Der eiserne Wal von Boris Meyn

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel Der eiserne Wal, bei Rowohlt.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Hamburg, 1800 - 1869.
Folge 2 der Sören-Bischop-Serie.

  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2002 unter dem Titel Der eiserne Wal. ISBN: 3-499-23195-6. 254 Seiten.

'Der eiserne Wal' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Was verbirgt sich im trüben Wasser des Hamburger Hafens?
Hamburg 1862: Der Hafenausbau entzweit die Bürger, schließlich geht es um viel Geld. Zudem kursieren Gerüchte, in einem abgeschlossenen Hafenbecken gehe es nicht mit rechten Dingen zu. Ein Mord ruft schließlich Commissarius Bischop auf den Plan. Er weiß nicht, dass auch Sohn Sören bei den Werften herumstreunert und sich dabei in höchste Gefahr begibt.

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tassieteufel zu »Boris Meyn: Der eiserne Wal« 26.06.2011
Hamburg im Sommer 1862, es ist schwülheiß, die Stadt ist voller Auswanderer und die ganze Bürgerschaft debattiert über das neue Großprojekt Hafenausbau. Als ein toter englischer Ingenieur auf dem Hafenglände gefunden wird, ruft das Commissarius Bishop auf den Plan.
15 Jahre sind vergangen seit dem ersten Teil "Der Tote im Fleet" Hendrik Bishop hat inzwischen seine Clara geheiratet und die beiden haben einen 14 jährigen Sohn, der sich brennend für alles interessiert was mit Schiffen zu tun hat und dementsprechend oft im Hafengelände herumstromert. Nach dem Fund einer Flaschenpost gerät der Junge jedoch in arge Gefahr.
Wie schon der Vorgänger ist auch dieses Buch sehr gut recherchiert, man merkt jeder Seite an, wie gut sich der Autor auskennt, allerdings ist es für den Leser, besonders für einen der sich nicht so gut mit der Hamburger Stadtgeschichte auskennt, nicht ganz einfach, dem wirren Geflecht der familiären Verwicklungen der Hamburger Oberschicht und ihren Machenschaften in der Stadtpolitik und sich den daraus ergebenden Intrigen zu folgen. Zwar gibt es ein Glossar, in dem man über aller Personen nochmal nachlesen kann, was ich auch des öfteren getan habe, aber das stört dann wieder den Lesefluß.
Als Manko habe ich auch wieder empfunden, daß der Krimifall vor der historischen Kulisse doch arg vernachlässigt wird, da fehlte für mich das ausgewogene Verhältnis und so richtig spannend wurde es daher auch nur im letzten Viertel als Commissarius Bishop dann dem Geheimnis des eisernen Wals und auch seinem Mörder auf die Spur kommt.
Ich will aber nicht nur meckern, das Buch ist wieder sehr schön ausgestattet, mit einem umfangreichen Glossar und vielen Erklärungen zum Schiffbau und im Mittelteil gibt es wieder eine
Reihe von historischen Fotos, die zum besseren Verständnis beitragen. Insgesamt nicht so ganz einfach zu lesen und mir persönlich hat hier doch die Spannung gefehlt!

Fazit: als Leser braucht man ordentlich Durchhaltevermögen, bis der Krimifall überhaupt in die Gänge kommt, denn in dem wirren Geflecht von Intrigen und Machenschaften und der Vielzahl von Personen verliert man leicht den Überblick. Wer sich mit der Hamburger Stadt-
geschichte auskennt ist hier klar im Vorteil!
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