Die Blutlinie von Cody McFadyen

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel Shadow Man, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Lübbe.

  • London: Hodder & Stoughton, 2006 unter dem Titel Shadow Man. 407 Seiten.
  • New York: Bantam, 2006. 373 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Lübbe, 2006. Übersetzt von Axel Merz. ISBN: 978-3-7857-2258-9. 476 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2008. Übersetzt von Axel Merz. ISBN: 978-3-404-15853-9. 476 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2006. Gesprochen von Franziska Pigulla. Gekürzte Romanfassung. Regie: Frank Gustavus. ISBN: 3-7857-3207-4. 6 CDs.

'Die Blutlinie' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Das Leben der FBI-Agentin Smoky Barrett scheint völlig zerstört zu sein: Seit sechs Monaten verbringt sie die meiste Zeit in ihrem Zimmer, starrt die Wände an oder lässt sich von ihrem Psychiater behandeln. Der grausame Doppelmord an ihrem Mann und ihrer Tochter hat die ehemals beste und erfolgreichste Agentin derart geprägt, dass an die Fortsetzung ihrer Polizeikarriere nicht zu denken ist. Alles ändert sich an dem Tag, da eine von Smokys besten Freundinnen ermordet wird. Doch dies ist erst der Beginn einer Serie von grausamen Bluttaten, die eine ganze Nation erschüttern wird. Der Täter bezeichnet sich selbst als Jack junior und behauptet, ein Nachfahre des legendären Jack the Ripper zu sein. Außerdem betont er immer wieder, dass es nur einen Menschen gibt, der ihm das Handwerk legen könne: Smoky Barrett. Für Smoky wird die Jagd zur Obsession, glaubt sie doch, damit die Geister der Vergangenheit bewältigen zu können. Sie ahnt jedoch nicht, dass die Ermordung ihrer eigenen Familie plötzlich in einem ganz anderen Licht erscheinen könnte.

Das meint Krimi-Couch.de: »Brutalität in einer neuen Dimension oder Wer ist Hannibal Lecter?« 85°Treffer

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

Vor einem halben Jahr wurde Smoky Barretts Mann in der gemeinsamen Wohnung von einem Psychopathen gefoltert und getötet. Auch Tochter Alexa starb bei diesem Übergriff in dessen Verlauf Smoky den Täter letztlich erschießen konnte. Seitdem hat sich Smoky völlig von der Außenwelt isoliert und lediglich eine Behandlung bei dem FBI-Therapeuten Dr. Hillstead angenommen. Jetzt, sechs Monate später, kommt der Tag der Entscheidung:

»Der Tag, an dem ich entscheide, ob ich wieder zu meiner Arbeit beim FBI zurückkehre oder ob ich nach Hause gehe, mir eine Pistole in den Mund stecke und mir das Gehirn wegblase.«

Smoky entscheidet sich, ihre alten Kollegen vom CASMIRC in Los Angeles zu besuchen, eine Spezialtruppe, die sich mit Kindesentführungen und Serienmorden beschäftigt und deren ehemalige Chefin Smoky war. In der darauf folgenden Nacht wird Smoky um fünf Uhr morgens von Callie, die ihre Nachfolge übernommen hat, aus dem Schlaf gerissen. Smokys beste Freundin Annie wurde brutal gefoltert, vergewaltigt und ermordet. Damit nicht genug, die zehnjährige Tochter, Smokys Patenkind Bonnie, wurde an die tote Mutter gefesselt und ist seitdem katatonisch. Der Mörder hat zudem eine persönliche Nachricht an Smoky hinterlassen, in der er sich als direkter Nachfahre von Jack the Ripper ausgibt. War dies der wahre Grund, warum er Annie auserwählte, da diese im Internet eine Softpornoseite betrieb oder wurde Annie ausgewählt, weil der Mörder es in Wirklichkeit auf Smoky abgesehen hat? Wenig später entdecken die Ermittler eine CD, auf der der Mord an Annie festgehalten wurde. Entsetzt müssen die FBI-Profis dabei feststellen, dass zwei Täter am Werk waren. Die Zeit drängt, denn der Irre ist bereit, erneut zuzuschlagen und nähert sich dabei nicht zur Smoky, sondern dringt auch in das Leben der übrigen CASMIRC-Kollegen ein und beginnt sein perfides Spiel …

Die Blutlinie rockt

...könnte man sagen, denn Cody McFadyen ist mit seinem Debüt ein hervorragender Plot zum Thema Serienkiller gelungen. Dabei möchte man zunächst meinen, dass dieses Genre gänzlich ausgelutscht ist, angesichts der inflationär steigenden Zahl von Thrillern aus diesem Bereich. McFadyen erfindet zwar nicht das Genre neu, dennoch setzt er neue Maßstäbe.

