Höllenschlund von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2007
unter dem Titel The Navigator,
deutsche Ausgabe erstmals 2008
bei Blanvalet.
Folge 7 der Die-Numa-Akten-Serie.
- New York: Putnam, 2007 unter dem Titel The Navigator. 510 Seiten.
-
München: Blanvalet, 2008.
Übersetzt von Bernhard Kempen.
ISBN:
978-3-442-36922-5. 510 Seiten.
'Höllenschlund' ist erschienen als
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In Kürze:
Kurt Austin und sein NUMA-Team kommen gerade noch rechtzeitig, um die UNESCO-Beauftragte Carina Mechadi vor Piraten zu retten. Die Räuber hatten es auf eine phönizische Statue abgesehen. Doch wer sind ihre Auftraggeber? Austin begibt sich auf die Suche nach den Hintermännern – und stößt auf eine Spur, die direkt zu dem sagenumwobenen Schatz von König Salomon führt …
Das meint Krimi-Couch.de: »Spaß am Lesen und an der Action«
Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger überspringen
Clive Cussler, der Unterwasser-Karl-May der Neuzeit, hat seine Zusammenarbeit mit Paul Kremprecos mit einem weiteren Abenteuer mit dem NUMA-Helden Kurt Austin ausgebaut. The Navigator ist der siebte Band aus dieser Zusammenarbeit und bei Blanvalet in der Übersetzung von Bernhard Kempen als Höllenschlund erschienen.
Es ist immer wieder verblüffend, was Cussler an geschichtlichen und wissenschaftlichen Themen bestens recherchiert in seinen Büchern verarbeitet. In Höllenschlund geht es um den sagenhaften Schatz von König Salomon, in dem sich auch die geheimnisvolle Bundeslade befindet, die als das Vorbild für die Zehn Gebote der christlichen Religion gilt. Angeblich liegt diese nicht irgendwo im Vorderen Orient versteckt, sondern wurde von phönizischen Seefahrern über den Großen Teich geschippert und in einer Goldmine am Susquehanna River versteckt. Das Schiff der Phönizier versank dann in der Chesapeak Bay.
Wie aber kommen nun Kurt Austin und das NUMA-Team an diese geschichtsträchtige Story, abgesehen davon, dass ein phönizisches Schiffswrack allemal ein gefundenes Fressen für die Gesellschaft wäre. Austin und sein Freund Zavala (NUMA-Kämpfer arbeiten seit Dirk Pitt immer zu zweit) sind dabei, im Nordatlantik Eisberge abzuschleppen, die die Schifffahrt und die Bohrinseln gefährden könnten. Unterwegs entdecken sie ein Frachtschiff, das direkt auf eine Bohrinsel zusteuert und dieses bald rammen wird. Es bleibt also nur eine haarsträubende Aktion übrig, um das Schiff zu entern und auf einen Ausweichkurs zu bringen. Auf dem Schiff haben Bösewichte die UNESCO-Beauftragte Carina Mechadi und die Besatzung unschädlich gemacht, um an eine alte phönizische Statue zu kommen, die als »Der Navigator« bekannt ist. Mit Hilfe dieser Figur soll es möglich sein, denn sagenhaften Schatz des König Salomons zu finden.
Natürlich rettet Kurt Austin die Situation. Aber die Übeltäter gehören einer weitverzweigten Organisation an und sie geben den Kampf um den Navigator nicht auf. Und somit haben Austin und seine Mannen auf fünfhundert Seiten kräftig zu tun, um das Geheimnis um die geheimnisvolle Statue und den Schatz zu ergründen und alle braven Wissenschaftler vor den Fängen der brutalen Kunstdiebe zu schützen.
Clive Cussler, der mittlerweile seine private NUMA gegründet hat, die mittlerweile von seinem Sohn und gelegentlichem Co-Autor Dirk Cussler geleitet wird, brilliert wieder mit Popcorn-Kino in Buchform vom Feinsten. Auch wenn Kurt Austin längst nicht das Charisma von Dirk Pitt hat, so bringt er doch in dieser ausgesprochen ideenreich gesponnenen Konstruktion rund um die Phönizier, Präsident Jefferson und den geheimnisvollen Navigator wieder all sein Wissen und seine Recherche ein, die ihn und die NUMA bislang befähigt haben 84 versunkene Schiffe zu entdecken und zu erforschen.
Cussler bietet Action. Und er bringt sie so, dass auch wissenschaftliche Themen kurzweilig und interessant an den Leser gebracht werden, oft sogar mit dem Anreiz, sich über das Thema weiter zu informieren. Mehr kann man von einem spannend zelebrierten Abenteuerroman eigentlich gar nicht wollen. Unterhaltung ist in jedem Fall garantiert, vorausgesetzt man mag Clive Cussler und seinen Stil. Handwerklich ist an seinen Büchern ohnehin kaum etwas auszusetzen. Cussler versteht es mit einfachen Worten auch komplexe Inhalte zu vermitteln, ohne dabei zu sehr ins wissenschaftliche Detail zu gehen. Der Leser bekommt nur das vorgesetzt, was er braucht, um der Handlung folgen zu können. Und dann wird geschossen, gestochen und getaucht, was das Zeug hält und das rund um den Globus. Wer das Ganze ernst nimmt, ist selbst schuld. Hier geht es um den Spaß am Lesen und an der Action. Und das kann Cussler wie kein Zweiter in diesem Metier.
Wolfgang Weninger, August 2008
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| Ansgar Löcke zu »Clive Cussler & Paul Kemprecos: Höllenschlund« | 04.07.2008 |
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| Elmar Maslonka zu »Clive Cussler & Paul Kemprecos: Höllenschlund« | 02.06.2008 |
