Schatten des Wahns von Christian v. Ditfurth

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2006 bei Kiepenheuer & Witsch.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Hamburg, 1990 - 2009.
Folge 3 der Josef-Maria-Stachelmann-Serie.

  • Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2006. ISBN: 978-3-462-03709-8. 394 Seiten.
  • Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2007. ISBN: 978-3-462-03943-6. 396 Seiten.

'Schatten des Wahns' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Eigentlich will der Historiker und unfreiwillige Ermittler Stachelmann nicht mehr Detektiv spielen. Aber mitten in der Nacht klingelt die Freundin seines alten Studienkollegen Ossi bei ihm – und erzählt, dass sie Ossi tot am Schreibtisch gefunden hat …

Das meint Krimi-Couch.de: »Eine intime Reise ins eigene Ich«

Krimi-Rezension von Thomas Harbach

Mit Schatten des Wahns legt Christian von Ditfurth seinen dritten Stachelmann Roman vor. Von Fällen zu sprechen, ist angesichts der jeweiligen Prämissen schon schwieriger, denn der von Rheuma gebeutelte Historiker Stachelmann begegnet zumindest in zwei dieser drei deutsche Geschichte wieder spiegelnden Büchern in erster Linie seiner eigenen Vergangenheit oder wird durch einen persönlichen, erotischen Fehltritt in das Geschehen einbezogen.

Nach der Aufarbeitung des Schicksals einer jüdischen Familie während der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft in Hamburg und einer daraus folgenden späten Rache an einer Familie der besseren Gesellschaft im ersten Band Mann ohne Makel setzte sich Christian von Ditfurth mit der deutsch- deutschen Fluchthelfersituation vor und nach der Wende in Mit Blindheit geschlagen auseinander. Im Grunde plaziert er mit den Studentenunruhen Ende der siebziger Jahre in und um Heidelberg den dritten Band historisch zwischen diese beiden Romane, in Bezug auf seinen mehr und mehr dreidimensionaler und charakterlich abgerundeter dargestellten ein wenig exzentrischen Stachelmann betritt er allerdings Neuland. Es ist auf der einen Seite eine intimere Geschichte, Stachelmann setzt sich mit seiner eigenen Jugend, seiner Zeit als Student auseinander, auf der anderen Seite die Geschichte eines Mordes und eines vielleicht daraus folgenden Selbstmordes.

Sein Freund Ossi ist tot. Der Oberkommissar Oskar Winter von der Hamburger Kripo wird über seinen Schreibtisch zusammengebrochen in seiner Wohnung gefunden. Sein Kopf ruht auf einem alten Aktenordner mit Ausschnitten von Zeitschriften, Bildern und Protokollen aus den siebziger Jahren. Aus Heidelberg, dem Herz der studentischen Unruhen. Die Akte berichtet von einem nicht aufgeklärten Mord an einem jungen Studenten. Dieser fand auf dem Gelände einer alten Nazistätte statt. Damals schottete sich die Revolution gegen die faschistischen und kapitalistischen Elemente ab. Zu dieser Zeit hat Stachelmann Ossi Winter kennen gelernt, zu dieser Zeit hat Stachelmann auch in Heidelberg studiert und zumindest einen Augenblick mit Blindheit geschlagen als den Traum eines Arbeiterparadieses geglaubt.

Ossi Winter ist zu diesem Zeitpunkt sein Freund geworden, bis sich ihre Spuren verloren haben. Hat dieses ungeklärte Verbrechen über die Zeit hinaus nach seinem Freund gegriffen. Die Behörden wollen schnell die Akten schließen, Selbstmord. Nur Stachelmann glaubt nicht zuletzt aufgrund der Perfektion des Selbstmordes mit zwei getrennt eingenommenen, an sich tödlichen Medikamenten an diese These. Zusammen mit Ossis Freundin, einer Polizistin, beginnt er seine Recherchen, nichts ahnend, dass sich mit rasanter Geschwindigkeit Vergangenheit und Gegenwart rasant aufeinander zu bewegen und schnell auch sein Leben bedrohen.

