Eiskalt von Chandler McGrew

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel Cold Heart, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Knaur.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Alaska, 1990 - 2009.

  • New York: Bantam, 2002 unter dem Titel Cold Heart. 304 Seiten.
  • München: Knaur, 2004. Übersetzt von Paul Lukas. ISBN: 3-426-62295-5. 459 Seiten.
  • München: Knaur, 2005. Übersetzt von Paul Lukas. ISBN: 3-426-63192-X. 459 Seiten.
  • München: Knaur, 2008. Übersetzt von Paul Lukas. ISBN: 978-3-426-63919-1. 459 Seiten.
  • [Hörbuch] Daun: TechniSat Digital, Radioropa Hörbuch, 2006. Gesprochen von Ari Gosch. ISBN: 3866670176. 9 CDs.

'Eiskalt' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

12.00 Uhr: Das Grauen beginnt …In einem abgelegenen Dorf in Alaska tötet ein psychopathischer Killer sein erstes Opfer. Und er ist entschlossen, alle Bewohner der kleinen Ortschaft hinzurichten. Nur Micky könnte ihn aufhalten, die Ex-Polizistin, die sich eigentlich in die Abgeschiedenheit Alaskas zurückgezogen hat, um den Geistern ihrer Vergangenheit zu entkommen. Sie hat keine Waffe, keinen Kontakt zur Außenwelt, keine Hilfe. Hat sie eine Chance?

Das meint Krimi-Couch.de: »Atemberaubende Spannung und ein origineller Handlungsort sind nicht genug« 36°

Krimi-Rezension von Peter Kümmel

Der Prolog hat was von Spielbergs »Duell«: Die Polizistin Micky ist mit ihrem Kollegen und Geliebten Wade auf Streife, als sie plötzlich einen Truck im Rückspiegel auftauchen sieht, der keinen Versuch macht, anzuhalten. Da kracht er auch schon in den Streifenwagen hinein. Daß es der Fahrer speziell auf ihr Auto abgesehen hatte, merken die beiden bei seinem zweiten Anlauf. Micky kann aus dem Auto entkommen, doch ihr Freund hat keine Chance. Schwer verletzt kann Micky flüchten, aber die beiden Insassen des Fahrzeugs machen weiter Jagd. Bewaffnet und mit gepanzerten Schutzanzügen verfolgen sie Micky. Polizisten können die Angreifer schließlich überwältigen.

Bereits vor 15 Jahren hatte Micky ein Erlebnis, von dem sie sich psychisch nie erholt hat: Hilflos musste sie aus ihrem Versteck mit ansehen, wie ihre Eltern ermordet wurden. Seitdem verfolgt sie dieses Geschehen in ihren Träumen. Nach diesem erneuten Schock und langem Krankenhausaufenthalt lebt sie bei ihrem Onkel so vor sich hin, bis sich ihr alter nach Alaska ausgewanderter Freund Damon meldet und sie zu sich einlädt.

Aus einer Woche Alaska werden zunächst drei, und die Handlung macht einen Sprung um vier Jahre. Micky bewohnt eine der neun Hütten der abgelegenen Siedlung, die nur durch ein regelmäßig eintreffendes Flugzeug Kontakt zur Außenwelt hat.

So groß die Handlungssprünge auf den ersten 70 Seiten des Buches sind, so gering sind sie auf den restlichen etwa 400 Seiten. Geschildert werden nun in atemberaubendem Tempo mit schnellen Szenenwechseln die Geschehnisse von sechs Stunden, in denen die Bewohner des Dorfes einer nach dem anderen von einem Amokläufer getötet werden.

Der Autor hat selber einige Zeit in Alaska verbracht und so hätte es ihm eigentlich besser gelingen sollen, diesen originellen Schauplatz seinen Lesern nahe zu bringen. Die Atmosphäre der Schneelandschaft kommt jedoch niemals wirklich rüber. Die Story ist eigentlich ziemlich belanglos. Die Handlung besteht prinzipiell aus einem über 300 Seiten langen Showdown, der sich dank einfachster Schreibweise und simplen Dialogen gnadenlos schnell überfliegen lässt.

Keine Chance lässt der Autor seinen Charakteren, die so schnell niedergemetzelt werden, dass ihre Beschreibung absolut oberflächlich bleiben muß. Dabei wäre es bei den teilweise recht verschrobenen Bewohnern der abgelegenen Siedlung eigentlich ein Leichtes gewesen, diesen mehr Flair einzuhauchen. Doch selbst seine Protagonistin Micky bleibt nur als psychisches Wrack in Erinnerung. Die Motive für ihre Entschlüsse, Polizistin zu werden und später nach Alaska zu ziehen, werden nur angerissen.

