Christopher West

Christopher West wurde 1954 in Deutschland geboren, schlug sich mit allerlei Gelegenheitsjobs durch, verdiente sein Geld als Musiker und studierte Philosophie. Seit seiner Kindheit faszinierte ihn China, wohin er 1985, direkt nach dem Fall des »Vorhangs aus Bambus«, zum erstenmal als Rucksack-Tourist reiste. 1991 erschien als Ergebnis dieser Reise sein erstes Buch, in dem er seine Eindrücke wiedergab.

Da Christopher West großer Krimi-Liebhaber ist, lag es für ihn nah, die Impressionen aus China mit dem Genre Kriminalroman zu verknüpfen. 1994 begann er mit Zuviel himmlischer Frieden seine Serie um die Abenteuer von Kommissar Wang. Die Idee dafür hatte er aus Schanghai mitgebracht, wo er einem Kriminalpolizisten begegnet war, der eine ausgesprochene Leidenschaft für Gerechtigkeit und Fairneß besaß.

Kommissar Wang Anzhuang ermittelt in Peking und ist loyales Mitglied der Kommunistischen Partei. Erst das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens, später seine Frau – die deutlich liberealer als Wang eingestellt ist – lassen ihn an seiner Einstellung zweifeln.

So sind die Wang-Krimis zwar klassische Police-Procedurals mit Berührungen zum Whodunit, jedoch gibt Christopher West ihnen eine deutliche politische Botschaft mit auf den Weg. In Zuviel himmlischer Frieden thematisiert er das Massker auf dem Platz des Himmlischen Friedens, in Der Verräter vom Schlangental geht es um den langsamen Umbruch der chinesischen Gesellschaft und dessen Auswirkungen auf das Leben auf dem Land, abseits der Boom-Towns. Die Übergabe Hong Kongs an China 1997 beherrscht schließlich den dritten Wang-Roman, "Der Rote Mandarin".

Christopher West lebt in Norfolk, England.

Christopher West über seine Krimis:

»Ich möchte ein faires und genaues Bild des heutigen Chinesischen Lebens zeichnen. Vom Leben abseits der Schlagzeilen, die zur Zeit alle China zu dämonisieren scheinen.«

Krimis von Christopher West:

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