Der Club Dumas von Arturo Pérez Reverte

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1993 unter dem Titel El club Dumas. La novena puerta, deutsche Ausgabe erstmals 1995 bei Weitbrecht.

  • Madrid: Alfaguara, 1993 unter dem Titel El club Dumas. La novena puerta. 493 Seiten.
  • Stuttgart; Wien: Weitbrecht, 1995. Übersetzt von Claudia Schmitt. ISBN: 3522717600. 464 Seiten.
  • München: Goldmann, 1997. Übersetzt von Claudia Schmitt. ISBN: 3-442-72193-8. 471 Seiten.
  • München: Goldmann, 2000 Die neun Pforten. Übersetzt von Claudia Schmitt. ISBN: 3-442-72663-8. 473 Seiten.
  • Berlin: List, 2005. Übersetzt von Claudia Schmitt. ISBN: 3-548-60511-7. 464 Seiten.

'Der Club Dumas' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Wer Bücher liebt, lebt gefährlich: Diese Erfahrung muss jetzt jedenfalls Lucas Corso machen, der im Auftrag von Antiquaren, Buchhändlern und Sammlern nach prachtvollen Erstausgaben, skurillen Sonderauflagen und wertvollen Wiegendrucken sucht. Zwei bibliophile Kostbarkeiten werden dem Bücherjäger zum Verhängnis: ein kostbarer okkulter Band, dessen Drucker vor Jahrhunderten auf dem Scheiterhaufen endete, und das Kapitel eines Originalmanusktriptes von Alexandre Dumas. Sind beide wirklich echt? Manche Bücherschätze entzünden offensichtlich Leidenschaften, die geradewegs in den Wahnsinn führen …

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Roderich zu »Arturo Pérez Reverte: Der Club Dumas« 05.12.2010
@ Daidalos:

Und Sie glauben beurteilen zu können, was ein "miserabler" oder "gelungener" erzählerischer Kniff ist? Dafür reicht eine oberflächliche Lektüre des Buches sicher nicht aus. Eine ausführlichere Begründung Ihrer Thesen wäre hilfreich (Wo z.B. ist die Sprache "dilettantisch" - "dilettantisch" haben Sie übrigens falsch geschrieben, was mir wiederum dilettantisch vorkommt -, und was ist "dilettantisch" genau; Unvermögen des Autors? Das bezweifle ich.).
Ich finde aus Sicht eines Lesers, der eine gewisse Affinität zu Büchern (in Literatur) hat, ist "Der Club Dumas" ein gelungenes Buch, dass sich gut liest und mit einigen außergewöhnlichen erzählerischen Techniken überzeugen kann. Zudem schwingt im Werk selbst die nicht endende Diskussion um qualitative und minderwertige Literatur mit, im Prinzip als eine Art Eigenreflexion. Dazu kann sich jeder Leser ein eigenes Bild machen. Wer mystische und fantastische Elemente in Literatur nicht mag, der sollte sich von der Lektüre aber nicht zu viel versprechen.
Daidalos zu »Arturo Pérez Reverte: Der Club Dumas« 14.09.2009
Nur eine kurze Bemerkung meinerseits, in der ich auf die - streckenweise schöne, streckenweise überraschend dilletantische - Sprache und die - sicherlich streitbaren - dramaturgischen und charakterlichen Aspekte der Geschichte nicht weiter eingehen möchte.

Mal davon abgesehen, dass ich das Buch insgesamt schon recht schwach fand - allein wenn eine Romanfigur in jedem zweiten Kapitel denkt, sie sei eine Romanfigur (nicht verfremdend, sondern schlicht als miserabler erzählerischer 'Kniff'), möchte ich kaum weiterlesen - offenbart sich doch gerade am Ende noch eine ganz große Schwäche [Achtung: Spoiler-Warnung - dies könnte manchen schon zuviel verraten!]:

So wird der Schlüssel, der den gesamten interessanten Teil der Handlung (die Kombination der 'richtigen' Bildtafeln) mit der 'Lösung' (den Pforten) verbindet, zwar in einer kleinen Tabelle geliefert, aber nicht erklärt, sondern vielmehr mit der Bemerkung (wörtl.) abgetan: "Aus jeder Bildtafel lässt sich eine Nummer, ein magisches Element und ein Schlüsselwort ablesen [...L]esen Sie, wenn Sie möchten. Obwohl Sie das wahrscheinlich nie verstehen werden."
Also: die Tafeln verraten einem das 'Lösungswort', aber wie, bleibt ganz geheim - für mich als mitratenden Leser ist das überaus ärgerlich.
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Marius zu »Arturo Pérez Reverte: Der Club Dumas« 09.01.2009
Ich kann mich dem Großteil meiner Vorredner anschließen und muss auch zugeben, dass "Der Club Dumas" ein wirklich gutes Buch ist . obwohl ich es allerdings gar nicht als Krimi bezeichnen würde, genausowenig wie viele andere Titel, die hier im Portal auftauchen. Denn eigentlich lese ich in der Regel keine Krimis. Egal, hat ja eigentlich nichts mit dem Buch zu tun.Eine Sache, die hier bisher nicht erwähnt wurde, ist, dass der "Club" beachtliche Parallelen zum "Foucaultschen Pendel" von Umberto Eco aufweist, die so zahlreich und stark sind, dass man nicht umhin kommt, zu sagen, dass Pérez-Reverte das "Pendel" als direkte Vorlage genommen hat, was teilweise auch durch deutliche Anspielungen im Buch erkennbar wird. Beide Bücher ähneln sich in jedem Fall sehr, was Thema, Aufbau und Anspruch anbetrifft.Daher kann ich auch jedem Leser des "Foucaultschen Pendels" empfehlen, den "Club Dumas" zu lesen, wie ich es getan habe. Ich war zwar anfangs skeptisch, als sich die Parallelen mehrten, ob das ganze nicht einfach ein dreistes Plagiat ist, aber zunehmend fand ich dann, dass es sich eher um eine Hommage mit Augenzwinkern an das "Pendel" und an Umberto Eco handelt. Zudem gibt es auch große Unterschiede, was die Handlung im Detail anbetrifft, sodass man nicht Gefahr läuft, sich zu langweilen. Auch wer jetzt den "Club" gelesen hat, kann gerne zum "Pendel" greifen, weil es einfach ... nun ja, genial ... ist, obwohl der Anspruch an den Leser dabei noch ein ganzes Stück höher liegt. Aber der gebildete Leser will ja gefordert werden ...
HerrHansen zu »Arturo Pérez Reverte: Der Club Dumas« 10.08.2008
Eines der besten Bücher, die mir in den vergangenen Jahren in die Hände gefallen sind.