Ihr Freund Damon hat nur einen kurzen Auftritt zu Beginn des Buches und ist schon fast in Vergessenheit geraten, bevor er am Ende noch mal auftauchen darf. Obwohl McGrew auch hier einen guten Ansatz geschaffen hatte – Damon war vor seiner Auswanderung nach Alaska als Psychologe tätig -, bleiben jegliche psychologische Betrachtungsweisen zugunsten detaillierter Ekelszenen wie dem Zerstückeln von Leichen oder der Beschreibung, wie ein Mensch nach dem Angriff eines Grizzly-Bären aussieht, außen vor.

Zu vieles bleibt Stückwerk, als daß man von einem gelungenen Debüt sprechen könnte. Die einzelnen Teile sind lieblos aneinander geklatscht. Die Motive und die Vergangenheit des Psychopathen bleiben im Dunklen. Der völlig überdrehte Prolog macht keinen Sinn in der Gesamthandlung und ist stümperhaft beschrieben. So ist zunächst von zwei Insassen des Trucks die Rede, doch scheint einer davon plötzlich im Nirwana verschwunden zu sein.

Überrascht ist man dann am Ende des Buches, als der Autor schließlich noch mit einem nicht mehr erwarteten Clou aufwartet. Der aber ist so abgedreht, dass es wohl besser gewesen wäre, ganz darauf zu verzichten.

Ein origineller Handlungsort und eine atemberaubende Handlung machen leider noch keinen guten Kriminalroman. Alles andere an McGrews Thriller ist ziemlich mißlungen.

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claudi zu »Chandler McGrew: Eiskalt« 20.08.2011
das beste buch das ich je gelesen habe. angefangen und fast an einem tag gelesen - man kann es einfach nicht mehr aus der hand legen. hammer ! ich habe des buch an verschiedene leute weiterempfohlen - und jeder war begeistert davon. man kann sich so richtig in die personen reinversetzen und gut deren angst und panik nachempfinden ...
HeJe zu »Chandler McGrew: Eiskalt« 23.07.2010
Eines meiner absoluten Lieblingsbücher!

Spannung bis zur letzten Seite, ein flüssiger Schreibstil, eine fesselnde Handlung und eine scheinbar nie enden wollende Dramatik.

Man fiebert wirklich jede Sekunde mit Micky und den anderen Charakteren und entwickeln schnell Sympathien. Zu Beginn des Buches ist eine kleine Landkarte abgebildet, auf der man die ganze Szenerie erkennen und gut nachvollziehen kann. Chandler McGrew schreibt so durchsichtig und eindeutig, dass es dem Leser nicht schwer fällt, die ganze Story (fast schon krankhaft^^) mitzuerleben.

Ich verstehe die schlechte Kritik von Peter Kümmel nicht, denn dies ist eines der besten Bücher, die ich seit Jahren gelesen habe. Die Story ist noch nach Wochen im Kopf und man vergisst dieses Buch nicht so schnell!

TOP! 100 Grad!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Jenny zu »Chandler McGrew: Eiskalt« 06.06.2010
Das Beste, was ich je gelesen habe! Hammer Buch, geil inszeniert. Spannung bis zur letzten Seite. Man kann sich unglaublich gut in dieses kleine Dorf hineinfühlen und das ganze Geschehen im Kopf mitverfolgen. Genial! Die Handlung ist ein MUSS für Thriller-Liebhaber! Ich habe mir daraufhin alle Bücher des Autors besorgt.
Wirklich empfehlenswert!@Kom Ombo (unter mir): Man erfährt wohl, er der Mörder von Mickys Eltern gewesen ist und warum sich die zwei Psychopathen gerade das Polizeiauto ausgesucht haben, wo Micky mit ihrem Kollegen saß. Ich darf es ja leider nicht verraten, aber man erfährt es ;)
Kom_Ombo zu »Chandler McGrew: Eiskalt« 20.02.2010
Auch dieses Buch von Chandler McGrew hat mich wieder in seinen Bann geschlagen. Ich habe es förmlich verschlungen und fusele mir immer noch das Papier aus den Zähnen.

Trotzdem habe ich einen kleinen Kritikpunkt, denn ich hätte gerne gewusst, wer der Mörder von Mickys Eltern gewesen ist und warum sich die zwei Psychopathen gerade das Polizeiauto ausgesucht haben, wo Micky mit ihrem Kollegen saß. Schade, dass das nicht beantwortet worden ist.