Ganz selten wurde so intensiv und eindringlich die Arbeit eines Profilers geschildert, der auf den »schwarzen Zug« aufspringt und sich durch die einzelnen Wagen bis zur Lok vorarbeitet, wo der Lokführer, der Täter, zu finden ist. Ähnlich authentisch, wenngleich im Plot nicht vergleichbar, wird die Arbeit eines Profilers nur in Das Lied der Sirenen von Val McDermid beleuchtet.

Ebenfalls neue Maßstäbe setzt der junge Autor in der Darstellung der einzelnen Misshandlungen. Was hier dem Leser allerdings zugemutet wird, geht nicht nur hart an die Schmerzgrenze, sondern eindeutig darüber hinaus und ist teilweise schlichtweg ekelhaft. Wer einen empfindlichen Magen hat sollte dieses Buch vorsorglich nicht lesen, denn Die Blutlinie ist mitunter ganz, ganz harte Thrillerkost. Sie sind jedenfalls gewarnt! Um die Brutalität der Folterszenen abzuschwächen, bedient sich McFadyen des Stilmittels des Tempobruches. So befindet sich Smoky zunächst rund 40 Seiten in Behandlung ihres Therapeuten, bevor die eigentliche Story überhaupt losgeht. Diese plätschert scheinbar sanft dahin, nur, um im nächsten Moment Smoky bzw. dem Leser frontal in die Eingeweide zu fahren.

Sehr wohltuend ist es dann, dass sich Smoky immer wieder über längere Passagen an ihren Mann und ihre Tochter erinnert, mit diesen bisweilen auch Zwiegespräche führt, oder anderen Gedanken aus der Vergangenheit nachhängt. Und dann wird auch schon gleich wieder das Messer gewetzt oder der Baseballschläger geschwungen. Hervorragend versteht es der Autor sich in die Gedanken seiner Protagonistin hineinzuversetzen, so dass der Verdacht aufkommt, dieses Buch kann nur eine Frau geschrieben haben. Nur ganz selten überzieht McFadyen ins (weiblich) klischeehafte.

»Jack the Ripper« findet einmal mehr seinen Inspector Abberline.

Der Plot ist spannend, der Schreibstil trotz einiger kleiner Längen absolut treibend und die Ermittler und deren Umfeld werden mit viel Liebe zum Detail mit Leben gefüllt. Hohe Atmosphäre garantiert. Lediglich die Auflösung ist allzu vorhersehbar. Dies schadet jedoch dem insgesamt überzeugenden Gesamteindruck nur begrenzt, da McFadyen mutig das Serienkiller-Genre weiterentwickelt. Der angesprochene Jack the Ripper findet übrigens in Smoky seinen Inspector Abberline, der (die) vielleicht ein paar Schicksalsschläge zu viel einstecken muss.

Abschließend sei noch erwähnt, dass Cody McFadyen eine nicht unaktuelle Frage thematisiert, nämlich jene, inwieweit das Internet und die dort zugänglichen Seiten (hier pornografische bzw. Gewalt darstellende) dazu geeignet sind, bei dem Betrachter Phantasie und Realität zu vermischen. Besteht die Möglichkeit, dass ein Mann mit Problemen im Umgang mit Frauen nach Ansicht entsprechender Seiten dazu neigt, seine Abneigung in pure Gewalt umzusetzen und – vor allem – können davon andere Menschen profitieren?

Eine bedrohliche Frage auf die McFadyen eine klare Antwort gibt. Diese ist verstörend, so wie mehrere Sequenzen in diesem Buch.

