Clive Cussler

Geboren wurde Clive Cussler 1931 im sonnigen Alhambra im US-Staat Kalifornien. Abenteuerlustig will er schon immer gewesen sein, ist mit der Airforce in den Koreakrieg gezogen (wenn auch als Mechaniker und Bordingenieur, nicht als Pilot, wie uns mancher Klappentext weismachen möchte...). Seinen Hang zur positiven Ausschmückung konnte Cussler in den Jahrzehnten entwickeln, die er an der Spitze zweier sehr erfolgreicher Werbeagenturen verbrachte; selten fehlt in seiner Vita der Hinweis, dass er dafür sogar in Cannes preisgekrönt wurde.

Aber Cussler wollte mehr – Freiheit und Forschung lagen ihm am Herzen. 1973 versuchte er sich als Schriftsteller. Fast unbemerkt erlebte Dirk Pitt in "The Mediterranean Caper" sein erstes Abenteuer. Doch erst Opus Nr. 3 brachte den eigentlichen Durchbruch, nachdem Cussler sich seiner Erfahrungen aus der Werbebranche bediente und Hightech mit Spektakel zum Hochgeschwindigkeits-Thriller mischte: »Hebt die Titanic!« war 1976 ein Bestseller (der 1980 sogar verfilmt wurde, aber zu Cusslers Kummer einen oberen Rang auf der Liste der schlechtesten Filme aller Zeiten belegt) und machte seinen Verfasser zum reichen Mann.

1979 erfüllte sich Cussler einen Traum und gründete seine private NUMA. Die ist zwar nicht so groß und mächtig wie ihr literarisches Vorbild, aber mindestens ebenso aktiv. Sie leistet das, wovor sich die echte Marine drückt, und forscht legendären Schiffswracks hinterher. Auch wenn »Dr.« Clive Cussler mit seinem Ehrentitel (verliehen von der State University of New York) ein wenig verschwenderisch umgeht und der historische Wert ihrer Arbeit manchmal etwas fragwürdig ist, lohnt die Website der NUMA auf jeden Fall einen Besuch; u. a. entdeckt hat man das Wrack des Geisterschiffs "Mary Celeste». «Jagd am Meeresgrund» («The Sea Hunters"), die (inzwischen fortgesetzte) gedruckte Geschichte dieser realen NUMA, ist leider zur Zeit vergriffen; als Sachbuch-Autor ist Cussler übrigens erstaunlich zäh zu lesen.

Es läuft weiterhin gut für Clive Cussler, der inzwischen schon gottvatergleich höchstpersönlich in seinen Thrillern aufgetreten ist. Pitts mit Oldtimern aller Art vollgestellter Flugzeughangar hat durchaus sein reales Gegenstück: Cussler nennt inzwischen mehr als 85 klassische Automobile sein Eigen. Das kann man sich schon leisten, wenn man 120 Millionen Bücher in mehr als 100 Ländern dieser Welt verkauft hat.

Dabei bedeutete der »Titanic«-Triumph in gewisser Weise schon das Ende des Schriftstellers Clive Cussler: Er hat in einem Vierteljahrhundert keinen Grund mehr gesehen, vom einmal entdeckten Erfolgsrezept auch nur ein Jota abzuweichen. Statt dessen baute er die Dirk-Pitt-Serie zum Franchise aus. Er liefert inzwischen »Ideen« für Thriller-Klone, die von anderen Autoren umgesetzt werden. Die »Numa-Akten« schreibt (seit 1999) Paul Kemprecos, die "Oregon-Chroniken" seit 2003 Craig Dirgo. Um die Fans bei der Stange zu halten, gibt es »Gastauftritte« der jeweiligen Helden in den Serien der »Kollegen«.

Da Cussler nicht jünger wird, holt er sich inzwischen auch für sein Flaggschiff Unterstützung an Bord: "Black Wind", das 18. Pitt-Abenteuer, verfasste er gemeinsam mit Sohn Dirk (!), so dass grundsätzlich kein Anlass besteht, dem lukrative NUMAversum ein Ende zu setzen, auch wenn Cussler senior oder Dirk Pitt einst in den Ruhestand treten.

