Victim von Chris Mooney

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel The Missing, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Rowohlt.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Massachusetts / Boston, 1990 - 2009.
Folge 1 der Darby-McCormick-Serie.

  • New York: Atria Books, 2007 unter dem Titel The Missing. 377 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2007. Übersetzt von Michael Windgassen. ISBN: 978-3-499-24560-2. 377 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2010. Übersetzt von Michael Windgassen. ISBN: 978-3-499-25467-3. 377 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2008. Gesprochen von Irsi Böhm. ISBN: 3899034740. 4 CDs.

'Victim' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Die Polizistin Darby McCormick soll ein grauenhaftes Verbrechen aufklären. Man hat die 16jährige Carol entführt, dabei ihren Freund erschlagen. Die Wände sind mit Blut beschmiert. Die Spur führt nach Boston. Bald zeigt sich, dass Carol bei weitem nicht das erste Opfer des Täters war. Keines ist je wieder aufgetaucht. Bis auf Rachel – die Frau, die man am Tatort fand. Was hat die halbverhungerte, vollkommen verstörte Frau erlebt? Was ist Realität, was Wahnvorstellung? Darby versucht, ihr das Geheimnis zu entlocken. Doch Rachel schweigt.

Das meint Krimi-Couch.de: »Solider Mainstream-Thriller, leider mit vorhersehbarem Ende« 65°

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

1984: Die jugendlichen Freundinnen Darby, Stacey und Mel gehen in ein kleines Waldstück, um mit einem verbotenen Bierchen auf Mels Geburtstag anzustoßen. Dabei bemerken sie plötzlich seltsame Geräusche in ihrer Nähe und beoachten aus einem Versteck, wie eine Frau ermordet wird. Darby verständigt die Polizei, doch als sie mit einem Detective zurück zum Tatort fährt, ist die Frau spurlos verschwunden. Wenige Tage später versucht ein maskierter Mann in Darbys Haus einzudringen und hat dabei Stacey und Mel in seiner Gewalt. Darby gelingt zwar die Flucht, doch Stacey wird ermordet und Mel verschwindet spurlos. Einige Zeit später teilt FBI-Agent Evan Manning Darby mit, dass der Täter, dem auch andere Frauen zum Opfer gefallen sind, sich kurz vor seiner Festnahme erschossen hat. Mel aber bleibt verschwunden.

2007: Die 17-jährige Carol Cranmore wird nachts aus ihrem Elternhaus entführt, ihr Freund Tony kaltblütig erschossen. Darby, mitlerweile beim Erkennungsdienst des kriminaltechnischen Labors in Boston tätig, findet bei der Durchsuchung des Grundstückes in einem Mülltonnenverschlag versteckt eine völlig verängstigte Frau. Abgemagert, apathisch und mit zahllosen Narben und Wunden versehen, wird die junge Frau in ein Krankenhaus gebracht. Dort erfährt Darby lediglich von ihr, dass sich mindestens zwei weitere Frauen in der Gewalt des Entführers befinden. Das FBI wird zu dem Fall hinzugezogen und so gibt es ein Wiedersehen zwischen Darby und Manning, der inzwischen die Bostoner Abteilung für Sonderermittlungen leitet. Die Ermittlungen kommen jedoch nicht recht voran, immer scheint der Täter den Beamten einen Schritt voraus zu sein. Erst recht spät bemerkt Darby, dass es zwischen dem aktuellen Fall und den damaligen Ereignissen auffällige Parallelen gibt. Wurde vor über 20 Jahren der falsche Mann verdächtigt?

