Die Abenteuer des Sherlock Holmes von Sir Arthur Conan Doyle

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

. ISBN-10: 3036951474, ISBN-13: 978-3036951478.

'Die Abenteuer des Sherlock Holmes' ist erschienen als Hardcover

»Die Abenteuer des Sherlock Holmes« beinhalten folgende Kurzgeschichten:

  • Ein Skandal in Böhmen
    Erschienen unter dem Titel »A Scandal in Bohemia« in The Strand Magazine, 1891
  • Die Liga der Rothaarigen
    Erschienen unter dem Titel »The Read-Headed-League« in The Strand Magazine, 1891
  • Eine Frage der Identität
    Erschienen unter dem Titel »A Case Of Identity« in The Strand Magazine, 1891

  • Das Rätsel von Boscombe Valley
    Erschienen unter dem Titel »The Boscombe Valley Mistery« in The Strand Magazine, 1891

    Die Boscombe-Valley Tragödie ist einer dieser verzwickten Fälle, die auf den ersten Blick schon geklärt sind, Sherlock Holmes zusammen mit seinem Kompagnon Dr. Watson aber trotzdem zu Hilfe gerufen wird.

    John Turner und Charles McCarthy waren beide lange Jahre in Australien, beide wohnten danach in unmittelbarer Nähe zu eineinander. Turner, der reichere von beiden, verpachtet McCarthy Haus und Gut, beide sind Väter (Turners Tochter und McCarthys Sohn sind beide gerade achtzehn), die Ehefrauen der beiden Männer sind bereits tot. Und McCarthy wird nun erschlagen am Boscombe-Lake aufgefunden.

    Da jedoch McCarthys Sohn in der Nähe des Tatorts zu betreffender Zeit gesehen wurde, ist er Hauptverdächdiger. Doch es gibt Zweifel: Warum schrie der alte McCarthy laut »Cooee«, obwohl er allein am See stand und seinen Sohn in Bristol wähnte? Was hat der graue Mantel am Tatort zu bedeuten, den McCarthy junior gesehen haben will? Wieso »Ratte« als eines der letzten Worte des Ermordeten?

    Sherlock Holmes in: The Boscombe Valley MysterySo begibt sich Sherlock Holmes auf die Spur des Pächters und – wie kann man es anders erwarten – findet er allein durch das Herumkriechen am Tatort einige interessante Hinweise, die die Polizisten um Lestrade mehr als dämlich aussehen lassen und Holmes in eine moralische Zwickmühle zwingen …

    Bonmot der Geschichte: »Irrlichter sind immerhin heller als Dunst« (»Moonshine is a brighter thing than fog«, Sherlock Holmes)

  • Die fünf Orangenkerne
    Erschienen unter dem Titel »The Five Orange Pips« in The Strand Magazine, 1891

  • Der Mann mit der entstellten Lippe
    Erschienen unter dem Titel »The Man with the Twisted Lip« in The Strand Magazine, 1891
  • Der blaue Karfunkel
    Erschienen unter dem Titel »The Adventure of the Blue Carbunkel« in The Strand Magazine, 1892

  • Das gesprenkelte Band
    Erschienen unter dem Titel »The Adventure of the Speckled Band« in The Strand Magazine, 1892

  • Der Daumen des Ingenieurs
    Erschienen unter dem Titel »The Adventure of the Engineer´s Thumb« in The Strand Magazine, 1892

  • Der  adlige Junggeselle
    Erschienen unter dem Titel »The Adventure of the Noble Bachelor« in The Strand Magazine, 1892
  • Die Beryll-Krone
    Erschienen unter dem Titel »The Adventure of the Beryl-Coronet « in The Strand Magazine, 1892

  • Die Blutbuchen
    Erschienen unter dem Titel »The Adventure of the Copper Beeches « in The Strand Magazine, 1892

Das meint Krimi-Couch.de: »Doyles perfekte Sammlung« 100°Treffer

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Adventures of Sherlock HolmesDiese erste Sammlung klassischer Sherlock Holmes-Kurzgeschichten gilt der Literaturkritik und vielen Lesern als die mit Abstand beste. Das kommt nicht von ungefähr: Arthur Conan Doyle hatte seinen Helden, den er mit Studie in Scharlachrot (1888) und Das Zeichen der Vier (1890) vorzüglich eingeführt hatte, erstens voll im Griff und zweitens noch nicht über, sondern seinen Spaß daran, diese Figur mit ihren bemerkenswerten Fähigkeiten und Marotten auszuloten. Dazu kam – für Doyle stets wichtig – die Verlockung einer guten Entlohnung, die das »Strand Magazine« ihm dafür bot, das allmählich sehr beliebt werdende Duo Holmes & Watson in einer Serie von zwölf Stories auftreten zu lassen, von denen in jedem Monat eine erscheinen würde.