In seinem ersten Krimi untersuchte Christian von Ditfurth ganz bewusst mehr das »Warum« einer historischen Entwicklung und ließ – im Gegensatz zum üblichen Krimiklischee – keinen Zweifel von Beginn an, wer der Täter ist. In Mit Blindheit geschlagen versteckte er sowohl Täter als auch Motiv über weite Strecken des Romans und hat so einen fesselnden modernen, doch gleichzeitig historischen Krimi geschaffen. Schatten des Wahns folgt dieser Bahn, wenn auch Christian von Ditfurth sich in diesem dritten Buch ein wenig in die Enge geschrieben hat. So legt er – um seinen Plot aufzuklären – an einer Stelle des Romans nicht nur eine falsche Spur, was für einen Autoren erlaubt ist, er lässt Stachelmann in einer Unterhaltung mit einem Dritten seine Leser anlügen und schildert ganz bewusst subjektiv eine Szene gänzlich anders.

Diese nicht unbedingt literarisch feine Zuflucht ist nötig, um schließlich für den Täter ein Motiv zu schaffen, das in der Gesamtbetrachtung des Romans zu oberflächlich und eher an den Haaren herbeigezogen ist. In einem starken Kontrast zum schwachen, aber in dieser Konstellation aus persönlicher und kriminaltechnischer Hinsicht notwendigen Ende steht die eigentliche Ermittlungsarbeit Stachelmanns. Von Ditfurths Stärke ist nicht nur sein historischer Hintergrund, sondern seine persönlichen Erfahrungen. Er hat sich nicht nur mit dem schrecklichen Phänomen des Nationalsozialismus auseinandergesetzt, sondern sich insbesondere zu seiner Studentenzeit auch dem Sozialismus/ Kommunismus zugewandt. Diese positiven wie negativen Erfahrungen integriert er in die ansonsten sehr geradlinige Kriminalhandlung.

Es gelingt ihm, die unruhige Zeit der siebziger Jahre mit den Studentenunruhen und der oft hysterischen Reaktion des Establishments farbenprächtig, authentisch und überzeugend zum Leben zu erwecken. Mit kleinen Details und vielen Hintergrundinformationen versehen wird dem Leser diese Welt allerdings durch die Augen des inzwischen »müden«, angepassten Stachelmanns vorgeführt. Dadurch schafft er eine notwendige Distanz. Aus den Aufzeichnungen und einigen persönlichen Gesprächen strahlt noch eine fanatische Aufbruchstimmung, eine Verblendung der ungeformten Persönlichkeiten auf den Leser über, die meisten der von Stachelmann geführten Gespräche mit ehemaligen Mitstudenten, Freunden und »Zeitzeugen« verdeutlichen den Augenblick, in dem alles möglich gewesen wäre, aber wenig wirklich umgesetzt worden ist. Entweder trifft er auf gescheiterte, in der Vergangenheit lebende Existenzen am Rande unserer Gesellschaft oder auf die etablierten, die es in ihren Berufen wie Arzt oder Rechtsanwalt geschafft haben und denen die Recherche eines inzwischen in Vergessenheit geratenen Verbrechens nicht gelegen kommt. Aber mehrmals betont Stachelmann, dass Mord niemals verjährt.

Am Ende dieser sehr schwierigen, aber schließlich erfolgreichen Aufklärung steht Stachelmann mit leeren Händen dar. Es sind diese Momente, in denen Christian von Ditfurth seinen Protagonisten als Verlierer zeichnet, die das Buch beleben. Dabei könnte es sich der Querkopf Stachelmann sehr viel einfacher machen. Er müsste seine Promotion fertig stellen und abgeben, könnte an der Hamburger Universität weiter unterrichten und mit Anne zusammenleben. Sie möchte ein weiteres Kind, er möchte Junggeselle bleiben und dennoch geliebt werden. In diesem dritten Buch zeichnet von Ditfurth Stachelmann im Grunde als Außenseiter der Gesellschaft, isoliert in seinem eher kontaktfreudigen Beruf, in der Vergangenheit gefangen und selten in der Lage, wirkliche Freunde zu empfinden. Auf emotionaler Ebene fast nicht lebensfähig, immer wieder unterstützt und behütet von Anna, die ihn liebt und die er immer wieder verletzt.

