Carlo Fruttero und Franco Lucentini

Carlo Fruttero und Franco Lucentini, genannt »Die Firma« gelten als das erfolgreichste Schriftstellerduo der Gegenwart.

Carlo Fruttero wurde 1926 in Turin geboren, Franco Lucentini am 24. Dezember 1920 in Rom. Lucentini verbüßte als Gegner des faschistischen Regimes eine Haftstrafe und übersiedelte anschließend ins Ausland, wo er in Paris Ende der 50er-Jahre Carlo Fruttero traf. Der eine arbeitete dort als Lektor für das Turiner Verlagshaus Einaudi, der andere als Übersetzer von Samuel Beckett.

Über das gemeinsame Verfassen von Klappen- und Werbetexten entdeckten sie ihren gemeinsamen literarischen Geschmack und beschlossen darum, die gemeinsame Arbeit auch auf Romane und das Feuilleton auszuweiten. Die Sonntagsfrau hieß der erste, 1972 erschienene Titel, der direkt zum Publikumserfolg wurde. Besonders in Deutschland fanden die intelligent-vertrackten Krimis der beiden Autoren eine begeisterte Lesergemeinde. Im Jahr 2000 erhielt Franco Lucentini in Venedig die Literaturauszeichnung Premio Campiello für sein Lebenswerk. Gemeinsam wurden sie 1989 mit dem Ennio-Flaiano- und 1990 mit dem Hemingway-Preis ausgezeichnet.

Die Zusammenarbeit des Schriftstellergespanns endete mit Lucentinis Tod am 5. August 2002. Der an Lungenkrebs leidende Schriftsteller stürzte sich in Turin vom 4. Stock seines Hauses in den Tod. Carlo Fruttero starb am 15. Januar 2012.

Krimis von Carlo Fruttero & Franco Lucentini(in chronologischer Reihenfolge):

Die Sonntagsfrau
La Donna della domenica (1972)
Der rätselhafte Sinn des Lebens
Il significato dell' esistenza (1975)
Wie weit ist die Nacht?
A che punto è la notte (1979)
Du bist so blass
Ti trovo un po'pallida (1981)
Der Palio der toten Reiter
Il palio delle contrade morte (1983)
Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz
L'Amante senza fissa dimora (1986)
Die Farbe des Schicksals
Il colore del destino (1987)
Die Wahrheit über den Fall D.
La verità sul caso D (1989)
Das Geheimnis der Pineta
Enigma in luogo di mare (1991)
Der unsichtbare Zweite
Visibilita Zero (ohne Lucentini) (1999)
Frauen, die alles wissen
Donne informate sui fatti (ohne Lucentini) (2006)

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