Also gab Doyle sein Bestes, und da er als Unterhaltungs-Schriftsteller ein absoluter Profi war, konnte sich das Ergebnis sehen lassen. Der wahre Sherlockist kennt natürlich sämtliche 56 Kurzgeschichten (und vier Romane) in- und auswendig, aber selbst der Gelegenheitsleser erkennt, dass die »Abenteuer des Sherlock Holmes« sämtlich Klassiker sind. So ist es vermutlich einfacher, die Sammlungen älterer Detektivgeschichten aufzulisten, in denen »Das gesprenkelte Band« oder »Der blaue Karfunkel« n i c h t auftauchen. Dies ist der wahre, der unverfälschte (und noch Kokain fixende) Sherlock Holmes, noch nicht verwässert durch die späten Stories, die von Doyle in weitem zeitlichen Abstand zum nostalgisch vernebelten London Queen Victorias und vor allem um des Geldes geschrieben wurden.

Liest man die 56 Holmes-Geschichten nicht in der (ihnen nachträglich aufgepfropften) chronologischen Reihenfolge, sondern so, wie Doyle sie verfasste, lassen sich einige interessante Entdeckungen machen. So erstaunt sehr der Anteil der Fälle, die man gar nicht als »kriminalistisch« definieren könnte. »Ein Skandal in Böhmen«, »Eine Frage der Identität«, »Der Mann mit der entstellten Lippe«, »Der blaue Karfunkel« oder »Der adlige Junggeselle« beschäftigen sich mit Verbrechen höchstens am Rande. Sherlock Holmes erscheint hier weniger als Detektiv denn als letzte Instanz in allgemein rätselhaften Angelegenheiten. Meist wird im Finale nicht einmal ein Schurke gestellt, und falls doch, lässt ihn Holmes womöglich wieder laufen bzw. liefert ihn einer höheren Gerechtigkeit aus. Ihm geht es eben nicht primär um den Sieg der (offiziellen) Gerechtigkeit oder gar Geld und Ruhm (obwohl er ersteres nicht ausschlägt und letzteren durchaus schätzt), sondern um sein ureigenes Steckenpferd, die »Deduktion«. Damit meint er die durch ihn zur Kunst erhobene Fähigkeit, viele Spuren und Indizien zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen, das eine Geschichte erzählt, die ansonsten verborgen bliebe.

Unter diesen Umständen ist es für Holmes, aber auch für Watson und stellvertretend durch ihn für die Leserschaft nebensächlich, ob der Detektiv einem Monarchen aus der Patsche hilft oder »nur« einem verarmten, vom Leben gebeutelten Jedermann wieder zu seiner Weihnachtsgans verhilft. Gerade die letzte Episode brachte ihm unverhofft genau den Kitzel, nach dem Holmes süchtig ist: Überraschungen sind der Stoff, aus dem seine Träume sind. Dr. Watsons Lesern geht es ebenso, und Arthur Conan Doyle gibt ihnen, was sie sich wünschen. Aus heutiger Sicht mögen einige Wendungen nicht mehr verblüffen, aber die Welt hat sich halt weitergedreht und trägt nun eine dank des Fernsehens deutlich abgebrühtere Generation.

Wenn man Doyle indes unbedingt einen Vorwurf manchen möchte, dann lässt sich dieser ausgerechnet an den kriminalistischen Plots festmachen, die doch eigentlich das A und O einer Detektivgeschichte sein müssten. Bei näherer Betrachtung stellt sich rasch heraus, dass wohl keine der komplizierten Intrigen und Todesfallen funktionieren dürften, die zu klären sich Holmes solche Mühe gibt. Nur ein Beispiel: Wie realistisch ist es wohl, eine bekanntlich recht hohlköpfige, vor allem aber stocktaube Schlange mit Flötentönen und Milchgenuss zur unfehlbaren Mordmaschine zu dressieren (»Das gesprenkelte Band«)?