Krimis von Clive Cussler:

Dirk Pitt-Reihe:
Der Todesflieger
(1973)
The Mediterranean Caper (aka Mayday!)
Eisberg
(1975)
Iceberg
Hebt die Titanic!
(1976)
Raise the Titanic!
Der Todesflug der Cargo 03
(1978)
Vixen 03
Um Haaresbreite
(1981)
Night Probe!
Im Todesnebel
(1983)
Pacific Vortex
Tiefsee Rezension
(1984)
Deep Six
Cyclop Rezension
(1986)
Cyclops
Das Alexandria-Komplott
(1987)
Treasure
Die Ajima-Verschwörung
(1990)
Dragon
Operation Sahara / Sahara
(1992)
Sahara
Inka Gold
(1994)
Inca Gold
Schockwelle
(1996)
Shock wave
Höllenflut
(1997)
Flood Tide
Akte Atlantis Rezension
(1999)
Atlantis Found
Im Zeichen der Wikinger Rezension
(2001)
Valhalla Rising
Die Troja-Mission Rezension
(2003)
Trojan Odyssey
Geheimcode Makaze Rezension
(2004)
Black Wind (mit Dirk Cussler)
Der Fluch des Khan (mit Dirk Cussler)
(2006)
Treasure of Khan
Polarsturm (mit Dirk Cussler)
(2008)
Flood Tide
Wüstenfeuer (mit Dirk Cussler)
(2010)
Crescent Dawn
Unterdruck (mit Dirk Cussler)
(2012)
Poseidon’s arrow
Havana storm
(2014)
Die Numa-Akten (mit Paul Kemprecos):
Das Todeswrack Rezension
(1999)
Serpent
Brennendes Wasser
(2000)
Blue Gold
Flammendes Eis
(2002)
Fire Ice
Tödliche Beute
(2003)
White Death
Killeralgen
(2004)
Lost City
Packeis
(2005)
Polar Shift
Höllenschlund Rezension
(2007)
The Navigator
Eiskalte Brandung
(2009)
Medusa
Teufelstor (zus. mit Graham Brown)
(2011)
Devil’s gate
Höllensturm (zus. mit Graham Brown)
(2012)
The storm
Zero hour (mit Graham Brown)
(2013)
Ghost ship (zus. mit Graham Brown)
(2014)
Die Oregon-Chroniken:
Der goldene Buddha
(2003)
Golden Buddha (mit Craig Dirgo)
Todesschrein
(2004)
Sacred Stone (mit Craig Dirgo)
Todesfracht
(2005)
Dark watch (mit Jack duBrul)
Schlangenjagd
(2006)
Skeleton Coast (mit Jack duBrul)
Seuchenschiff
(2008)
Plague Ship (mit Jack duBrul)
Kaperfahrt
(2009)
Corsair (mit Jack duBrul)
Teuflischer Sog
(2009)
The silent sea (mit Jack Du Brul)
Killerwelle
(2011)
The jungle (mit Jack Du Brul)
Tarnfahrt
(2012)
Mirage (mit Jack Du Brul)
Isaac Bell-Reihe:
Höllenjagd  Rezension
(2007)
The Chase
Sabotage (mit Justin Scott)
(2009)
The wrecker
Blutnetz (mit Justin Scott)
(2010)
The spy
Todesrennen (mit Justin Scott)
(2011)
The race
Meeresdonner (mit Justin Scott)
(2012)
The thief
The striker (mit Justin Scott)
(2013)
The bootlegger (mit Justin Scott)
(2014)
Fargo Adventures (mit Grant Blackwood):
Das Gold von Sparta
(2009)
Spartan Gold
Das Erbe der Azteken
(2010)
Lost Empire
Das Geheimnis von Shangri La
(2011)
The kingdom
Das fünfte Grab des Königs
(2012)
The tombs
The mayan secrets
(2013)
The eye of heaven
(2014)
Jagd am Meeresgrund (mit Craig Dirgo)
(1996)
The Sea Hunters
Clive Cussler and Dirk Pitt Revealed (mit Craig Dirgo)
(1998)
The Sea Hunters II mit Craig Dirgo)
(2002)
The Adventures of Vin Fiz
(2006)
The Adventures of Hotsy Totsy
(2010)

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