Eine Studie in Scharlachrot von Sir Arthur Conan Doyle

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1887 unter dem Titel A Study in Scarlet, deutsche Ausgabe erstmals 1894 bei Lutz.
Folge 1 der Sherlock-Holmes-Serie.

  • London: Beeton´s Christmas Annual, 1887 unter dem Titel A Study in Scarlet.
  • London: Ward, Lock & Co., 1888.
  • New York: J.B. Lippincot & Co., 1890.
  • Stuttgart: Lutz, 1894 Späte Rache. Übersetzt von Margarete Jacobi.
  • Stuttgart: Franckh, 1938 Späte Rache. Übersetzt von Margarete Jacobi. 154 Seiten.
  • Bern: Scherz, 1950 Späte Rache. Übersetzt von Margarete Jacobi. Die schwarzen Kriminalromane; Bd. 31. 180 Seiten.
  • Hamburg: Blüchert, 1961. Übersetzt von Beatrice Schott. 194 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Ullstein, 1968. Übersetzt von Beatrice Schott. 165 Seiten.
  • München: dtv, 1983. Übersetzt von Angela Uthe-Spencker. Zweisprachige Ausgabe. Mit einem Nachwort von Karl Krejci-Graf. 148 Seiten.
  • Zürich: Haffmans, 1984. Übersetzt von Gisbert Haefs. Eine Studie in Scharlachrot. 159 Seiten.
  • Zürich: Kein & Aber, 2005. Übersetzt von Gisbert Haefs. ISBN: 3036951431. 159 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Insel, 2007. Übersetzt von Gisbert Haefs. ISBN: 978-3458350132. 191 Seiten.
  • [Hörbuch] Unterhaching: Naxos, 2004. Gesprochen von Miguel Iven. 4 CDs.

'Eine Studie in Scharlachrot' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Ein ehemaliger Armeearzt kehrt verwundet aus dem Zweiten Afghanistan Krieg nach London zurück und braucht dringend eine Wohnung. Ein anderer Mann hat soeben eine Wohnung in der Bakerstreet gemietet und sucht jemanden, mit dem er die Räumlichkeiten teilen kann. Ihr Zusammentreffen ist der Beginn einer folgenreichen Freundschaft: John H. Watson und Sherlock Holmes. Noch sind die beiden dabei, sich mit den exzentrischen Eigenschaften voneinander vertraut zu machen, als ein Brief eintrifft von Inspektor Gregson: »In der Nacht hat sich in 3, Lauriston Gardens, nahe der Brixton Road, eine üble Sache ereignet.« Ein Amerikaner namens Enoch J. Drebber wurde ermordet, und es gibt keinerlei Anhaltspunkte – bis auf das deutsche Wort »Rache«, an die Wand geschmiert mit Blut …

Das meint Krimi-Couch.de: »Unwiderstehlich und unsterblich« 75°

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Sherlock Holmes in A Study in ScarletKriegsversehrt und krank kehrt der junge Armeearzt Dr. John H. Watson aus Afghanistan nach London zurück. Da ihn die Geldnot drückt, stellt ihn ein Freund dem exzentrischen Sherlock Holmes vor, der als »Beratender Detektiv« von Polizei und verzweifelten Privatpersonen immer dann zu Rate gezogen wird, wenn ein Verbrechen unaufgeklärt zu bleiben droht. Die beiden Männer freunden sich rasch an, und so beziehen sie im Januar des Jahres 1881 gemeinsam eine Wohnung, deren Adresse bald die ganze Welt kennt oder (sofern von krimineller Gesinnung) fürchtet: Baker Street 221b.

Watson, den seine schwache Gesundheit dem Berufsleben fernhält, beginnt den Freund zu begleiten, wenn dieser seiner kriminalistischen Arbeit nachgeht. Holmes, ein Einzelgänger, aber nicht frei von persönlicher Eitelkeit, schätzt Watson als Publikum, wenn er sein unvergleichliches Geschick entfaltet, einen Tatort zu »lesen« und die Indizien zu einer Rekonstruktion des verbrecherischen Geschehens zusammenzufügen. Ausserdem erkennt er schnell, dass Watson, der bodenständige Mann der Tat, ihn ideal ergänzt und zügelt, wenn er sich wieder einmal in allzu fantastischen Theorien zu verlieren droht.