Etwas unrealistisch wirkt die stetige Tendenz, diesen oft waidwund erscheinenden nicht sonderlich hübschen oder über weite Strecken des Buches wirklich sympathischen Charakter immer neue Affären mit attraktiven Frauen auf den stattlichen Leib zu schreiben. In Mit Blindheit geschlagen kostet ihn eine solche Affäre nicht nur Anne Vertrauen, sondern fast sein Leben. Anne verzeiht ihm. Im vorliegenden Roman sind es zwei Frauen, denen er begegnet und die ihn in seinen Bann ziehen. Unwillkürlich hat der Leser das Gefühl, hier versucht der Autor seine ansonsten dreidimensionale, wenn auch nicht einfache Figur mit zu viel Leben auszustatten. Das wirkt auf die Dauer unrealistisch und Christian von Ditfurth täte gut daran, dieses Konzept für den vierten in Arbeit befindlichen Stachelmann aufzugeben. Im Zuge einer stetigen Wiederholung droht aus unrealistisch irgendwann langweilig zu werden.

Auf der anderen Seite ist Stachelmann eine Art Resonanzbrett deutscher Geschichte. Nicht zuletzt aufgrund der Mischung aus persönlicher Erfahrung und wissenschaftlicher Forschung klärt er im Zuge seiner Ermittlungen dieser Leser über einzelne Eckpunkte unserer Geschichte auf. Die Stärke Stachelmanns ist, dass er seine Leser nicht belehren oder gar bevormunden will. Der Leser verfolgt, wie er sich selbst an einzelne Details zu erinnern beginnt, andere Puzzlestücke aus den Archiven deutschen Zeitungen hinzufügt und schließlich in der persönlichen Begegnung das Bild abrunden kann. Das diese Ermittlung schließlich in einer Art persönlichem Vakuum endet, wird zu einem sehr passenden Bild dieser kurzlebigen revolutionären Bewegung.

Schatten des Wahns ist ein über weite Strecken sehr spannender Krimi, eine intimen Reise ins eigene Ich, in die eigene Vergangenheit zeigt er in seinem Protagonisten gleichzeitig die Furcht vor zukünftigen Veränderungen auf und eine fast masochistische Tendenz, diesen notwendigen Veränderungen zu entfliehen. Wie in seinen anderen Büchern gelingt dem Autoren ein lebendiges Portrait einer historischen Episode neuerer deutscher Geschichte, eingehüllt in eine geradlinige, wenn auch nicht immer schlüssige Kriminalhandlung.

Die oft ein wenig hölzern klingenden Dialoge seiner vorangegangenen Romane ersetzt er durch lebendige Zwiegespräche, die Charakterisierung insbesondere der Nebenfiguren ist überzeugend und vielfältig. Mit sichtlichem Vergnügen lässt der Autor revolutionäre Gedanken zwischen Windeln und Schnapsflasche in einer verwahrlosten Küche von einer ungepflegten jetzigen sowie allein gelassenen Mutter und ehemaligen Mitstudentin rezitieren. Die Revolution hat ihre Kinder gefressen, setzt aber fast eine Generation später immer noch Emotionen in seinen Figuren frei. Wie schwierig dieses Thema auch heute noch sein kann, zeigt der Autor eher unfreiwillig am Ende seines Buches auf. Diese Veränderungen werden aus Gefühlen heraus geboren und enden im Hass.