Im Großen und Ganzen aber, war das Buch - wie auch die anderen von McGrew sehr spannend. Die Handlung in Alaska spielen zu lassen, hat wunderbar gepasst, da die Gegend doch sehr einsam erschien und man keine Chance hat, dort in absehbarer Zeit auf Hilfe zu hoffen. Absolut empfehlenswert!
schwarze locke zu »Chandler McGrew: Eiskalt« 31.12.2009
Also ich habe das Buch vor 2 Jahren gelesen und es ist bis Heute eines meiner Favoriten...
Das Buch war für mich sehr spannend und es hat mich ganz schön gefesselt...
Ich höre zu jedem Buch was ich lese immer Musik und jedesmal wenn ich dieses Lied höre spielt sich das ganze Buch in meinem Kopf wieder ab...
Ich habe mir jedes einzelne Detail von diesem Buch iim Kopf bildlich vorgestellt und das hat es noch spannender gemacht!!
Ich kann das Buch nur empfehlen
;)
Gur zu »Chandler McGrew: Eiskalt« 20.06.2009
Ich finde das buch auch spannend. Okay, manchmal war es ein bisschen langweilig, aber es ist trotzdem gut. Die einleitung ist am Besten. Ich hätte aber gerne mehr Informationen über die Personen. Es stand glaub nirgens, was Micky für eine Haarfarbe hat oer so. Das ist zwar nicht so wichtig, aber beim lesen selle ich mir die Handlung immer genau vor. Wenn ich nicht weiss, wie sie aussieht, ist es sehr schwierig, sich das vorzustellen und so wird es halt manchmal langweilig. Sonst ist es aber total spannend. Und es ist super geschrieben. Schön einfach, das man es versteht, ohne viel zu überlegen.
mase zu »Chandler McGrew: Eiskalt« 27.11.2008
Der Anfang dieses Buches war mit das Schlechteste, das ich je gelesen habe. Wie der erste Versuch eines Schriftstellers einen Thriller zu schreiben und ich meine jetzt tatsächlich den ersten Versuch und nicht den ersten Roman.

Es wird jedoch deutlich besser, als der eigentliche Plot beginnt. Als hätte der Lektor McGrew angewiesen, er solle eine andere Einleitung schreiben – in einer halben Stunde ist Abgabetermin.

Was dann kommt ist sehr einfache Kost, aber der ganz rasanten Sorte. 11 Personen in einem abgelegenen Dorf in Alaska wohnen in 9 Hütten, die in einem Abstand von ca. 1 bis 3 km zu einander stehen. Klingt wie eine Rechenaufgabe, ist aber keine.

Unter den Einwohnern ist einer, der nichts Gutes im Sinn hat. Als die Bewohner die ersten Schüsse hören, ist klar, wer der Übeltäter sein muss. Nur wo wird geschossen und auf wen? Quasi zeitgleich wird die Geschichte der Bewohner geschildert, auf der Flucht oder auf dem Weg zur Hilfe. Durch den Wald können Sie nicht bis zur nächsten Hütte sehen und müssen so ständig in Bewegung bleiben. Selbstverständlich besteht keine Möglichkeit mit der Aussenwelt Kontakt aufzunehmen und selbstverständlich schlägt das Wetter um.

Überraschenderweise wartet McCrew dann sogar noch mit einer unerwarteten Wendung auf, aber die konnte auch nicht überzeugen.

„Eiskalt“ ist ein flotter seichter Zeitvertreib, die Handlungen der Personen sind nur selten logisch, aber die Idee des Plots finde ich gelungen. Für alte Thrillerhasen teilweise ein Graus, aber sicher ideal für Einsteiger.
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Heaven23 zu »Chandler McGrew: Eiskalt« 21.01.2008
nunja ich hab es mir gekauft, es klang eigentlich auch rceht gut
aber ich war bitter enttäuscht, es war absolut nicht mein geschmack und es war echt stinkelangweilig
schade
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Jessica Kaufmann zu »Chandler McGrew: Eiskalt« 18.12.2007
alsooo dieses buch ist so interessant das ich es binnen 2 Stunden ausgelesen habe und es ist einfach atemberaubend wie er scheibt und ich finde das buch einfach super git und werde es weiter empfehlen und vielleich sogar nochmal lesen ich habe auch schon das andere buch von ihm das Buch Totenstill und es gibt nicht eine sekunde wo das buch fad erscheint und Leichenblass hab ich auch schon gelesen einfach toll und ich hoffe er wird noch ein soo ein tolles buch schreiben
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Chris. zu »Chandler McGrew: Eiskalt« 28.09.2007
vornweg: "Eiskalt" ist sicher nicht das geeigntete Buch, wenn man nach etwas Anspruchvollem sucht. Wäre es ein Film würde man es sicherlich als Actionfilm und nicht als Krimi oder Thriller bezeichnen. So gut wie jede erwähnte Figur kommt ums leben. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch sehr gut gefallen, es ist wie schon gesagt spannend. Ein richtiger Page-turner.
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