In Blut das deutsche Wort RACHE

So ist Watson auch an seiner Seite, als Scotland Yard Holmes im März 1881 bittet, den rätselhaften Mord an Enoch J. Drebber zu klären, den man vergiftet im Zimmer eines verlassenen Hauses entdeckte, an dessen Wand mit Blut das deutsche Wort RACHE geschrieben stand. Aus Cleveland im US- Bundesstaat Ohio stammt dieser Drebber, doch damit erschöpfen sich für die ratlosen Polizisten Gregson und Lestrade die Spuren. Holmes sichtet die dürftigen Indizien und erkennt, dass einem kleinen goldenen Ring besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Nicht Gollum, sondern Drebbers Mörder hat ihn verloren, und er will ihn zurück, was Holmes ausnutzt, um ihm auf die Schliche zu kommen. Das gelingt dem versiertem Ermittler rasch, aber schon früh in seiner an Triumphen bald reichen Karriere muss er erfahren, dass sich hinter Indizien immer auch menschliche Schicksale verbergen. Der Tod von Enoch Drebber ist nur der Schlussakt einer tragischen, von Betrug, religiösem Fanatismus und Mord initiierten und begleiteten Rache, die vor vielen Jahren im noch wilden Mittelwesten der USA ihren Anfang nahm …

Sherlock Holmes in A Study in Scarlet(Eine Vorbemerkung: Da es den hier vorgegebenen Rahmen definitiv sprengen würde, geht Ihr Rezensent nicht explizit auf den Mythos Sherlock Holmes ein, sondern setzt ihn und das Wissen um seinen Status in der Geschichte des Kriminalromans und seinen Quantensprung zum multimedial omnipräsenten Kult voraus. Holmes & Watson sind aus vielen guten Gründen unsterbliche Klassiker – das mag und kann als Fakt durchaus genügen.)

Auch für Conan Doyle: Aller Anfang ist schwer

Aller Anfang ist schwer …So seien also die Erwartungen nicht gar zu hoch geschraubt, wenn dieses erste Holmes & Watson-Abenteuer von Arthur Conan Doyle zur Lektüre gelangt. »Studie in Scharlachrot« ist trotz seines geringen Umfang ein recht sperriges Stück Literatur, dessen Bestandteile sich nie zu einem schlüssigen Ganzen fügen wollen. Der noch unerfahrene Verfasser ist sichtlich überfordert mit dem Versuch, eine durchgängige Handlung in Romanlänge zu komponieren.

Dabei ist der Start denkbar gelungen; gemächlich zwar, aber sofort fesselnd, denn hier lernen wir schließlich unsere beiden Helden in jungen Jahren kennen. Endlich erfahren wir, wie Holmes und Watson sich trafen, Freundschaft schlossen und ihre Zusammenarbeit begannen. Diese Kapitel sind fabelhaft gelungen; man merkt, dass sich Doyle hier auf sicherem Terrain befindet. Seine Ausführungen über die Wissenschaft der kriminalistischen Deduktion – Sherlock Holmes in den Mund gelegt – können heute noch überzeugen. Doyle war in diesem Punkt ganz auf der Höhe des zeitgenössischen Wissensstandes, manchmal sogar ein gutes Stück weiter, und so langweilt er keinen Augenblick, wenn er über Untersuchungsmethoden referiert, die Ende des 19. Jahrhunderts brandneu und revolutionär waren.

