Faust auf Faust von Christoph Güsken

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 bei Grafit.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Münster, 1990 - 2009.
Folge 10 der Kittel-und-Voß-Serie.

  • Dortmund: Grafit, 2005. ISBN: 3-89425-298-7. 215 Seiten.
  • [Hörbuch] --: Verbal Arts, 2005. Gesprochen von Benedikt Vermeer. ISBN: 3938978058. 4 CDs.

'Faust auf Faust' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Henk Voss hat seinen Detektivberuf aufgegeben und schlägt sich buchstäblich durchs Leben: Leute, die anderen imponieren wollen, können ihn engagieren und vor Publikum verprügeln. Das Geschäft läuft gar nicht schlecht. Doch als der Ehemann der Geliebten seines Expartners Kittel umgebracht wird, holt Voss die Vergangenheit ein. Denn Kommissar Bondt lässt sich nicht davon abbringen, dass Kittel der Mörder ist – auch nicht, als weitere Morde geschehen. Voss erfährt von der Nostradamus-Akademie, die neben Kursen zur Hexerei auch Seminare über die ›Goetheanische Schreibkunst‹ anbietet. Liegt hier der Schlüssel zur Lösung des Falls? Immerhin waren alle Mordopfer in irgendeiner Weise kreativ und strebten nach Höherem. Allerdings kann Voss nicht leugnen, dass sich auch Kittel immer verdächtiger benimmt …

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K.-G.Beck-Ewe zu »Christoph Güsken: Faust auf Faust« 01.05.2007
Das Ermittlerduo Kittel und Voss hat sich im Streit getrennt und nun gehen die beiden ehemaligen Freunde ihre jeweiligen eigenen Wege. Kittel arbeitet weiter als Detektiv, während er mit der reichen Patrizia Breugel – deren Mann anscheinend nichts dagegen hat – eine sehr wilde Beziehung pflegt. Voss lässt sich gegen Geld verprügeln, damit Pappnasen gegenüber dem weiblichen Geschlecht besser aussehen können und schlägt sich zuhause mit Tamara herum, seiner Freundin und Hexe in Ausbildung.

Als Herr Breugel ermordet aufgefunden wird, neben einem ausgeräumten Safe und Kittel auf einmal spurlos verschwindet ist er für die Polizei automatisch der Hauptverdächtige und diese meldet sich immer wider bei Voss in der Annahme, dass dieser wissen könnte, wo sich sein Ex-Partner herum treibt. Doch dieser weiß es nicht – und will es nach dem letzten großen Streit auch eigentlich gar nicht wissen. Bis eines Tages Jorinde (Jo) Kittel in seine Wohnung schneit, die ihn zur Mithilfe bei der Suche nach ihrem Bruder überreden will, was ihr zunächst überhaupt nicht gelingen will. Kittel ist Voss EX-Partner und mit diesem Zustand ist Voss überaus zufrieden. So begleitet er die junge Frau eher unwillig auf ihre ersten Ermittlungsversuche, bis sich herausstellt, dass auch Tamaras Ausbildungszentrum für Hexerei in den Fall verwickelt zu sein scheint. Da ist Voss, den die getrockneten Frösche im Bad schon seit längerem stören – auf einmal Feuer und Flamme.Nachh und nach wächst währenddessen die Anzahl der Leichen an und jedes Mal scheint Kittel am Tatort gewesen zu sein, was die Polizei mehr und mehr in Rage bringt. Und Voss mehr und mehr verunsichert, während er gleichzeitig immer tiefer in eine Szene hinein gezogen wird, die ihm absolut fremd erscheint. Doch schließlich macht auch er einen Besuch in einer modernen Version von „Auerbachs Keller“ und bekommt dort für seine unsterbliche Seele einen ganz anständigen Preis geboten.

Die Geschichte geht mal in diese und mal in die andere Richtung und lässt dabei als Krimi ein wenig den roten Faden vermissen. Aber die Charakterezeichnung des erzählenden Voss und einiger anderer Figuren in diesem Roman ist für sich genommen sehr überzeugend und macht den Roman so durchgängig nett und interessant zu lesen. Eine gute Lektüre für ein verregnetes Wochenende.
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