Natürlich wurde 1984 der falsche Mann verdächtigt, sonst hätte man sich das »Intro« ja gleich schenken können und weil dies so dermaßen offensichtlich ist, fackelt Autor Chris Mooney auch gar nicht lange herum. Bereits auf Seite 90 erfährt der Leser die Identität des Täters und nur wenig später, dass gleich zwei Psychopathen am Werk sind. Daniel Boyle und sein Vetter Richard Fowler. Nun könnte man eigentlich erwarten, dass alles wie immer läuft. Ein paar Seiten Polizeiermittlungen, dann ein paar Seiten über die Vorgehensweise des/der Psychopathen und danach das Ganze wieder von vorne bis zum actionreichen Höhepunkt. Auch hier enttäuscht Mooney nicht, denn in der Tat hält er sich sehr eng an dieses altbekannte Schema (Vorsicht: Ironie!).

Immer wieder zwischen den Ermittlern und dem »Haupttäter« Boyle wechselnd, nimmt die Story zunächst ordentlich Tempo auf und kann durchaus als Pageturner bezeichnet werden, denn allein die jeweilige Kürze der insgesamt 76 Kapitel (auf 375 Seiten) treiben voran. Spannung kommt zwar zeitweise ebenfalls auf, allerdings enttäuscht die Auflösung dann doch. Die »wahre« Identität Richard Fowlers dürften routinierte Krimileser lange vor Darby herausfinden und so gibt es nur eine wirkliche Überraschung (auf den letzten 10 Seiten, nachdem der aktuelle Fall schon lange abgeschlossen ist). Übrigens, nein, Mel hat es nicht überlebt.

Routiniert schreibt Mooney sein Debüt herunter und wer einfach für ein paar Stunden abschalten will, liegt hier durchaus richtig. Was mit den entführten Frauen im Detail passiert, wird weitgehend verschwiegen und so spielt der Autor hier ein ums andere Mal mit der Fantasie seiner Leser. Da ging sein Kollege Cody Mcfadyen in seinem Debüt »Die Blutlinie« schon ganz anders zur Sache. Aber bei der allgemeinen Entwicklung, möglichst immer schockierendere Details an die Leser zu bringen, ist »Victim« in dieser Hinsicht eine wohltuende Erholung. Allerdings hätte man aus der Idee – zwei Psychopathen entführen unzählige Frauen und mißhandeln diese – mehr herausholen müssen. So bleibt ein kurzweiliger Mainstream-Thriller (Marke »Baukasten«) mit vorhersehbarem Ende in Erinnerung.

Jörg Kijanski, Juli 2007

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Nini85 zu »Chris Mooney: Victim« 26.10.2011
Das war das erste Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe und ich war von den ersten Seiten an total gefesselt. Auch ich finde das Ende überhaupt nicht vorhersehbar und war total schockiert. Langeweile entsteht bei diesem Buch nie, ich muss auch der Aussage widersprechen, dass sich man sich einige Seiten des Buches hätte sparen können. Das empfinde ich gar nicht so. Ich werde bestimmt auch noch andere Bücher von Chris Mooney lesen. Victim ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen!
Kom_Ombo zu »Chris Mooney: Victim« 23.09.2011
Bin ich hier die Einzige die nicht fand, dass das Buch vorhersehbar war und ziemlich geschockt auf die Entschlüsselung reagiert hat? Ich war sehr überrascht, was die Story so alles bereit hielt, finde aber nichtsdestotrotz, dass manche Punkte in diesem Buch nicht so ganz passen. Da hat der Autor wohl selbst den 'Faden' verloren! Grundsätzlich ist dieses Buch absolut kurzweilig und zwingt einen dazu, nicht mit dem Lesen aufzuhören. Deshalb widme ich mich nun weiterhin dem Autor und beginne 'Secret' zu lesen.
sabrina zu »Chris Mooney: Victim« 07.08.2011
Also ich fand das Buch sehr gut. Ich bin ein Liebhaber von Chis Mooney meiner Meinung nach schreibt er um einiges spannender als Joy Fielding oder andere die einfach nicht zum Punkt kommen wollen. Bei seinem Buch Victim konnte ich vor Spannung nicht mehr aufhören zu lesen. Ich stimme dem zu, das es Hammer anfängt. Alleine das ist schon der Grund warum man weiterlesen möchte und das Ende ist genial. Natürlich gibt es in jedem Buch Dinge und Seiten von denen man sich denkt, die könnte man sich eigentlich sparen. Für mich ist er einer der größten was Spannung angeht. Ich konnte mich in die Polizisten reinversetzen und hab unterm lesen wirklich gedacht, lauf Mädchen lauf... und das muss man erst mal schaffen. LG
HeJe zu »Chris Mooney: Victim« 27.09.2010
Toller Anfang, tolles Ende, Langeweile in der Mitte :)