Vielleicht war es ein Vorteil, dass ich nicht durch die Verfilmung Die neun Pforten" vorbelastet war.

Ich habe es vor kurzem für einen günstigen Euro auf dem Flohmarkt erstanden - der Klappentext hatte mich schon neugierig gemacht und da ich einen Hang (um nicht den Begriff "Spleen"zu verwenden) zu alten Büchern habe. musste es einfach mit. Zugegeben, es fängt relativ langatmig an, aber mit fortschreiten der Handlung erhöht sich auch das gefühlte Tempo. Interessant ist auch der wechsende Erzählstil des Autors. Sprachlich ist es ein wahrer Leckerbissen und nicht wie viele Bücher heute einfach schnell und bruchstückhaft übersetzt sondern flüssig - etwas was heute viel zu selten vorkommt.

Ergänzt wird die handlung durch zahlreiche Abbildungen, was für das Verständnis der Handlung sehr vorteilhaft ist.

es lohnt sich, deshalb von mir 98°
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Prof.P zu »Arturo Pérez Reverte: Der Club Dumas« 19.11.2007
Wenn man hier verraten würde wer Irene Adler ist, würde man ja den Leuten die Spannung nehmen die es noch nicht durch haben!?

@Wimmer: weitere Tipps die für mich in die gleiche Richtung gehen:

Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes

Maria Szepes - Der rote Löwe
Zarah zu »Arturo Pérez Reverte: Der Club Dumas« 14.04.2006
Nachdem ich bereits die "Neun Pforten" mit Johnny Depp gesehen hatte, hab ich mir auch die Romanvorlage von Arturo Perez - Reverte zugelegt, welche natürlich erwartungsgemäß um einiges besser war. So kommt das Manuskript von Alexandre Dumas im Film gar nicht vor und alles in allem kann man sowieso sagen, dass das Buch den Film allein im Punkt Spannung um einiges übertrifft. Es ist sehr komplex und abwechslungsreich geschrieben, Langeweile kommt praktisch nicht vor. Ich kanns persönlich nur weiterempfehlen.
3 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Baby Jenks zu »Arturo Pérez Reverte: Der Club Dumas« 12.01.2006
Echt interessantes Buch, auch wenn es größtenteils von Büchern von Alexandre Dumas handelt und es empfelenswert ist diese vorher zu lesen, bevor man mit "der Club Dumas" anfängt. Vielleicht hätte sich P.-R. mehr auf das Buch "Die Neun Pforten" konzentrieren sollen, wie im Film. Na ja, trotzdem lesenswert!
1 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Mike Rayden zu »Arturo Pérez Reverte: Der Club Dumas« 23.10.2005
Das Buch hatte mich sofort gefesselt, die Geschichte, die Sprache
und die Personen fazinierend. Ich habe das Buch einmal ganz
durchgelesen und dann nochmal, meine Muttersprache ist
english (ich habe das Buch in english schon bestellt) die Dt.
version war eine leihgabe. Am ende hätte ich gerne mehr
gewusst. Dear Mr. Arturo P-R, gibt es irgendwann eine
Vorgeschichte- oder gar ein sequel?
Gerd zu »Arturo Pérez Reverte: Der Club Dumas« 17.08.2005
Ein Roman mit einer bemerkenswert guten Sprache (jedenfalls für einen "Krimi") und guter Wissensvermittlung. Leider ist das Ganze etwas langatmig und mit zuwenig Spannungspassagen, wodurch Disziplin gefordert ist. Für das Genre "Krimi", so der Roman denn dort überhaupt angesiedelt werden kann, kein so glücklicher Stil. Nichts für eine spannende "Lesenacht".
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Andreas zu »Arturo Pérez Reverte: Der Club Dumas« 27.06.2005
Der Krimi war zwar interessant aber doch etwas langatmig. Der Autor erzählt für meinen Geschmack vieles, was eigentlich nicht zum Thema gehört. Man muß auch lange lesen, bis man weis, was nun überhaupt die Geschichte des Romanes ist.

Fazit: Nichts für`s "schnelle" Lesen.

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