Die grimmige Vorgeschichte des Drebber-Mords

Gut lässt sich dann der eigentliche Kriminalfall an. Anders als seine zahllosen Epigonen lebte und arbeitete Arthur Conan Doyle im viktorianischen London. Seine (teils überraschend lyrischen, teils zeittypisch pathetischen) Beschreibungen der Stadt und ihrer Bürger profitieren von seiner Zeitzeugenschaft. Sherlock Holmes jagt den Übeltäter höchst überzeugend, bis er ihn schließlich dingfest macht. Da befinden wir uns freilich erst auf der Hälfte dieses Romans. Nun schließt sich ein zweiter Teil an, der durchaus unterhaltsam die grimmige Vorgeschichte des Drebber-Mordes erzählt, aber trotzdem nichts mit dem bisherigen Geschehen zu tun hat. »Das Land der Heiligen« stellt daher einen völligen Bruch in der Handlung dar, die sich davon nicht wieder erholen kann.

Das Erscheinen von Sherlock Holmes und Dr. Watson auf der literarische Bühne kann wie gesagt als Erfolg beurteilt werden. Doyle gelingt es sofort, das einzigartige Fluidum zu schaffen, das diese beiden Figuren unwiderstehlich und unsterblich werden ließ. Dabei ist Holmes eigentlich ein eher unsympathischer Charakter – gefühlskalt, arrogant und mit erheblichen sozialen Defiziten. Aber so ist er eben nur auf den ersten Blick. Durch die Augen des Dr. Watson betrachtet, gewinnt Holmes als Mensch, der mehr als eine Denkmaschine ist, wenn man ihn nur zu nehmen weiß.

Die Figur Watson gewinnt ganz neue Dimensionen

Unter dieser Voraussetzung gewinnt die Figur des Watson ganz neue Dimensionen. Bereits in »Studie in Scharlachrot« wird offenbar, dass der gute Doktor weit mehr ist als nur des Meisters bewunderndes Auditorium und später Chronist. »Ohne Sie wäre ich vielleicht nicht hingefahren und hätte so die beste Studie verpasst, die mir je untergekommen ist ...« (S. 53) In immer neuen Variationen werden wir diesen Ausspruch noch hören. Watson, der Systematiker, sorgt dafür, dass sein genialer, aber sprunghafter Freund die Bodenhaftung behält. Seine scheinbar dumm wirkenden Fragen und Lösungsvorschläge verraten den weniger biederen als geradlinig denkenden, mit gesundem Menschenverstand gesegneten Mann, während Holmes gern um einige Ecken zu viel denkt, sich in seinen kunstvollen Theorien verrennt, dank Watson plötzlich den Fall aus einer ganz andere Perspektive betrachtet und erst jetzt der Groschen fällt. Doyle hatte sehr klar erkannt, dass Holmes einen Watson als Vermittler benötigen würde, um von den Lesern angenommen zu werden.

Ansonsten treffen wir ausschliesslich auf viktorianische Archetypen – Adlige sind immer vornehm oder doch wenigstens eindrucksvoll verrucht, Frauen ätherisch und in kritischen Situationen zur Ohnmacht neigend, die unteren Stände wissen, wo ihr gottgegebener Platz auf Erden ist, und überführte Schurken ersparen sich und der Gesellschaft die peinliche Gerichtsverhandlung, indem sie Selbstmord begehen, sich auf der Flucht erschießen oder – wie in unserem Fall – durch eine unheilbare Krankheit dahinraffen lassen. Doyle gehörte stets zu den Stützen des Empires und des Systems, das es hervorbrachte. Es zu hinterfragen wäre allerdings kaum Sherlock Holmes’ Aufgabe gewesen.