Der Punkt ist aber, dass Pedanten und Ketzer nichts in der Welt des Sherlock Holmes verloren haben. Arthur Conan Doyle selbst vertrat in diesem Zusammenhang eine sehr gesunde Meinung: »Aber was Details betrifft, bin ich nie ängstlich gewesen, und manchmal muss man einfach gebieterisch sein.« (aus »Memories und Adventures«, 1924, zitiert nach der »editorischen Notiz« in Die Memoiren des Sherlock Holmes, Haffmans- Verlag 1985, S. 297) So gewinnt man sicher keinen Literatur-Nobelpreis, aber viele treue Leser, die ein flottes Garn über angeblichen Realismus stellen. Für allzu intensive Recherchen blieb dem überaus produktiven Doyle ohnehin nur begrenzte Zeit, denn er musste regelmäßig liefern! Unter diesen Voraussetzungen leistete er fabelhafte Arbeit, und so lesen sich alle in diesem Band versammelten Geschichten mehr als ein Jahrhundert nach ihrer Entstehung mit demselben Genuss, den die Käufer des »Strand« einst verspürt haben müssen.

Bei seinem dritten Auftritt hat sich der Welt erster »Beratender Detektiv« endgültig in seinem selbst gewählten Metier etabliert. Holmes’ überragende Fähigkeiten haben sich »auf drei Kontinenten« herumgesprochen, wie Watson rühmt – bemerkenswert eigentlich für einen Kriminalisten, der sich besser ein wenig abseits der Öffentlichkeit halten sollte. Aber da ist eben Holmes’ Eitelkeit, die Watson keineswegs verschweigt. In diesem Zusammenhang muss auch seine Selbstherrlichkeit gesehen werden: Holmes behält sich durchaus vor, aus eigenem Ermessen zu richten. Einen Schurken lässt er laufen, wenn er es für richtig hält, statt ihn der Polizei zu übergeben, und einmal (in »Das gesprenkelte Band«) nimmt er den Tod des Täters sogar wissentlich in Kauf: »Auf diese Weise bin ich zweifellos indirekt für Dr. Grimesby Roylotts Tod verantwortlich geworden, aber in kann nicht behaupten, dass dies mein Gewissen sehr bedrücken wird.« (S. 234)

Aufsehen vermeiden – die Tugend des viktorianischen Herrn, der sich aber auch die wahre Lady verpflichtet fühlt. Immer wieder erleben wir, dass Holmes zu Rate gezogen wird, wenn es gilt, die schon damals unerwünschte Aufmerksamkeit der Presse zu vermeiden. Das akzeptiert er, weil er in beruhigend hoher Position in der zeitgenössischen Gesellschaft verankert ist. Aber Holmes steht nicht über den Konventionen, und er ist nicht darüber erhaben, erbost zu sein, wenn ihn ein adliger Laffe oder sogar ein eingebildeter König kaum verhohlen als besseren Dienstboten behandeln. In solchen Momenten mag ihm schmerzlich zu Bewusstsein kommen, dass er eben nicht dem Idealbild des müßiggängerischen, feingeistigen Gentleman entspricht, den primär der Sportsgeist zu seinem Tun treibt.

Als Ermittler ist er längst nicht so unfehlbar wie ihm dies die Literaturkritik gern vorhält. In »Die fünf Orangenkerne« oder »Der Daumen des Ingenieurs« bleibt Holmes sogar ausgesprochen erfolglos. Das nimmt er allerdings mit Humor und der Gelassenheit des Profis: Es werden wieder andere Fälle kommen – und Holmes ist lernfähig: »Er pflegte sich einstmals über weibliche Schauheit lustig zu machen, aber seither habe ich derlei nicht mehr bei ihm gehört.« (»Ein Skandal in Böhmen«, S. 36).

