Colin Forbes

Colin Forbes wurde als Raymond Harold Sawkins 1923 in Hampstead, London geboren. Schon im Alter von 16 Jahren begann für einen Magazin- und Buchverlag als Mitherausgeber zu arbeiten. Den II. Weltkrieg erlebte Sawkins als Soldat in Nordafrika und im Mittleren Osten. Kurz vor Kriegsende wurde er in den Mitarbeiterstab einer Armeezeitung in Rom versetzt.

Nachdem man ihn aus der Armee entlassen hatte, nahm Sawkins seine Verlagstätigkeit wieder auf. Zwei Jahrzehnte arbeitete er in der Branche. Erst in den 1960er Jahren begann er sich eine Zweitkarriere als Unterhaltungsschriftsteller aufzubauen. Diese verfolgte er mit enormem Einsatz, d. h. er arbeitete in seinem Job, bevor er sich abends an den heimischen Schreibtisch setzte. In diesen Jahren lernte Sawkins mit vier Stunden Nachtschlaf über die Runden zu kommen.

»Snow on High Ground«, sein Erstling, wurde unter seinem richtigen Namen 1966 veröffentlicht. Es folgten zwei Fortsetzungen. In den nächsten Jahren prüfte Sawkins den Buchmarkt, indem er Thriller schrieb, in denen er mit Themen und Stilen spielte. Dazu bediente er sich der Pseudonyme Richard Raine, Jay Bernard – und Colin Forbes. Dessen erster Roman wurde »Tramp in Armour« (1969, dt. »Gehetzt«).

Was Forbes verfasste, kam beim Publikum am besten an. Also blieb Sawkins zukünftig bei diesem alter ego und legte einen Forbes-Reißer pro Jahr vor: Kriegsgeschichten, Katastrophenromane, Politthriller. Letztere verfasst er noch heute, nachdem ihm mit dem Super-Agenten Tweed ein echter Publikumsknüller gelang. Tweed ist ein James Bond ohne Glamour, den Forbes durch den inneren Zwang zur bedingungslosen Terroristen-Austilgung ersetzte. Die grobschlächtigen, oft durch unfreiwilligen Humor und völlige Realitätsferne »glänzenden« Machwerke (für die der Autor angeblich alle Handlungsorte persönlich bereist, was man kaum glauben kann) finden reißenden Anklang bei Forbes’ anspruchslos gewordener Leserschaft und werden heute stets in mehr als dreißig Sprachen übersetzt...

Colin Forbes lebte und arbeitete in Surrey südlich von London, nachdem ihn Steuerprobleme bis in die späten 1970er Jahre nach Irland vertrieben hatten. Er hielt trotz seines Alters den Anschluss an die moderne Informationsgesellschaft und hielt folglich auch eine Homepage, die man unter http://www.colin-forbes.co.uk erreicht.

Colin Forbes starb am 23. August 2006 an einem Herzinfarkt.

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