Anmerkung:

Den seltsamen Titel hat Sherlock Holmes diesem Fall höchstpersönlich gegeben: »Der scharlachrote Faden des Mordes verläuft durch das farblose Knäuel des Lebens, und unsere Pflicht ist es, ihn zu entwirren, zu isolieren und jeden Zoll davon bloßzulegen.« (S. 53)

Dazu noch eine Anmerkung: Es sagt sicher viel aus über die deutsche Krimi-Kultur, dass die Werke von Arthur Conan Doyle (einige recht beliebig zusammengestellte Story- Kollektionen ausgenommen) vom Buchmarkt verschwunden sind. Ich habe mir erlaubt, mich auf die Nennung derjenigen Übersetzung zu beschränken, die bis auf weiteres als die maßgebliche gelten muss. Sollte es mir gelungen sein, einen Nachwuchsleser auf das unverwüstliche Duo Holmes & Watson aufmerksam und neugierig gemacht zu haben, rate ich also die antiquarische Suche vor allem auf die Haffmans-Ausgabe zu fokussieren.

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Janosch79 zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 24.05.2016
Lange schon habe ich keinen Krimi mit Sherlock Holmes und Dr. Watson gelesen. Dieses Buch hat mich sofort überzeugt.

Inhalt: Das erste Abenteuer von Sherlock Holmes und Dr. Watson, der den »beratenden Detektiv« ruft, um einen rätselhaften Mord aufzuklären: ein scheinbar unverletzter Toter mit einer Schreckensgrimasse, eine Losung als Blutspur an der Wand: »Rache« …


In meiner Kindheit habe ich zuletzt Krimis mit Sherlock Holmes verschlungen. Nun wollte ich Jahre später wieder einen Versuch machen. Es hat sich mehr als gelohnt.
Im ersten Band der Krimireihe von Sir Arthur Conan Doyle aus dem Jahre 1887 handelt es sich um eine Neuübersetzung, die Lust auf weitere Bände macht.
Natürlich ist diese Geschichte nicht mit dem heutigen Krimi-Standard zu vergleichen, da wichtige Spannungselemente zu dieser Zeit noch gar nicht vorhanden waren.
Es ist trotzdem ein großer Lese-Genuss gewesen. Ich konnte das Buch überhaupt nicht weglegen, weil ich die Lösung des Falles unbedingt wissen wollte.
Ein Klassiker, der sich überhaupt nicht vor heutigen Krimis verstecken muss, weil sich hier ein herrlicher Kontrast bietet.


Einziger Kritikpunkt ist vielleicht der zweite Teil des Buches. Auf der Suche nach der Lösung des Falles wird man ein wenig auf die Folter gespannt und mit einer zunächst völlig anderen Geschichte konfrontiert. Am Ende fügen sich aber alle Puzzle-Teile zu einem schlüssigen Ende zusammen.


Ich kann diesen Krimi-Klassiker aus der Feder von Sir Arthur Conan Doyle mehr als empfehlen!
Ned zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 02.10.2012
Ich muss zugeben, dass dieses Buch das erste war, was ich persönlich gekauft habe, und direkt mit liebe empfangen habe.
Sir Arthur Conan Doyle hat mich nicht enttäuscht und wird es auch nie!
Lang lebe das alte London in den Herzen aller Sherlock Holmes Fan's.
Die ganzen Teile müssen von mir noch gelesen werden...!