Watson bleibt es einmal mehr überlassen, hinter den trügerischen Panzer der »Denkmaschine« zu schauen. Erneut stellt sich heraus, dass der bodenständige Doktor Holmes ein echter, nach seiner Heirat oft schmerzlich vermisster Freund ist. Dem Detektiv ist es menschlich nicht gegeben, dies in Worte zu fassen, aber seine Taten sprechen Bände: Wieso sonst ist er stets in einen Fall verwickelt, der die Unterstützung des Doktors unbedingt erforderlich macht, sobald diesen der Zufall über Holmes’ Schwelle treibt? Watson scheint das durchaus zu wissen, und er sorgt sich um den Freund. In »Die Blutbuchen« versucht er ihn sogar mit einer Klientin zu verkuppeln und ist betrübt, als Holmes darauf nicht anspringen mag.

Michael Drewniok, April 2006

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benfi zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Abenteuer des Sherlock Holmes« 28.07.2013
Diese erste Sammlung an Fällen von dem bekannten Londoner Detektiv läßt Dr. Watson auf verschiedenste Weise an deren Aufklärung teilhaben. Teilweise wird der Freund von Holmes eingeladen, manchmal besucht er diesen und es kommt sogar vor, dass er ihn in einer Opiumhöhle auffindet! Diese Kurzgeschichten berichten zum Großteil von Diebstählen und auch von verschwundenen Personen. Nur einen offensichtlichen Mord klärt Holmes auf, aber auch in 'Das gesprenkelte Band' und 'Die fünf Orangenkerne' klärt er schließlich die mysteriösen Todesfälle. Letztgenannte Kurzgeschichte überrascht sogar damit, daß Holmes die eigentliche Gefahr unterschätzt! Die Geschichten sind allesamt spannend geschrieben und fokussieren sich schon mehr auf das, was der meisterhafte Detektiv 'Deduktion' nennt. Seine Herangehensweise an die verschiedensten Fälle sind auch das, was den Leser schlussendlich begeistert und fesselt. Da ist es weniger wichtig, ob der jeweilige Täter eine Strafe bekommt oder lediglich von Holmes persönlich verwarnt wird. Weitere Reize sind auch die Leidenschaft der Verkleidung des Detektives und die Gegebenheiten des Auslaufenden 19. Jahrhunderts. 'Die Abenteuer des Sherlock Holmes' ist ein wirklicher Klassiker der Kriminalliteratur!
85°
Stefan83 zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Abenteuer des Sherlock Holmes« 10.03.2009
Sherlock Holmes. Untrennbar ist mit diesem Namen mein erwachendes Interesse für die Kriminalliteratur verbunden, weshalb seine Werke wohl Zeit meines Lebens etwas Besonderes bleiben werden. Und in mitten dieser besonderen Werke bleibt die Kurzgeschichtensammlung "Die Abenteuer des Sherlock Holmes", die bei weitem gelungenste.

Sie ist es auch, die, nachdem die ersten beiden Romane "Eine Studie in Scharlachrot" und "Das Zeichen der Vier" mäßig erfolgreich waren, Arthur Conan Doyle zum endgültigen Durchbruch verhalf. Von Juli 1891 bis Juni 1892 erschien monatlich jeweils eine kleine Holmes-Erzählung im Strand Magazine, dessen Auflagen mit jeder weiteren in die Höhe stiegen. Diese zwölf Geschichten gelten sowohl bei den "Sherlockisten" als auch den Literaturkritikern als die mit Abstand besten Werke aus der Feder Doyles, zeigen sie doch noch den wahren, unverfälschten und Kokain spritzenden Meisterdetektiv, der im vernebelten, düsteren London Queen Victorias kleine Probleme und große Verbrechen gleichermaßen löst. In späteren Geschichten fehlt dieses Flair oft gänzlich, schimmert zwischen den Zeilen immer wieder durch, dass Doyle in erster Linie des benötigten Geldes wegen und auf Wunsch der Leser hin weiterschrieb.

In "Die Abenteuer des Sherlock Holmes" zeigte er jedoch noch sein Können als begnadeter Unterhaltungs-Schriftsteller, der das von Edgar Allan Poe entwickelte Modell der modernen Detektivstory ausgebaut und damit ein bis heute noch gültiges Vorbild für kriminalistische Rätselgeschichten aus der Taufe gehoben hat. Und es scheint, als käme ihm die Form der Kurzgeschichte bestens entgegen, denn Holmes' Begabung, aus der Interpretation minimaler Spuren zu verblüffenden Schlussfolgerungen zu gelangen und gleichsam beiläufig Verbrechen aufzuklären, findet hier ihre ideale ästhetische Form.