Jörg Kijanski, Dezember 2006

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Chimmy Müller zu »Cody McFadyen: Die Blutlinie« 15.12.2015
Die Blutlinie war eine reine Enttäuschung. Ich wusste sofort wer der Mörder ist, weil es eine 08/15 Story war. Der Schreibstil ist sehr einfach gewählt; das kann nun gut oder schlecht sein. Wie auch bereits andere gesagt haben, fand ich Smoky auch etwas übertrieben dargestellt. Doch das hat mich weniger gestört, vielmehr war es so seltsam, dass die "Superheldin" auf die einfachsten Zusammenhänge nicht kommt. Wie gesagt, war mir zu Beginn schon klar, wer der Mörder war und sie gemeinsam arbeiten... Da ich einen Doppelband gekauft hatte, habe ich mich nach einigen Monaten dennoch entschlossen, den zweiten (Todeskünstler) zu lesen. Ich war sehr positiv überrascht und dies beruhte nicht nur auf die niedrige Erwartungshandlung aufgrund Buch Nummer 1.
Lina zu »Cody McFadyen: Die Blutlinie« 27.06.2015
Puh! Was soll ich sagen? Einige meiner Vorrednern haben die Leser des Buches richtig eingeordnet: Entweder man mag das Buch oder man mag es nicht. Meinungen dazwischen sind eher selten.Ich ordne mich unter den "ich-mag-das-Buch-gar-nicht-Leser" ein. Gründe? Gerne.
1. Der Beginn des Buches ist absolut lächerlich. Smokey wird immer wundervoller im Laufe der ersten 40 Seiten und die Beschreibungen strotzen nur so vor Superlativen. Dabei gibt es von Seite zu Seite eine Steigerung. Zu Beginn ist sie "sehr gut" in ihrem Job. Dann wird sie "zur besten Agentin des FBI". Folgt "die beste Schützin der Welt" und letztendlich "die beste Agentin in der Geschichte des FBI". Allein schon an dieser Stelle konnte ich den Charakter nicht mehr ernst nehmen. Sowas von konstruiert... ach ja, und den tollsten Sex aller Zeiten hatte sie mir ihrem Mann natürlich auch. Also wirklich... Der Charakter hat absolut nichts Glaubwürdiges, ist hohl und surreal.
2. Die Brutalität des Buches bricht zwar nicht alle Rekorde (ja, es gibt auch noch andere Autoren, die sich so hineinsteigern) aber sie ist mal wieder... hm... schon 100 Mal gelesen. Ich hoffe, ich drücke mich verständlich aus.Ich vermisse SCHMERZLICH die richtig guten Krimigeschichten, deren Faszination auf Geschicklichkeit und Können der Ermittler basiert und nicht auf sinnlose gewalt.3. Es ist das 1.001 Buch in der die Ermittler/ deren Familien/ Freunde etc. von Serienkiller (so brutal es geht, ohne auf den Index zu kommen) verfolgt, gefoltert und getötet werden. In diesem Buch werden dabei wirklich aller Rekorde gebrochen: Erst die Familie und die Ermittlerin selbst, dann ihre Freunde... alles konzentriert sich auf diesen einen Menschen. Also mal ehrlich... wenn das im realen Leben auch so wäre, hätten wir keine Ermitter mehr, weil alle in der Klappse wären oder gar nicht erst anfangen würden.Geschweige denn, dass schon wieder dieselbe Leier ausgepackt wird. Auch wieder schon 1000 Mal gelesen *GÄHN*
4. Es darf am Rande nicht die eher "simple" Sprachwahl erwähnt werden. Aber darüber sehe ich gerne hinweg, wenn die Geschichte stimmt und die Charaktere diesen gewissen Zauber ausstrahlen. In diesem Fall ist die holprige (ich drücke es mal diplomatisch aus) Sprache nur der letzte Tropfen in einem Meer von Enttäuschungen.Fazit: Das Buch ist nichts weiter als eine Ansammlung von flachen Charakteren, einfallslose Entwicklung der Handlung (alles schon dagewesen in unterschiedlichen Formaten) und aneinandergereihte Platitüden. Alles in allem: Das Buch war das Geld nicht wert.
Biggi zu »Cody McFadyen: Die Blutlinie« 29.08.2014