Gruß an euch da Draußen.
Ned
rolandreis zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 03.08.2011
Die Sprache ist dem Jahre entsprechend (ca.1890) im viktorianischen England. Die Charaktere Sherlock Holmes und Dr. John H. Watson wirken freundlich und erwachsen. Arthur Conan Doyle setzt seinen beratenden Detektiv perfekt in Szene und lässt ihn wunderbar die Tatorte erkunden und tolle Rückschlüsse ziehen.
Man muss bemerken, dass das Buch in zwei Teile aufgeteilt ist. Teil 1 besteht aus den Erinnerungen von Dr. Watson, Teil 2 ist die Grundlage für das Ergebnis der Untersuchung. Dieser ist dann ein wenig langatmig, führt aber letztendlich wieder zurück auf Holmes Rückschlüsse. In Summe ein Klassiker, den man schon als Krimifan lesen sollte.
Silvester Grasegger zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 07.01.2011
Tolles buch aber etwas serhr genau auf jedes Nomen flog ein Wiewort das macht die geschichte langwirieg aber nicht langweilig. es ist zwar etwas kurz aber Perfekt für Sherlock Holmes Anfäger den es weckt begeister ung auf. der anfang ist lang weilig und wirtmit zu fielen einzelheiten erweiter aber hatt man das hinter sicht fängt die sapnnung an. Die ganze Geschicht wird durch treffende Vremdwörter ergänzt.
Ich empfele es jeden weiter.!
benfi zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 19.06.2010
Der erste Roman des Autors Sir Arthur Conan Doyle um die Detektivfigur Sherlock Holmes und seinen Weggefährten Doktor John Watson fesselt den Leser trotz seines Alters auch heute noch recht schnell; immerhin ist der Roman über 100 Jahre alt! Zum einen ist es natürlich auch die Epoche, die einen in den Bann zieht; war die Welt damals doch noch bei vielen Dingen in den Kinderschuhen. Zum anderen ist es ebenso faszinierend, wie pfiffig der Held in dieser Zeit schon gegenüber seinen Mitmenschen war. Das Ganze gepackt in einen zweigeteilten Roman, der sich in der ersten Phase wie ein klassischer Kriminalroman liest und im zweiten Part eher einem Abenteuerroman gleicht – Leserherz, was willst du mehr? Beeindruckend war auch, wie viel man durch diesen Roman an Allgemeinbildung dazu bekommt, da der Autor jede Menge an Wissen und Recherche in die Handlung einbaute. Nicht unerwähnt möchte ich die Anmerkungen am Ende des Buches hierzu lassen, die sehr vorteilhaft waren und sorgfältig aufgelistet wurden. Diese sind zumindest in der Werkausgabe aus dem WELTBILD-VERLAG vorhanden.
Susannah zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 01.05.2010
London, im viktorianischen Zeitalter. Dr. Watson, nach Verletzung und Krankheit aus dem Afghanistankrieg zurückgekehrt, sucht eine günstige Wohnung in London. Da trifft es sich gut, dass ein gewisser Sherlock Holmes, ebenfalls einen Mitbewohner sucht. Es ist der Beginn einer einzigartigen Freundschaft und Zusammenarbeit, und der Beginn der Aufzeichnungen über die Leistungen des größten Detektivs aller Zeiten. Und gleich beim ersten Mal muss er allen Spürsinn einsetzen, denn eine vergiftete Leiche und ein Ehering führen zu einer Studie in Scharlachrot ...

Fantastisch! Einzigartig! Unvergleichlich! Man könnte diesen ersten Sherlock-Holmes-Roman noch mit anderen Adjektiven titulieren, doch das wahre Erlebnis des Buches kann nicht ersetzt werden. Lässt das Buch u.a. im Mittelteil etwas an Spannung vermissen, ist die detektivische Technik wohl in keinem Buch detailgetreuer präsentiert worden. "Eine Studie in Scharlachrot" ist mehr als ein Krimi aus dem viktorianischen Zeitalter. Es ist eine einfühlsame Charakterstudie. Es ist ein zeitloses Werk. Und es ist der Beginn eines Duos, das selbst dem größten Lesemuffel bekannt sein dürfte. Watson, ich kombiniere ...
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
ChimChim zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 02.06.2009
Kann mich den guten kritiken nur anschließen. An den schreibstil muss man sich vielleicht etwas gewöhnen wenn man nur "moderne" bücher gewohnt ist, aber es ist eigentlich ein buch was sich relativ leicht lesen lässt. Das buch ist von anfang an spannend und man rätselt natürlich dauerhaft mit wer es denn sein könnte. ;) Das Buch ist sehr kurz, aber dadurch ist das buch eigentlich nie langweilig. Holmes und Watson sind zwei figuren die man auch sehr schnell lieb gewinnt und so freu ich mich schon auf die nächsten teile. Das nächste buch liegt schon in meinem regal und ich werds genauso wie den ersten teil verschlingen. Jeder der krimis mag und vorallem englische krimis mag sollte dieses buch lesen, ihr werdet es nicht bereuen...