So würde ich dieses Buch beschreiben. Das Buch fängt hammer spannend und gelungen an, erstreckt sich aber dann viel zu lange über etliche Kapitel, nur mit Polizeiarbeit, bis es dann endlich am Ende wieder richtig gut wird.

Alles in allem: 80 Grad!
Steffi zu »Chris Mooney: Victim« 10.09.2010
ich fange das buch gerade erst an zu lesen aber fand das buch enemy schon ganz toll von ihm da geht es auch über die frauen im keller und es wird genauer darauf eingegangen also Reni wenn du genaueres darüber wissen möchtest kann ich dir das buch nur empfehlen aber grundsätzlich würde ich es jedem empfehlen ich liebe dieses buch einfach.
Reni zu »Chris Mooney: Victim« 05.09.2010
Ich finde das Buch ganz gut und habe es auch an einem Tag durchgelesen. Es wurde eine super Spannung aufgebaut die sich auch durch das ganze Buch hällt. Nur eins fehlte mir. Und zwar das was im Keller mit den Frauen passierte. Es wurde immer nur von "grausamen Dingen" geschrieben, aber mir fehlen die Details. zB: die Sicht der Frauen die gejagt wurden, wie sie es geschafft haben so lange durchzuhalten. Trotzdem ein gutes Buch !!!
Julia zu »Chris Mooney: Victim« 26.08.2010
ich find das Buch wo ich bislang nur auf seite 64 bin total klasse... leider kommt nach ner stunde lesen denn auch die Müdigkeit, sonst würde ich weiterlesen... zum glück hab ich das Buch noch nicht durch, echt spannend... ich liebe ja so schon Polizeisachen mit Spurensicherung und das Buch gibt einen Realität, mehr als ein Film. Man kann sich die Lage einfach selbst im Kopf vorstellen. Total Toll ;) Respekt an den Autor.
Au Co zu »Chris Mooney: Victim« 07.07.2010
Hm!!! Ich finde das Buch spannend und sehr krank. Trotzdem ist mir 2 unlogische stelle aufgefallen:
1. Daniel Boyle war schon psychisch krank bevor er überhaupt von seiner Herkunft wusste. Soll es an seine Gene liegen oder wurde er zu stark von seinem Vetter beeinflusst? Denn so krank zu sein musst man schon als Kind ein sehr krasses Trauma erlebt haben. Sein Vetter hat es mit 5 erlebt. Daniel hat keins. Oder kann man einfach so krank sein?
2. Boyle war sehr überrascht als er Darby wieder erkannte, dass sie das Mädchen von damals war. Ich dachte er und sein Vetter haben sie immer in den Augen behalten.
frauki zu »Chris Mooney: Victim« 03.06.2010
ich finde es ist ein unfassbares tolles buch...wenn man angefangen hat, kann es gar nicht mehr bei seite legen...dieses buch ist eines meiner liebsten geworden und hat mich näher an die thriller-lektüren heran geführt...man liest dieses buch und fühlt sich als wenn man dort mit anwensend ist...
also wie gesagt, ich bin total begeistert von diesem und kann es nur weiter empfehlen...
Nadl zu »Chris Mooney: Victim« 01.05.2010
Ich habe das Buch zum Geburtstag bekommen und wusste erst nicht, ob das tatsächlich meinem Geschmack entspricht. Im Nachhin kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Ich persönlich fand die Handlung spannend. Habe dieses Buch schon mehrere Male verliehen und immer eine positive Rückmeldung zu dem Buch bekommen.

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