Die Rückkehr des Sherlock Holmes von Sir Arthur Conan Doyle

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1905 unter dem Titel The Return of Sherlock Holmes, . 400 Seiten. ISBN-10: 3036951490, ISBN-13: 978-3036951492.

'Die Rückkehr des Sherlock Holmes' ist erschienen als Hardcover

»Die Rückkehr des Sherlock Holmes« beinhaltet folgende Kurzgeschichten:

  • Das leere Haus
    Erschienen unter dem Titel »The Empty House« in Collier´s Weekly, 1903
  • Der Baumeister aus Norwood
    Erschienen unter dem Titel »The Norwood Builder« in Collier´s Weekly, 1903
  • Die tanzenden Männchen
    Erschienen unter dem Titel »The Dancing Men« in The Strand Magazine, 1903

  • Die einsame Radfahrerin
    Erschienen unter dem Titel »The Solitairy Cyclist« in Collier´s Weekly, 1903
  • Die Abtei-Schule
    Erschienen unter dem Titel »The Priory School« in Collier´s Weekly, 1904

  • Der Schwarze Peter
    Erschienen unter dem Titel »Black Peter« in Collier´s Weekly, 1904
  • Charles Augustus Milverton
    Erschienen unter dem Titel »The Augustus Milverton« in Collier´s Weekly, 1904

  • Die sechs Napoleons
    Erschienen unter dem Titel »The Six Napoleons« in Collier´s Weekly, 1904

  • Die drei Studenten
    Erschienen unter dem Titel »The Three Students« in The Strand Magazine, 1904

  • Der goldene Kneifer
    Erschienen unter dem Titel »The Golden Pince-Nez« in The Strand Magazine, 1904
  • Der verschollene Three-Quarter
    Erschienen unter dem Titel »The Missing Three-Quarter« in The Strand Magazine, 1904

  • Abbey Grange
    Erschienen unter dem Titel »The Abbey Grange« in The Strand Magazine, 1904

  • Der zweite Fleck
    Erschienen unter dem Titel »The Second Stain« in The Strand Magazine, 1904

 

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Stefan83 zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Rückkehr des Sherlock Holmes« 02.06.2013
London, 1893. In der gesamten Stadt, dem Herzen des damals weltumspannenden britischen Empires, herrschten Entrüstung, schwelten Zorn und Wut. Menschen brachten mit Trauerbändern die Schwere ihres Verlusts und ihre Enttäuschung zum Ausdruck, belagerten die Türen zum „Strand Magazine“, so dass man als Ausstehender zur Auffassung gelangen konnte, der Premierminister höchstpersönlich sei wie ein räudiger Hund auf offener Straße erschossen worden. Grund für die niedergedrückte Stimmung war aber der Tod von jemanden, der eigentlich nie gelebt hat: Sherlock Holmes. Nach dem sein Schöpfer, Arthur Conan Doyle, bereits Ende des Jahres 1891 seines Protagonisten, und der damit zunehmenden Reduzierung seines Werks auf allein diesen, überdrüssig wurde, plante er zielgerichtet dessen Ableben, welches er in „Das letzte Problem“ schließlich auf Papier umsetzte. Abgedruckt in eben jenem, später harsch kritisierten „Strand Magazine“, ließ er Sherlock Holmes und seine Nemesis, den „Napoleon des Verbrechens“ Professor Moriarty, in den reißenden Wogen der Schweizer Reichenbach Fälle ihr Ende finden. Zurück blieb lediglich eine Art Abschiedsbrief an Dr. Watson, welcher sich gleichzeitig auch an die treue Leserschaft richtete. Allen Bitten zum Trotz – selbst Doyles eigene Mutter bekniete ihn um weitere Geschichten – das Kapitel Sherlock Holmes schien beendet.

Die Frage bleibt bis heute unbeantwortet, ob Doyle den großen Detektiv je hätte wiederkehren lassen, wäre er nicht 1900 an Typhus erkrankt und nach Norfolk gereist. Dort lernte er Bertram Fletcher Robinson kennen, der aus Devonshire kam, und auf Dartmoor aufgewachsen war. Es war Robinson, welcher Doyle von den alten Legenden seiner Heimat erzählte, unter denen sich auch einige Gruselgeschichten um einen Geisterhund befanden. Diese inspirierten den Autor, der Dartmoor kurz darauf selbst aufsuchte, für einen neuen Roman, der wiederum einen Helden in der Form eines Detektivs brauchte, welcher die mysteriösen Vorgänge im düsteren Moor untersuchen konnte. Und wer wäre dafür besser geeignet gewesen als Sherlock Holmes? Der Rest ist aus heutiger Sicht Literaturgeschichte.