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Darix zu »Christian v. Ditfurth: Schatten des Wahns« 18.07.2013
Christian von Ditfurth hat mit seinem Historiker Stachelmann eine interessante, wenn auch fortwährend jammernde, mit sich und der Welt unzufriedenen Person/Detektiv, geschaffen. D. versteht es die jüngere Vergangenheit unterhaltend, teilweise dramatisch in seinem Kriminalroman zu beschreiben. Vielleicht einige Nebenstränge sind im Plot zu viel. Ich wünschte mir ebenfalls, dass die Charakterbeschreibungen etwas differenzierte wären. Das Ende ist überraschend, der Krimi ist lesenswert.
lesenchris zu »Christian v. Ditfurth: Schatten des Wahns« 29.07.2011
Trotz leichter Schwächen, vor allem bezogen auf die Erkrankung des Dr. Stachelmann, ein erneuter psychologisch gut aufgebauter Krimi. Alle Selbstzweifel eines Menschen ausführlich und in aller Dramatik für mein Empfinden hervorragend detailliert geschildert. Vor allem mit einem überraschenden, so nicht zu erwartenden Ende.
DrWatson zu »Christian v. Ditfurth: Schatten des Wahns« 13.06.2009
Diese Buch war mein erster und letzter Roman des Autors. Ich habe es nicht geschafft, das Buch zu Ende zu lesen, so sehr habe ich mich gelangweilt. Die Person Stachelmann ist ein Jung-68er Weichei wie kein Zweites, strotzend vor Selbstmitleid, unfähig, sich mal am Riemen zu reißen und nötige Schritte zu tun, um sein Leben zu ordnen. Und da der Autor dies offensichtlich goutiert, liest sich das Buch auch so.
Uch habe ca. die Hälfte des Romans gelesen, aber außer der Leiche des alten Freundes und Kommissars und einigen Rückblenden des Täters ist das bislang kein Krimi, sondern eine männliche Heulsusen-Story.
Ansonsten mag ich deutsche Krimis sehr, lese seit vielen Jahren -ky, Franz, Fitzek, Eckert etc. und fühle mich gut und spannend unterhalten. Hier siegt letztlich die Langeweile!
Ulrich zu »Christian v. Ditfurth: Schatten des Wahns« 17.02.2009
Es ist das eindeutig schwächste Buch mit Stachelmann. War der erste Roman noch nachvollziehbar und in sich logisch, wies schon der zweite schwere handwerkliche Fehler auf. Immerhin war die historische Dimension (mehr oder weniger) nachvollziehbar.
In diesem dritten Fall allerdings wird die Beschreibung und Darstellung der (übrigens nicht 68er, sondern 78er Bewegung) so klischeehaft und banal, dass es schon peinlich wird. Der Autor scheint seine Vergangenheit genau so undifferenziert und unhinterfragt aufzuarbeiten, wie er auch vor 30 Jahren agiert hat. Der wichtigste Satz des Romans lautet: "Der größte Feind des Historikers ist der Zeitzeuge." Hätte sich der Autor mal daran gehalten!!
ceegee zu »Christian v. Ditfurth: Schatten des Wahns« 30.10.2008
Nach der Lektüre von "Der Consul" und "21. Juli" haben die ersten beiden Stachelmann Bücher haben mich ebenso begeistert und zum Fan von Christian v. Dittfurth gemacht. Den "dritten Stachelmann" verzeihe ich ihm. Es scheint sich hier für mich um die längst überfällige Bewältigung der eigenen (linken) Vergangenheit zu handeln. Man leidet als Leser stark darunter und das Buch zieht sich stellenweise fast schon unerträglich.
Schrodo zu »Christian v. Ditfurth: Schatten des Wahns« 24.05.2008
Nummer drei des Herrn „Von“ über seinen Rheumakranken und etwas unschlüssigen von Selbstzweifeln geplagten Historiker Dr. Josef Stachelmann. Die Story handelt von einem Mord in den 68ern in Heidelberg und dem Selbstmord seines Polizeikumpels Ossi. Nach einigen Verirrungen hat der gute „Sepp“ am Ende natürlich alles aufgeklärt…wenn mir auch an seinem Ende ein Detail fehlt. Das Buch ist spannend, es ist allerdings kein Page turner daraus geworden.