Ich habe mir vor längerer Zeit gleich alle 4 Bände der Smoky-Reihe gekauft. Hatte das erste angefangen zu lesen und schnell wieder beiseite gelegt. Mir war die Ausdrucksweise manchmal zu ordinär. Erst jetzt - mangels Lesestoff - habe ich die Blutlinie erneut zur Hand genommen und war erstaunt, wie mich das Buch doch in seinen Bann zog. Es ist stellenweise sehr heftig und auch brutal - aber auch mega spannend und flüssig erzählt. Der Schluss ist genial. Mich hat das Buch überzeugt und ich freue mich nun auf den Todeskünstler.
Kasia zu »Cody McFadyen: Die Blutlinie« 12.04.2014
Ich habe mir "Die Blutlinie" von Franziska Pigulla vorlesen lassen :-) Die Frau könnte mir normalerweise Beipackzettel vorlesen und ich kann nicht anders, als ihr zuhören, weil meiner Meinung nur sie es schafft, grausige Geschichten mit "dieser" Stimme "richtig" rüberzubringen. Normalerweise gefriert mir oft das Blut in den Adern, wenn sie Thriller vorliest.
Diesmal war ich nur angewidert, gelangweilt und auf gar keinen Fall gut unterhalten.
Ich bin jemand, der eigentlich gerne skandinavische und britische Krimis liest und mag. Amerikanische Thriller und Krimis empfinde ich häufig als zu krass und auch oft als zu übertrieben. So auch "Die Blutlinie". Ich mag es lieber, wenn durch eine geschickte und interessante Schreibweise Bilder und Angst im Kopf entstehen und der Autor die Grausamkeiten und Brutalitäten nicht auf einem Teller "präsentiert". So empfand ich es bei Cody McFadyen. Ich habe eigentlich kein Interesse, weitere Bücher von diesem Autor zu lesen, auch wenn ich mir leider bereits "Der Menschenmacher" (diesmal als Buch) zugelegt habe.
Es freut mich, wenn sich Menschen für etwas begeistern (wie die Menschen, die vor mir bewertet haben), aber mein Buch ist das nicht und das Hörbuch wird direkt bei "Tauschticket" angeboten.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Leseratte zu »Cody McFadyen: Die Blutlinie« 23.03.2014
Das erste Buch ist mit Abstand das Beste!!! Es ist sehr spannend geschrieben und man muss es einfach fast in einem Rutsch lesen. Tolle Schreibart und keine Seite die zu viel ist. Das Buch hätte gerne noch etwas länger sein können. Sehr zu empfehlen. Alle anderen Bücher danach kommen nicht mehr auf das Niveau! Schade.
meni77 zu »Cody McFadyen: Die Blutlinie« 07.01.2014
Man muss schon sagen, was diese Smoky Barrett alles ertragen kann, ist schon Wahnsinn;) Die Blutlinie hat mich anfangs sehr in den Bann gezogen, leider lässt das Niveau von MacFayden in der Barrett-Reihe nach dem Todeskünstler ganz stark nach. Vielleicht hat er sich am Riemen gerissen, aufgrund der Kritiken in der Presse. Ich kann die Bewertung vom Sepp nicht bestätigen, dass er sich an Ellis American Psycho anlehnt, so ein Buch wird auch kein anderer mehr zustande bringen. MacFayden hat meiner Meinung einfach einen Schritt gewagt, was sich noch keiner getraut hat, er wollte einen Einblick in die kranken Gehirne der Serienkiller geben ohne Rücksicht auf manch sensibleren Leser, man muss ihm zugute halten, dass er die Leser allerdings vorher gewarnt hat. Vielleicht kann er mich ja mit den Menschenmacher wieder überzeugen, Blutlinie bekommt jedoch gute 85 Grad
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
DerDeutsche zu »Cody McFadyen: Die Blutlinie« 10.12.2013
Zu den Hintergründen die Hinter der Story solcher Psycho-Thriller stehen gibt es viele Ansichten: Die Einen behaupten, der Autor selbst muss ähnliche Tendenzen aufweisen um derart "abartige" Fantasien zu entwickeln, andere wiederum sagen, dass ein Großteil davon sicherlich aufgrund der teilweise hässlichen Welt in der wir leben, durchaus real sein kann.
Welche Theorie auch immer zutreffen mag, ich sehe diese Art von Buch weder als Gefahr für den Leser, noch für den Autor, denn solange alles nur im Kopf und auf dem Papier geschieht, ist alles gut!

