen allerlei Staatsfeinde reiten.

Dann lässt Russell auch noch marodierende Neu-Wikinger auftreten, die ich mir – die Lektüre dieses Buch fördert solche obskuren Vorstellungen – seltsamerweise nur in einer Art Ku-Klux-Klan-Kutte mit Hörnerhelm auf dem Schädel vorstellen kann. »Son of Sven« plagt uns immer wieder mit Ausschnitten aus einem Blog für Serienkiller; man muss seine gemailten Worte wohl so interpretieren, weisen sie doch die für diese moderne Kommunikationsform allzu oft typische, d. h. pagageienplapprige Informationsdichte auf. Anders gesagt: »Son of Sven« hat uns bzw. Jan Fabel nur jenen hohlen Humbug zu verkünden, den wir schon aus den Mündern viel zu vieler Möchtegern-Lecters hören mussten.

Nein, dieser »Blutadler« ist eine lahme Ente, die nie vom Boden hochkommt. Bleibt zu hoffen, dass der Verfasser im nächsten Jan-Fabel-Abenteuer Stoff, Schauplatz und Figur besser in den Griff bekommt. In dieser Hinsicht zeigt sich Craig Russell übrigens ganz als Schriftsteller des 21. Jahrhunderts: Damit sich die Recherchearbeit auch lohnt, plant er gleich sechs Hamburg-Fabel/n. (Band 2 liegt übrigens bereits vor und wird den Titel »Brother Grimm« tragen, Band 3 schreibt Russell gerade.) Medientrommeln, Werbung und das Wissen um den Krimileser als Gewohnheitstier wird für den Erfolg schon sorgen …

Ihre Meinung zu »Craig Russell: Blutadler«

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Andreas Axt zu »Craig Russell: Blutadler« 13.05.2016
Selten habe ich so einen Dreck gelesen - Nein, ich meine nicht den Plot, nicht den Schreibstil und auch nicht die Übersetzung. Zumindest der Plot ist schlecht genug - allein es gibt Schlimmeres! - Nein, ich meine diese ungeheuerlichen pseudo-politischen Klischees, die sich durch das ganze Buch ziehen. Da sind erst mal die Türken, alle lieb und gut und so gebildet. Wer in Neukölln oder Kiel-Gaarden wohnt kann das nur bestätigen!?
Auf der anderen Seite sind wir umgeben von bösen Nazis um und um, dass man sich gar nicht mehr retten kann. da werden auch mal Leute die gegen Einwanderung sind automatisch zu Neonazis. Jawohl, und natürlich sind die bösen Mordbuben auch alle aus dieser Schublade, nachdem sie es versuchten zuerst den lieben Türken und dann den Ukrainern in die Schuhe zu schieben.
Meine Wertung: Mülleimer
dkastens zu »Craig Russell: Blutadler« 03.11.2012
nun ja, die Kritik des Herrn Drewniok ist schon ein bisschen hart - immerhin ein Debüt-Roman, aber ebenfalls: nun ja, leider liegt nicht eben falsch.