Zumeist ist der Anteil wirklich "kriminalistischer" Fälle sehr gering, tritt Sherlock Holmes nur als letzte Instanz in der Lösung allgemeiner rätselhafter Angelegenheiten auf (z.B. in "Ein Skandal in Böhmen", "Eine Frage der Identität"). Dennoch reicht die geringe Seitenanzahl aus, um den Leser mit seiner "Deduktion" zu beeindrucken, eine von Holmes zu einer wahren Kunst entwickelten Fähigkeit, die es ihm ermöglicht, viele Spuren und Indizien zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen, das Sinn ergibt und die wahren Hintergründe einer rätselhaften Geschichte offenbart.

In der heutigen Zeit wird die Wiederbeschaffung einer Weihnachtsgans vermutlich niemanden vom Hocker reißen (Man ist abgestumpft, taub und ein Opfer zunehmender bluttriefender Schmalspur-Literatur). Für damalige Verhältnisse stellten die überraschenden Wendungen aber den Stoff da, den die Leserschaft gierig verschlang. Was schließlich dazu führte, dass Doyle seine bald verhasste Figur wiederauferstehen lassen musste, nachdem sie in "Sein letzter Fall" das vermeintliche Ende fand und die aufgebrachte Fangemeinde zum stürmenden Protest aufrief. Um es also allegorisch zu sagen: In all dem himmelschreienden, betäubenden Lärm sind die Geschichten um den Meisterdetektiv eine leise, aber meisterhafte Melodie, die auch heute noch zu fesseln und unterhalten vermag, sofern man den gewillt ist sich mit ihr auseinanderzusetzen. Und es sind diese Geschichten, die das Bild des exzentrischen Detektivs prägen, diesem frauenfeindlichen Dandy und Kopfmensch, der seine Langeweile allein mit Opium und Kunst bekämpfen kann und in Dr. Watson einen verlässlichen Freund und Helfer an seiner Seite hat, der sich als Chronist seiner Abenteuer betätigt. Letzterer ist es auch, der genau jene Fragen stellt, die dem Leser selbst auf der Zunge liegen und der sich an unserer statt zur Zielscheibe von Holmes Spötterei macht.