Etwas genervt haben mich die ewigen Selbstzweifel des Dr. Josef. Er sollte doch endlich mal seine Habilitation fertig machen und sein restliches Leben in Ordnung bringen!
Lieber Josef, ein kleiner Tipp wenn du dich mal wieder nicht zwischen mehreren Frauen entscheiden kannst…nimm doch einfach alle (kann für nen Studierten ja nicht so schwer sein)
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
engelmicha zu »Christian v. Ditfurth: Schatten des Wahns« 26.03.2008
Wieder einmal zu sehr klischeehafte Darstellung der linken Szene. Hätte sich Ditfurth/Stachelmann doch nur selbst an das von ihm zweimal hervorgehobene Prinzip gehalten: "Der schlimmste Feind des Historikers ist der Zeitzeuge." So aber muss man sich mit einer undifferenzierten, oberlehrerhaften, moralinsauren Darstellung der Linken der 70er herumschlagen, das alles verpackt in eine Story, die sich zeitweilig öde hinzieht.
"Setzen sechs, Herr Dr. Stachelmann!"
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Karl-Heinz Meilwes zu »Christian v. Ditfurth: Schatten des Wahns« 14.10.2007
Habe in kurzer Zeit alle drei Stachelmänner gelesen und freue mich auf den vierten Fall. Mir gefällt die - zwar m. E. manchmal etwas sehr konstruierte -Verknüpfung von Krimiplot und Zeitgeschichte sehr. Allerdings empfand ich die Auseinandersetzung mit der Lebens- und Gedankenwelt der auslaufenden 68er Welt als zu sehr moralisierend und oberlehrerhaft. Weniger wäre hier mehr gewesen.
2 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Christoph Post zu »Christian v. Ditfurth: Schatten des Wahns« 14.09.2006
Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut. Insgesamt muß ich sagen, daß aus Sicht eines Krimis, das Buch sicherlich das schwächste der drei war, da das Ende doch irgendwie auf der Hand liegt. Aus historischen Gesichtspunkten ist das Buch mal wieder sehr unterhaltsam. Sei es geprägt durch die Tagebucheintragungen, sei es durch die Erinnerungen, die Stachelmann im Rahmen dieser Geschichte immer wieder an sich herantreiben läßt und die ihn dann nicht loslassen und umtreiben oder durch die verschiedenen Dialoge mit den Nebenfiguren in diesem Roman, die aus heutiger Zeit deutlichen Abstand nehmen zur damaligen Zeit der 68er.
Somit ist das Buch mal wieder ein Einblick in eine sehr interessante Epoche der neueren deutschen Geschichte.
Was ich persönlich ebenfalls etwas störend empfinde, sind die vielleicht unrealistischen vielen Frauenbekanntschaften, die Stachelmann in seinen Geschichten immer wieder macht. Aber vielleicht paßt dieses nur in mein "normales" Empfinden nicht hinein. Natürlich bin ich sehr gespannt, wie es nun weiter geht mit unserem Helden und welches geschichtliches Ereignis nun Background für den vierten Band geben wird. Die Ära Brandt/Schmidt, Kohl und die Wiedervereinigung oder vielleicht sogar ein sehr aktuelles Thema. Lassen wir uns überraschen.
kalkamat zu »Christian v. Ditfurth: Schatten des Wahns« 22.07.2006
der liebe herr stachelmann! was für ein sympathischer mensch, kein polizist sondern ein historiker der den mord an einem (ehemaligen) freund aufklären will. ganz nebenbei erfährt man etwas über die gedankenwelt der 68-er in heidelberg (obwohl, ob die sich regional unterschieden haben???)
ich muss sagen, dass herr ditfurth meinen tiefsten respekt verdient. er schreibt weder hölzern noch langweilig und ein gute prise humor habe ich in seiner hauptfigur entdeckt. die lösung habe ich eigentlich relativ bald geahnt, aber sie schlich nur um mich herum und hat sich mir nicht aufgedrängt. schöne story. sympathischer ermittler. perfektes lesevergnügen.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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