Ich will nichts wiederholen von dem, was gesagt wurde, da es ja ausreichend ist, aber mir sei der hinweis auf den titel des buches und dem dahinter liegenden vorgang gestattet. Das Phänomen des blutadlers ist in der nordischen Überlieferung keineswegs wirklich gut dokumentiert, es entstammt den Island-Sagas aus dem 13. bis sogar 15. Jahrhundert, beruht in mindestens zwei Fällen auf nachweislichen Übersetzungsfehlern und ist wissenschaftlich umstritten. Möglicherweise ein nie ausgeführtes, aber auf Menschenopfer lange vor der so genannten Landnama zurückweisendes Ritual. Im übrigen bedeutet das ritual sow ie es hier beschrieben wird, ähnlich den herausgerissenen Herzen bei mesoamerikanischen Völkern, den sekundenschnellen Zusammenbruch des Organismus. Die Qual besteht im Rippenbrechen und hier zum dritten Mal: nun ja, auch das sichrlich schlimm genug.
Fazit für mich: schludrig recherchiert, Herr Russell.
Soundfiles61 zu »Craig Russell: Blutadler« 22.04.2012
Die Story ist beliebig. Leider langt dem Autoren Craig Russell, kein "gut gemachter Mord" (bitte nicht falsch verstehen - Mord ist niemals wirklich gut). Ein psychopatischer Serienmörder langt da nicht. Also schnell noch ein paar Nazis dazu, eine Prise Russenmafia, einen Hauch vom "Alle Türken sind kriminell" Klischee. Auf der anderen Seite, einen deutsch-schottischen Hauptkommissar, eine deutsch-jüdische Kollegin (bisschen viel NCIS gesehen).NaJa...
Am meisten stört mich als Hamburger jedoch die schlechten Ortkenntnisse (ich hatte oft Tränen vor lachen in den Augen) Beispiel: "Fabel fuhr auf der Ost-West-Straße (hieß 2005 schon Ludwig-Erhard-Strasse) und bog in die Reeperbahn ein (das ist die Verlängerung, da fährt man einfach geradeaus und biegt nicht ab).während Fabel in die Große Freiheit einschwenkte...und bog in die Davidstrasse (also wenn man von der Großen Freiheit abbiegt, kommt man in die Simon-von-Utrecht-Strasse, die Davidstrasse liegt an der hafenseitigen Zeile der Reeperbahn. Fabel hätte also nur links abbiegen müssen und nicht rechts in die "Grosse Freiheit".) Es gibt keinen Winterhuder Stadtpark, Die Zentrale der Commerzbank in Hamburg ist am Neß und so weiter und so weiter
Kom_Ombo zu »Craig Russell: Blutadler« 05.02.2012
Ein sehr politisch und geschichtsträchtiger Thriller, dessen Morde in den Hintergrund treten als der Autor anfängt, über Korruption in den eigenen Reihen, Gangsterbosse, die sich gegenseitig umbringen, einem alten Nazi und (Blut-) Rituale, zu erzählen. Dadurch ging alles andere unter und es wurde beschwerlich, dieses Buch weiterzulesen. Das Ende, welches kein richtiges Ende war, lässt viele Fragen offen.
Esther P. zu »Craig Russell: Blutadler« 01.01.2012
also, so schlecht wie einige es hier abtun ist dies buch wirklich nicht. ich hab es gelesen und mich weder gelangweilt noch geärgert darüber daßich es gelesen habe. die geschichte deutet zuerst auf einen stinknormalen serienmörder hin, die geschichte entwickelt sich dann aber zu einem roman der im organisierten verbrechen endet. manches geht einem beim lesen sicherlich gewaltig auf den keks, zb dass sich der komissar in die deutlich jüngere psychiologin verlieben muß etc, den kram hätte man auch weglassen können. aber ansonsten ist das buch gut, der autor hat hintergrundwissen was polizeiarbeit und gerichtsmedizin angeht.
von mir gibt es 71% für dieses buch.
goldtoepfchen zu »Craig Russell: Blutadler« 26.10.2011
Also ich kann mich der Kritik eben so wenig anschließen, wie einige Kommentaristen. Da ich es als Hörbuch "zu mir genommen" habe, fand ich den Spannungsbogen sehr gut gehalten (mag aber auch am Erzähler David Nathan liegen). Die Vielschichtigkeit der später zusammenlaufenden Geschichten, auch die nähere Beleuchtung der Personen fand ich sehr interessant und unterhaltsam. Craig Russell liegt mir als Autor und dies ist nicht mein letztes Hörerlebnis von ihm.
M.Reinsch zu »Craig Russell: Blutadler« 08.12.2010
Das Buch selbst habe ich eigendlich nur wegen dem Zusammenhang zu Wikingern gekauft (eins meiner stärkeren Interessengebiete), aber einem guten Thriller bin ich eigendlich nie abgeneigt.
Nach dem ich die ersten 20 Seiten gelesen hatte, war ich nicht mehr bereit das Buch weg zu legen (nun ja schlafen musste leider sein).
Was zu Anfang als etwas holperige Geschichte beginnt, reißt einen langsam aber sicher in seinen Bann und man will nur noch die 1-2 Seiten des gerade begonnen Kapitels zu Ende lesen...
Erstaunlich sind die Ortskenntnisse des Autors, die sehr detailiert und stimmig sind. So auch sein Schreibstyle - man befindet sich in der Geschichte!
Sicher ist es nicht der "Ultimative Thriller", aber mehr als Unterhaltsam ist er auf jeden Fall!
Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und haben Tiefgang, nicht nur ein Hauptprotagonist, sondern eine "Ermittlungsgruppe".
Die Geschichte ist spannend und hat einige unerwartete Wendungen, so dass eigendlich keine Langeweile auf kommt.
Kurz um ein Thriller den man gerne verschlingt und sich auf die Nachfolgebände (es gibt nun schon Zwei) freut!
Über en Inhalt kann gerne Jemand anderes schreiben - ich für meien Teil will immer selbt erleben was der Autor so zu sagen hat (bzw. gibt es ja Buchcovers :) )
Alexander zu »Craig Russell: Blutadler« 04.08.2010
Also ich weiß ja nicht, was Hrn. Drewniok
geritten hat, dass er das Buch so schlecht bewertete. Doch ich finde er übertreibt. So schlecht ist "Blutadler" nicht. Der Thriller ist spannend bis zur letzen Seite, wirkt fundiert recherchiert, hat Tiefgang und gut beschriebene Schauplätze. Gut, manche Figuren sind arg klischeehaft. Da wären die hübsche Psychologin zu nennen, die sich natürlich in den Haupthelden verliebt und auch der ukrainische Obergangster Witrenko wirkt eher wie ein Bondschurke als wie ein realistischer Großgangster. Ich würde das Buch mit 75 Grad bewerten.
isa zu »Craig Russell: Blutadler« 05.07.2010
langatmig, langweilig mag nicht unbeding treffend sein - als nicht hamburg fand ich es ehrlich gesagt teilweise prima beschrieben und habe gerne die ein oder andere zeile mehr gelesen. die mega spannung fehlte, aber immerhin war genug da um den erstling von craig russell an 3 tagen zu lesen. band 2 werde ich auf jeden fall lesen
Nadl zu »Craig Russell: Blutadler« 16.05.2010
Habe das Buch gerade ausgelesen. Ich bin auch etwas zwie gespalten. Fand die Grundstory des Buches ganz gut, allerdings die Handlung teilweise zu detailliert. Der Spannungsbogen war leider nicht gut aufgebaut, so dass ich Anfangs überlegt habe, das Buch zur Seite zu legen. Da ich das bisher aber bei keinem Buch gemacht habe, habe ich mich auch hier entschieden es zu Ende zu lesen. Und das war auch ganz gut so, denn im dritten Teil, klärt sich einiges auf.

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