Von mir 80°!
Stefan83 zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 28.12.2007
Ihn vorzustellen ist schlichtweg unnötig, denn selbst der allergrößte Lesemuffel wird irgendwann einmal von Sherlock Holmes gehört haben, dem leicht skurrilen und oftmals zu Schwermut neigenden Meisterdetektiv. In „Eine Studie in Scharlachrot“, Sir Arthur Conan Doyles Debütroman, löst er seinen ersten Fall und man erfährt endlich wie sich Holmes und sein treuer Begleiter Dr. Watson begegneten, Freundschaft schlossen und ein Team im Kampf gegen das Verbrechen bildeten. Obwohl mittlerweile ein Inbegriff des fesselnden Detektivromans, liest sich Doyles Erstling noch sehr sperrig und lässt streckenweise Spannung komplett vermissen. Dafür überzeugt er aber auf andere Weise. Da sind in erster Linie die wissenschaftlichen Ausführungen über Holmes’ Methode der kriminalistischen Deduktion zu nennen, welche selbst in der heutigen Zeit der Deavers und Becketts noch zu überzeugen wissen, gegen Ende des 19. Jahrhunderts aber geradezu revolutionär waren. Während andere stets nur Bruchstücke dessen wahrnehmen, was zur Lösung des Falls nötig ist, scheint das Gehirn unseres Detektivs jedes einzelne Indiz zu erfassen und in Bezug zu den anderen Hinweisen zu setzen. Wie bei einem Puzzle setzt er Teilchen für Teilchen zusammen, während der Leser vollends in der Lektüre versinken und sich von der so wunderbar altmodischen Sprache mitreißen lassen kann. Schon verhältnismäßig früh (selbst für eine Holmes-Geschichte) ist der Übeltäter dingfest gemacht, wenngleich auch das Buch damit noch nicht zu Ende ist. Nun folgt der zweite Teil, in dem die düstere Vorgeschichte des Drebber-Mörders erzählt wird, dessen Inhalt leider für die schlussendliche Auflösung des Falls keinerlei Bewandtnis mehr hat und damit einen unnötigen Bruch in der bis dahin linearen Handlung darstellt. In seinem späteren Werk „Das Tal der Furcht“ ist ihm diese Art des Storyaufbaus wesentlich besser gelungen. Insgesamt ist „Eine Studie in Scharlachrot“ ein sehr gutes, kurzweiliges Lesevergnügen, an dem echte Holmes-Fans (zu empfehlen sind die Ausgaben von Haffman oder Kein+Aber) nicht vorbeikommen, das aber die Qualität der späteren Geschichten noch vermissen lässt.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 15.11.2005
Es gibt jetzt weiter Sammelbände mit neuen Holmes Stories. In dem Film "From Hell" mit Jonny Depp und Robbie Coltrane, bedauert man , daß Holmes nicht auftaucht. Er hätte bestimmt den Jahrtausend Fall "Wer war Jack the Ripper" lösen können? Nun; Jack the Ripper gab es wirklich, Holmes ist leider nur Fiktion. Wo war eigentlich Conan Doyle? Hat er ein Alibi??
Adrian Lauber zu »Sir Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot« 01.07.2005
Ich kann Sir Arthur Conan Doyles "Eine Studie in Scharlachrot" nur empfehlen. Ich habe es gerade erst wieder in original englischer Fassung gelesen.
Aber ich will das Buch trotzdem nicht zu sehr in den Himmel loben. Wirklich große Spannung kommt nicht auf, da Doyles Schriftstellerei noch in den Kinderschuhen steckte und er den Fall sehr schnell aufgerollt hat. Immerhin stellt ungefähr die Hälfte des ganzen Buches "nur" die Vorgeschichte des Jefferson Hope in Utah dar.
Trotz allem ist es ein sehr lesenswertes Buch. Leute, die so wie ich nicht nur Romane sondern auch kürzere Geschichten oder gar Short Stories mögen, werden ihre Freude daran haben.

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