Zum Buch selbst:
Der Verlauf des Falls ist fesselnd, die Beschreibung der Tatorte sehr detailreich und die Auflösung gibt der ganzen Sache den Rest!
Allein die Erinnerungs-Schwälgerei der Hauptfigur zieht sich stellenweise so sehr, dass es für mich erstens nicht mehr schön war, und ich mich zweitens fragen musste, ob diese Informationen unbedingt notwendig sind.

Im allgemeinen jedoch ein sehr gutes Buch mit absoluter Kaufempfehlung!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Ele zu »Cody McFadyen: Die Blutlinie« 14.11.2013
Ich denke dieses Buch teilt die Meinungen einfach in 2 Hälften, weil die einen (wie ich auch) begeistert sind von der Art und Weise wie der Autor die Gewaltakte und am Ende auch die psychologischen Hintergründe des Täters beschreibt. Ich fand gerade, dass Cody die Gewaltakte und Schicksalsschläge Smokys ein wenig übertrieben hat unglaublich interessant, einfach weil es die Maßstäbe neu setzte. Ich bin erst 16, habe aber schon unzählige Thriller gelesen und vom Hintergrund des Täters und der Art der Morde hat mich noch kein Buch so begeistert.
Ich kann aber auch Leute verstehen, die dieses Buch als zu überzogen ansehen oder sich gar davor ekeln. Klar, dass sowas dann nichts für Menschen mit schwachen Nerven ist.
Aber Leute wie ich, die sich sehr für solche skurrilen Gewaltakte und psychologisch gebrochene Menschen interessieren, werden sich nicht mehr von dem Buch losreisen können!
Und zum Kommentar von "Sepp":
Klar, diese brutalen Schilderungen machen einen großen Teil (&Reiz) des Buches aus, aber ich persönlich fand auch die einzelnen Personen und deren Beschreibung, die psychologischen Hintergründe des Mörders sowie allgemein die Geschichte mit der kleinen Bonnie und wie sie sich Smoky annähert, fesselnd.
Und ich kenn einige in meinem Alter (16 und auch jünger) die dieses Buch gelesen haben und nicht "komisch ticken"! Nur weil man sich für die Psychologie eines solch brutalen Mörders interessiert, muss man nicht so krank wie er sein! ;)
Nette Grüße, Ele
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Sepp zu »Cody McFadyen: Die Blutlinie« 28.10.2013
Wer gerne Sprache genießt, sollte das Buch meiden. Ich hab gerade die obligatorische Sexszene hinter mir - das tat weh! So was von Gemeinplätzen - schlechtes Einfühlungsvermögen, oberflächliche Sprache, klischeehaften unglaubwürdigen Figuren - wie sonst auch.
Wenn nicht die äußerst brutale Schilderung von Gewalt wäre, bliebe nichts vom Buch übrig. Da frage ich mich ernsthaft, wie der Autor (und auch der Leser, dem das gefällt) tickt.
Mc Faden versucht auf der "american psycho" - Welle zu schwimmen, erreicht aber nicht im mindesten die Suptilität von Bret Easton Ellis.
Mein Tip: Autor und Werk vergessen!
2 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Hack-Beal zu »Cody McFadyen: Die Blutlinie« 26.08.2013
Wer ein spannendes zuweilen hartes, extremes und gewaltbeschreibendes Buch sucht, wird die Smoky Barrett-Reihe lieben. Auch ich. McFadyen schreibt absolut eingänglich und genau, aber wie auch sonst, wenn man über Serienkiller schreibt, die ihre Opfer gerne übelst zurichten. Moralapostel werden das Buch verreissen, jemand der ein spannendes Buch sucht und etwas hartgesottener ist, wird das Buch lieben und nicht so schnell weglegen. Klare Kaufempfehlung!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

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