Insgesamt sind "Die Abenteuer des Sherlock Holmes" nicht nur ein Juwel meiner Sammlung, sondern auch einer der Einstiegsschritte in das Genre, welches mich mittlerweile mit Haut und Haaren gepackt hat: Die Kriminalliteratur. Ein Grund dies jedem Fan dieser Gattung besonders ans Herz zu legen. Hervorzuheben sind in dieser Kurzgeschichtensammlung vor allem "Der blaue Karfunkel" (DIE Lektüre für die Weihnachtszeit), "Das gesprenkelte Band" (Die düstere, packende Geschichte mit der genialen Auflösung bewegt mich auch nach der xten Lektüre) und "Die Blutbuchen" (Erst offensichtlich, dann doch überraschend).
8 von 11 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Prince Joker zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Abenteuer des Sherlock Holmes« 19.06.2007
Ich finde, dass Sir Arthur Conan Doyle einer der besten Schriftsteller aller Zeiten ist, bzw. war. Die Figur Sherlock Holmes ist sehr gut dargestellt und zeigt das brilliante Denken des Schriftstellers.
Für jeden, der Krimigeschichten liest sind die Abenteuer des Scherlock Holmes (und seines Gehilfen Watson) ein absolutes Muss!!!
Laura zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Abenteuer des Sherlock Holmes« 29.11.2006
Torsten, deine Jack-the-Ripper Theorie hat einen kleinen Haken: Selbst wenn der Duke von Clarence König geworden wäre, wäre ein uneheliches Kind, grade von einer Prostituierten, niemals Königin geworden. Wenn der englische König mit seiner Frau keine Kinder hat, geht die Krone an seine Brüder oder deren Nachkommen über.
Wer Jack the Ripper war, werden wir wohl nie erfahren, obwohl man ja mittlerwile ein Phantombild erstellt hat.
Schade, dass Arthur Conan Doyle diese Geschichte nicht verwertet hat. Andererseits hätte das auch niemandem geholfen...
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Abenteuer des Sherlock Holmes« 12.12.2005
Übrigens solltet ihr mal Herlock Sholmes lesen, so ist dies kein Schreibfehler sondern ein von dem frz. Schriftsteller Maurice Leblanc geplanter Gegenentwurf zu Doyles Helden. Dessen gegenspiler ist der weltberühmte Arsene Lupin.-Grüße
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Abenteuer des Sherlock Holmes« 17.11.2005
Nochmal zu "Jack the Ripper". Immer wieder wird behauptet, daß das engl. Königshaus in diese Geschichte verwickelt sein soll. Zur Erläuterung: Ein Großonkel der heutigen engl. Königin, Albert Victor Duke of Clarence, (1864 - 1892) soll mit einer Prostituierten ein Kind gezeugt haben, ein Mädchen namens Alice. Wäre dieser Duke nicht (an angeblicher Syphilis = Vorläufer von AIDS) mit nur 28 gestorben, wäre er nach Edward VII. engl. König geworden, und seine Tochter irgendwann engl. Königin. Dieses nun wollte der Leibarzt der Queen Victoria ( ob mit oder ohne ihr Wissen, von der Krankheit ihres Enkels soll sie gewusst haben) verhindern. Und so ermordete er die Prostituierten, die Trauzeugin der morganatischen ( = nicht standesgemäßen) Ehezeremonie, zwischen dem Liebchen und Albert gewesen waren. Warum er nicht auch den anglikanischen Priester über den Jordan brachte, bleibt dahingestellt? Jedenfalls finde ich diese Theorie glaubwürdiger als Cornwells These , ein Dt. Maler sei es gewesen. Ein Fall für Sherlock Holmes also...
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Abenteuer des Sherlock Holmes« 15.11.2005
Unten auf dieser Seite stehen Titel mit neuen Holmes Stories. In dem Film "From Hell" bedauert man, daß Sherlock Holmes nicht auftauchen kann. Er hätte bestimmt eines der größten Rätsel aller Zeiten gelöst, nämlich "Wer war Jack the Ripper?" Hat eigentlich unser guter Arthur Conan Doyle ein Alibi für die Tatzeiten??
Pascal zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Abenteuer des Sherlock Holmes« 15.08.2005
Leider hat man die Kurzgeschichten nach wenigen Seiten durchschaut.

30-Seiter, die nett sind, aber nicht wirklich so interessant, um das Buch von Anfang bis zum Ende zu lesen.

Auch eine Bewertung möchte ich nicht abgeben, da es bessere und schlechtere Geschichten beinhaltet.
milla zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Abenteuer des Sherlock Holmes« 23.07.2005
Der etwas biedere Assistent und Freund von Sherlock Holmes, Dr. Watson, erzählt 12 Geschichten des großen Meisterdetektivs, der seine Fälle mit genauer Beobachtung und messerscharfer Logik und Kombinationsgabe löst. Mir persönlich ist der menschliche Watson um einiges sympathischer als der egozentrische Holmes, der süffisant lächelnd schon nach den ersten Aussagen seines Klienten die ersten Lösungsvorschläge vorweisen kann. Gut gefallen haben mir die Fälle, bei denen der Leser miträsteln kann bzw. bei denen die Details, die zur Lösung des Falls beitragen, auch genannt werden und nicht auf den Erkundungswegen von Holmes zusammengetragen werden, ohne dass der Leser davon erfährt und erst bei der geduldigen Erklärung von Holmes an Watson auftauchen. Nichtsdestotrotz ist die Art und Weise von Holmes' Schlussfolgerungen beeindruckend und man erkennt, warum er als Vater aller Detektive bezeichnet wird, auch wenn es am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist. Mein Favorit in dieser Geschichtensammlung: Das gesprenkelte Band.
Torsten Janssen zu »Sir Arthur Conan Doyle: Die Abenteuer des Sherlock Holmes« 29.03.2005
Korrektur: Sherlock Holmes (Basil Rathbone) Schlapphut und Unifarben und Dr. Watson trägt manchmal karierte Muster, wie sie im Anfangslogo zu sehen sind. Grüße......................................................................................

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