Cash Club von Ben Berkeley

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2016 bei Droemer.

  • München: Droemer, 2016. ISBN: 978-3-426-30490-7. 571 Seiten.

'Cash Club' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Alles fing damit an, dass ein paar kalifornische Teenager einen verwegenen Plan ausheckten: Sie wollten nicht die besten Computerhacker des Silicon Valley werden, sondern die besten Geldfälscher, die die Welt je gesehen hat. Also studierte Brain Informatik an der Stanford University. Josh machte eine Ausbildung zum Drucker in Deutschland, und Alex ließ sich in Atlantic City zum Croupier ausbilden und Stan ging zur Polizei. Und dann passiert das Unfassbare: Aus einem größenwahnsinnigen Teenagertraum wird Realität. Der Cash Club ist geboren. Die vier Freunde drucken täuschendechte Dollarblüten in unglaublichen Mengen. So viel Falschgeld bleibt nicht unentdeckt. CIA, FBI und die US-Notenbank eröffnen die Jagd auf die besten Geldfälscher der Welt.

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louella2209 zu »Ben Berkeley: Cash Club« 28.04.2016
Dieser Roman erzählt die unglaubliche Geschichte von vier kalifornischen Jugendlichen, die ein irrwitziges Ziel verfolgen. Sie wollen die besten Geldfälscher der Welt werden. Die Geburtsstunde des Cash-Clubs.
Erstaunlich dabei ist, mit wie viel Enthusiasmus und Beharrlichkeit die jungen Männer bei ihrem, bis ins kleinste Detail, ausgeklügelten und raffinierten Plan zu Werke gehen. Berufliche Ziele werden einfach über Bord geworfen. Es gilt nur noch, die Idee des Cash-Clubs in die Tat umzusetzen. Alex, der eigentliche Kopf der Truppe, schleust sich in die Mafia von Atlantic City ein, die in großem Stil Geldwäsche betreibt, Josh lernt Buchdruck in Deutschland, Stan muss sich bei der Bundespolizei beweisen, um Verdachtsmomente und Stolpersteine aus dem Weg zu räumen und Brian studiert Informatik.
Jeder hat seinen Platz und jeder verfolgt seine Aufgabe.
Bald wird aus diesem Jugendtraum Realität und der Rubel rollt. Doch hält der Cash-Club diesem riesigen Druck stand, halten sie sich die Treue und Loyalität oder zerbricht die Allianz letztendlich an ihrem großen Traum?

Dieses Buch aus der Feder von Ben Berkeley basiert auf einer wahren Geschichte und der Autor hat diese Story perfekt inszeniert.
Der Leser begleitet den Cash-Club über einen Zeitraum von 20 Jahren. In kurzen Kapiteln verfolgt man chronologisch den Werdegang der vier Jugendlichen, nicht nur beruflich, sondern auch auf privater Ebene.
Das Format der Figuren ist überzeugend gezeichnet, jeder für sich prägnant und mit einer individuellen Persönlichkeit ausgestattet. Das faszinierende an diesem Krimi ist, die Tatsache, das der Leser mit den Betrügern sympathisiert, mitfiebert und mitleidet. Man möchte nicht, das sie auffliegen oder gar bestraft werden. Der Gerechtigkeitssinn kommt hier ordentlich durcheinander. Was sicherlich auch daran liegt, das der Autor die Story einfach mitreißend und fesselnd präsentiert und man sich der Spannung kaum entziehen kann.

Krimiunterhaltung mal erfrischend anders und ein echtes Highlight 2016!
Baerbel82 zu »Ben Berkeley: Cash Club« 08.04.2016
Das perfekte Verbrechen?

Was für eine geniale Idee, ein Roman über Geldfälscher! Das ist nicht nur hochspannend, sondern auch sehr informativ. Worum geht es?
Die Geschichte beginnt vor etwa 20 Jahren in Palo Alto. Wir lernen Brian, Stan, Josh und Alex kennen. Vier kalifornische Teenager zwischen Schulalltag, erster Liebe und Zukunftsplänen.
Als Anfang 2000 die Dotcom-Blase platzt und die Börsenkurse einbrechen, entscheiden sich die vier Freunde, Geld zu fälschen. Josh geht nach Deutschland, um Drucker zu werden und Brian nach Stanford, um Informatik zu studieren. Alex landet in Atlantic City bei der Mafia und lernt dort alles über Glücksspiele und Geldwäsche. Stan wird Agent beim Secret Service in New York.
Fünf Jahre später, nach vielen Höhen und Tiefen, kommt es doch noch zum Kick-off für den Cash Club. Zitat Alex: „Es war viel schwieriger, den Cash Club zusammenzuhalten, als er sich das vorgestellt hatte.“ Auch die „P“ Probleme - Printer, Papier, Portrait und Plastikstreifen - sind gelöst, die ersten 100-Dollar-Scheine können in Druck gehen. Schon bald werden große Mengen von gefälschten Banknoten in Umlauf gebracht. Die Blüten sind von hervorragender Qualität. Der Reichtum wächst, die Gier wächst mit.
So viel Falschgeld bleibt nicht unentdeckt. Plötzlich gerät Alex ins Visier der Ermittler. Die Steuerbehörde, das FBI und die US-Notenbank verfolgen die besten Geldfälscher der Welt. Eine gnadenlose Jagd beginnt...
Mit „Cash Club“, einem Roman über vier Jugendliche aus dem Silicon Valley, die ausziehen, die besten Geldfälscher der Welt zu werden, hat Ben Berkeley, deutsch-amerikanischer Autor aus Kalifornien, sich selbst übertroffen. „Cash Club“ ist kein Thriller, sondern ein Spannungsroman, der auf einer wahren Geschichte basiert und sich liest wie ein Krimi, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag.
„Cash Club“ besticht zudem durch sorgfältig recherchierte Hintergründe. Was Ben Berkeley hier an Zeitgeschichte aufweist ist äußerst lebendig und authentisch. Auch der Humor kommt nicht zu kurz.
Selbst mit Gesellschaftskritik spart der Autor nicht. „Vielleicht war dies der Grund“, sinniert Josh, „warum sich die Amerikaner mit der Ironie so schwer taten. Weil es sehr viel Freundlichkeit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gab, aber wenig Liebe.“ Oder als Alex feststellt (es geht um Steuernachzahlung eines Steuersünders): „Was der Staatskasse mehrere Millionen einbrachte und wieder einmal bewies, dass es eine Größenordnung gab, ab der Verbrechen nicht mehr geahndet wurden.“
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht:
Alex ist mir sofort ans Herz gewachsen, er hat viel Empathie. Alex kümmert sich rührend um seine Mutter. Außerdem hilft er Stan, dem Loser. Denn von ihm stammt der Plan. Brian ist klug, ein guter Programmierer. Seine Ideen treiben das Projekt voran. Josh ist Jude und zuständig für die Technik und die vier „P“ (Printer, Papier, Portrait und Plastikstreifen). Stan, Football-Star und Womanizer, kommt mega unsympathisch rüber. Ohne Alex wäre er nichts.
Obwohl die Truppe natürlich kriminell ist, fiebert man mit ihr mit, ob sie es wohl schafft, dem Arm des Gesetzes zu entkommen. Selbst wenn der Leser der Polizei immer einen Schritt voraus ist, wird Spannung aufgebaut, die langsam gesteigert wird und nicht mehr nachlässt. Die Geschichte nimmt viele überraschende Wendungen, bis zum unerwarteten Ende. Eine perfekte Mischung aus Dichtung und Wahrheit.

Fazit: Eine abenteuerliche Geschichte, meisterhaft erzählt!
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