In „Der Hund der Baskervilles“ (1902 veröffentlicht), Doyles bis heute bekanntestem Buch, das chronologisch vor dem Reichenbach Vorfällen spielt, feierte der Mann mit dem Deerstalker und der Meerschaumpfeife ein beeindruckendes und auch finanziell einträgliches Comeback, dem der Autor in den folgenden beiden Jahren dreizehn Kurzgeschichten folgen ließ. Die erste, „Das leere Haus“, revidierte nicht nur Holmes' Tod, sondern lieferte gleichzeitig eine Erklärung für dessen langjährige Abwesenheit. Weitere Geschichten waren:

Der Baumeister von Norwood
Die tanzenden Männchen
Die einsame Radfahrerin
Die Abtei-Schule
Der schwarze Peter
Charles Augustus Milverton
Die sechs Napoleons
Die drei Studenten
Der goldene Kneifer
Der verschollene Three-Quarter
Abbey Grange
Der zweite Fleck

„Die Rückkehr des Sherlock Holmes“, ein 1905 erschienener Sammelband, fasst diese nun zusammen, wobei ich heutigen Lesern besonders die Ausgaben von Kein+Aber und dem Insel Verlag ans Herz lege, welche, durch die zwar altmodischere, aber auch authentischere Übersetzung von Werner Schmitz, dem originalen Ton von Doyle weit näher sind als andere Fassungen. Vor allem die grausige Angewohnheit des „Duzens“ zwischen Sherlock Holmes und Dr. Watson glänzt hier glücklicherweise durch Abwesenheit. Das ist bei weitem aber nicht der einzige Grund, warum ein Griff zu diesem Klassiker auch mehr als hundert Jahre später noch lohnt.

In Zeiten blutrünstiger Splatter-Thriller und forensischer Such-Orgien ist „Die Rückkehr des Sherlock Holmes“ eine erfrischend nostalgische Rückbesinnung auf die Anfänge des Kriminalromans, in denen Mord nicht das einzige Verbrechen war, das es aufzuklären galt und der Leser tatsächlich noch selbst seinen Kopf benutzen durfte, um den Ermittlern bei den Lösung des Rätsels zuvorzukommen (Was bei Sherlock Holmes zugegebenermaßen ein schweres Unterfangen ist). Gepaart mit der unverwechselbaren Atmosphäre des Molochs Londons bieten die Geschichten kurzseitige, aber doch stets ansprechende und fordernde Unterhaltung, die, nicht selten mit typisch britischen Humor versehen, die Nachforschungen als Katz-und-Maus-Spiel zwischen Jäger und Gejagtem präsentiert. Und die Fangquote keiner Katze war wohl je besser als die von Sherlock Holmes. Das trifft selbst auf seine späteren Abenteuer zu, wenngleich man der allgemeinen Kritik zustimmen muss, welche die Werke der zweiten Schaffensperiode qualitativ doch mit gewissem Abstand hinter denen der ersteren einordnet. Wahr ist: Nach Holmes' vermeintlichen Tod hat Doyle nie wieder ganz diese alte Magie erreicht, diesen besonderen, unverfälschten Funken Genialität, der die Figur des großen Detektivs zu so etwas einzigartigem gemacht hat. So fehlt neben der bemerkenswerten Leichtigkeit auch schlichtweg das Flair der frühen Geschichten.

Nass glänzendes Kopfsteinpflaster. Undurchdringlicher Bodennebel. Laut klappernde Droschken in finsteren Gassen. Dämmrig-träges Gaslaternenlicht. Diese Szenerie des viktorianischen Londons, in dem auch Jack the Ripper unbestraft mordete, gehörte 1903, während der Veröffentlichung von „Das leere Haus“, längst in vielen Teilen der Vergangenheit an. Wo früher Holmes von loyalen Laufburschen seine Nachrichten und Telegramme durch die Stadt tragen ließ, da wird nun immer öfter auf das Telefon zurückgegriffen. Und auch das Geräusch von Pferdegespannen ist vielerorts dem Brummen der Automobile gewichen. Die größte Stadt der damaligen Welt hatte einen gewaltigen Schritt in die Moderne getan und Sherlock Holmes einige Mühe Schritt zu halten. So sehr sich Doyle bemühte – die Erfolge der Vergangenheit ließen sich lediglich kommerziell und nicht literarisch wiederholen. Das lag auch daran, dass der Autor die Bekanntheit seiner Figur zuletzt vor allem dafür nutzte, um den dadurch erworbenen Profit in andere Projekte zu stecken. Vor allem seinem Interesse für Spiritismus widmete er nun wesentlich mehr Zeit und Aufmerksamkeit als Sherlock Holmes, der nach seiner Wiederkehr aus der Schweiz plötzlich auch nicht mehr dem Kokain verfallen war – und damit, neben der letzten, eigentlichen Schwäche, ebenfalls einen gewissen Reiz verlor.

