Der Tod kam al dente von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1997
unter dem Titel The trouble with a hot summer,
deutsche Ausgabe erstmals 2003
bei Droemer Knaur.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New York, 1990 - 2009.
- New York: HarperCollins, 1997 unter dem Titel The trouble with a hot summer. 309 Seiten.
-
München: Droemer Knaur, 2003.
Übersetzt von Christine Gaspard.
ISBN:
3-426-67133-6. 397 Seiten.
'Der Tod kam al dente' ist erschienen als
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In Kürze:
»Pasta mit Beigeschmack!« Was für ein Sommerurlaub! Anstatt sich mit Sonnenbaden am Strand, coolen Drinks und heißen Flirts zu beschäftigen, muss Simona mit ihrem Kollegen Dimitri den Mord an Bud Warrens Ehefrau aufklären. Und noch ehe die Ermittlungen richtig begonnen haben, wird auch Bud ermordet aufgefunden. Nach kürzester Zeit findet sich Simona inmitten ungelöster Rätsel und schräger Vögel. Das einzige, was ihr bleibt ist: Pasta! Denn beim Essen kommen der Hobbydetektivin die besten Einfälle …
Das meint Krimi-Couch.de: »ein Buch für erholsame Nachmittage«
Krimi-Rezension von Sabine Reiss überspringen
Der äußerst erfolgreiche Teilhaber einer Werbeagentur und kreative Kopf Bud Warren zweifelt daran, dass sich seine geschiedene Frau Polly vor ein paar Jahren selbst das Leben genommen hat. Zwar wurde eine Art Abschiedsbrief gefunden, allerdings erst einige Tage nach ihrem Tod. Bud beauftragt Simona Griffo und ihren Freund Dmitri, die Sache zu untersuchen. Simona ist Italienerin und lebt in New York, sie arbeitet selbst bei einer Werbeagentur als Assistentin bzw. »Kopiermaus«, verbringt jedoch gerade ihren Sommerurlaub in den Hamptons. Da ihr Freund Stan und sein Sohn einen Männerausflug planen, hat sie nichts anderes vor. Außerdem wird sie von Dmitri bequatscht, der immer in Geldnöten steckt. Dass sie überhaupt keine Privatdetektivlizenz hat, ist dabei nebensächlich.
Ehe Simona und Dmitri jedoch überhaupt etwas unternehmen können, kommt es zu einem Unglück. Buds Haus brennt ab und er selbst wird seit dem Morgen vermisst, als er mit seinem Kajak aufs Wasser gegangen ist. Nach längerer Suche wird auch sein toter Körper gefunden. Seine Tochter Laurie glaubt nicht daran, dass er einen Herzinfarkt hatte und beauftragt nun ihrerseits wieder Simona und Dmitri. Als sie unterwegs sind, wird ihr Auto gerammt, Dmitri ist verletzt. Sind sie schon auf der richtigen Spur? Buds Tod kam einigen Leuten nicht ungelegen, da er gegen den Zusammenschluss seiner Werbeagentur mit einer großen Konkurrenzagentur war und er war auch gegen die Heirat seiner Tochter mit dem Feuerwehrmann Steve. Oder hat er jemanden aufgescheucht, den er für Pollys Tod verantwortlich machte?
Obwohl zu Beginn alle Personen in einer Übersicht vorgestellt werden, fällt es einem zunächst ein wenig schwer, sich zurechtzufinden. Die Autorin wirft den Leser ohne Umschweife mitten in die Geschichte und lässt einem keine Zeit, sich mit allem vertraut zu machen. Das hängt vielleicht damit zusammen, dass es sich bei dem vorliegenden Krimi schon um das siebte Abenteuer von Simona handelt. Nachdem man dann die ersten Kapitel hinter sich gelassen hat, schleppt sich die Geschichte ein wenig. Dies sind jedoch die einzigen kleinen Kritikpunkte, die man finden kann.
Spannend ist es dennoch, Simona und Dmitri bei ihren Ermittlungen zu begleiten, obwohl sie zunächst kaum vorwärts kommen. Das amateurhafte Vorgehen der beiden ist dabei recht amüsant. Die vielen kleinen Details, die in der Inhaltsangabe hier unerwähnt bleiben, haben Charme. Irgendwann kommt die Geschichte dann auch in Fahrt und man kommt zu einem Punkt, an dem man das Buch kaum mehr aus der Hand legen kann, was zugegebenermaßen erst im letzten Drittel passiert. Aber Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf und die Auflösung bringt auch noch eine Überraschung. Camilla T- Crespi schafft es auf jeden Fall, dass man sich den Figuren nahe fühlt und das ist lobenswert. Sie sind nicht stromlinienförmig und austauschbar, sondern sie haben einen unverwechselbaren Charakter.
»Der Tod kam al dente«: ein durchschnittlich lesenswertes Buch mit einem unterdurchschnittlichen Titel. Irgendwie schreckt er eher ab als dass er zukünftige Leser begeistern könnte. Das ist sehr schade, denn obwohl Camilla T. Crespi hier sicherlich keinen Bestseller vorgelegt hat, sind ihre lockere Schreibweise und ihre sympathischen Figuren genau das richtige für ein paar erholsame Nachmittage. Ach: ein Rezept gibt es tatsächlich auch noch dazu …
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