All das wird vor allem dem „Sherlockian“ auffallen, welcher den Holmes'-Kanon auswendig und natürlich jegliche Hintergründe bei deren Entstehung kennt. Gelegenheitsleser werden dies höchstwahrscheinlich kaum bemerken, was wiederum aber auch daran liegt, dass, trotz gerechtfertigter Kritik, Doyle selbst in „Die Rückkehr des Sherlock Holmes“ nochmal einige Highlights zu setzen weißen. Diese sind, neben Holmes' überraschender Wiederauferstehung und dem fesselnden Duell mit dem Scharfschützen Sebastian Moran in „Das leere Haus“, vor allem „Der Baumeister von Norwood“, „Die einsame Radfahrerin“, „Die Abtei-Schule“ und „Der goldene Kneifer“.

Arthur Conan Doyles dritter Kurzgeschichten-Sammelband „Die Rückkehr des Sherlock Holmes“ hält zwar nicht das Niveau seiner Vorgänger, ein Klassiker des Kriminalromans ist er dennoch. Und, wie Holmes übrigens nie sagte, „elementar“. Ein Muss für alle Freunde der guten, alten „Whodunit“-Geschichten, die es sich am liebsten bei herbstlich-ungemütlichem Wetter und dampfenden Earl Grey im kuscheligen Ohrensessel für ihre Lektüre bequem machen wollen.
David Machajewski zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Rückkehr des Sherlock Holmes« 17.02.2009
Meiner Meinung nach ist es ein Wahnsinns Buch. :)
Mich hat folgender Satz sehr berührt,
vorallem weil ich kurz zuvor
das letzte Problem gelesen habe.

"...Als ich mich wieder umdrehte, stand Sherlock Holmes hinter meinem Arbeitstisch und lächelte mich an."

Jeder S.H. Liebhaber weiß wohl was ich meine.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Rückkehr des Sherlock Holmes« 12.10.2004
Habe die Begründung vergessen: Durch ein geschlossenes Fenster zu schiessen und jemanden zu treffen erdordert sicherlich so manche Schützenkunst, allerdings warum sich dann alle Fragen, woran das Opfer gestorben ist und wie der Täter ins Zimmer kam? Nun?
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Rückkehr des Sherlock Holmes« 12.10.2004
Habe vor kurzem nach längerer Zeit mal wieder einige Holmes Storys gelesen u.a. "Das leere Haus"/ The empzy House 1894. Der Beginn ist sehr schön, allerdings die Auflösung der Mordgeschichte finde ich ein wenig zu simpel. Gruß
Lukas Prokop (13) zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Rückkehr des Sherlock Holmes« 20.08.2004
Nicht umsonst nennt man Sir Arthur Conan Doyle den Begründer der Gattung von Detektivgeschichten. Und wer dieses Buch liest wird sich selbst davon überzeugen
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
watson zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Rückkehr des Sherlock Holmes« 16.08.2004
wo krieg ich dieses buch vom haffmansverlag noch her???
ich hab alle bis auf das bitte hefen si mir!
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
SH-FAN zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Rückkehr des Sherlock Holmes« 31.07.2004
Einfach nur der Hammer, die tanzenden männchen ist voller raffinesse und genialer schlussfolgerungen sowie unglaublicher Gedankengänge.
Nat zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Rückkehr des Sherlock Holmes« 06.07.2004
Was soll man zu so einem Buch den noch sagen?G E N I A L ( da spricht der Holmes-Fan aus einem) Ich kann jedem das Buch ans Herz legen !
vollk zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Rückkehr des Sherlock Holmes« 07.04.2004
Es ist mein lieblings Buch! Und da heißt es immer die Jugend liest nicht. Niemand kann Conan Doyel übertreffen
mandy schulze zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Rückkehr des Sherlock Holmes« 21.04.2003
Das Buch ist sehr gut! Ich liebe es! Die Geschichten so spannend, dass man manchmal zu kompliziert denkt, obwohl die Lösung doch sehr einfach ist!!!

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